Da wir Menschen
evolutionsmässig viele gemeinsame neurologische
Strukturen mit den Tieren haben, fällt es beiden Seiten nicht
schwer, sich aufeinander einzustellen.
Die Musik ist ein Ausdruck von menschlichen Rhythmen in denen
sich der Mensch in seinen emotionalen Lagen widerspiegelt.
Lebende Organismen besitzen die Fähigkeit, sich auf die Impulse
der Umgebung oder der anderen Organismen einzustellen.
Musik-Impulse, da sie menschliche Rhythmen widerspiegeln, werden
von den Tieren wahrgenommen und beeinflussen auch das tierische
Nervensystem.
Diese akustische Stimulation der Tiere erzeugt in ihrem Nervensystem
und Körper Reaktionen, die mit menschlichen Reaktionen auf die
Musik vergleichbar sind.
Ruhige Lieder und Melodien oder ruhige, klassische Konzerte bewirken
bei Hühnern, Kühen, Pferden, Hunden und Katzen auch eine
entspannte
Haltung.
Diese Entspannung wird vertieft, wenn ein anwesender Mensch, der
der gleichen Musik ausgesetzt wird, sich auch der Musikwirkung
anpasst, was vielfach unbewusst geschieht.
Eine aggressive, laute, harte Musik bewirkt auch bei Tieren Unruhe.
Bei Nutztieren wie Kühen, Schweinen, Hühnern drückt sich eine
bessere Entspannung und Ruhe durch Musik auch in besserer Leistung
aus, sei es in der Milchqualität, einer besseren Futterverwertung
oder der höheren Eierlegekapazität.
Pferde werden ruhiger, gehorsamer und weniger gelangweilt. Bei
Hund und Katze verstärkt die Musik die Tier/Mensch-Bindung und
bereichert allgemein auch die Lebensqualität des Tieres.
In der Musica Medica® - Methode wird Musik akustisch wie vibratorisch
über eine vibrierende Holzkiste auf Kleintiere, die in einem Korb
auf die Kiste gesetzt werden, übertragen.
Diese mehrfache Stimulation, akustisch und somatosensorisch, erzeugt
eine verstärkte Wirkung der ausgesuchten Musik und lässt sich
besonders gut in folgenden Bereichen einsetzen:
a)
präoperative Wartephase
(das lange Warten in fremder, angsterzeugender Umgebung)
b) postoperative Aufwachphase
c) Schock- oder posttraumatische Situationen durch direkte Stimulation
des Zentralen Nervensystems.
d) zur Vertiefung der Tier/Mensch-Beziehung