Heinrich Heine Biographie

Zeittafel

1797: 

Heinrich Heine (Geburtsname: Harry Heine) wird am 11. Dezember in Düsseldorf geboren.

1803: 

Eintritt in die israelitische Privatschule Rintelsohns.

1804: 

Eintritt in die Normalschule des ehemaligen Franziskanerklosters.

1807: 

Eintritt in die Vorbereitungsklasse des Lyzeums.

1809: 

Eintritt in das Düsseldorfer Lyzeum.

1811: 

Im November erlebt Heine den Ritt Napoleons durch den Hofgarten.

1814: 

Abgang vom Lyzeum ohne Reifezeugnis.

1815: 

Zweimonatige Lehre im Frankfurter Bankhaus Rindskopf.

1816: 

Abreise nach Hamburg. Lehre im Bankhaus des Onkels Salomon Heine.

1817: 

Erste Gedichte in einer Hamburger Zeitschrift veröffentlicht.

1818: 

Salomon Heine richtet seinem Neffen ein Manufakturwarengeschäft ein.

1819: 

Schließung des Manufakturwarengeschäfts wegen drohenden Bankrotts. Rückreise nach Düsseldorf und Vorbereitung auf das von Salomon Heine finanzierte Studium. Immatrikulation an der Universität Bonn. Aufnahme des Studiums der Rechts- und Kameralwissenschaften.

1820: 

Bekanntschaft mit August Wilhelm Schlegel. Im Sommer Arbeit an der Tragödie Almansor. Im Oktober Immatrikulation an der Universität Göttingen. Im Dezember Verfahren vor dem Universitätsgericht wegen einer Duellforderung.

1821: 

Im Januar erhält Heine für ein halbes Jahr das "consilium abeundi" von der Universität Göttingen. Er verlässt Göttingen. Im April Immatrikulation an der Universität Berlin. Heine hört Vorlesungen u. a. bei Bopp, Hegel, Savigny, Raumer und Wolf. Im August/September Reise nach Polen. Dezember: Heines Buch Gedichte erscheint in Berlin.

1822: 

Februar: Beginn des Abdrucks der Briefe aus Berlin. Im August tritt Heine dem "Verein für Kultur und Wissenschaft der Juden" bei. Oktober: Begegnung mit Hegel.

1823: 

Heines Buch Tragödien, nebst einem lyrischen Intermezzo erscheint in Berlin. Im Mai Abreise von Berlin, Aufenthalte in Lüneburg und Hamburg.

1824: 

Im Januar nimmt Heine sein Studium in Göttingen wieder auf. Im September/Oktober tritt er seine Wanderung durch den Harz an; Besuch bei Goethe in Weimar.

1825: 

Im Juni tritt Heine zum protestantischen Glauben über;Taufe in Heiligenstadt. 20. Juli: Promotion zum Dr. iur. Übersiedlung nach Hamburg.

1826: 

Im Januar Beginn des Zeitschriftendrucks der Harzreise. Im Mai erscheint der erste Teil der Reisebilder bei Hoffmann und Campe in Hamburg, später noch drei weitere Teile.

1827: 

Von April bis August Englandreise. Im Oktober erscheint das Buch der Lieder bei Hoffmann und Campe. Oktober/November: Reise nach München.

1828: 

In der ersten Hälfte des Jahres arbeitet Heine in München als Herausgeber bei den Neuen Allgemeinen politischen Annalen. Von August bis Anfang Dezember Italienreise. 2. Dezember: Tod seines Vaters, von dem Heine erst am 27. Dezember erfährt.

1830: 

Im Sommer verbringt Heine seine Ferien auf Helgoland, wo er die Nachrichten von der Juli-Revolution in Paris erhält.

1831: 

Heine entschließt sich im März, als freier Schriftsteller nach Paris zu gehen. Am 1. Mai verlässt er Deutschland, am 19. Mai trifft er in Paris ein. Im Oktober nimmt er seine Korrespondententätigkeit auf.

1830/32: 

Heine bekommt Kontakt zu den politisch verfolgten Saint-Simonisten in Paris. Ab Januar druckt die Augsburger Allgemeine Zeitung Heines Berichte aus Paris.

1833: 

Der Pariser Europe littéraire druckt literarhistorische Aufsätze Heines.

1834: 

In den Monaten März, November und Dezember druckt die Revue des Deux Mondes Heines Essays über deutsche Geistegeschichte. Im Oktober lernt Heine seine spätere Frau "Mathilde" kennen (bürgerlicher Name: Créscence Eugénie Mirat).

1835: 

Am 10. Dezember fasst der Bundestag seinen Beschluß gegen das Junge Deutschland (Heine, Gutzkow, LAube, Mundt, Wienbarg) mit der Folge eines Publikationsverbots. Am 11. Dezember werden alle unzensierten Schriften Heines in Preußen verboten.

1840: 

Im Februar beginnt die Augsburger Allgemeine Zeitung mit dem Abdruck einer neuen Folge von Korrespondenzartikeln Heines.

1841: 

Am 31. August heiratet Heine Mathilde. Im September kommt es wegen der Börne-Denkschrift zum Duell mit Salomon Strauß, dem Ehemann von Ludwig Börnes Lebensgefährtin Jeannette Wohl.

1843: 

Im Oktober/Dezember reist Heine zum ersten Mal nach mehr als zwölf Jahren nach Hamburg. Im Dezember lernt er in Paris Karl Marx kennen.

1844: 

Ab April werden Grenzhaftbefehle und Ausweiungsanträge gegen die Pariser Mitarbeiter der Deutsch-Französischen Jahrbücher und des Vorwärts! erlassen, in denen Heines Zeitgedichte und Deutschland. Ein Wintermärchen erschienen waren. Von Juli bis Oktober zweite Reise nach Hamburg, zusammen mit Mathilde. Im September stirbt Salomon Heine. Damit beginnt für Heine ein kräftezehrender Erbschaftsstreit.

1848: 

Im Februar muss Heine wegen zunehmender Lähmungserscheinungen eine Heilanstalt aufsuchen. Er wird Zeuge der Februarrevolution in Paris. Im Mai körperlicher Zusammenbruch, den Heine im Nachwort zu Romanzero geschildert hat.

1851: 

Im Oktober erscheint Heines dritter großer Lyrikband: Romanzero.

1854: 

Ab Dezember Arbeit an den ersten Bänden der französischen Gesamtausgabe von Heines Werken.

1855: 

Ab Juni besucht die "Mouche" (bürgerlicher Name: Elise Krinitz) den todkranken Heine.

1856: 

Heine stirbt am 17. Februar. 20. Februar: Beisetzung auf dem Friedhof Montmartre.

Quelle: "Heinrich Heine (zur Einführung)" von Ralf Schnell



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