| Von der Automarke MATRA hörte ich, Martin Reicher, zum ersten Mal im Herbst 1995 – aber lest doch selbst wie alles kam!
Ich war auf der Suche nach einem Zweitauto, natürlich einen fetzigen Sportwagen! Mein Traum war damals ein Porsche 911 – wie könnte es anders sein! Mein Freund Gerry kaufte sich zu dieser Zeit einen Wagen, denn ich nicht kannte – er heißt TALBOT MATRA Murena. Neugierig geworden, schaute ich bei Gerry vorbei. Da stand der Murena nun vor mir – breit, formschön und ich musste 2x hinsehen „mit 3 Sitzen“ in der 1. und einzigen Sitzreihe! Wauw Auch Familien tauglich ist dieses Ding also, so was hatte ich damals noch nie gesehen. Der Traum „Porsche“ war vergessen – ein Murena musste her! Man könnte eigentlich sagen, dass Gerry schuld an meiner MATRA - Infizierung hat.
Meine Suche endete im Frühjahr 1996, denn da hatte ich endlich einen Murena 2.2 in weiß gefunden – damals glaubte ich, dass er meinen Erwartungen entsprechen würde. Nachdem ich zu dieser Zeit im Reparieren von Autos noch nicht versiert war, musste ich bis zum Winter warten (bis Gerry Zeit hatte) und wir gemeinsam den Murena auf Vordermann brachten. Neue Lackierung – blau, Innenraum geputzt, etc. – meinen Vorstellungen entsprechend. Gerry checkte den Motor und Elektrik, welche mich mehrere Male in Stich lassen sollte und auch eindrucksvoll tat, bei so manchen Ausfahrten.
Trotzdem ließ ich mir meinen Traum „Murena“ nicht vermiesen, aber mir fehlten noch die nötigen PS (nur 117 waren zu wenig!). Zu dem Aussehen des Murena´s gehört meiner Meinung nach mehr Power unter der Haube – ah Heckscheibe! So beschloss ich den 2.2 auf 2.2 S (142 PS) umzurüsten. Während der Suche nach einem 2.2 S-Motor – Gerry , mein Hausmechaniker, war mir natürlich behilflich – kam er im Jänner 1998 mit einer Fundgrube (Autoverkaufszeitung) zu mir nach Hause und darin stand: „Murena 2.2 S zu verkaufen“!
Im Bezirk Fürstenfeld (Steiermark) wurde ein Murena S zum Verkauf angeboten. Wir fuhren am nächsten Tag sofort los um den Wagen anzusehen, der sich in einem nicht sehr gutem Zustand präsentierte (die Sitze bereits mit schwarzem Leder überzogen – zerrissen, der Fußraum glich einem Aquarium – undichte Windschutzscheibe, ach ne, die konnte man schon mit 2 Fingern wegheben!). Egal, eigentlich wollte ich ja nur den Motor aus dieser Kiste, dass andere würde ich sowieso dem Schrotthändler bringen (ausschlachten und wegwerfen war mein Motto! – aus Platzmangel). Es war auch noch ein F2 Umbau dran, der mir ganz gut gefiel. Der Kauf wurde vereinbart und 1 Woche später holten wir den Murena ab.
Zu dieser Zeit war ich schon mit Matra - Insidern befreundet und die erklärten mir – anhand der Fahrgestell-Nummer – dass es sich hierbei um einen ORIGINALEN Murena S handle, welchen ich auf keinen Fall schrotten dürfte! In Österreich gibt es nur 4 Stk. davon!
Ich besaß nun das 121. Stück von nur mal 480 gebauten S-Modellen auf der ganzen Welt! (Meine Brust schwellte an vor Stolz!)
Nun war klar – nicht schrotten, sondern restaurieren, war meine Devise.
Für meinen 2.2. Murena musste ich nun einen Käufer finden – leichter gesagt, als getan – denn es dauerte bis zum Frühjahr 2000 und behilflich war Manuela, die Organisatorin der MATRA AUTOMOBILE IG. Endlich hatte ich den Platz für die Restaurierung meines Matra´s.
Was Ihr Euch auf den nächsten Seiten anschauen könnt.
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