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Der
Königsweg, der Canal du Midi

Paul
Riquet
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Schleusen
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12
000 Arbeiter und 15 Jahre lang Baustelle!
Der Bau des
"Königlichen Kanals" der zwei Meere begann 1667 und
wurde 15 Jahre später beendet. Er vereinte bis zu 12
000 Arbeitskräfte auf den 240 km seines Verlaufs. Das
Mittelmeer mit dem Atlantik zu verbinden, war ein alter
Traum, den der geniale Paul Riquet endlich verwirklichen
konnte. Obwohl er keine naturwissenschaftliche Ausbildung
hatte, fand der königliche Steuerbeamte aus Beziers
eine Möglichkeit, den höchsten Punkt, die Schwelle
von Naurouze, mit Wasser zu versorgen, die Wasserscheide
zwischen Mittelmeer und Atlantik. Mit der Unterstützung
von Ludwig XIV und vor allem seines Ministers Colbert
ließ er kunstvolle Bauwerke errichten, die den Kanal
zieren. An der Mündung des Kanals ins Mittelmeer wurde
Sete gebaut. Trotz der königlichen Zuwendungen hat sich
Paul Riquet finanziell durch Einbringung seines eigenen
Vermögens übernommen und starb vor der Vollendung
seines Werkes.

Ohne den
Canal Royal des Deux Mers,
den
Königlichen Kanal der zwei Meere, heute Canal du Midi,
wäre der Languedoc nicht das, was er ist. Denn diesem
weltweit einmaligen Bauwerk, das seit 300 Jahren das
Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet, hat die Wirtschaft
Südfrankreichs sehr viel zu verdanken. Ohne ihn
hätte es im ersten Teil dieses Jahrhunderts kaum einen
solchen Aufschwung des Weinbaus und des Handels gegeben.
Dieses königliche Geschenk von Ludwig XIV. und dem
genialen Baumeister Paul Riquet ist kürzlich in die
Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen worden, wie
auch der Mount Samt Michel, die Höhlen von Lascaux oder
die Alhambra von Granada. Und heute gibt es immer mehr
Liebhaber des Urlaubs auf dem Wasser, die sich hier treffen:
Sein Verlauf durch den Languedoc bietet sich geradezu
an...
Im L'Hérault
windet sich diese ruhige und breite Wasserstraße
zwischen berühmten Monumenten und lieblichen
Landschaften: Das gotische Stift in Capestang, Beziers,
überragt von seiner stolzen Kathedrale, das
Naturschutzgebiet von Roquehaute bei Portiragnes, das
griechische Agde mit seinem ins Mittelmeer gebauten Fort
Brescou... Zuerst wird der Kanal mit einem
ausgeklügelten System der Niveauangleichung über
einen Fluß, den Libron, geführt, dann kann man
auf dem L'Hérault weiterfahren.
Szenenwechsel. Die geruhsame Wasserstraße durchquert
anschließend den Etang von Thau mit seinen
Austerobänken, vorbei an den Booten und Dörfern
der Fischer. Auf der anderen Seite der Lagune
grüßt das schöne Se~Sete, das am Meer in der
Sonne schlummert. Dann ziehen die Etangs von Vic, Arne!,
Pörnls und der Etang d'Or vorbei, die schließlich
in die Schliffelder und Feuchtgebiete der Kleinen Camargue
münden. Garantiert unvergeßlich und den
gestreßten Städtern unbedingt zu empfehlen!
Für ein paar Stunden, ein Wochenende, eine Woche oder
mehr: Der Fluß-tourismus findet immer mehr
Anhänger. Es gibt die unterschiedlichsten Angebote von
Bootsvermietern und Veranstaltern, die Ausflüge auf dem
Wasser organisieren. Für einen unabhängigen
Ausflug nach dem eigenen Geschmack ist es natürlich am
besten, sich ein Boot zu mieten. Manche dieser Boote sind
wahre schwimmende Häuser, auf denen bis zu neun
Personen in zwei bis drei Kabinen schlafen können.
Natürlich eingerichtet mit allem Komfort: Küche,
Dusche, WO und sogar eine Heizung für den Fall einer
kühlen Nacht! Und
Sie brauchen vor allem keine Angst zu haben, bevor Sie das
Steuerruder nehmen: Die Geschwindigkeit beträgt nicht
mehr als sechs Stundenkilometer, und die Boote fahren sich
wie große Spielzeugschiffe. Natürlich zeigt Ihnen
der Vermieter alles an Bord und weist Sie in die Fahrtechnik
ein. Sie werden sehr schnell damit vertraut sein um ein
traumhaftes Wochenende - oder mehr - auf dem Wasser zu
verbringen...
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