
Wer bin
ich ? 
Ich arbeite seit 1991 im explosiven Gewerbe und seit 6 Jahren in der Kampfmittelbeseitigung.
Unsere Berufsbezeichnung ist Feuerwerker, was aber nichts mit Feuerwerk im allgemeinen Sinne zu tun hat. Ganz im Gegenteil sind wir bemüht, Feuerwerke auf unserem Gebiet zu vermeiden, da damit fast immer Menschenleben verbunden sind.
Den Höhepunkt meiner bisherigen beruflichen Laufbahn erlebte ich 1997 und 1998 in Bosnien-Herzegowina und Kroatien, wo ich für die deutsche humanitäre Hilfsorganisation HELP verschiedene Minenräumprojekte als verantwortlicher Supervisor betreute und selbst ca.300 Minen und ca. 2.000 Blindgänger entschärfte bzw. vernichtete.
Es gibt eine Vielzahl von Feuerwerkern, welche getreu ihrem Wahlspruch - Bei strenger Pflicht getreu und schlicht - ihren Dienst in Bundeswehr,staatlichen Räumdiensten und in privaten Kampfmittelbeseitigungsfirmen verrichten und dabei oft ihr Leben riskieren, um große Gefahren für die Allgemeinheit abzuwenden. Denn es gibt auch im heutigen Deutschland noch sehr viele Bomben, Granaten, Minen usw. aus dem II.Weltkrieg bzw. aus der russischen Besatzungszeit, welche noch immer auf ihre Opfer warten.
Minen haben die Aufgabe, gegnerische Soldaten, Fahrzeuge und Panzer außer Gefecht zu setzen, den Gegner zu verunsichern, seine Handlungen zu lähmen, seine Bewegungen zu verzögern sowie Verkehrs-und Industrieanlagen und andere Objekte zu zerstören.
Minen sind Defensivwaffen und treten in großtechnisch gefertigten Modellen erst nach dem I. Weltkrieg auf. Dagegen waren versteckte Ladungen, hergestellt in den Truppenwerkstätten oder durch Einzelpersonen aus herkömmlichen Sprengkörpern und verschiedenen Zündern auch während des I. Weltkrieges in Anwendung.
Minen wurden und werden auf Straßen und Wegen, im offenen Gelände und in Ortschaften, in Flüssen und Meeren, an Übersetz- und Landungsstellen u.a. entweder nach einem bestimmten Verlegeschema oder ohne festgelegte Ordnung und teilweise auch im Streueinsatz oder einzeln verlegt.
Die Aufgabe von Minensperren besteht darin, Lücken in Gefechtsabschnitten zu schließen, die Bewegungsmöglichkeiten gegnerischer Kräfte und Fahrzeuge einzuschränken sowie bedrohte Flanken und schlecht überschaubare Geländeabschnitte zu sichern.
Prinzipieller Aufbau von Minen
Minen bestehen grunssätzlich aus den Hauptteilen
Das Minengehäuse umschließt die Sprengladung und nimmt meist die Zündeinrichtung auf. Es gewährleistet den Schutz vor Witterungseinflüssen und anderen Beeinträchtigungen während der Lagerung, des Transportes und der Verlegung. Als Gehäusematerial kommen vor allem Stahl, Gußeisen, Aluminium, Beton, Holz, Glas, Pappe u.a. , bei modernen Massenminen vor allem Plastik , zur Anwendung. Dabei treten Minen in den verschiedensten Formen wie z.B. scheibenförmig, zylindrisch, quaderförmig u.a. auf. Die Farbgebung ist meist dem Gelände und der Jahreszeit angepaßt und variiert sehr stark.zurück
Die Sprengladung der Mine besteht meist aus üblichen militärischen Sprengstoffen, die eingeschüttet, gepreßt oder gegossen sein können. Es wurden aber auch gewerbliche Sprengstoffe und Beutemunition wie Sprengkörper, Wurfgranaten, Bomben und Granaten als Behelfsminen verwendet. Die Masse der Sprengladung richtet sich nach der beabsichtigten Wirkung und beträgt in der Regel zwischen 100g und 1000g bei Anti-Personen-Minen und 3000g bis 7000g bei Panzerminen, wobei in letztere noch zusätzliche Detonatoren aus brisantem Sprengstoff eingearbeitet sein können.zurück
Die Zündvorrichtung hat die Mine nach einer bestimmten Einwirkung( Druck, Zug, Zeit, u.ä.) zur Wirkung zu bringen. Sie besteht in der Regel aus einem Minenzünder und einer Sprengkapsel, die in den Hauptzündkanal eingesetzt werden. In den meisten Panzerminen und in einigen Anti-Personen-Minen sind neben dem Hauptzündkanal noch weitere Zündkanäle vorhanden, die eine zusätzliche Zündung zulassen (z.B. als elektrische Zündung oder als Sicherung gegen Wiederaufnahme u.a. ). Ein Teil der Minenzünder ist zur gefahrlosen Handhabung mit einer Sicherungseinrichtung versehen, andere Zünder lassen sich entschärfen oder bestimmte Zünder sind nach dem Einbau nicht mehr zu entschärfen.zurück
Einteilung der Minen und Minenzünder
Es gibt viele Möglichkeiten, sowohl Minen als auch ihre Zündsysteme zu systematisieren. So kann man z.B. Minen nach der Art ihrer Auslösung einteilen in
ungelenkte oder Kontakt-Minen oder
gelenkte oder kontaktlose Minen
wobei letztere mit Fernschärfvorrichtungen und Fernauslöseeinrichtungen, die über Draht oder Funk, Uhrwerke oder physikalische Felder, Vibrationen u.a. zu willkürlichen oder bestimmten Zeiten ausgelöst werden können.
Eine andere Möglichkeit besteht z.B. in der Einteilung nach der Ansprechzeit, in dem man in Minen mit
Sofortzündung und
Verzögerungszündung
unterscheidet.Die am häufigsten gebräuchliche Einteilung erfolgt nach der Bestimmung und der Wirkungsweise der Minen in
Schützenabwehr oder Anti-Personen-Minen
Sprengminen
Splitterminen
Splitter-Springmine
Splitter-Richtminen
Panzerabwehrminen
Sprengminen
Hohlladungsminen
Landeabwehrminen
Treibminen
Ankertauminen
Grundminen
Spezialminen
Leucht-und Signalminen
Entlastungsminen
Brandminen
Nebelminen
Kampfstoffminen
Straßenminen
Eisminen
Haftminen
Objektminen ( Sprengfallen )
Die Minenzünder werden häufig nach ihrem Auslöseprinzip eingeteilt, wobei bei einigen Zündern mehrere Auslöseprinzipien miteinander kombiniert sein können:
Druckzünder
Zugzünder
Entlastungszünder
Kippzünder
Knickzünder
chemische Zünder
elektrische Zünder
akustische Zünder
seismische Zünder
Infrarot-Zündsysteme
magnetische Zünder
Erschütterungszünder u.a.
Im Angriff
halten Minen auf ökonomische Art, die langgezogenen
Flanken zu sichern. Genaue Vorschriften legten
Verlegearten, Kennzeichnung und Dokumentation von
Minenfeldern fest, obwohl sich die Bestimmungen
bezüglich Dichte, Tiefe und Verlegeschema zwischen den
einzelnen Armeen unterschieden. Die genaue Dokumentation
wurde hauptsächlich gefordert, um im Falle eines
Gegenangriffs eigene Minenfelder als Gefahr für die
Truppe auszuschließen und zum Wiederaufnehmen der Minen
für eine eventuelle Neuverlegung. Die europäischen und
amerikanischen Doktrin unterschieden Minenfelder nach
ihrem taktischen Zweck (Schutz-, Verteidigungs-, Sperr-,
Störminenfelder und Sprengfallen), nach der Art der
Bewegung, die behindert werden sollte (Schützen-,
Panzer-, Landeabwehrminenfelder); nach Geländeart
(Straßen-, Strand-, Eis,- Eisenbahnverminung) und nach
der Verlegeart (eilig oder vorbereitet verlegte
Minenfelder). Störminenfelder bestanden hauptsächlich
aus Schützenminen und waren nicht durch Feuer
gesichert.Der Minenkrieg wurde in die Kampfhandlung des
II. WK fest integriert. Die Landminen bestanden aus
eingegossenem Sprengstoff, versehen mit Zündern oder
Zündladungen zum Schärfen durch die Verlegekräfte oder
Selbstschärfen am Verlegeort und wurden in allen
Gefechten des II. WK eingesetzt. Zu Beginn setzte man
Minen in Nordafrika in den Auseinandersetzungen zwischen
Italienern und Briten zum Schutz der Stützpunkte ein.
Die Briten durchkreuzten einen italienischen Vorstoß im
September 1940 nach Ägypten durch ein großflächigen
Mineneinsatz. Dieser brachte den Italienern große
Verluste, machte sie "minenscheu" und
übervorsichtig. Am italienischen Mineneinsatz war die
erstmalige Anwendung von Streuminen aus Flugzeugen
bemerkenswert.
Sogenannte"Thermosflaschenbomben" wurden über
den britischen Stellungen abgeworfen. Während der
vierwöchigen Schlacht um Gazala Anfang 1942 verlegten
die Briten über 500.000 Minen. Bei der Verteidigung der
libyschen Festung Tobruk und in der Gazala-Linie, die 40
km vom Mittelmehr entfernt war. Viele Minen für die
Gazala-Linie wurden aber vor Tobruk aufgenommen und hier
neu verlegt. Die deutsche Offensive durch die Sahara kam
im Juni 1942 bei El Alamein zum Stehen, wo beide Seiten
enorme Mengen an Minen einsetzten.Feldmarschall Erwin
Rommel, Oberbefehlshaber des deutschen Afrikakorps,
stützte sich hauptsächlich auf Minen, um die deutsche
Unterlegenheit an Kräften und Waffen auszugleichen. Er
bezog auch Tausende britischer, französischer, deutscher
und italienischer Minen ein, um einen
"Minengarten" zur Abwehr der britischen
Stoßtruppen anzulegen. Im Wirrwarr der Minenfelder bei
El Alamein bezog jede Seite die feindlichen Minenfelder
in ihre eigene Verteidigungsplanung ein. Die britischen
Entminungsoperationen waren entscheidend für das
Umstoßen des militärischen Patts im Oktober 1942 in
diesem Gebiet.Trotz Einführung neuer elektronischer
Zünder und des "Scorpions", eines Panzers,
ausgerüstet mit Schlagketten, um Minen zur Detonation zu
bringen, griffen die britischen Truppen oft als letztes
Mittel zum gefährlichen Sondieren und der
Wiederaufnahme, um Minen zu räumen.Für die Alliierten
war Nordafrika ein entscheidendes Prüffeld zur
Weiterentwicklung von Prinzipien und Verfahren des
großflächigen Mineneinsatzes. Speziell die Amerikaner
kurbelten daraufhin die Minenproduktion an und
verstärkten Ausbildungsprogramme für den Mineneinsatz,
die bisher vernachlässigt wurden. Die Alliierten und die
Axenmächte, deren Kampfstärken in Nordafrika
unzureichend waren, nutzten Minen, um die Unterlegenheit
bei Artillerie, Panzern und Infanterie auszugleichen.
Beide Seiten waren aber auch davon überzeugt, dass der
Nutzen des Mineneinsatzes zeitweilige taktische Vorteile
übersteigt und auch von strategischer Wichtigkeit ist.
Bei großflächigem Mineneinsatz wurden vorrückende
gepanzerte Einheiten von Pionieren und Infanterie
unterstützt, die Gassen und Abschnitte räumten, um das
Überraschungsmoment der Panzerangriffe zu erhalten.Ein
amerikanischer Regimentskommandeur der I.
US-Panzerdivision notierte, "dass die Panzermine das
größte ungelöste Problem ist. Eine reale Lösung
würde das Kriegsende um 6 Monate beschleunigen, da der
Einsatz von Panzern als effektive Waffe verdoppelt werden
könnte."
Eine deutsche Nachkriegseinschätzung
anerkannte die Rolle desMinenkrieges für den Erfolg
einiger begrenzter Handlungen, bestritt aber eine
operative oder taktische Bedeutung. Generalmajor Alfred
Toppe schrieb: "Die Effektivität der deutschen
Minen wurde durch die Gleichgültigkeit der Russen
gegenüberVerlusten sowie durch deren emsige
Entminungsarbeiten eingeschränkt."
sie hatten kein Standardverlegechema,
waren nicht in einen umfassenden Verteidigungsplan
integriert und schlecht getarnt. Die Minenfelder stellten
nur eine geringe Behinderung für die amerikanischen
Kräfte dar. Später jedoch, nördlich des Yalu-Flusses,
betrugen die Panzerverluste durch Minen ca. 80 %. Dieses
planlose Verlegen von Minen war laut einem amerikanischen
Pionier, der in Korea kämpfte, nur zu rechtfertigen,
"wenn die Nordkoreaner nicht vorhaben
zurückzukommen und keinen Wert auf die Freundschaft der
Bevölkerung legen." Seit dem Waffenstillstand vom
27. Juli 1953 blieben Minenfelder im wesentlichen als
Überreste nur in der Nähe der entmilitarisierten Zone
zurück. Während der Zeit aktiver Gefechtshandlungen
zwischen Juli 1950 und Juli 1953 verursachten Landminen
1,53 % der Verluste an Toten und 3,32 % der Verwundungen,
total 18.498 Tote und 72.343 Verwundete. Da vorwiegend
Waffen und Taktik des II. WK eingesetzt wurden, war der
Koreakrieg nicht prädestiniert, doktrinäre, taktische
oder materielle Veränderungen im Minenkrieg auszulösen.
Luftwaffe zunahm und
defensive Rolle der Minen. Das
Verlegetempo und der Ferneinsatz erhöhen das offensive
Potential des Minenkampfes. Die Minen können direkt von
einem sich zurückziehenden Gegner verlegt werden oder
auch Durchbrüche und Einbrüche abriegeln. Sie können
in Konzentrierungsräumen des Gegners in
Artilleriestellungen und auf Flugplätzen eingesetzt
werden. Diese Tatsachen haben die Grundsätze der Doktrin
des Minenkampfes verändert. Das exakte Kennzeichnen und
die Dokumentation der Minenfelder wurde komplizierter.
Mit der Einführung der neuen Verlegesysteme hat sich
auch die Zuständigkeit für den Mineneinsatz erweitert.
Andere Waffengattungen und auch kleinere Einheiten sind
einbezogen und die einstmals vorherrschende Rolle der
Pioniergruppen wurde eingeschränkt. Die geringen Abmaße
und Wirksamkeit der Streuminen führten zur einer
Erhöhung der Dichte der Minenfelder, erschweren das
Minenräumen und vergrößern die Gefahr für
Zivilpersonen. Bis zum Anfang der 70er
Jahre entwickelte sich der Minenkrieg mit der Entwicklung
der Panzertechnik. Je mehr die Panzerung und die PALR
verbessert wurden, um so mehr sank der Wert der Minen als
Panzerabwehrmittel. Die Bedeutung der Schützenminen
erhöhte sich dagegen ständig. Diese Tendenz wird durch
das verstärkte Auftreten begrenzter Kriege, besonders in
der dritten Welt, bestätigt. Hier erfüllen
Schützenminen, ohne großen Aufwand herzustellen und
leicht einzusetzen, die Anforderungen an eine taktische
Einschüchterungs- und Vernichtungswaffe. The Global Landmine Crisis
Landminen
Schätzungsweise alle 20 Minuten detoniert in der Welt eine Landmine, tötet oder verstümmelt Menschen , meist unschuldige Zivilisten und Kinder.
Zwischen 60.000.000 und 100.000.000 Minen sind derzeit weltweit verlegt Tendenz steigend , denn auf jede geräumte Mine kommen 20 neu verlegte .

Besonders in der dritten Welt und in ehemaligen Krisengebieten wie Ex-Yugoslawien, Angola oder Afghanistan ist diese billige und leicht in Massen zu fertigende, äußerst Zeit- und Umwelt resistente und nicht zuletzt heimtückische Waffe in großen Mengen und allen erdenklichen Variationen zu finden.
Nach UN-Angaben sind jährlich über 25.000 Opfer zu beklagen, laut UNICEF 25 bis 75 % davon Kinder.
Das UN Mine Action Centre geht davon aus, dass weltweit nur ca. 60% der verlegten Minenfelder bekannt sind und aus diesem Grund niemand in der Lage ist eine genaue Anzahl der verlegten Minen zu nennen.
Speziell in begrenzten Konflikten wie Bürgerkriegssituationen , wo teilweise keine regulär ausgebildeten Truppen, sondern mehr oder wenig gut ausgebildete Guerillas Minen legen , gibt es kaum eine oder gar keine Dokumentation der verlegten Minen, so dass es unmöglich ist , diese nach einer bestimmten Zeit wieder aufzufinden.
Egal ob Panzer- oder Schützenmine. Diese Waffe hat ihren ursprünglichen Charakter als Defensivwaffe zur Deckung der eigenen Flanken , zur Behinderung feindlicher Truppenbewegungen bzw. zu deren Kanalisierung längst verloren.
In heutigen Auseinandersetzungen spielt die Landmine eine ganz andere Rolle sie dient als Terrorinstrument einer Menschengruppe gegenüber einer anderen.
Weite Landstriche in Afrika, Südamerika, Asien und auf dem Balkan sind durch Minen verseucht , so dass es den dort lebenden Menschen nicht möglich ist, ihre vom Krieg zerstörten Häuser wieder aufzubauen , landwirtschaftlichen Ackerbau und Viehzucht zu betreiben und ihren Lebensunterhalt selber zu bestreiten. Sie sind somit auf Hilfe von Außen angewiesen , die jedoch, wenn überhaupt , nur sehr spärlich fließt und in Zeit und Umfang immer nur begrenzt sein kann und wird. Um nicht zu verhungern, bleibt ihnen daher nur übrig, sich Tag täglich in Lebensgefahr zu begeben.
Die Zahl der bekannten Zwischenfälle mit Minen verdeutlichen dies sehr genau.
Verhalten im Umgang mit Minen und Blindgängern
Grundsätzlich ist es für den Leihen nicht möglich zu sagen, woran man eine Mine erkennen kann. Trotz des relativ einfachen Grundkonzeptes derartiger Sprengkörper gibt es zu viele verschiedene Formen, Arten und Funktionsweisen. Derzeit gibt es über 600 verschiedene Minentypen die industriell bzw. in Serie gefertigt werden und bekannt sind. Hinzu kommen improvisierte Sprengkörper sowie standartmäßige Waffen wie Handgranaten, Gewehrgranaten, Mörsergranaten, Bomben u.s.w. , die ebenfalls mit relativ geringem Aufwand zur Mine bzw. Sprengfalle "umfunktioniert" werden können. Es ist sehr einfach mit wenigen Mitteln , welche in ehemaligen Kampfgebieten zu Hauf zu finden sind, Sprengkörper zu fertigen, welche als Mine zum Einsatz kommen können.
Der Phantasie sind hierbei kaum Grenzen gesetzt.
Hier einige Beispiele für improvisierte Minen und Sprengfallen:



Generell ist festzustellen, dass in einem fremden nicht bekannten Gebiet , ob innerhalb einer Ortschaft oder außerhalb, ob auf einem Feld, einer Straße, einer Bahnlinie, an einem Flußübergang , kurz an jeder beliebigen Lokalität mit Minen und Sprengfallen zu rechnen ist.
Es empfiehlt sich daher , feste betonierte oder asphaltierte Straßen und Wege niemals zu verlassen , wenn es nicht nötig ist, ständig auf ungewöhnliche Gegenstände , Markierungen , Autowracks, getötete Tiere und dergleichen zu achten. Auch "falsche" Scham sich seiner Notdurft auf der Straße zu entledigen, ist absolut nicht angebracht, ein Abstecher in die Vegetation könnte tödlich sein.
Vermintes Gelände kann erkannt werden , im günstigsten Falle,
Warnschilder mit der Aufschrift MINE bzw. einem Totenkopf (weiß
auf rotem Grund) oder durch farbige Bänder in Bäumen und
Büschen, Minenkrater, Schutt, Minenopfer, Verpackungsmaterial,
Stolperdrähte oder Kabel, auf Äste gespießte durchlöcherte
Cola-Dosen ,aufgeworfenen Boden, Steinhaufen, gekreuzte Äste,
vernachlässigte Felder oder am Verhalten der Einwohner.Sehr
wichtig in einem Gebiet , in dem man länger zu tun hat z.B. bei
Wiederaufbauprojekten o.ä. , sind Gespräche mit den Anwohnern
.Es ist jedoch Vorsicht geboten bei Benutzung von Schleich- oder
Trampelwegen der Einwohner, da diese in aller Regel durch ihr
ständiges Leben mit der Gefahr ent -sensibilisiert sind und Wege
als sicher bezeichnen könnten, die es nicht sind.
Fundstellen von Minen können sein : ehemalige Stellungen, Straßen, Schotterwege, Schienen, Brücken, verlassene Häuser, Wälder, Obstgärten, militärische Einrichtungen, wichtige Geländeabschnitte, Straßensperren oder Privatbesitz.
Verhalten in vermintem Gebiet
Trotz aller Umsicht kann es dazu kommen, dass man in ein Minenfeld gerät und dies erst bemerkt, wenn man bereits mitten darin steht.
Erster Grundsatz in einer solchen Situation Ruhe bewahren und keine Panik und unbedingt auf der Stelle stehen bleiben !
Wenn man zu Fuß unterwegs ist:
Stehen bleiben und eventuelle Begleiter warnen .
Um Hilfe rufen ( in den seltensten Fällen wird das zum Erfolg führen, da verminte Gebiete in aller Regel sehr schwach frequentiert sind) .
Ausschau halten nach sicherem Gelände wie betonierte oder asphaltierte Straßen oder gefestigte Wege und Plätze .
Suche nach Stolperdrähten , Zündern oder eventuellen anderen Anomalien .
Falls Drähte oder dergleichen vorhanden sind - niemals berühren, zur Seite schieben oder gar durchtrennen , es gibt Zündsysteme die genau darauf reagieren .
Sehr vorsichtig in der eigenen Spur drehen und in der eigenen Spur zurückgehen .
Wenn die Spur nicht mehr sichtbar ist , ist es eventuell nötig einen eigenen Pfad von Minen durch intensives Beobachten, Fühlen und Sondieren freizumachen .
Hier einige Beispiele für Standardsituationen :






Die gefährlichste Arbeit in einer derartigen Situation ist ohne Zweifel das Sondieren mittels eines langen Messers ( z.B. Seitengewehr), eines langen Stiftes ( was beides einen absoluten Notbehelf darstellt) oder einer Minennadel .
Der Sondierende sollte bei dieser Arbeit flach auf dem Boden liegen und den Kopf so tief wie möglich halten , um bei einer eventuellen Detonation der Mine im Boden den größtmöglichen Schutz vor der trichterförmig nach oben gehenden Splitter- und Detonationswelle zu haben
Das Einstechen mit der Stichsonde sollte dabei in einem Winkel von ca. 30° erfolgen und die Einstiche sollten nicht weiter als 3 cm voneinander entfernt sein .
Es ist dabei ratsam systematisch vorzugehen, so dass man zum Beispiel in der Spurbreite immer von rechts beginnt und dann in drei Zentimeter Abständen sich bis zum linken Punkt vorarbeitet und nun 3 cm vorrückt, um die nächste Reihe zu überprüfen .
Trotz allem bleibt das Sondieren mit einem spitzen Gegenstand gefährlich, da es nicht selten vorkommt, dass auf oder um die Mine Zusatzzünder angebracht sind, die zum Beispiel aus mit Flüssigkeit gefüllten Plastikfolien bestehen, die sobald man sie durchsticht einen Stromkreis schließen und eine in der Nähe vergrabene Mine auslösen können. Der Abstand zu nachfolgenden Personen sollte mindestens 10 m besser 25m betragen , um so zu gewährleisten , dass nur ein Mensch verletzt oder getötet wird, sollte es zu einer Explosion kommen.
Sicherlich ist dies eine mühsame und auch gefährliche Art der Fortbewegung, aber bedenken Sie Ihr Leben kann davon abhängen ! Sehr wichtig und unbedingt erforderlich und vielleicht lebenswichtig für eventuell nachfolgende Personen ist die Markierung des verminten Geländes
Wenn man mit einem Fahrzeug unterwegs ist :
Fahrzeug nur über das Dach und dann das Heck verlassen , wobei darauf zu achten ist, dass man beim Verlassen sich in den Fahrzeugspuren bewegt .
Es besteht immer die Möglichkeit, dass sich direkt links oder rechts der Fahrspur Minen im Boden befinden .
Trotz der relativen Sicherheit in der Fahrspur ist es ratsam , auch hierbei ständig nach Stolperdrähten und herausragenden Zündern Ausschau zu halten, da auch ein loser Zugdraht, in den man sich aus Unachtsamkeit verheddert , eine Mine auslösen kann .
Sollte es nicht möglich sein die Fahrspur sicher wiederzufinden , gelten die gleichen Vorgehensweisen wie oben beschrieben .
Was tun bei einem Minenunfall ?
Ist es erst einmal zu einer Detonation gekommen und ein Verletzter liegt im Minenfeld , ist der erste Grundsatz, dass
der Selbstschutz vorgeht !
Es ist niemandem damit gedient, wenn der Ersthelfer auf dem Weg zum Opfer oder während der ersten Hilfe eine weitere Mine auslöst und selbst zum Opfer wird.
Am ehesten kann das Opfer über die vorher getretene Spur erreicht werden, die auch beim Erreichen nicht verlassen werden darf.
Bevor man mit den Erste Hilfe - Maßnahmen beginnt, muß auf jeden Fall die nächste Umgebung des Verwundeten durch Sicht - und Tastprüfung und eventuell durch schnelles Sondieren auf weitere Minen und Sprengkörper überprüft werden, so dass man sicher sein kann, dass beim leisten der Ersten Hilfe keine weitere Mine ausgelöst wird.
Nach dem Leisten der wichtigsten Ersten Hilfe Maßnahmen wie dem Stillen lebensbedrohlicher Blutungen und dem Überprüfen der Vitalfunktionen , wird als nächstes der Verletzte aus dem direkten Gefahrenbereich gebracht, wobei wiederum darauf zu achten ist , dass man sich beim Transport nur auf der als sicher erkannten Spur bewegt.
Land - Minen - Links
mines action canada
http://www.minesactioncanada.com
Bund Deutscher Feuerwerker und
Wehrtechniker
http://www.eod-ied-bdfwt.de/index.html
VVAF
and the US campaign homepage
Human
Rights Watch
http://www.hrw.org/campaigns/mines/
Safe-Lane
Mines
Advisory Group
CCW
Report - Final Report
http://www.unorg.ch/frames/disarm/review/conweap.htm
United Nations Resource Centre on Landmines
http://www.un.org/Depts/Landmine
United
Nations Treaty Library
http://www.un.org/Depts/Treaty
Landmine
Survivors Network
http://www.landminesurvivors.org
International
Committee of Red Cross
Humanitarian
Demining Information Centre
http://www.hdic.jmu.edu/hdic/demining.htm
HELP Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
http://www.help-ev.de
Postadresse
Jan Kölbel Am Uenglinger Berg 5 , 39579 Uenglingen
E-Mail-Adresse
JanKoelbel@t-online.de
Web-Adresse
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Telefon
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