Schöllkraut

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Heilwirkung: Leber, Galle, Warzen, Magenschmerzen, krampflösend, beruhigend, zellwachstumshemmend
wissenschaftlicher Name: Chelidonium majus
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut, Saft
Inhaltsstoffe: mehrere Alkaloide, Flavone, Bitterstoffe



Anwendung

Zunächst muß gesagt werden, daß das Schöllkraut eine stark wirkende Heilpflanze ist, die bei zu hoher Dosierung giftig wirken kann.
Es wird erfolgreich bei Leber- und Galleleiden eingesetzt, vor allem wenn der Gallenfluß durch Stauungen für Krankheit sorgt. In der Praxis eignet es sich zur Behandlung von Gallenblasenentzündung, Leberschwellung, Gelbsucht, Gallengries, Rheuma und Gicht.
Wegen seiner entkrampfenden Wirkung wird es auch gerne bei Menstruationskrämpfen, Magenschmerzen, Reiz- und Krampfhusten verwendet.
Zu all diesen Zwecken kann es als Tinktur des blühenden Krauts verabreicht werden. Etwas schwächer wirkt das getrocknete Kraut als Tee. Besonders stark wirkt der Pressaft, von dem man jedoch nur geringe Mengen verwenden soll (max. ca. 20 Tropfen)
Der ätzende gelbe Saft wirkt stark hautreizend und löst, täglich aufgetragen, Warzen auf. Hierbei ist es wichtig, daß er täglich auf die Warzen aufgetragen wird und daß die umgebende Haut wegen der Ätzwirkung unbenetzt bleibt.