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Spitznamen

In Hirschberg und in den umliegenden Dörfern war es - zumindest unter den Männern - üblich (wenn auch nicht in jedem Fall beliebt), sich Spitznamen bzw. Uuznoome zu geben.
Diese, zumeist ironisch gemeinten  Begriffe  hatten oft ihren Ursprung in einer ganz bestimmten Geschichte der einzelnen Person oder waren einfach Verballhornungen, sie konnten auch verletzend sein.
Solche Kennzeichnungen betrafen jedoch nicht nur einzelne Personen, sondern auch eine ganze Gruppe:
So hießen alle Hirschberger, im Gegensatz zu den "Hörbeijer Gugucker" die "Hörschbeijer Heggebeck".
Die Bewohner eines Hauses wurden nicht nur nach dem Familiennamen (oowe Scholze un onne Scholze; oowe Schmidts un onne Schmidts), sondern zuweilen nach einem Vorfahren bezeichnet (Roberts); oder nach der Funktion des Gebäudes (Schule); oder auch nach dem Beruf (Schumoastersch).

Besonders interessant sind jedoch die persönlichen Spitznamen:
Für den Kenner seien hier die besonders herausragenden genannt:

De lang Horst un de dick Horst, de Hurra, de Stappen, de Ham, s' Männlein, de Aijak, de Hops, de Söhnlein, De Moozi, de Quaak,  de Keuhört-Werner, de Heuler/ de Kiff(heuser), de Schabbie, de Sturm, de Joa, de Hawwa, de Peps, de Afrikaner, de Siwwit, de Eenio, 's Uurche, de Gorgel, de Schossong, de Budding ("waah Schätzchen"), Krö'örsch Dicker (woar goar net dick), de Schinggebagge, de Läbbie, de Saffie, 's Effche un 's Kees'che, de Babba, de Fiedi, de Juhle, de schlaue Westerwaldbauer, 's Beertche, Owerndorfer Dicker, de Eebaa, de Supermaurer, de Buh, de Preuße-Lui, 's Preußche, de Lä'ern, 's Dörflaasch/ Scholze Langer, de Wolla, de Fietza, de Pitt, de Moll...
 
 
 
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