Die linke Grafik (erstellt mit dem Programm "Guide 6.0" von Project Pluto) zeigt den
Das rechte Bild zeigt das fertige Composit-Bild (zusammengesetzt aus 5 einzelnen Fotos).
Das Seeing war an diesem Abend nicht besonders gut, bereits bei niedriger Vergrößerung (ca. 100x) waren deutliche Luftschlieren erkennbar, die dann bei der langen Belichtungszeit von ca. 3 Sekunden natürlich zum Verwischen der feinen Details auf den Fotos geführt hat. Es wäre also ein lichtempfindlicherer Film erforderlich gewesen.
Weitere Details zu den Fotos:
Datum: 18.5.1999
Uhrzeit: ca. 22h30
Film: AGFA HDCOLOR 200/24+3, eingescannt vom Negativ (CD-ROM)
Die Fotos im Detail (Anklicken vergößert):
Zufälligerweise habe ich den Mond auch an den nachfolgenden Tagen (21.5.1999 bzw. 23.5.1999) fotografiert. Erst anhand dieser Fotos war es möglich, den "Verursacher" zu bestimmen: entgegen den ersten Vermutungen war es nicht der Zentralberg des Kraters "Malapert", sondern (mit ziemlicher Sicherheit) der linke/östliche Kraterrand des Kraters "Scott". Die Analyse war deshalb nicht so einfach, weil der Mond an diesen drei Tagen jeweil eine andere Libration in Breite hatte (18.5.: +4° d.h. nach Süden gekippt, 21.5.: 0°, 23.5.: -3° d.h. nach Norden gekippt). Die Bergspitze die am 18.5. gerade noch von der Sonne beleuchtet wurde, lag damals auch noch am äußersten Rand. Hingegen war dieses Gebiet am 23.5. bereits komplett beleuchtet und lag außerdem viel weiter nördlich/oben. Die (mittlere) Aufnahme vom 21.5. zeigt das Gebiet aber recht deutlich (Randlage und komplett beleuchtet):