Saison 1995/96
SAISON 1995/96



Erneut erfolgte ein großer Personalumbruch.
Neuhaus (Karriereende), Kula (Tschechien), Wolters (Borussia Dortmund), Josic (VfL Wolfsburg) und Lesniak (1860 München) verließen den Verein und hinterließen damit ein großes Loch im Kader.
Von den neuverpflichteten Spieler wussten lediglich Tomislav Maric (Karlsruher SC Amateure) und Torwart Peter Martin (VfR Sölde) zu gefallen. Die übrigen von Kneuper verpflichteten Spieler – Rückkehrer Sergio Allievi, Sven Backhaus (Fortuna Düsseldorf), Mark Schierenberg (Schalke 04), Hans-Jürgen Brunner (VfL Wolfsburg) und Jörg Beyel (Preußen Köln) – konnten zu keiner Zeit die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen.
Zudem gab es weiterhin Krach im Vorstand und Britta Steilmann trat am 12. August 1995 zurück - ihr Nachfolger im Vorstand sollte Michael Hasenkamp werden.
Sportlich hätte es auch nicht schlimmer laufen können. 5 Niederlagen in Folge bedeuteten das Ende der Kneuper-Ära.
Am 6. Spieltag holte Neu-Trainer Jupp Koitka den ersten Saisonpunkt. Koitka verpflichtete mit Spyrka (RW Essen), Sassen (Dnjepr Dnjepropetrowsk), Probierz (KFC Uerdingen), Groeleken (Arminia Bielefeld) und Jozipovic (Hajduk Split) neue Spieler und schaffte es zunächst auch für positive Resultate zu sorgen. Bemerkenswert: das 3:2 gegen Arminia Bielefeld, 2:2 beim VfL Bochum, 5:1 gegen Hannover 96 und ein 2:1 in Berlin. Die SG war zwischenzeitlich wieder auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Doch zu Beginn der Rückrunde ließ der "Koitka-Effekt" wieder nach – wichtige Heimspiele konnten nicht gewonnnen werden.

Dieses Maskottchen wurde nur ein einziges Mal an der Lohrheide gesichtet!
Jupp Koitka

Erschwerend kam hinzu, dass es auch Koitka nicht verstand, aus talentierten zerstrittenen Einzelspielern eine kompakte Mannschaft zu formen. Zudem wurde die Rückrunden-Vorbereitung von einem Skandal überschattet. Andreas Sassen verschwand aus dem portugiesischen Trainingslager mit einer Bardame!
Als letzten Hoffnungsschimmer holte Klaus Steilmann seinen langjährigen Freund Karlheinz Feldkamp als Sportlichen Leiter an die Lohrheide und schon wenig später durfte auch Jupp Koitka wieder gehen. Mit der extravaganten Art des Trainers waren einige Leute nicht zurecht kommen. (EIN KLICK AUF DAS BILD VON JUPP KOITKA UND IHR FINDET DEN DAZU PASSENDEN BERICHT DES REVIER SPORTS!)
Neuer Trainer wurde Peter Vollmann, der eine beachtliche Karriere machte. Zu Beginn der Saison noch Trainer der Amateure, wurde er unter Koitka Co-Trainer und schließlich Chef-Trainer. Zwar konnte unter ihm immerhin ein 2:0-Auswärtssieg beim späteren Aufsteiger MSV Duisburg (mit Trainer Hannes Bongartz) erzielt werden, doch der Klassenerhalt war auch mit ihm nicht mehr möglich.
Schließlich beendete man die Saison als Tabellenletzter – Platz 18.