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Joseph Langer
Sammlung
Niemcza
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In der Zeit vom 28.5-26.6 2002 wird in der Brackweder Kulisse die Ausstellung der Sammlung Langer stattfinden. Die Ausstellung wird durch den Verein K L E P S Y D R A organisiert und von der Stadt Bielefeld und dem Verein der Münsterberger in Bielefeld unterstützt. Die Ausstellung wird von zwei Kuratoren geleitet: Adam Organisty (Krakau, wissenschaftliche Begleitung der Ausstellung) und Dominik Petruk (Münster, organisatorische Begleitung der Ausstellung)).

Die Sammlung Langer befindet sich in dem Museum für historischen Hausrat in der malerischen niederschlesischen Stadt Ziêbice (ehemals Münsterberg). Es ist die Sammlung des Malers und Professors der Breslauer Kunstgewerbeschule Joseph Langer. Joseph Langer war neben seiner Lehrtätigkeit auch Maler, Restaurator und gehört zum Kreis der ersten schlesischen Kunsthistoriker. Zu seinen größten Leidenschaften gehörte das Sammeln der Kunstwerke verschiedner Epochen. Nach seinem Tod, 1908, erbte seine Frau Maria Langer-Schlaffke seine Sammlung. Sie übergab diese dem damaligen Münsterberger Heimatmuseum. Nach dem zweiten Weltkrieg  zog Frau Langer-Schlaffke nach Deutschland und starb hier in den 70er Jahren. Die Sammlung blieb in Münsterberg. Das ehemalige Heimatmuseum in Münsterberg wurde zum Museum für historischen Hausrat umfunktioniert und die gesamte Sammlung gelang in den Heizungskeller des Museums. Dort blieb sie 40 Jahre lang vergessen. Da sich die ganze Sammlung in einem Heizungsraum, direkt neben einem Heizungsofen befand und weder geschützt noch irgendwie gesichert war, wurden fast alle Kunstwerke dieser Sammlung sehr beschädigt.

Vor vier Jahren wurde die Sammlung zufällig durch damalige Kuratorin des Museums für historischen Hausrat entdeckt. Kurze Zeit später wurde auf die Sammlung auch der Krakauer Kunsthistoriker Adam Organisty aufmerksam. Zusammen mit der Museumsdirektorin begannen sie die Sammlung aus dem Heizungskeller zu holen. Seit dieser Zeit widmet sich Herr Organisty ausschließlich der Sammlung Langer. Er ist der einzige Forscher in Polen, der sich mit dieser, leider noch zu wenig bekannten Sammlung, beschäftigt. Vor zwei Jahren wurde die Forschung über die Sammlung um die Person des Münsteraner Kunsthistorikers Dominik Petruk bereichert. Dominik Petruk beschäftigt sich, neben seiner Forschung über das in der Nähe von Münsterberg gelegene Zisterzienserkloster Heinrichau, auch mit der Sammlung Langer. Der Schwerpunkt seiner Arbeit besteht in der Übersetzung sämtlicher Publikationen über die Sammlung und Person Joseph Langers in die deutsche Sprache.

Durch die jahrelange Aufbewahrung der Kunstwerke im besagten Heizungskeller, sind viele von ihnen in einem sehr desolaten Zustand und benötigen sofortige Restaurierung. Da jedoch weder die Stadt Münsterberg noch das Museum die nötigen finanziellen Mittel dazu haben, bemüht sich K L E P S Y D R A durch die Organisation der Ausstellungen dieser Kunstwerke im Ausland Geld für ihre Restaurierung zu sammeln. Bis jetzt gab es zwei große Langerausstellungen in Österreich (in Diözesanmuseum in Wien und in der Galerie Weigelsdorf). Die Bielefelder Ausstellung im Jahr 2002 wird, im Gegensatz zu den österreichischen Ausstellungen, die lediglich ausgesuchte Beispiele der Langerschen Sammlung zeigten, die Person Joseph Langer vorstellen. Somit werden dort u.a. seine Zeichnungen, Freskenentwürfe, Photographien, Öl- und Aquarellbilder, Skulpturen etc. zu sehen sein. Darüber hinaus wird auch das Atelier des Malers Langer gezeigt. Es wird das erste Mal in der Geschichte der schlesischen Kunst sein, dass ein Atelier eines Malers vom Anfang des letzten Jahrhunderts fast vollständig rekonstruiert wird.

Zu den Ausstellungen in Österreich ist ein Katalog erschienen. Er zeigt die Werke aus der Sammlung Langer sowie Skulpturen aus dem ehemaligen Heimatmuseum in Niptsch, die nach 1945 ebenfalls in das Münsterberger Museum gelangten. Der Katalog kostet 30 DM + Portokosten und die Homepage von K L E P S Y D R A zu beziehen ( www.klepsydra.de). Der Erlös aus dem Verkauf des Katalogs geht in den Restaurierungsfond für die Skulpturen.

Obwohl die Ausstellung, die für das nächste Jahr geplant ist bereits  von einigen Gruppen und Einzelpersonen unterstützt wird, reichen die gesammelten finanziellen Mittel immer noch nicht aus. Sollten Sie Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten dieser Ausstellung haben, kontaktieren Sie uns bitte. Für weitere Fragen, Anregungen und Kritik stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.Bitte kontaktieren Sie uns.

Die wissenschaftliche Begleitung der Ausstellung wird von Mgr. Adam Organisty übernommen. Bei wissenschaftlichen Fragen kontakieren Sie bitte Herrn Organisty. Für alle anderen Fragen steht ihnen Dominik Petruk zu Verfügung.