Die Holzpage
Die Holzpage lädt ihre Besucher ein, tief in das wundersame Mysterium,
welches ich Holz nenne, einzutauchen.

Holz

Was ist Holz
Wo ist Holz?
Und noch viel wichtiger:
Warum ist Holz?

Die Holzpage stellt Fragen, sucht Antworten und
nimmt jeden, der sich auf ihren Zauber einlässt, mit
in eine Welt voller Späne, Bretter und vor allem...
...Holz.

Aber zuerst werde ich aus dem Buche Teak 12,1-2 zitieren:

Und der Herr sprach:
Es werde Holz und es ward Holz.
Und er betrachtete alles, was er da geschaffen hatte,
Und er befand es für gut, weil es Holz war.

Nun kehren wir zurück zu mehr irdischen Dingen.

Holz, das ist zu Ostern Schlittschuhe geschenkt zu bekommen.
Holz, das ist wie ein eiskaltes Glas Bier auf Ex runter zu spülen.
Holz, das ist irgendwie hölzern.
Holz der Deifel, das bedeutet Holz im eigentlichen Sinne.

Was wir Holz schulden.

An dieser Stelle soll einiges erwähnt werden, was uns durch Holz gegeben wurden.
Wer will, kann nach jeder Anekdote die Augen schließen und für Holz beten.

Viele schöne Dinge sind aus Holz. Kleines und Großes.
Winziges und Enormes. Kompaktes und Gigantisches.
Und natürlich noch all das, was dazwischen liegt.
Was es sonst noch so aus Holz gibt, soll hier lobend erwähnt werden.

Als Einstieg soll hier die größte Errungenschaft der Menschheit genannt werden, die ohne
die Beihilfe von Holz nie und nimmer ihre heutige Größe erreicht hätte.
Die Rede ist - und viele Holzliebhaber wird es jetzt schon auf der Zunge liegen - natürlich von Bäumen.
Ja, Bäume. Ach, Bäume. Hmm, Bäume. Ich mag Bäume.
Und zwar nicht nur, weil sie groß und grün und schwer sind, sondern
weil sie von der Wurzel bis in die Krone aus Holz gemacht sind.
Ja, Bäume sind was Feines.
Die Frage ist nur, wo unsere Förster das ganze Holz für die Bäume her bekommen.

Eine weitere grandiose Zusammenarbeit zwischen Holz und Mensch, stellt auf alle Fälle
die Erfindung des Rads dar. Viele Zeichentrickfanatiker werden jetzt eine schmerzhafte
Desillusionierung erfahren, aber das Rad wurde nicht von einem Comic-Neanderthaler
aus Stein gemeißelt, sonder von einem Homo Sapiens aus Holz gekaut. So begab es sich
vor etwa 50000 Jahren, dass sich das Holz opferte, um dem Menschen ein Leben voller
Komfort und Luxus zu ermöglichen, denn nun waren diese simplen Höhlenbewohner in
der Lage, tonnenschwere Steine unter Einsatz ihres Schweißes, ihres Blutes und nicht
zuletzt ihres Lebens von einem Ort zum Anderen zu wuchten, nur damit ein paar Millenia
später sich keiner mehr erinnern konnte, wofür diese schnöden Kreisgebilde überhaupt zu
gebrauchen sind. Da kann man nur sagen:
Pfui, Stein! Danke, Holz!
Übrigens glauben viele Wissenschaftler, dass ein so simpler Verstand, wie der eines Urmenschen
nicht in der Lage war, etwas so kompliziertes wie das Rad bewusst zu erfinden. Es ist
wahrscheinlicher, dass unser primitiver Vorfahr das Rad eher zufällig beim Bau eines Uhrwerks
oder eines Verbrennungsmotors erfunden hat.

Machen wir nun eine Reise in die Zeit von Shakespeare und Königin Elizabeth. Die Zeit des
Imperialismus brachte eine Hochzeit für Holz. Es war die Zeit in der mächtige Fregatten den
atlantischen Ozean beherrschten. Unter schwarzer Flagge kreuzten Freibeuter die Sieben Meere
und hier liegen die Wurzeln für die glorreichen Geschichten, die über die Zusammenarbeit zwischen
Holz und Mensch berichten. Was wäre der Imperialismus ohne Piraten mit Holzbeinen. Ist es heute
überhaupt noch möglich den Imperialismus zu erwähnen, ohne dabei auch gleichzeitig über diese putzigen,
skorbutkranken Schelme mit ihren schicken Holzhelfern zu sprechen. Was wäre gewesen, hätte sich Holz
nicht so bereit willig geopfert, um allen Piraten einen sicheren Stand zu gewährleisten.
Ach ja; Schiffe waren auch aus Holz. Aber das nur nebenbei.

Auch heute hinterlässt Holz tiefe Spuren in den Fussstapfen (sss!!!) der Menschen. Denn wenn es eins
gibt was die Sendung mit der Maus uns gelehrt hat, dann ist es das Papier aus Holz ist. Ja, Papier ist aus
Holz. Die Bibel, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, die Versailler Verträge und nicht zuletzt
Fix und Foxy-Heftchen. All diese wunderbaren Dokumente - aus menschlicher Feder entstanden -
wären uns nie erhalten geblieben, hätte nicht das Holz seinen gebleichten Körper zur Verfügung gestellt,
um als Medium zu dienen zwischen uns und unserer Vergangenheit. Auch hier finden wir Holz wieder
als stummen Helden, der uns viele tausend Jahre ein treuer Freund und Helfer war.
Was ich aber immer noch nicht so recht verstehen will, ist, wie die Leute in den Papierfabriken es
schaffen Holz in so dünne Scheiben zu schneiden, das 1200 davon in eine Bibel passen. Und was
hat Holz gegen uns, dass wir uns beim Umblättern andauernd die Finger blutig schneiden.
 

Fazit:

Holz ist die Säule, auf die sich unsere gesamte Zivilisation seit vielen Millenia stützt; oft leider ohne
diesen Rohstoff genügend Respekt entgegen zu bringen. Wenn wir alle ein Bisschen mehr wie Holz
wären, könnte diese Welt eine schönere, sauberere, freundlichere, verständnisvollere, friedlichere,
glücklichere, beliebtere, offenherzigere und hölzernere sein, als sie es heute schon ist. Darum will ich
dieses Exposé mit den Worten schließen:
Nichts ist wie Holz ... ausser vielleicht Holzimitat.

Es folgt eine Liste von zehn Eigenschaften, die Holz anderen Materialien wie Stein oder Metall voraus hat.

1. Holz brennt.
2. Holz stinkt, wenn es brennt.
3. Holz raucht, wenn es brennt.
4. Holz reizt die Augen und schädigt die Lungen, wenn es brennt.
5. Holz entzündet anderes Holz, wenn es brennt.
6. Holz entzündet auch Menschen, wenn es brennt.
7. Holz kann aber auch nass werden.
8. Holz vermodert, wenn es nass wird.
9. Holz stinkt, wenn es dann wieder trocknet.
10. Holz gibt es auch in Mahagoni.

Als nächstes folgt eine Liste vieler Dinge, die überraschender Weise nicht aus Holz sind.

1. Stahlträger
2. Betonbrücken
3. Wasserbomben
4. Silberlinge
5. Porzellanuntertassen
6. Steinpilze
7. Mamorfliesen
8. Bleirohre
9. Plastikflaschen
10. Gummireifen

Immer dran denken: Nur wo Holz draufsteht ist auch wirklich Holz drin.
 
 

Ich empfehle

Wem meine Meinung lieb und teuer ist (und das sollte sie; schließlich bin ich männlich zwischen 18 und 45 und habe ein fasst regelmäßiges Einkommen) der sollte meinem Pfad der Erleuchtung weiter folgen und finden was Holz für ihn als Schiksal bereit hält.
Holz ist keine tote Kunstform; nein Holz ist lebende Geschichte und hölzernes Denkmal in einem.
Wer meinen Worten keinen Glauben schenkt, kann sich hier überzeugen. Deshalb empfehle ich www.Holz.de. Ein Ort von Mensch geschaffen, die ihr Hobby zum Beruf und Holz zu ihrem Gott gemacht haben.
Sehet die Wunder von Holz und begreifet seine Größe ... und werft ja ein paar Münze in unsere Klingelbeutel.


 



 
 
 
 
 
 

Verfasst von MrClick am 18.3.2000
unter Schmerzen