Etwas zu meiner Programmier-"Karriere"
Ich habe kurz nach der Wende (also so 1991 herum) meinen ersten Rechner erworben, das war ein C64. Damit habe ich dann angefangen, BASIC zu programmieren, da das aber nicht die Erfüllung war, vor allem wegen der Geschwindigkeit, bin ich dann relativ schnell zu Assembler übergegangen. Durch eine Reihe von Zufällen und Bekanntschaften um sonstwieviel Ecken bin ich dann zu einer aufstrebenden Dresdner Demo-Group gelangt (The Eastgang, falls das einer kennen sollte). Wir hatten alle nicht die große Ahnung vom Programmieren, wir hatten aber super Ideen. Durch mein Dazukommen ist es dann auch tatsächlich etwas vorangegangen (*smile*), unser erstes Demo "The Long Way" (im übrigen ein seeeehr passender Titel) wurde tatsächlich fertig. Es war alles andere als revolutionär, aber durch unsere Kontaktbemühungen zu anderen Leuten waren wir recht bekannt und sogar in den Charts, zumindest in den Group-, Musican- und Swapper-Charts! War eine geniale Zeit.
Irgendwann hat sich der C64 aber recht unsanft von mir verabschiedet (merke: nie was an den User-Port anstecken wenn das Ding angeschaltet ist), was den Kauf eines PC nach sich zog. Das war '94. Damit ha ich dann erst mal nicht so viel programmiert, aber irgendwann hat's mich dann wieder gepackt und ich habe angefangen in Turbo Pascal zu programmieren. Dabei entstanden hübsche 3D-Würfel und -Kugeln usw. Nur waren die halt nicht die schnellsten. Außerdem habe ich mit einem Freund (Hallo Heiko!) gemeinsam einen Feuer- und einen Plasma-Effekt entwickelt. Mit einem passenden Buch zum Intel-Befehlssatz haben wir dann auch die PutPixel-Routine optimiert was ein hübsches Geschwindigkeits-Plus zur Folge hatte. Nach und nach habe ich dann alles versucht, nach Assembler zu portieren. Hat bis auf die Zufallszahlen-Berechnung auch geklappt. Das war dann insgesamt mehr als doppelt so schnell wie der Pascal-Code.
Mit der Zeit hatte sich die Lust auf's Programmieren aber etwas (sehr) verflüchtigt, erst mit Beginn meines Informationstechnik-Studiums ('96) kam wieder mehr zustande. Dann aber in Access, bedingt durch meine Arbeit bei meinem Ausbildungspartner. Irgendwann hat die Firma dann ein Delphi 3 erworben, mit dem ein neues Projekt begonnen werden sollte. Dieses habe ich dann als Praktikant mit freien Valenzen alleine begonnen (beginnen müssen) und damit meine Laufbahn als Delphi-Fan begonnen. In der Zeit entstanden schon ettliche mehr oder weniger sinnvolle Programme in Zusammenarbeit mit einem anderen Praktikanten (Tach Lars!) wie z.B. ein Programm, das alle zufällige Zeit einen Witz aus einer Textdatei anzeigt. Dafür haben wir ein oder zwei Wochen das Internet nach Witzen durchforstet, selbige gelesen und die unserer Meinung nach besten in die Textdatei geworfen. War eine sehr faszinierende Arbeit.... Weil nun aber mehrere an den Witzen teilhaben wollten, ist das Programm durch eine Funktion zum Versenden über das Netz ergänzt worden. Weil das mit dem Nachrichten schicken auch eine sehr brauchbare Funktion war, ist daraus dann das "Net Send" geworden....
Mittlerweile habe ich mich recht gut in den Tiefen von Windows zurechtgefunden (zumdindest für das was ich so brauch(t)e...) und bin mit den Ergebnissen eigentlich recht zufrieden. Ich hatte das Net Send noch um einiges erweitert, dafür ist der FTP-Client nicht weiter voran gekommen. Mit einem Praktikanten (hi Göran ;-) aus meiner alten Firma hatte ich dann eine Datenbank zur Verwaltung aller möglichen motorsportlichen Rennserien konzipiert, die wir auch mit allen Formel-1-Daten füttern konnten. Leider sind die gesammelten Quelltexte unlängst einem Plattencrash zum Opfer gefallen und ich kann die Sicherungs-CD nicht finden...
Nachdem ich meinen Arbeitgeber 2000 gewechselt habe, habe ich auch nicht mehr die grosse Beziehung zur Programmierung. Ich betreue jetzt Oracle-Datenbanken, daher komme ich nur nebenher zum programmieren. Das beschränkt sich dann auf shell-Scripte, Perl und ein bischen PHP Krams fürs Intranet.