Erläuterungen

Wer wir sind:

Um es vorweg zu sagen: wir sind auf keinen Fall irgendwelche nationalistischen "Spinner", denen es vor allem um "Deutschland über alles" geht. Vielmehr geht es uns darum, die Geschichte der Befreiungskriege tatsächlich lebendig darzustellen und sowohl für die Beteiligten als auch für die Zuschauer so plastisch und realistisch wie möglich zu gestalten, wodurch dieses spannende Kapitel der deutschen Geschichte für alle Interessierten greifbar wird. Dies setzt, neben einigermassen fundierten historischen Kenntnissen auch eine hohe, persönliche Investitionsbereitschaft vorraus, da wir uns vom Hosenknopf bis zur Muskete selbst ausrüsten (müssen).

Derzeit haben wir 25 Mitglieder aus allen Alters- und Gesellschaftsklassen. Uns alle verbindet das Interesse an der napoleonischen Ära und wir profitieren vom gemeinsamen Erfahrungs- und Erlebnisaustausch.

Hierbei fördern wir auch den europäischen Gedanken, denn Berührungsängste mit unseren "Feinden" aus Frankreich oder Polen gibt es nicht - ganz im Gegenteil sind wir, gerade für historische Darstellungen, eng aufeinander angewiesen!

Unsere Mitglieder haben in der Regel den Sprengstoffschein nach §27 SprStG und wir "kämpfen" nach den Sicherheitsregeln der Napoleonischen Gesellschaft.

Natürlich nehmen wir gerne neue Mitglieder auf und können "zum Reinschnup- pern" sogar Leihuniformen stellen. Wir bieten in unseren drei Sektionen (Linieninfanterie, Artillerie, Jäger) eine ausgezeichnete Kameradschaft und das realistische Nacherlebnis der napoleonischen Epoche in Deutschland und Frankreich.

Übrigens: Kampftrinker und Hurrapatrioten mögen sich von obigem Angebot nicht angesprochen fühlen und bleiben draußen, ferner auch Leute, die auf "kostümiertes Camping" stehen (von wegen Gaskocher und Radio im Zelt...)

Ansprechpartner:
Linieninfanterie: Mark Menge, Haubachstr.30, 10585 Berlin, Tel: 030/3482122
freiwillige Jäger: Thilo Schneider, Goethestr.34a, 63857 Waldaschaff,
                        Tel: 06093/99 59 24
Artillerie:           ebenfalls Mark Menge

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Regimentsgeschichte:

Das Leibinfanterieregiment ist eigentlich eine Mischung aus dem Grenadier- Regiment Waldenfels, dem 2ten pommerschen Reservebataillon, dem 3. Neu-
märkischen Reservebataillon und der Schillschen Infanterie. Es wurde im Jahr 1808 errichtet mit dem Namen "Leibinfanterieregiment", ein Ehrentitel, den es aufgrund der Verteidigung Kolbergs gegen die Franzosen verliehen bekam. Daher durfte es auch den Schriftzug "Colberg 1807" auf seiner Fahne führen.

Das Regiment war 1812 in Russland unter Yorck und nahm unter Blücher an allen entscheidenden Gefechten und Schlachten der Befreiungskriege teil, so z.B.
an der Katzbach, Wartenburg und Leipzig, ferner 1815 bei Ligny, Wavre und Versailles.

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Unser Anliegen:

Re-enactment ist eine neue Form der Geschichtsforschung und für jedermann leicht ausübbar. Uns geht es darum, für uns selbst herauszufinden, was unsere
"Urahnen" wohl erlebt haben, was sie gefühlt haben, wie sie ihren Alltag im Felde gestalteten. Natürlich müssen wir keinen "Heldentod" fürchten, schließlich haben wir neben unserem Hobby noch einen Beruf, sodaß wir auf extreme Negativ- erfahrungen wie Verwundungen, Gewaltmärsche und Tod gottseidank verzichten
können. Nichtsdestotrotz schlafen auch wir im Stroh und bei Wind und Wetter im Zelt, auch wir tragen die schweren Tornister, die unbequemen Tschakos und kämpfen mit nicht funktionierenden Waffen. Wir nehmen unser Hobby ernst. Ist
das Zelt erst aufgebaut, existieren keine Armbanduhren oder Radios mehr und wir tauchen in eine Epoche ein, die seit 200 Jahren Vergangenheit ist.

Hierdurch bieten wir auch unseren Zuschauern die Möglichkeit, sich ein realis-
tisches Bild der eigenen, geschichtlichen Vergangenheit zu machen. Gerne teilen
wir unsere Erfahrungen mit ihnen.
 

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