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Das waren noch Zeiten, als die Post noch im Dorf
selbst verwaltet wurde. Der Omnibus brachte die Post von Herborn mit; dann
wurde sie bei der kleinen Poststelle ausgeladen und von dort zu Fuß
im Dorf verteilt. Da brauchte man keinen riesigen Fuhrpark. Alles
ging noch recht gemütlich zu. Ein Schwätzchen am Straßenrand
oder an der Milchrampe war nichts Ungewöhnliches.
Wenn der Bürgermeister mal eine Frage hinsichtlich seiner Bürger hatte, so brauchte er nur den Postboten zu fragen (immerhin kam er bzw. sie aus derselben Familie). Er war die am besten informierte Person im Ort. Schließlich ließ die Zeit es zu, Postkarten von allen Seiten ausführlich in Augenschein zu nehmen... |
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