Wieso Robin Biographie
Biographie
Film.de:
Williams wurde am 21. Juli 1952 in Chicago geboren und wuchs in Nordkalifornien auf. Nach dem Studium der Politikwissenschaften bereitete er sich am College of Marin in Kentfield, California, und an der Julliard School in New York auf den Schauspielerberuf vor. Zunächst stieg er als Solo-Entertainer in die Branche ein. Nach ersten Erfolgen auf der Bühne des Comedy Store in Los Angeles gelang Williams der Durchbruch. Seine Gastrolle als außerirdischer "Mork vom Ork" in der TV-Serie "Happy Days" spielte ihn in die Herzen seiner Zuschauer. Williams kam bei den Zuschauern so gut an, daß er seine eigene Show bekam. Die "Spin-off"-Serie "Mork and Mindy" wurde für ihn aus dem Boden gestampft. Natürlich übersah auch Hollywood sein faszinierendes schauspielerisches Talent nicht. Sein Kinodebüt gab er in Robert Altmans "Popeye". Seitdem ist er sowohl in komischen als auch in dramatischen Rollen zu sehen. Viermal wurde er für den Oscar nominiert: Doch während er für "Good Morning, Vietnam", "Der Club der toten Dichter" und "Der König der Fischer" leer ausging, erhielt er den begehrten Preis schließlich 1998 für seine Rolle in "Der gute Will Hunting". Für "Zeit des Erwachens" wurde er vom National Board of Review ausgezeichnet. "Mrs. Doubtfire" brachte ihm einen Golden Globe ein. Special Golden Globes gewann er für seine Sprechrolle als Flaschengeist in "Aladdin" und in der Fortsetzung "Aladdin and the King of Thieves".
Kinonews.de:
STATT POLITIK LIEBER KOMIK
Robin Williams wurde am 21. Juli 1952 in Chicago, im US-Bundesstaat Illinois, geboren - und nicht in Edinburgh, Schottland, wie er bei Interviews und Live-Auftritten heute gerne behauptet. Schon während der Schulzeit machte es ihm Riesenspaß, vor seinen Freunden Blödsinn zu machen oder die Lehrer mit spontanen Gageinlagen zur Verzweiflung zu bringen. Immer wieder lauschte er den Aufnahmen seines Comedy-Idols Jonathon Winters, dachte vorerst aber nicht daran, aus seinem komischen Talent einen Beruf zu machen. So war es für ihn selbstverständlich, sich nach Abschluss seiner Schulzeit an der Uni einzuschreiben. Politik stand auf dem Stundenplan, doch irgendwie war er damit nicht glücklich. Bald stand sein Beschluss fest, Schauspieler zu werden.
WILLIAMS, DER ALLEINUNTERHALTER
Robin ging an das Marin College, wo sich sein Talent herumsprach. Schließlich ergatterte er ein Stipendium an der anerkannten Juillard Academy in New York. Williams merkte schnell, dass das Showbusiness ihm aufgeschlossen gegenüberstand. Und er hatte Glück: In San Francisco suchte ein Nachtclub mehrere Improvisations-Komiker für ein Varietéprogramm. Die Sache kam ins Rollen. Ab 1976 sah man ihn regelmäßig auf der Bühne des Comedy Store in Los Angeles. Robin Williams spielte alle anderen Beiträge des Programms an die Wand und überzeugte als Alleinunterhalter. Und das Publikum wartete nur noch auf Williams.
TROTZ SPINAT EIN FLOP
Statt kleiner Beiträge schrieb er bald eine abendfüllende Show und tourte damit durch ausverkaufte Häuser. Als erster Komiker überhaupt trat Williams in der New Yorker Metropolitan Opera, der "Met" auf. Im Publikum: Filmemacher Robert Altman, auf der Suche nach einem Titelhelden für die Realverfilmung von "Popeye". Und wer hätte den unermüdlichen Sprüchemacher, Spinatesser und Seemann besser verkörpern können als Robin Williams? So feierte er 1980 sein Debüt in einer Hauptrolle auf der Leinwand. Leider entpuppte sich "Popeye" als Flop. Dennoch war sich die Filmwelt einig: Robin Williams ist ein genialer Komiker mit Zukunft. Für die Fernsehzuschauer war er sowieso schon ein Star: Als Außerirdischer "Mork vom Ork" sorgte er bereits in den 70er Jahren für Lachsalven in den Wohnzimmern - lange bevor "Alf" geboren wurde. Der Legende nach überzeugte Williams beim Vorsprechen für die TV-Rolle, indem er auf seinem Kopf im Stuhl saß ...
EIN OSCAR, MEHRERE GRAMMYS
Dass Robin Williams auch in ernsthaften Kinorollen überzeugen kann, zeigte sich schon kurze Zeit später nach dem Debüt. In dem außergewöhnlichen Film "Garp und wie er die Welt sah" bewies er 1982, dass er ein echter Schauspieler ist. Mit "Good Morning Vietnam" (1987) und dem "Club der toten Dichter" (1989) wurde Williams zum Ende der 80er Jahre auf der ganzen Welt bekannt. Doch mit dem Oscar wollte es nicht klappen. Für "Good Morning Vietnam", "Der Club der toten Dichter" und "König der Fischer" wurde er zwar jedes Mal für den begehrten Filmpreis nominiert, aber immer schnappte ihm ein anderer die Trophäe vor der Nase weg. Nach den Komödien "Mrs. Doubtfire - Das stachelige Dienstmädchen" (1994) und "The Birdcage - Ein Paradies für schräge Vögel" (1996) konnte er 1997 dann endlich den Triumph feiern, der ihm gebührte: Williams erhielt den Oscar für seine Nebenrolle als Psychiater in "Good Will Hunting". Und selbst der Grammy wurde ihm im Laufe seiner Karriere nicht verwert, u.a. erhielt er für "An Evening At The Met" und den Soundtrack "Good Morning, Vietnam" jeweils einen Grammy-Award.
LIEBLING DER KIDS
So sehr das Kinopublikum Robin Williams für sein herzergreifend menschliches Schauspiel in ernsten Filmen verehrt, so liebt es ihn auch für seine überschwenglichen Komödien wie "Toys" und "Mrs. Doubtfire". Dabei zählen speziell die jüngsten unter den Kinobesuchern zu Williams größten Fans. Entsprechend ausgeprägt ist die Gegenliebe des Stars, der selbst Vater dreier Kinder ist. So bemüht sich Robin Williams immer wieder in schönen Kinder-Filmen mitzuwirken. In "Aladdin" bewies er 1992 Stimmakrobatik als Sprecher des Lampengeistes. Und unübertroffen ist sein Auftritt als Peter Pan in Steven Spielbergs "Hook". Diese Rolle beschreibt den Schauspieler, aber auch den Menschen Robin Williams wohl am besten: Ein Junge, der nicht erwachsen werden will.
TV14:
Wenn der querschnittsgelähmte Christopher Reeve mal down ist, muss nur sein alter Schauspieler-Kumpel Robin auftauchen und Faxen machen - schon ist er wieder gut drauf. Williams wirkt wie eine Transfusion purer Lebensfreude. Gibt´s für den übersprudelnden Scherzkeks auch Tabus? "Nur eins", meint Williams und hebt dabei den Zeigefinger:"Niemals die Würde eines Menschen verletzen!" Denn hinter seinem komischen Talent steckt auch eine große Portion Ernsthaftigkeit. Über den 48-Jährigen kann man Tränen lachen oder weinen. Kaum ein anderer gibt sich so herrlich verrückt wie Robin Williams. "Mein wahres Ich verstecke ich hinter den verschiedenen Rollen", verrät der Schauspieler, der früher als der wildeste Typ von Hollywood Schlagzeilen machte. Weil er mit dem schnellen Ruhm nicht fertig wurde, kokste und soff er, bis ihn der Drogentod seines Freundes John Belushi und die Geburt seines ersten Sohnes zur Besinnung brachten.
"Kokain war der Wink Gottes, dass ich zu viel Geld verdiente", meint Robin, der seit dem Entzug clean ist. "Ohne meine Frau Marsha wäre ich damals vor die Hunde gegangen. Sie ist mein Schutzengel." Auch beruflich. Mit seiner Frau gründete Robin Williams eine eigene Produktionsfirma. Außerdem ist sie seine Beraterin.
Der Star ist nicht nur auf der Leinwand aktiv. Mit Kollegin Whoopi Goldberg gründete er eine Hilfsorganisation für Obdachlose. Robert De Niro ist Kompagnon seines Weinlokals "Rubicon" in San Francisco.
Zappelphilipp Robin steht privat ständig unter Strom. Eine seiner härtesten Übungen? "Die Klappe halten. Neulich habe ich es mal ein paar Minuten geschafft", erzählt er stolz. Sogar auf seinen Fahrradtouren soll der quirlige Hobbysportler ohne Punkt und Komma quatschen. Am Computer sowieso. Schließlich ist er seit einigen Monaten Moderator einer wöchentlichen Internet-Serie bei "Audible.com". "Meine Frau sagt, Internet ist wie elektronisches Kokain - nur gesünder."
Obwohl Robin Williams einer der bekanntesten Stars Amerikas ist, legt er auf den Glanz Hollywoods keinen Wert. "Ich möchte ein normales Leben führen, das klappt in San Francisco bestens", sagt er. Und wenn der Spaßvogel zu sehr abhebt, holt Marsha ihn wieder auf den Boden zurück: "Darling, spiel den Clown, wo du willst, aber bitte nicht zu Hause."
STATIONEN SEINES LEBENS:
Seine Jugend: "Ich fühlte mich immer als Außenseiter", sagt Robin Williams, der nach seiner Geburt am 21. Juli 1952 ohne Geschwister in einer 40-Zimmer-Villa aufwuchs. Vater Robert war Vizepräsident bei Ford in Detroit, Mutter Laurie Ex-Fotomodel. "Meine Eltern gaben ständig Empfänge, auf denen ich brav die Hand schütteln und den Erwachsenen spielen musste. Ich war so ein richtig verwöhntes Wohlstandskind." Klein Robin flüchtete sich in Fantasiewelten: "Ich hatte 2000 Zinnsoldaten, machte ihre Stimmen nach." Erst in der Penne taute der einsame Upper-Class-Boy auf und wurde zum "witzigsten Mitschüler" gewählt. An der Uni riss er brav ein paar Politik-Semester ab, bis ihn Anfang der 70er das Theaterfieber packte.
Was ihn berühmt machte: Nach der Schauspielschule machte Robin Williams die Ochsentour durch Comedy-Clubs in ganz Amerika. Auftritte als durchgeknallter Außerirdischer Mork vom Planeten Ork kamen so gut an, dass Robin 1978 seine eigene TV-Serie "Mork vom Ork" startete. Zwei Jahre später haute er im Kino als "Popeye" auf den Putz. Dass Williams mehr drauf hat als freche Sprüche, zeigte er in "Good Morning, Vietnam", "Club der toten Dichter" und in "König der Fischer". Alle drei Rollen brachten ihm eine "Oscar"-Nominierung ein. Aber erst als einfühlsamer Psychologe in "Good Will Hunting" bekam er 1998 die lange verdiente Trophäe.
Sein Privatleben: "Erst mit 18 entdeckte ich das weibliche Geschlecht - dann aber heftig." 1978 heiratete Robin Williams die Ex-Tänzerin Valerie Velardi. Marsha, attraktiver philippinisch-finnischer Vökermix, wurde nach der Scheidung die zweite Mrs. Williams. Marsha lebte schon vorher unter seinem Dach - als Kindermädchen von Sohn Zachary (heute 17) aus Robins erster Ehe. "Marsha ist meine perfekte Seelenverwandte. Ich liebe sie unendlich", bekennt er. "Früher war ich ein schlimmer Junge - jetzt bin ich ein treuer Ehemann und Mustervater." Vom Hollywood-Life hält sich der Megastar fern. Mit Marsha, Tochter Zelda (11) und Sohn Cody (9) wohnt er in einer 1200-Quadratmeter-Villa mit Blick über die San Francisco Bay.