300 Millionen für die Fachhochschule (FH) Deutz
Masterplan für ein schöneres Köln
– links vom Rhein, für den Osten: die Ödnis?
(Die Veröffentlichung dieser Webseite erfolgt mit ausdrücklicher Zustimmung des Herrn Engelbert Schlechtrimen.
Der Förderkreis Rechtsrheinisches Köln e.V. schließt sich der Aussage dieses Schreibens an
und unterstützt den Verbleib der 5 Fakultäten der FH in Deutz,
um Nachteile für das rrh. Köln abzuwenden!)

Liebe Bürger „op de schäl Sick“, liebe Kölner, liebe Leserinnen und Leser,

aufgebracht verfolgen meine Mitunterzeichner und ich die Vorgänge um die Verlagerung der FH in Deutz/Kalk. Wir möchten Sie freundlich einladen, sich einmal unsere Recherche vor Augen zu halten:
Während der Erarbeitung des städtebaulichen Masterplanes für die Kölner Innenstadt wurde die Verlagerung der Fachhochschule im Raum Deutz/Kalk erst im allerletzten, von insgesamt vier Werkstattgespräche thematisiert. Die Verlagerung des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums (IWZ) und damit des rechtsrheinischen Teils der FH nach Bayenthal wurde regelrecht in den Masterplan hinein „geschmuggelt“ und so einer breiten Diskussion innerhalb der Bürgerschaft, aber auch der Fachöffentlichkeit entzogen. Der Stadt winkt die „Abwrackprämie“ von rund einer halben Milliarde Euro für den Neubau der Gebäude aus dem Konjunkturpaket Bildung des Landes NRW. Der Bauliegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) beabsichtigt als Eigentümer die schnellstmögliche Errichtung eines FH-Campus auf dem Gelände der Domgärten, was offenbar die beabsichtigte Verlängerung des Grüngürtels beinhaltet. Die Mittelverwendung ist dabei, nach unserer Information, jedoch nicht standortgebunden.

Der „Hype“ um diesen überhasteten Neubau wird derzeit von allen Beteiligten nach dem Motto „kurzfristiger Nutzen bei lange anhaltender Problemlage“ betrieben – Aspekte der Nachhaltigkeit sind dabei nicht erkennbar. Von Seiten der Ratsfraktionen ist man offenbar bereit, unter dem Druck des Landes, zur Sitzung am 30.06. Beschlüsse zur Bebauungsplanänderung in Bayenthal zu fassen. Den Schritt qualitativ hochwertiger Planungs- und Entscheidungsprozesse umgeht man damit, wobei viele zuvor in Untersuchungen und Analysen gewonnene Erkenntnisse unbeachtet bleiben bzw. noch gar nicht vorliegen.
Dieser Ratsbeschluss wäre als Zeichen der Stadt an den BLB zu sehen: Wir stimmen der Selbstbedienung im Rechtsrheinischen zu: „Bauen Sie jetzt!“. Das, obwohl weder das zuvor beschlossene Gutachten für die städtebauliche Verträglichkeit im Hinblick auf soziale Gesichtspunkte vorliegt, noch Vorschläge für eine adäquate Nachnutzung für die dann entstehende Brache in Deutz / Kalk, die wenigstens annähernd dem Potential der fünf Fakultäten, der größten Fachhochschule Deutschlands, entsprechen. Auch zu diesem Schritt wurden die betroffenen Bürger weder mit Information versorgt, geschweige denn in nachfolgende Diskussionen einbezogen.
Obgleich offiziell noch nichts entschieden ist und keine Beschlüsse der Landesregierung, des Stadtrates oder dem Präsidium der FH selbst vorliegen, werden offenbar an der Aufmerksamkeitder Öffentlichkeit vorbei schon jetzt in  rasantem Tempo Tatsachen geschaffen. Herr Oberbürgermeister Schramma, Abgesandte der Fraktionen, der BLB und das Präsidium der FH agieren mit Hilfe des Lenkungskreises so frei, als benötige man keinerlei Legitimationen. Sicher
ist: man will noch vor den Wahlen Tatsachen in Form von „Baudenkmälern“ schaffen. Die Interessen der rechtsrheinischen Kölner werden dabei weniger ver- als mehr ge-treten.

Die Mitglieder des AK Stadtgestaltung des Leitbildes Köln 2020, Wissenschaftler und Stadtplaner aus dem Beirat der StandortGemeinschaft*, aus dem Haus der Architektur und selbst unser Baudezernent bekommen, auf das Thema angesprochen, erhebliche Bedenken. Die StandortGemeinschaft Kalk e.V.* hat nun ihre Bedenken zusammengefasst und anliegend skizziert. Weiterhin wird verwiesen auf den Beschluss der Bezirksvertretung Kalk, die beiden
Stellungnahmen des AK Stadtgestaltung (Positionspapier und Vorschläge für eine Bildungslandschaft in Deutz/Kalk) und auf die Stellungnahme des Förderkreis Rechtsrheinisches Köln e.V., in dem sich mehr als 20 Bürgervereine organisieren.
Die Unterzeichner sprechen sich ausdrücklich für eine Beibehaltung des Fachhochschulstandortes in Köln Deutz/Kalk aus. Sie fordern aus Gründen einer ausgeglichenen Stadtentwicklung den Erhalt der FH im Rechtsrheinischen und protestieren gegen das Vorgehen, ordentliche Planungs-, Bürgerbeteiligungs- und letztlich Entscheidungsprozesse
vorwegzunehmen.

Da es offenbar jedoch nicht reicht, wenn sich eine Vielzahl von Organisationen mit ihren Schreiben äußern, bitten die Unterzeichner jetzt Sie, liebe Leserinnen und Leser, im Rahmen einer virtuellen Unterschriftensammlung ein Zeichen zu setzen und Flagge zu bekennen!
Unterstützen Sie unseren Appell an die Politik! Bitte stimmen Sie für den Erhalt unserer rechtsrheinischen Bildungslandschaft durch eine Mail an die Internet-Adresse: FH-stehen-lassen@gmx.de. Benötigt werden dabei Ihr Namen und Ihre postalische Adresse. Die Verwendung erfolgt vertraulich.
Außerdem bitten die Unterzeichner um Weiterleitung dieser e-mail an Ihnen bekannte Institutionen und Bürger, damit im Schneeballsystem eine hohe Beteiligung sichergestellt wird.
Bitte helfen Sie, dass es „Klick“ macht.
Freundliche Grüße und vielen Dank für Ihre Unterstützung vorab,

Engelbert Schlechtrimen Sprecher des Vorstandes der StandortGemeinschaft Kalk e.V. a.D. / V.i.S.d.P:
 

Mitunterzeichner:
• Förderkreis Rechtsrheinisches Köln e.V.
• Bezirksbürgermeister a.d. Dohm, Stadtbezirk Kalk
• Bezirksbürgermeister Thiele, Stadtbezirk Kalk
• Bezirksbürgermeister Hupke, Stadtbezirk Innenstadt
• AK Stadtgestaltung des Leitbildes Köln 2020
• Bürgervereinigung Deutz e.V.
• Interessengemeinschaft Deutz für Handel, Gewerbe und Dienstleistung e. V.
• Pfarrer Georg Heiliger, Deutz
• Deutzkultur Stefan Fischer
• Bürgerverein Kalk e.V.
• Ev. Kirchengemeinde Kalk / Humboldt, Pfarrer Harro Eder und Georg Heilinger
• Kath. Pfarrgemeinden St. Marien und St. Joseph (Kalk), St. Engelbert und St. Marien (Humboldt), Pfarrer Harald Chudzian
• Pfarrer Kurt F. Kassing, Kalk
• Caritas, Thomas Zumstrull
• Kita St. Marien
• Junkiebund, Bundessprecher Marco Jesse
• Naturfreunde Kalk, Michael Barg
• Stiftung KalkGestalten
• Büro für Brauchbarkeit, Martina Höfflin
• Sozialraum Koordination Humboldt/Gremberg/Kalk, Kinderschutzbund Köln
• Bürgerverein Humboldt-Gremberg e.V.
• Bürgerinitiative Miteinander Humboldt-Gremberg e.V.
• IB Gesellschaft für Beschäftigung, Bildung und soziale Dienste mbH
• Runder Tisch Buchforst e.V.
• Bürgerverein Köln-Flittard 1989 e.V.
• Bündnis Heideterrasse e.V.
• Kath. Kirchengemeinde Höhenberg / Vingst, Pfarrer Franz Meurer
• Förderverein Höhenberg e.V., Markus Thiele
• SeniorenNetzwerk Höhenberg
• Interessengemeinschaft Wasser, Umwelt und Jugend Köln-Porz-Langel e.V.
• Sozialistische Selbsthilfe Mülheim SSM e.V., Rainer Kippe
• Rolf Bauerfeind, Mülheim
• Veedel e.V., Ostheim, Rolf Blandow
• Bürgerverein Siedlung Schlagbaum und Anrainer e.V.
• Stadt-Bezirks-Sportverband 8 e.V.
• CDU-Fraktion BV Kalk
• Ortsverband der CDU Kalk/Humboldt-Gremberg, Jörn Schade
• Staatssekretärin Ursula Heinen, MdB CDU
• Freie Wähler, Detlef Hagenbruch
• Die Grünen, Jörg Frank und Barbara Moritz, MdR
• Die Grünen, Karin Schmidt, Bezirksvertretung Kalk
• Kölner Bürger Bündnis, Andreas Henseler
• Die Linke, Dr. Günter Bell, Stadtplaner, Sozialwissenschaftler
• Die Linke, Franz-Albert Krämer
• Stephan Gatter, MdL SPD
• Oliver Krems, Vorsitzender der SPD, Fraktion Kalk
• Marco Pagano und Kerstin Schmedemann, SPD
• Aktion "Köln kann auch anders", Frank Deja
• ASR-Rehabilitationszentren, Bernard Nguyên u. Kerstin Schmiedecke
• Frauke Burgdorff, Raumplanerin
• Bund Deutscher Architekten
• Haus der Architektur, Christian Wendling
• Martin Klein
• Detlef Lang
• Dr. Andreas Madaus, VfW Köln e.V.
• Montag-Stiftung
• Wilfried Nissing, Bayenthal
• Sabine Röser, Bayenthal
• Dr. Joachim Spangenberg,
• Dr. Ing. Ludwig Winkel, Geschäftsführer der Innung Sanitär Heizung Klima, Köln
• W. Wortmann


Weitere Hinweise:
http://www.stadt-koeln.de/1/verwaltung/leitbild/handlungsfelder/02695/
http://www.hda-koeln.de/pm_090518.1.html
Homepage des Förderkreis Rechtsrheinisches Köln e.V.
Argumentationslinie der StandortGemeinschaft Kalk e.V.
http://www.kalkpost.de/?p=521
Ratsprotokoll vom 10.2.2009: Der Stadtrat stellt sachlich neutrale Prüfaufträge zur Standortfrage der FH Deutz

Pressespiegel:

- forum.ksta.de > Quo vadis Colonia? - FH Deutz

- Erster Presse-Artikel zur Standortfrage der FH-Deutz (7.12.2008)

- Präsident der Fachhochschule, Joachim Metzner zur Standortfrage (8.12.2008)

- Erklärungsbedürftige Grundstückgeschäfte (09.05.2009)

- Die Feuerwehr will nach Kalk (29.6.2009)

- OB Fritz Schramma befürwortet Neubau für die FH Deutz (16.07.2009)

- Campus soll in Deutz bleiben (28.7.2009)

- Kölner FH: „Wechsel wäre Katastrophe“ (28.07.2009)

- "Mülheimer Freiheit" - Webnachrichtendienst für den Stadtbezirk 9 und darüber hinaus (02.08.2009)

- FH-Pressespiegel des Förderkreises

Am 26. Juli 2011 gab die Wissenschaftsministerin Frau Svenja Schulze eine Pressekonferenz, wo sie mit Herrn OB Jürgen Roters und den FH-Vizepräsidenten Frau Prof. Dr. Sylvia Heuchemer und Herrn Prof. Rüdiger Küchler erklärte, weshalb das IWZ in Deutz weiter saniert und auch entwickelt wird. Der Förderkreis dankt für die sachlich getroffene Entscheidung mit einem Blumenstrauß.

Foto: Hans-Gerd Kaumanns

Sie sind herzlich gebeten, uns weitere Links zu nennen, die uns bislang noch unbekannt sind!