Der
Mops. Sein
Wesen ist unschlagbar liebenswürdig, unaggressiv und sehr kinderlieb.
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Der Mops: Seine Schönheit auf einen Blick - sein sehnsuchtsvoller, süßer Blick wiegt die wurstähnliche, ringelschwänzige unelegante Erscheinung völlig auf.
Aus unerfindlichen Gründen findet man diesen Hund schön, nicht nur vom Charakter her. Sein Wesen ist unschlagbar liebenswürdig, unaggressiv und sehr kinderlieb. Wird's einem Mops zuviel, geht er einfach zur Seite. Er ist sehr liebebedürftig und anschmiegsam. Er begrüßt Fremde, als wären sie Freunde. Als Wachhund taugt er nur, weil er erwartungsvoll zur Tür rennt. Als Beschützer ist der Mops eine teure Fehlinvestition. Sofa und Bett sind zwar seine ureigenen Reviere. Doch viel leidenschaftlicher geht er spazieren, als man ihm zutraut. Unermüdlich läuft er mit größter Begeisterung mit. Mit anderen Hunden ist er grundsätzlich friedlich und möchte immer spielen. Ein Mops wird nur selten gebissen. Denn sogar andere Hunde sind von seiner Friedfertigkeit und Arglosigkeit irritiert. Der Mops läßt sich im Fahrradkörbchen problemlos mitnehmen. Er ist manchmal einfach nur lästig, aber man gewöhnt sich daran: Der Mops geht überall mit hin, sogar mitten in der Nacht begleitet er seinen Lieblingsmenschen dahin, wo er eigentlich wirklich nichts verloren hat.
Und er schläft dabei einfach weiter. Das Mitläufertum steckt wohl so in den Genen, daß es zur Instinkt-Handlung wurde. Mops kann's im Schlaf. Das Problem: macht man dem Mops die Türe vor der Nase zu, kratzt er wie verrückt. Die kleinste Dogge: als Kleinster aller Molosser hat er die gleichen Vorfahren wie seine riesige Verwandtschaft. Die ersten Abbildungen von mopsähnlichen Hunden sind rund 2000 Jahre alt und stammen aus China, wo man schon ganz früh anfing, kleine Schoßhündchen zu züchten. Die moderne Mops-Form wurde erst in Europa herausgezüchtet, vorwiegend in England und Holland. Inzwischen gibt es Rückzüchtungen, zurück zu seiner für ihn gesünderen Urform. Er will nicht einfach nur gefüttert werden: Nein, er möchte, bitte schön, ernährt werden. Und das mit Würde. Auch wenn er dann wie ein Schwein frißt, möchte der Mops zu Tische gebeten werden. Und die meisten Möpse betteln perfekt. Es stellt sich die Frage, ob die Bettelkultur ererbt oder erworben ist. Eine Brotzeit vor dem Fernseher gerät jedenfalls zum Überlebenstraining. Ein Mops bleibt selten allein. Möpse brauchen Ansprache, und sie kuscheln gerne miteinander, was für Hunde ungewöhnlich ist. Außerdem sind sie absolut katzendevot, was natürlich Katzen auf der Straße nicht wissen und wegrennen. Im eigenen Heim entwickeln Miez und Mops eine Art Geheimsprache. Der Schnarcher: im Bett wird er zwei Meter groß. Er macht sich breit. Dann fängt er zu schnarchen an und verändert sein Aussehen nicht gerade zum Vorteil: Die Zunge hängt heraus, die Augenlider sind halb offen. Das Weiße ist zu sehen.
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