Die Erkrankung ist verhältnismäßig selten, findet sich aber gelegentlich bei kleinen Kindern oder nach schweren Verletzungen.
Vor dem Aufkommen von Antibiotika trat die O. häufiger nach
Mandelentzündungen auf oder nach anderen akuten Infekten.
Heutzutage ist die Krankheit sehr selten, denn in Industrieländern mit ausreichendem Nahrungsangebot und gesamt guter Infektionsabwehr eines Organismus, ist die akute oder chronische O. im Vergleich zu früher erheblich zurückgegangen.
Befallen werden bei Kindern meist die Röhrenknochen der Arme und Beine
sowie die Wirbel.
Bei Erwachsenen sind häufig Becken und Wirbel betroffen.
Die ersten Anzeichen sind ähnlich einer schweren Allgemeininfektion beginnend mit erkältungsähnlichen Zeichen.
Wenn der Herd nahe der betroffenen Hautoberfläche liegt, kann dies zu örtlicher Anschwellung, Druckempfindlichkeit, Uberwärmung und Rötung
führen.
Im akutem Stadium kommt häufig starke Transpiration hinzu, bis hin zu Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen im Bereich des Infektionsherdes des Knochen.
Außerdem besteht die Gefahr der Abzeßbildung in der Tiefe des Knochens bzw. an der Oberfläche unter der Knochenhaut.
1. Die akute Form
2. Die chronische Form
Über eine Hautwunde oder einen anderen Infektionsherd wie Nase/Hals eingedrungene Krankheitserreger (staphylococcus) gelange über die Blutbahn in den Knochen.
Dies führt zur Entzündung des infizierten Knochens/Knochenmarks.
Es kommt zur Eiterbildung und im weiteren Verlauf zu Fieber, heftigen Schmerzen und Druckempfindlichkeit.
Die Haut über dem erkrankten Bezirk entzündet sich und schwillt an.
Eine Diagnosesicherung erfolgt durch Blutkulturen und Knochendarstellung.
Diese Form ist die Folge einer verschleppten oder auf übliche Behandlung nicht ansprechende akute Knochenmarkentzündung.
Eine andere Ursache kann auch ein offener Knochenbruch sein.
In Einzelfällen gibt es auch die Möglichkeit der übergreifenden Tuberkolose aus anderen Körperregionen.
Charakteristisch für eine chronische O. ist ein Dauerschmerz, der vom befallenen Knochen ausgeht.
Im fortgeschrittenen Stadium, wenn die Erkrankung jahrelang immer wieder aufflammt, kann sich eine Amyloidose (schädliche Ablagerung krankhafter Eiweißkörper in lebenswichtigen Organen) entwickeln.