Vermisst: Krümeli, Charly und 85 Kollegen Ein Artikel im «Zürcher Unterländer» vom 29.1.2003 Seit August 2002 sind im Kanton Zürich 87 Katzen verschwunden, die
meisten von ihnen im Unterland. Das haben Nachforschungen einer
Tierfreundin aus Oberweningen ergeben. Sie vermutet, dass jemand
die Katzen gezielt aussucht. N.N.* ist wütend. Zwei ihrer Katzen sind verschwunden und nicht
wieder aufgetaucht. Im September verschwand Krümeli, und im Dezember
kam Charly nicht mehr nach Hause zurück. Die Suche nach ihnen
verlief sich im Sand. «Wenn man ein Büsi vermisst, dann muss man
von Pontius zu Pilatus rennen», sagt N.N., und genützt habe es
nichts. Normale Zahlen oder nicht? «Seit August sind im Kanton Zürich 87 Katzen verschwunden», sagt
N.N.. Vor sich hat sie eine lange Liste liegen. Die Namen der
Katzen, ihr Aussehen, Alter und Tag des Verschwindens sind darauf
vermerkt. N.N. sieht die Liste an und ist überzeugt: «Das ist
doch nicht normal.» Tierversuche oder Fellhandel? N.N.s Nachforschungen haben ergeben, dass vor allem im Unterland
viele Büsi verschwunden sind. «Die meisten von ihnen sind jung
oder eher klein», sagt sie. Viele der Kätzchen sind getigert.
N.N. vermutet, dass sich jemand die Tiere nach speziellen Kriterien
aussucht. Jemand, der die Katzen für Tierversuche fängt. Jemand,
der die Felle verkauft oder die Katzen isst. «Ich habe schon Knochen
gefunden», sagt N.N.. Doch bei näherer Untersuchung haben sie
sich als Hühnerknochen entpuppt. Es bleibt die Angst N.N. sucht die Fotos von Krümeli und Charly heraus. Krümeli war
drei Jahre alt, als sie verschwand. Eine kleine, hell getigerte
Katze mit einem amputierten Schwanz. «Ich habe sie sehr krank
gefunden und aufgepäppelt», sagt N.N.. Charly ist mit acht Monaten
verschwunden. «Er hat in der Woche vor seinem Verschwinden wenig
gefressen.» Dabei sei er ein guter Fresser gewesen. «Am letzten
Abend hat er sein Futter kaum angerührt und ist aus dem Haus gerannt,
als hätte er es eilig», erzählt sie mit Tränen in den Augen. Bei
Krümeli sei es das Gleiche gewesen. Für N.N. ist klar: «Sie haben
ihn abgefüttert und mitgenommen.» N.N. hat Angst. Angst um ihre verbliebenen Haustiere und Angst davor, dass die Entführer ihrer Katzen auch ihr etwas tun könnten. Deswegen will sie nicht mit vollem Namen in der Zeitung erscheinen. Sie hofft nun, zu erfahren, was mit den Büsis passiert ist, und appelliert an alle Katzenhalterinnen und -halter, ihre Haustiere in der Nacht nicht mehr vor die Tür zu lassen. Ein Artikel von D.S. in der Tageszeitung «Zürcher Unterländer», amtliches Publikationsorgan für die Bezirke Bülach und Dielsdorf im Zürcher Unterland *N.N. Der Name ist der Redaktion der Zeitung und «SOS Tiere» bekannt ***** Haben Sie im Zürcher Unterland ähnliche Beobachtungen gemacht? Bitte melden Sie diese *N.N., Sie werden in jedem Falle diskret behandelt: E-Mail Haben Sie in anderen Gegenden ähnliche Beobachtungen gemacht?
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