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Tiere und Musik, Tiere und Musica Medica
Pr. Dr. med. vet. Yair Schiftan

Es gibt Beobachtungen und Forschungsarbeiten, die darauf hinweisen, dass Tiere auf Musik reagieren.

Da wir Menschen evolutionsmässig viele gemeinsame neurologische Strukturen mit den Tieren haben, fällt es beiden Seiten nicht schwer, sich aufeinander einzustellen.

Die Musik ist ein Ausdruck von menschlichen Rhythmen in denen sich der Mensch in seinen emotionalen Lagen widerspiegelt.

Lebende Organismen besitzen die Fähigkeit, sich auf die Impulse der Umgebung oder der anderen Organismen einzustellen.

Musik-Impulse, da sie menschliche Rhythmen widerspiegeln, werden von den Tieren wahrgenommen und beeinflussen auch das tierische Nervensystem.

Diese akustische Stimulation der Tiere erzeugt in ihrem Nervensystem und Körper Reaktionen, die mit menschlichen Reaktionen auf die Musik vergleichbar sind.

Ruhige Lieder und Melodien oder ruhige, klassische Konzerte bewirken bei Hühnern, Kühen, Pferden, Hunden und Katzen auch eine entspannte Haltung.

Diese Entspannung wird vertieft, wenn ein anwesender Mensch, der der gleichen Musik ausgesetzt wird, sich auch der Musikwirkung anpasst, was vielfach unbewusst geschieht.

Eine aggressive, laute, harte Musik bewirkt auch bei Tieren Unruhe.

Bei Nutztieren wie Kühen, Schweinen, Hühnern drückt sich eine bessere Entspannung und Ruhe durch Musik auch in besserer Leistung aus, sei es in der Milchqualität, einer besseren Futterverwertung oder der höheren Eierlegekapazität.

Pferde werden ruhiger, gehorsamer und weniger gelangweilt. Bei Hund und Katze verstärkt die Musik die Tier/Mensch-Bindung und bereichert allgemein auch die Lebensqualität des Tieres.

In der Musica Medica® - Methode wird Musik akustisch wie vibratorisch über eine vibrierende Holzkiste auf Kleintiere, die in einem Korb auf die Kiste gesetzt werden, übertragen.

Diese mehrfache Stimulation, akustisch und somatosensorisch, erzeugt eine verstärkte Wirkung der ausgesuchten Musik und lässt sich besonders gut in folgenden Bereichen einsetzen:

a) präoperative Wartephase
(das lange Warten in fremder, angsterzeugender Umgebung)

b) postoperative Aufwachphase

c) Schock- oder posttraumatische Situationen durch direkte Stimulation des Zentralen Nervensystems.

d) zur Vertiefung der Tier/Mensch-Beziehung

In Anlehnung an die Musica Medica® - Therapie bei Menschen und noch nicht veröffentlichten Forschungen mit Katzen, zeigt sich, dass die Tiere in kürzester Zeit (3 - 4 Minuten) Entspannungszustände erreichen, die ohne Musica Medica® vielleicht erst nach 30 Minuten, wenn überhaupt, zu erreichen sind.

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Fragen, Bemerkungen an den Autoren Prof. Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG

Mit frdl. Genehmigung des Autoren