Meine Erfahrungen mit dem Meade ETX-90/EC 18.5.1999: Mond-Fotos mit dem Meade ETX-90/EC

Die linke Grafik (erstellt mit dem Programm "Guide 6.0" von Project Pluto) zeigt den
am 18.5.1999 sichtbaren Teil des Mondes sowie die Entstehung des Composit-Bildes.

Das rechte Bild zeigt das fertige Composit-Bild (zusammengesetzt aus 5 einzelnen Fotos).

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Das Seeing war an diesem Abend nicht besonders gut, bereits bei niedriger Vergrößerung (ca. 100x) waren deutliche Luftschlieren erkennbar, die dann bei der langen Belichtungszeit von ca. 3 Sekunden natürlich zum Verwischen der feinen Details auf den Fotos geführt hat. Es wäre also ein lichtempfindlicherer Film erforderlich gewesen.

Weitere Details zu den Fotos:

Datum: 18.5.1999
Uhrzeit: ca. 22h30
Film: AGFA HDCOLOR 200/24+3, eingescannt vom Negativ (CD-ROM)

Die Fotos im Detail (Anklicken vergößert):

Klick mich ! Okular: Meade 4000 Super Plössl 15mm
Brennweite: ca. 7m
Belichtungszeit: 3 Sekunden

Endymion, Mercurius, Messala, Geminus, Cleomedes

Klick mich ! Okular: Meade 4000 Super Plössl 15mm
Brennweite: ca. 7m
Belichtungszeit: 3 Sekunden

Mare Crisium, Mare Fecunditatis, Langrenus

Klick mich !    Okular: Meade 4000 Super Plössl 15mm
Brennweite: ca. 7m
Belichtungszeit: 3 Sekunden

Langrenus, Petavius, Snellius, Stevinus, Furnerius

Klick mich ! Okular: Meade 4000 Super Plössl 15mm
Brennweite: ca. 7m
Belichtungszeit: 3 Sekunden

Stevinus, Furnerius, Biela, Rossingault


Bei genauer Betrachtung des letzten Fotos erkennt man in der Nähe des Mond-Südpols einen isolierten Lichtpunkt. Er stammt wahrscheinlich nicht von einem UFO oder von einem Leuchtturm, sondern von einer Bergspitze oder von einem Kraterrand, der gerade noch von der Sonne beleuchtet wird, während die umliegenden Berge und Krater in vollkommener Dunkelheit liegen. Aber welcher Krater bzw. Berg ist das ? Die Mondkarten lassen leider keinen eindeutigen Rückschluss zu, denn aufgrund der Auswirkungen durch die Libration sind die Karten im Randbereich nur eingeschränkt nutzbar. Im nachfolgenden Bild habe ich die identifizierbaren Krater am Terminator beschriftet (bitte Anklicken):

Anklicken --> Kraternamen

Zufälligerweise habe ich den Mond auch an den nachfolgenden Tagen (21.5.1999 bzw. 23.5.1999) fotografiert. Erst anhand dieser Fotos war es möglich, den "Verursacher" zu bestimmen: entgegen den ersten Vermutungen war es nicht der Zentralberg des Kraters "Malapert", sondern (mit ziemlicher Sicherheit) der linke/östliche Kraterrand des Kraters "Scott". Die Analyse war deshalb nicht so einfach, weil der Mond an diesen drei Tagen jeweil eine andere Libration in Breite hatte (18.5.: +4° d.h. nach Süden gekippt, 21.5.: 0°, 23.5.: -3° d.h. nach Norden gekippt). Die Bergspitze die am 18.5. gerade noch von der Sonne beleuchtet wurde, lag damals auch noch am äußersten Rand. Hingegen war dieses Gebiet am 23.5. bereits komplett beleuchtet und lag außerdem viel weiter nördlich/oben. Die (mittlere) Aufnahme vom 21.5. zeigt das Gebiet aber recht deutlich (Randlage und komplett beleuchtet):

Anklicken --> Kraternamen Bild anklicken --> Analyse / Kraternamen


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