Islamische Sakralarchitektur in DeutschlandEine Untersuchung ausgewählter Moschee-Neubauten
Als leicht überarbeitete Dissertation am Fachbereich Kunstgeschichte an der Philipps-Universität Marburg (2000) richtet sich diese Arbeit zunächst an Kunsthistoriker, aber auch an Architekten sowie an Religions- und Sozialwissenschaftler. Darüber hinaus sind die gewonnenen Erkenntnisse der Forschungsarbeit auch für interessierte Personen oder Gruppen, die die aktuelle Entwicklung des islamischen Sakralbaus verfolgen, verwertbar. Die Untersuchung beschäftigt sich mit einer repräsentativen Auswahl von sechs Moschee-Neubauten in Deutschland. Darunter befindet sich die sogenannte erste Generation von neuen Moscheen, nämlich die Bilal-Moschee in Aachen (1964-68), die Imam-Ali-Moschee in Hamburg (1960-65) und die „Freimann-Moschee“ in München (1967-73). Als Vertreter einer zweiten Generation islamischer Zentren wurden die Hicret-Moschee in Lauingen (Donau) (1993-96), die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim (1993-95) und die Fatih-Moschee in Pforzheim (1990-92) ausgewählt. Diese Objekte werden hinsichtlich ihrer Architektur detailliert beschrieben; die Besprechung von Baugeschichte, Fassade, Grundriss, Konstruktion, Innenraum, Geschlechter-trennung und kunstgeschichtlicher Einordnung bildet das Kernstück der Arbeit. Der Versuch einer übergeordneten Interpretation sowie die vertiefte Diskussion spezieller Themen (wie etwa Minarett und Gebetsruf) folgen schließlich aus der Bewertung der vorgestellten Architekturbeispiele. Auch so grundsätzliche Fragen wie Moscheenbau und Religionsfreiheit oder die Bedeutung der neuen repräsentativen Sakralarchitektur des Islam in der deutschen Diaspora werden behandelt. Da die Bautätigkeit auf dem Gebiet des islamischen Kultbaus hierzulande in vollem Gange ist und als Bauaufgabe weiterhin aktuell bleibt, enthält diese Abhandlung auch wichtige Impulse für eine noch lange nicht abgeschlossene Debatte. Den
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