Liebe Bürger „op de schäl Sick“, liebe Kölner, liebe Leserinnen und Leser,
aufgebracht verfolgen meine
Mitunterzeichner und ich die Vorgänge um die Verlagerung der FH in
Deutz/Kalk. Wir möchten Sie freundlich einladen, sich einmal unsere
Recherche vor Augen zu halten:
Während der Erarbeitung
des städtebaulichen Masterplanes für die Kölner Innenstadt
wurde die Verlagerung der Fachhochschule im Raum Deutz/Kalk erst im allerletzten,
von insgesamt vier Werkstattgespräche thematisiert. Die Verlagerung
des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums (IWZ) und damit des rechtsrheinischen
Teils der FH nach Bayenthal wurde regelrecht in den Masterplan hinein „geschmuggelt“
und so einer breiten Diskussion innerhalb der Bürgerschaft, aber auch
der Fachöffentlichkeit entzogen. Der Stadt winkt die „Abwrackprämie“
von rund einer halben Milliarde Euro für den Neubau der Gebäude
aus dem Konjunkturpaket Bildung des Landes NRW. Der Bauliegenschaftsbetrieb
des Landes (BLB) beabsichtigt als Eigentümer die schnellstmögliche
Errichtung eines FH-Campus auf dem Gelände der Domgärten, was
offenbar die beabsichtigte Verlängerung des Grüngürtels
beinhaltet. Die Mittelverwendung ist dabei, nach unserer Information, jedoch
nicht standortgebunden.
Der „Hype“ um diesen überhasteten
Neubau wird derzeit von allen Beteiligten nach dem Motto „kurzfristiger
Nutzen bei lange anhaltender Problemlage“ betrieben – Aspekte der Nachhaltigkeit
sind dabei nicht erkennbar. Von Seiten der Ratsfraktionen ist man offenbar
bereit, unter dem Druck des Landes, zur Sitzung am 30.06. Beschlüsse
zur Bebauungsplanänderung in Bayenthal zu fassen. Den Schritt qualitativ
hochwertiger Planungs- und Entscheidungsprozesse umgeht man damit, wobei
viele zuvor in Untersuchungen und Analysen gewonnene Erkenntnisse unbeachtet
bleiben bzw. noch gar nicht vorliegen.
Dieser Ratsbeschluss wäre
als Zeichen der Stadt an den BLB zu sehen: Wir stimmen der Selbstbedienung
im Rechtsrheinischen zu: „Bauen Sie jetzt!“. Das, obwohl weder das zuvor
beschlossene Gutachten für die städtebauliche Verträglichkeit
im Hinblick auf soziale Gesichtspunkte vorliegt, noch Vorschläge für
eine adäquate Nachnutzung für die dann entstehende Brache in
Deutz / Kalk, die wenigstens annähernd dem Potential der fünf
Fakultäten, der größten Fachhochschule Deutschlands, entsprechen.
Auch zu diesem Schritt wurden die betroffenen Bürger weder mit Information
versorgt, geschweige denn in nachfolgende Diskussionen einbezogen.
Obgleich offiziell noch nichts
entschieden ist und keine Beschlüsse der Landesregierung, des Stadtrates
oder dem Präsidium der FH selbst vorliegen, werden offenbar an der
Aufmerksamkeitder Öffentlichkeit vorbei schon jetzt in rasantem
Tempo Tatsachen geschaffen. Herr Oberbürgermeister Schramma, Abgesandte
der Fraktionen, der BLB und das Präsidium der FH agieren mit Hilfe
des Lenkungskreises so frei, als benötige man keinerlei Legitimationen.
Sicher
ist: man will noch vor den
Wahlen Tatsachen in Form von „Baudenkmälern“ schaffen. Die Interessen
der rechtsrheinischen Kölner werden dabei weniger ver- als mehr ge-treten.
Die Mitglieder des AK Stadtgestaltung
des Leitbildes Köln 2020, Wissenschaftler und Stadtplaner aus dem
Beirat der StandortGemeinschaft*, aus dem Haus der Architektur und selbst
unser Baudezernent bekommen, auf das Thema angesprochen, erhebliche Bedenken.
Die StandortGemeinschaft Kalk e.V.* hat nun ihre Bedenken zusammengefasst
und anliegend skizziert. Weiterhin wird verwiesen auf den Beschluss der
Bezirksvertretung Kalk, die beiden
Stellungnahmen des AK Stadtgestaltung
(Positionspapier und Vorschläge für eine Bildungslandschaft in
Deutz/Kalk) und auf die Stellungnahme des Förderkreis Rechtsrheinisches
Köln e.V., in dem sich mehr als 20 Bürgervereine organisieren.
Die Unterzeichner sprechen
sich ausdrücklich für eine Beibehaltung des Fachhochschulstandortes
in Köln Deutz/Kalk aus. Sie fordern aus Gründen einer ausgeglichenen
Stadtentwicklung den Erhalt der FH im Rechtsrheinischen und protestieren
gegen das Vorgehen, ordentliche Planungs-, Bürgerbeteiligungs- und
letztlich Entscheidungsprozesse
vorwegzunehmen.
Da es offenbar jedoch nicht
reicht, wenn sich eine Vielzahl von Organisationen mit ihren Schreiben
äußern, bitten die Unterzeichner jetzt Sie, liebe Leserinnen
und Leser, im Rahmen einer virtuellen Unterschriftensammlung ein Zeichen
zu setzen und Flagge zu bekennen!
Unterstützen Sie unseren
Appell an die Politik! Bitte stimmen Sie für den Erhalt unserer rechtsrheinischen
Bildungslandschaft durch eine Mail an die Internet-Adresse: FH-stehen-lassen@gmx.de.
Benötigt werden dabei Ihr Namen und Ihre postalische Adresse. Die
Verwendung erfolgt vertraulich.
Außerdem bitten die Unterzeichner
um Weiterleitung dieser e-mail an Ihnen bekannte Institutionen und Bürger,
damit im Schneeballsystem eine hohe Beteiligung sichergestellt wird.
Bitte helfen Sie, dass es „Klick“
macht.
Freundliche Grüße
und vielen Dank für Ihre Unterstützung vorab,
Engelbert Schlechtrimen Sprecher
des Vorstandes der StandortGemeinschaft Kalk e.V. a.D. / V.i.S.d.P:
Mitunterzeichner:
• Förderkreis Rechtsrheinisches Köln e.V.
• Bezirksbürgermeister a.d. Dohm, Stadtbezirk Kalk
• Bezirksbürgermeister Thiele, Stadtbezirk Kalk
• Bezirksbürgermeister Hupke, Stadtbezirk Innenstadt
• AK Stadtgestaltung des Leitbildes Köln 2020
• Bürgervereinigung Deutz e.V.
• Interessengemeinschaft Deutz für Handel, Gewerbe und Dienstleistung e. V.
• Pfarrer Georg Heiliger, Deutz
• Deutzkultur Stefan Fischer
• Bürgerverein Kalk e.V.
• Ev. Kirchengemeinde Kalk / Humboldt, Pfarrer Harro Eder und Georg Heilinger
• Kath. Pfarrgemeinden St. Marien und St. Joseph (Kalk), St. Engelbert und St. Marien (Humboldt), Pfarrer Harald Chudzian
• Pfarrer Kurt F. Kassing, Kalk
• Caritas, Thomas Zumstrull
• Kita St. Marien
• Junkiebund, Bundessprecher Marco Jesse
• Naturfreunde Kalk, Michael Barg
• Stiftung KalkGestalten
• Büro für Brauchbarkeit, Martina Höfflin
• Sozialraum Koordination Humboldt/Gremberg/Kalk, Kinderschutzbund Köln
• Bürgerverein Humboldt-Gremberg e.V.
• Bürgerinitiative Miteinander Humboldt-Gremberg e.V.
• IB Gesellschaft für Beschäftigung, Bildung und soziale Dienste mbH
• Runder Tisch Buchforst e.V.
• Bürgerverein Köln-Flittard 1989 e.V.
• Bündnis Heideterrasse e.V.
• Kath. Kirchengemeinde Höhenberg / Vingst, Pfarrer Franz Meurer
• Förderverein Höhenberg e.V., Markus Thiele
• SeniorenNetzwerk Höhenberg
• Interessengemeinschaft Wasser, Umwelt und Jugend Köln-Porz-Langel e.V.
• Sozialistische Selbsthilfe Mülheim SSM e.V., Rainer Kippe
• Rolf Bauerfeind, Mülheim
• Veedel e.V., Ostheim, Rolf Blandow
• Bürgerverein Siedlung Schlagbaum und Anrainer e.V.
• Stadt-Bezirks-Sportverband 8 e.V.
• CDU-Fraktion BV Kalk
• Ortsverband der CDU Kalk/Humboldt-Gremberg, Jörn Schade
• Staatssekretärin Ursula Heinen, MdB CDU
• Freie Wähler, Detlef Hagenbruch
• Die Grünen, Jörg Frank und Barbara Moritz, MdR
• Die Grünen, Karin Schmidt, Bezirksvertretung Kalk
• Kölner Bürger Bündnis, Andreas Henseler
• Die Linke, Dr. Günter Bell, Stadtplaner, Sozialwissenschaftler
• Die Linke, Franz-Albert Krämer
• Stephan Gatter, MdL SPD
• Oliver Krems, Vorsitzender der SPD, Fraktion Kalk
• Marco Pagano und Kerstin Schmedemann, SPD
• Aktion "Köln kann auch anders", Frank Deja
• ASR-Rehabilitationszentren, Bernard Nguyên u. Kerstin Schmiedecke
• Frauke Burgdorff, Raumplanerin
• Bund Deutscher Architekten
• Haus der Architektur, Christian Wendling
• Martin Klein
• Detlef Lang
• Dr. Andreas Madaus, VfW Köln e.V.
• Montag-Stiftung
• Wilfried Nissing, Bayenthal
• Sabine Röser, Bayenthal
• Dr. Joachim Spangenberg,
• Dr. Ing. Ludwig Winkel, Geschäftsführer der Innung Sanitär Heizung Klima, Köln
• W. Wortmann
Weitere Hinweise:
http://www.stadt-koeln.de/1/verwaltung/leitbild/handlungsfelder/02695/
http://www.hda-koeln.de/pm_090518.1.html
Homepage
des Förderkreis Rechtsrheinisches Köln e.V.
Argumentationslinie
der StandortGemeinschaft Kalk e.V.
http://www.kalkpost.de/?p=521
Ratsprotokoll
vom 10.2.2009: Der Stadtrat stellt sachlich neutrale Prüfaufträge
zur Standortfrage der FH Deutz
Pressespiegel:
- forum.ksta.de > Quo vadis Colonia? - FH Deutz
- Erster Presse-Artikel zur Standortfrage der FH-Deutz (7.12.2008)
- Präsident der Fachhochschule, Joachim Metzner zur Standortfrage (8.12.2008)
- Erklärungsbedürftige Grundstückgeschäfte (09.05.2009)
- Die Feuerwehr will nach Kalk (29.6.2009)
- OB Fritz Schramma befürwortet Neubau für die FH Deutz (16.07.2009)
- Campus soll in Deutz bleiben (28.7.2009)
- Kölner FH: „Wechsel wäre Katastrophe“ (28.07.2009)
- "Mülheimer Freiheit" - Webnachrichtendienst für den Stadtbezirk 9 und darüber hinaus (02.08.2009)
- FH-Pressespiegel des Förderkreises
Am 26. Juli 2011 gab die Wissenschaftsministerin Frau Svenja Schulze eine Pressekonferenz, wo sie mit Herrn OB Jürgen Roters und den FH-Vizepräsidenten Frau Prof. Dr. Sylvia Heuchemer und Herrn Prof. Rüdiger Küchler erklärte, weshalb das IWZ in Deutz weiter saniert und auch entwickelt wird. Der Förderkreis dankt für die sachlich getroffene Entscheidung mit einem Blumenstrauß.

Sie sind herzlich gebeten, uns weitere Links zu nennen, die uns bislang noch unbekannt sind!