Norden

Das Cerrig Duon Denkmal, SN 8512 2062 ERDRING-
& STEINKREISDENKMAELER.
(Steinkreis /
Alignement /
Allee /
Menhir)
Der groesste Durchmesser betraegt c. 51m, der Durchschnitt ist 19m.
Bis zu 30 Monolithen koennen in einem Ring stehen. Siehe auch iii)
Wegen ihrer verhaeltnismaessig kleinen Anzahl & Groesse sind die Denkmaeler dieser Kategorie in Wales meist als Teil von Studien ueber sie aus ganz Grossbritannien zu finden (z.B. A.Burl, The Stone Circles of the British Isles, 1976, S.254-272). Trotzdem gibt es einige Studien, die sich ausschliesslich mit Kreisdenkmaelern in Wales befassen, z.B. W.F.Grimes (1963) 'Stone Circles and Related Monuments in Wales' in Ll.Foster & L.Alcock (eds.) Culture and Environment, oder F.Lynch (1972) 'Ring Cairns and Related Monuments in Wales' in Scottish Archaeological Forum IV; siehe auch Roese 1980. Trotz aller Untersuchungen ist diese Kategorie von Denkmaelern raetzelhaft geblieben. Man ist sich weiterhin im unklaren ob sie Grabstaetten waren oder Ritualstaetten oder beides. Eines ist jedoch klar, dass die aus Erdreich erbauten Ringmonumente in Kuestennaehe und im Tiefland auftreten und dem direkt anschliessenden Hinterland. Steinringmonumente dagegen sind ueber gesamt Inlandwales verteilt, besonders im Zentrum des Landes. Ein weiteres Charakteristikum, dem bis heute allerdings wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, ist die Feldbeobachtung das wenn Steinringen Steinreihen angeschlossen sind, diese immer auf der sich anhebenden Landseite lokalisiert sind. Somit liegen sie etwas hoeher als die Ringe selbst. Dies mag Zufall sein aber bis dieses bewiesen ist besteht die Moeglichkeit, das es sich um etwas Wichtiges handelt. Ausserdem liegen die Laengsachsen der Steinreihen immer im Rechten Winkel zum Ring. Im Fall von Cerrig Duon verlaeuft eine Steinallee vom Ring hangabwaerts zu einem Bach und einem seit altersher durchs Tal fuehrenden Pfad. Wenn man einer Mittellinie durch die Allee folgt, ueber den Bach hinaus und am gegenueberliegenden Hang hinauf, etwa 1000m und 15 Grad nordoestlich, kommt man zu einem einzelnen Menhir (SN 82452145) der auf einer niedrigen Erhebung steht. Seine Laengsachse ist genau mit der der Steinallee ausgerichtet. Heutzutage sind beide Denkmaeler nicht von einander aus zu sehen, weil eine Torfzunge sich hangabwaerts in die Sichtlinie geschoben hat. Es ist jedoch moeglich, dass es vor 3500 Jahren dieses Hindernis nicht gab und der Menhir von Cerrig Duon aus (und vice versa) zu sehen war. Ob es hier eine Verbindung gab zwischen den beiden Denkmaelern ist natuerlich unbekannt, aber dieses sind die Fakten im Feld.
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