Entwicklung
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Das Wichtigste vorneweg:
Entwicklungstabellen, gleich welcher Herkunft, sind kein
"Babyfahrplan"! Die Entwicklungshinweise sollen lediglich als grobe Richtlinien verstanden werden, damit man vielleicht lieber einmal zuviel nachschauen lässt, wenn das eigene Baby gar zu sehr vom "Standard" abweicht. Meine Tochter Friederike
hat sich beispielsweise zur entsprechenden
Vorsorgeuntersuchung artig einmal vom Rücken auf den
Bauch gedreht. Das war aber für lange Zeit das einzige
Mal ;-)) . Als sie mit dreizehn Monaten immer noch lag,
wo wir sie hinlegten, und saß, wo wir sie hinsetzten,
schickte uns der Kinderarzt zur Krankengymnastik.
Inzwischen fing sie an, sich auf dem Po rutschend
vorwärtszubewegen - also brachte die Krankengymnastin
ihr mühsam das Krabbeln bei, bis Rieke auf die
"Turnerei" keine Lust mehr hatte. Mit 23(!)
Monaten, exakt drei Wochen vor ihrem zweiten Geburtstag,
machte sie dann ihre ersten freihändigen Schrittchen,
nachdem wir ihr immer und immer wieder gezeigt hatten,
wie das geht. Sicher gibt es auch Kinder, die irgendetwas nie können werden, ganz einfach weil sie eine Behinderung haben, aber auch das erkennt man oft nur, weil man die "normale" Entwicklung im Kopf hat. Und es gilt immer: Je früher etwas entdeckt wird, umso größer ist die Chance, das man es therapieren kann. Wichtig ist nur, dass man sich darüber im Klaren ist, dass Entwicklungen nie bei allen Kindern gleich ablaufen, und auch ein und dasselbe Kind entwickelt sich eine zeitlang schnell, und manchmal hat man den Eindruck, es lernt gar nichts dazu, was natürlich nicht stimmt - es geht dann nur ein bißchen langsamer. |
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