Flagge: 'Drug Yul' ist Tibetanisch und bedeutet 'Land des Drachen'
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Kurzüberblick Königreich
Bhutan |
| Flagge: |
'Drug Yul' ist Tibetanisch und bedeutet 'Land des Drachen'.
Die gelbe Farbe der Flagge symbolisiert das Königtum, das Orange den
Buddhismus. |
| Nationalfeiertag: |
17.12 (Jahrestag der Thronbesteigung des ersten Königs
- Ugyen Wangchuk - im Jahre 1907) |
| Amtssprache: |
Dsongha (Dzongkha), eine tibetische Sprache |
| Fläche: |
47.000 km² |
| Geographische Lage: |
88º 30' O - 92º O / 27º N - 28º N |
| Hauptstadt: |
Thimbu |
| Zeitverschiebung gegenüber MEZ: |
4,5 Stunden |
| Höchste Erhebung: |
Kula Kangri 7554 m |
Himalaya
Der Himalaya, das höchste und größte Gebirge
der Welt, erstreckt sich über 2.500km und bildet eine Barriere zwischen
den heißen Ebenen Indiens und dem kalten tibetischen Hochplateau.
Früher lag hier ein Meer. Als sich vor 150 Millionen Jahren Indien
bewegte und mit dem asiatischen Kontinent zusammenstieß, wurde der
Meeresboden in die Höhe gepreßt und bildete das tibetische Hochland
und den Himalaya. Immer noch wächst der Himalaya in die Höhe.
Das Gebirge umfaßt eine Fläche von rund 550.000 Quadratkilometer.
Durch seine riesige Ausdehnung beeinflußt es sogar das Klima auf
der Erde. Es setzt sich aus parallelen Gebirgsketten zusammen, die auch
Längstäler "formen" und von Hochbecken durchsetzt werden. Aus
ihm ragen die acht höchsten Berge der Welt heraus, vom ewigen Schnee
bedeckt. Im Schatten der Berge sind Zivilisationen entstanden, deren menschliche
Träger für ihre Ausdauer und Zähigkeit bekannt sind. Eine
tiefe Ehrfurcht vor der Umwelt bestimmt das Leben der im Himalaya lebenden
Völker. Jahrhundertelang haben die Menschen in Harmonie mit ihrer
Umgebung gelebt, das Land mit den Tieren geteilt. Das Gleichgewicht der
Natur wurde nicht gestört. Erst in jüngster Zeit sind Fremde
in diese empfindliche Hochgebirgslandschaft eingedrungen und stören
das Ökosystem dieser Region. Obwohl der Himalaya mächtig und
unbezwingbar aussieht, ist auch er verwundbar, und das Eindringen der Fremden
bringt Gefahren für die Berge. Die Schönheit einzelner Landschaften
ist überwältigend, weswegen der Trekkingtourismus zu einer besonderen
Attraktion im Himalaya wurde. Tausende von Touristen kommen Jahr für
Jahr, um ihre kostbaren Urlaubswochen in der "unberührten" Natur zu
verbringen. Verzaubert von der Schönheit des Landes, vergessen sie
ihre privaten oder beruflichen Sorgen und denken dabei nicht daran, was
für Probleme sie der Bergwelt und den Einheimischen hinterlassen.
Durch die Flut von Abfall wird das Ökosystem im Himalaya bedroht.
Es wird geschätzt, daß auf dem Mt. Everest, der Jahr für
Jahr Tausende von Trekkingtouristen und Bergsteiger anzieht, mehr als 2
Tonnen Abfall liegen. Diese Besucher wollen Nahrung und beheizte Unterkünfte
haben. Aufgrund der steigenden Nachfrage für Holz zum Heizen, Bauen
und Kochen steht das ohnehin schon gefährdete Ökosystem an der
Grenze seiner Belastbarkeit. Erosion, Erdrutsche und Überschwemmungen
sind die Folgen der Abholzung. Das Eindringen der Zivilisation stellt aber
nicht nur eine Gefahr für die Berge, sondern auch für die Tierwelt
dar. Ihr Lebensraum wird eingeschränkt und die Nahrungssuche, speziell
im Winter, wird immer schwieriger. Das Dach der Welt - ein Panorama aus
Fels, Eis und Schnee von unendlicher Weite und Ursprünglichkeit. Wie
lange noch?
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