Kennzahlen einiger Teleskope

Kennzahlen einiger Teleskope
(und subjektive Meinung des Autors)


Beispiele für: Tschibo Reflektor, 1000er Refraktor, 
114er Newton, SC 8Zoll , 8, 10 und 12,5Zoll Dobson

Bedeutung der Kennzahlen:

Vergrößerung - typische Einsatzgebiete 
30-50  fach offene Sternenhaufen, Mond Sonne, große Nebel, Galaxien (M31, M33)
50-100 fach wie oben nur bei kleinern Objekten, erste Pl.Nebel z.B. M27
ab 100  Kugelsternhaufen z.B. M13, Planeten, kleine planetarische Nebel (M57), enge Doppelsterne z.B. Castor
Austrittspupille
7-4 mm

schöner heller Anblick durch das Okular, Hintergrund etwas aufgehellt, leichtes Farbsehen (Orion z.B. grünlich)

4-3 mm

allround Einsatz Hintergrund schon deutlich dunkler

3-1,5 mm

Kontrast steigt nochmals an, unter 2mm wird das Bild schon zunehmend funzelig.
unter 1,5mm

keine 'uaah' Effekte mehr, Bild wir zunehmend verwaschen

Lichtstärke

berechnet sich aus dem Quadrat der Austrittspupille, die Lichtstärke ist also nicht linear! Dies macht die Bedeutungl der Austrittspupille umso wichtiger. 

Dämmerungszahl

ist die Wurzel aus Öffnung mal Vergrößerung. Je höher die Zahl desto mehr Details lassen sich erkennen auch wenn das Bild zunehmend dunkel wird. 

Resümee

die ersten Blicke durch ein Teleskop wird man vermutlich auf den Mond werfen. Hier ist jedes Instrument in der Lage ihn im Weitwinkelokular hell und klar zu zeigen, erst bei dem Versuch eine höhere Vergrößerung zu erzielen werden die Unterschiede eklatant deutlich. Dies merkt man sofort wenn man statt dem 20er gleich das mit im Paket liegende 8mm oder noch schlimmer das 4mm Okular verwendet, die Austrittspupille ist dann gerade bei den 'Einsteigergeräten' nur noch mit einem Mikroskop erkennbar.

Für wichtig halte ich folgende Sachen:

1. Öffnung - je mehr desto besser, ab 8 Zoll wird es Interessant.

2. Okulargesichtsfeld (90° im Widescan 2" ist umwerfend, dagegen ist selbst das Pentax schon deutlich eng).

3. Transportabel und schneller Auf und Abbau
(2 mal zum Auto gehen um einzuladen, 5 Minuten Auf- und Abbau)

4. Stabilität (wackeln darf's natürlich nicht)

5. Kurze Auskühlzeit (hier schlägt die Stunde der Refraktoren)

und ganz wichtig großer Sucher (8x50) plus Telrad oder Quickfinder!!
Nichts ist nerviger als ergebnisloses rumsuchen gerade unter dunklem Himmel.

Empfehlung

viele Leute wie auch ich haben das erste Teleskop im Kaufhaus erstanden. Bei mir war es das Bresser Stellar S für 129 DM oder auch das Bresser Mizar/C für 330 DM welches ich jedoch wieder zurückgab. Mit dem Stellar habe ich schon viele erfolgreiche Beobachtungen gerade der Planeten hinter mich gebracht. Danach wurde es jedoch mau, etwas neues musste her. Auf der ITV 2001 habe ich gelernt, das M13 so richtig erst ab 12,5 Zoll Spaß macht und im 6 Zöller irgendwie nicht richtig scharf zu stellen ist. Also entschied ich mich für einen 8 Zoll Dobson welcher für den zweiten Einstieg wirklich schon einiges leistet. Dennoch würde ich jetzt schon zu etwas mehr Öffnung tendieren, ein 10 Zöller wäre auch nicht schlecht....

Also für 200 Mark im Kaufhof, Lidl oder bei TS einsteigen und wenn es einem gefällt gleich was richtiges, viele Leute scheuen zwar die Investition für ein größeres Gerät, man muss jedoch bedenken das ein 8 oder 10 Zoll Dobson sich problemlos verkaufen lässt im Gegensatz zu den angepriesenen 'Aufsteiger' Geräten von 80mm oder 114er, die natürlich auch ihren Himmel haben aber auch schnell Lust auf mehr machen. Fotos am Dob sind für helle Objekte mit Digitalkamera möglich, ansonsten erst einmal nur visuell beobachten.


A_76er_newton.gif

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b_1000er_refraktor.gif
b_1000er_refraktor
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c_114er_newton.gif
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d_sc_2000.gif
d_sc_2000
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e_8_zoll_dob.gif
e_8_zoll_dob
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f_10zoll_dob.gif
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g_12_5_dob.gif
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