Saison 1991/92
Saison 1991/92



Die zweite Erstliga-Saison stand an – von vielen Fachleuten wird sie immer als die schwierigste bezeichnet. Unter anderem verließen Harald Kohr und Dirk Kontny den Verein. Neu im Team waren Roger Prinzen (Darmstadt 98), Rene Unglaube, Dirk Greiser (beide Hertha BSC Berlin) und Markus Schupp vom Meister Kaiserslautern. Und in der Lohrheide begannen die Umbaumaßnahmen. Die Stehplätze auf der Ostseite mussten verschwinden und es sollte endlich eine schöne, neue Tribüne entstehen. Leider musste man daher einen weiteren Kapazitätsverlust in Kauf nehmen, so dass weiterhin viele Spiele im Ruhrstadion ausgetragen werden mussten.
Die Liga war mittlerweile aufgrund der Wiedervereinigung auf 20 Vereine erweitert worden und die SG hatte sichtlich Probleme in der Liga mitzuhalten. Vor allem in den Heimspielen hatte man große Probleme (insgesamt gab es 7 Heimniederlagen) und zum Ende der Hinrunde lag man auf einem hoffnungslos erscheinenden 20. Tabellenplatz.
In der Winterpause versuchte man mit dem Kauf des Russen Andrzej Sidelnikow die Abwehr zu verstärken – jedoch stellte sich dieser als teuerster Fehleinkauf der Vereinsgeschichte heraus (er kam nur zu einem Bundesliga-Einsatz beim 2:5 in München).

Samy Sané
Thorsten Fink

Jedoch gelang es der SGW in der Rückrunde mit dem wiedergenesenen Libero Uwe Neuhaus die Abwehr zu stabilisieren und somit im Abstiegskampf wieder Boden gut zu machen. Doch als man am 36. Spieltag mit 0:1 gegen Borussia Dortmund unterlag, schien alles gelaufen. Der Abstieg drohte! Allerdings überraschten die 09er die gesamte Konkurrenz, als man am vorletzten Spieltag beim späteren Meister VfB Stuttgart ein 1:1 erkämpfte und durch den ebenfalls in der Winterpause verpflichteten Bernhard Winkler noch die Riesenchance zum Sieg vergab.
Trotzdem hatte man nun eine ideale Ausgangssituation. Egal, was die Konkurrenz (Stuttgarter Kickers, MSV Duisburg, Hansa Rostock) machte – mit einem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach (im „heimischen“ Ruhrstadion) würde man den Klassenerhalt schaffen.
Doch die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen – der Gast aus Gladbach führte schnell mit 2:0 und Ralf Eilenberger im Tor der 09er verhinderte mit Glanzparaden ein drohendes 3:0 für die Gäste. Jedoch schafften es die Wattenscheider – in diesem an Spannung nicht zu überbietenden Spiel – durch Tore von Emmerling, Moser und Tschiskale „den Spieß noch umzudrehen“ und siegten letztendlich mit 3:2! Jubelnd stürmten die überglücklichen 09-Fans den Rasen des Ruhrstadions und feierten das glückliche Ende einer nervenzehrenden Saison.