Referat Inuit Melanie Jung

Die Arktis erstreckt sich von Alaska, den Norden Kanadas, über Grönland zum Norden Sibiriens. Die Bewohner der Arktis nennen sich Inuit (Inuk in der Einzahl), was soviel bedeutet wie „Menschen", „das Volk" bzw. „der Mensch". Von benachbarten Indianern wurden sie abwertend Eskimos (Rohfleischesser) genannt. Die Europäer übernahmen später die Bezeichnung „Eskimo". Das Volk der Inuit umfaßt etwa 140.000 bis 150.000 Menschen. In Grönland leben circa 45.000, in Kanada 55.000, in Alaska etwa 32.000 und in Sibirien 10.000 bis 20.000 Inuit.

Die genaue Herkunft der Inuit ist nicht mit Sicherheit bekannt, man nimmt jedoch an, daß ihre Vorfahren aus Asien stammen, die während der letzten Eiszeit vor 10000 bis 12000 Jahren über eine noch bestehende Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika nach Nordamerika gezogen sind. Darauf deutet auch die ähnliche Sprache und Kultur aller Inuit (mit geringen Ausnahmen in Süd-Alaska).

Zur damaligen Zeit jagten die Inuit auf dem Lande. Mit der Zeit kamen sie jedoch weiter nach Norden und paßten sich den Bedingungen des Küstenlebens an. Sie jagten Robben, Walrösser und Wale und betrieben Fischfang.

Um bei der Jagd erfolgreicher zu sein, hatten sich einzelne Familien zu Jagdgemeinschaften zusammengeschlossen. Ihr gesamtes soziales Leben basierte auf der Jagd.

Mit dem Auftauchen der Walfangflotten im 19. Jahrhundert und der zunehmenden Bedeutung des Pelzhandels verstärkten sich die Kontakte nach Außen und damit auch der Einfluß fremder, europäischer Kulturen. Der Handel entwickelte sich zu einer wichtigen wirtschaftlichen Rolle für die Inuit. Gleichzeitig gerieten die Inuit jedoch auch in eine direkte Abhängigkeit der Europäer und Nordamerikaner. Sie begannen, Ihre Eigenständigkeit einzubüßen und verloren nach und nach die Möglichkeit, alleine von ihrer natürlichen Umgebung zu leben.

Multinationale Konzerne begannen in der Arktis die Suche nach Bodenschätzen wie Erdöl, Erdgas, Uran usw. Dies bewirkte ebenfalls einen gravierenden Einschnitt in die Kultur der Inuit. Die Abhängigkeit verstärkte sich noch, die Identität mit der eigenen Kultur ging weiter zurück.

Ein weiterer tiefer Einschnitt erfolge nach dem 2. Weltkrieg während der Zeit des „kalten Krieges".

Es wurden Radarlinien und Militärflugplätze gebaut und ein Frühwarnsystem errichtet, das vom nordwestlichen Alaska, über Nordkanada und Grönland verläuft.


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