Ratten-Wohnungen
© Steffen Fitz 1999-2008
Ratten-Wohnungen
Im Verlaufe
meiner "Karriere" als Rattenhalter habe ich in verschiedenen
Wohnungen gewohnt und meinen Pelznasen je nach den Möglichkeiten
der jeweiligen Wohnung verschiedene selbstgebaute Käfige
angeboten. Sie sind allesamt recht komfortabel und praktisch,
haben aber teilweise auch kleine Nachteile, wie sich aus den folgenden
Beschreibungen ergibt.
Die Hauptwohnung wurde im April
2000 fertig gebaut und eingerichtet; es handelt sich dabei um
einen ausrangierten Apotheken-Schrank mit den Maßen 2,10
m (Höhe) x 1 m (Breite) x 40 cm (Tiefe), der irgendwann vor
einige Monate zuvor mal zwecks Sperrmüll - Entsorgung vor
einer Stralsunder Apotheke lag.
Nach
vorn und zu den Seiten ist er verglast, so dass man die Ratten
überall sehr gut beobachten kann. Eine der auf halber Höhe
unterbrochenen Seitenscheiben war zwar bereits kaputt, als wir
den Schrank "einsammelten"; allerdings war das nicht
so sehr schlimm, da ich ohnehin eine davon herausgenommen und
durch Maschendraht ersetzt hätte, um die Sauerstoffversorgung
zu sichern und auch die Nippeltränken von außen einhängen
zu können. Andererseits hätte ich die Scheibe auch gleich
als untere vordere Begrenzung verwenden können, die verhindert,
dass einem die ganze Einstreu entgegenfällt, sobald man den
Käfig öffnet. So musste ich dafür erst eine andere
Glasscheibe besorgen.
Diese Begrenzungsscheibe habe ich
- wie auf dem Bild rechts erkennbar - in eine aus Sperrholz gebastelte
Führung eingeschoben, so dass ich sie jederzeit nach oben
herausziehen und die Einstreu einfach "herausfegen"
kann, wenn die Käfiggroßreinigung dran ist. Da die
Doppeltür über die gesamte Breite und Höhe des
Käfigs geht, lässt sich zudem die gesamte Einrichtung
mit wenigen Handgriffen entfernen - auch das erleichtert die Reinigung
ungemein :-))).
Ganz oben habe ich eine Etage freigelassen,
in der ich Futter, Einstreu und sonstiges Zubehör aufbewahre;
auch das ist sehr praktisch und platzsparend. Bei dem großen
Schrank nehme ich an, dass meine Ratten mir das verzeihen........
In den
Schrank habe ich ein Stück von einer Kiefer gestellt, das
ich nach einem Sturm im Wald eingesammelt habe, und um dieses
herum Etagen aus lackiertem Sperrholz eingezogen. Wo es sich anbot,
habe ich dabei Weiden- und Bastkörbchen, eine Hängematte
sowie geräumige Heu-Nester befestigt, in denen die Ratten
gern schlafen, je nach Stimmung allein oder "gehäuft"
mit mehreren anderen. Zur Befestigung habe ich übrigens statt
Schnur oder ähnlichem Pfeifenreiniger benutzt - das
sind ca. 30 cm lange, beliebig verformbare Drahtstücke, die
mit bunten Fasern verkleidet sind. So sieht das Ganze nett aus
und wird trotzdem nicht durchgeknabbert.....
Über
die hölzerne Rückwand habe ich übrigens zwei Bahnen
Maschendraht gespannt, der teilweise von den Ratten mit zum Klettern
benutzt wird und zudem das Anbringen von Nisthäuschen usw.
ermöglicht. Ich habe dabei allerdings bewusst nicht darauf
geachtet, die gesamte Breite abzudecken, da meine Ratten ohnehin
keine Ambitionen zeigen, sich durch die Rückwand zu nagen.
Eine zusätzliche Sicherungsfunktion hat dieser Draht also
nicht.
Zum Klettern gibt es neben dem
Baum und dem Maschendraht an der Rückwand diverse Leitern,
die im Zoohandel hauptsächlich für Vogelkäfige
angeboten werden, sowie Stücke von Drainage-Rohren aus dem
Baumarkt, durch die meine Ratten nach anfänglichem Misstrauen
mit wachsender Begeisterung hindurchlaufen.
Das Zeug
ist extrem billig (ich glaube es kostete damals nicht einmal 3,-
DM pro Meter) und bietet den Ratten, da es geriffelt ist und viele
kleine Löcher aufweist, die Möglichkeit, sich daran
festzukrallen, so dass sie sogar senkrecht darin emporklettern
können. Man sollte nur auf einen ausreichend großen
Querschnitt achten..........
Hier links sieht man nochmal ziemlich
genau die Befestigungsmethode mit den Pfeifenreinigern. Die Körbchen
polstere ich mit einigen Blättern Küchenrolle, die ich
täglich erneuere. Wenn es sehr warm ist, liegen die Ratten
fast ausschließlich in den Körbchen, auch und bevorzugt
übereinander, eben auf dem "Haufen"...... Wenn
es kälter ist, verkriechen sie sich aber lieber in das Sperrholzhäuschen
ganz unten oder in die aufgehängten Heu-Nester.
Ganz
offensichtlich wussten meine Ratten die Vielfalt der verschiedenen
Schlafmöglichkeiten des Käfigs sehr zu schätzen.
Bei diesem Käfig hatte ich jedenfalls erstmals ab und zu
Probleme, die Ratten herauszulocken, wenn es zum Auslauf in das
andere Zimmer gehen sollte. Dagegen ließen sie sich problemlos
einsammeln, wenn es gegen 22.00 oder 23.00 Uhr zum Schlafen wieder
hineingehen soll. Früher, als sie noch ausschließlich
in den anderen Käfigen (siehe nächste Seite) wohnten,
war es eher umgekehrt - die Tür konnte nie schnell genug
aufgehen, und beim Einsammeln musste man jedesmal aufpassen, dass
nicht gleich zwei wieder ausbüchsten, wenn man eine in den
Käfig setzte..... :-))))
Die
anderen Käfige
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