Regeln fuer den richtigen Umgang mit Geld

1. Sei dir bewusst, das jedesmal, wenn du Geld ausgibst, du auch Sponsor bist. Es liegt in Deiner Macht, den Bioladen zu sponsoren oder den Discounter, das gute Buch oder die billige Postille, den Hersteller guter Textilien oder den Billig-Import. Die Macht des Geldbeutels ist nicht zu unterschaetzen, und sie ist in gewisser Weise die einzige Macht, die dir nicht so schnell genommen werden kann. Es sei denn, du wuerdest dich in allen deinen Kaeufen fuer Masse statt Qualitaet entscheiden und so dazu beitragen, dass Du bald nirgendwo mehr Qualitaet bekommen wirst, dafuer sehr viel Schund fuer wenig Geld. Lass dir nicht einreden, du seiest zu unbedeutend, und daher spielt es keine Rolle, wann und wofuer du dein Geld ausgibst. Sieh dir an, wie sich die Konsumlandschaft in den letzten dreissig Jahren veraendert hat. Daran bist du (und du und du und ich) schuld. Du wirst nicht bestreiten, dass sie sich enorm veraendert hat. Es ist deine Verantwortung, mit deinem Geldbeutel dafuer zu sorgen, dass sie sich wieder hin zur Qualitaet veraendert.

2. Kaufe niemals etwas, nur weil es billig ist. Du wirst nicht viel Freude daran haben, und eigenartiger Weise wird es auch nicht lange halten. Denn indem du etwas kaufst, weil du nicht viel Geld dafuer ausgeben musst, praegst du dieser Sache mit Deinem Bewusstsein den Stempel, billig - nicht viel wert- auf. Die Macht deiner Gedanken ist solcherart, dass der gekaufte Gegenstand sich deinem Urteil fuegen wird. Wenn du also eine Hose fuer hundert Franken zaehneknirschend kaufst und dir im stillen denkst, dass sie eigentlich nicht mehr wert wie siebzig Franken wert ist, dann wird sie sich als genau soviel, bzw. so wenig wert erweisen. Wenn du etwas zu einem leicht ueberteuerten Preis kaufst und gar nicht merkst, dass du im Grunde zuviel bezahlt hast, dann wird das Kleidungsstueck oder das Auto oder das Haus mehr Freude und Genuss einbringen. Eben soviel, wie du (zuviel) bezahlt hast.

3. Betrachte das Geld als etwas hoechst Lebendiges, Freudiges, als eine Energie, die gerne, dein Verbuendeter sein will, und die du daher freundlich behandeln solltest. Du kannst nicht erwarten, dass Geld zu dir kommt, wenn du es auf dem Grunde deines Herzens verachtest. Huete dich aber davor, gierig nach Geld zu werden oder irgendetwas nur des Geldes wegen zu tun. Von dem Augenblick an wird Geld nicht mehr dein Freund sein.

4. Huete Dich davor, andere um ihren Gewinn oder einen gerechten Lohn zu bringen. Wenn du das tust, missachtest das Goettliche im anderen und zweitens das Goettliche im Geld. Du schaffst damit Karma, das von dir erloest werden will. Entweder wird das verweigerte Geld dir auf andere Weise entzogen (Bussen, Unfaelle, Reparaturen etc.) oder es widerfaehrt dir selbst, das jemand dich schlecht bezahlt.

5. Wann immer du Geld so ausgibst, dass es dem Leben dient, brauchst du dir ueberhaupt keine Sorgen um den Rueckfluss zu machen. Es ist, als ob du eine Schleuse oeffnen wuerdest. Da machst du dir auch keine Sorgen, ob Wasser nachfliessen wird. Genauso ist es mit dem Geld. Eine der sichersten Arten, sich um Zufluss neuen Geldes zu bringen, ist darauf zu sitzen. Wie koennte etwas nachfliessen, wo du selbst es bist, der den Fluss staut?

6. Entferne den Gedanke aus deinen Kopf, Geld bedeute Sicherheit. Die einzige Sicherheit liegt darin, den schoepferischen Gesetzen gemaess zu leben. Tust du das, dann wird dir als Ernte nur Gutes widerfahren. Tust du es nicht, nuetzen die Millionen auf deinen Konten nicht viel, wenn das Gesetz des Karma zu wirken beginnt. Manch ein "sicheres" Geldimperium ist zusammengebrochen, und manch einer starb, bevor er das sauer gesparte Geld im Alter geniessen konnte.

7. Befreie dich von der Vorstellung, dass du gluecklich waerst, wenn du nur reich waerest. Wenn du nicht gleichzeitig ein Mensch bist, der dem Leben sehr viel Gutes gibt, dann muss Reichtum ein Ungluecksfaktor sein, da du dann Energie (Geld) horten wuerdest, die dir nicht zusteht. Das entstandene Ungleichgewicht muss irgendwann wieder ins Lot gebracht werden - und wenn es durch ein kuenftiges Leben in Not und Mangel ist.

8. Wenn du gerade Mangel an Geld leidest, dann gib dein Geld fuer etwas wunderbares aus. Wir kennen eine Dame, die finanziell ueberhaupt nicht gut stand. Sie kaufte sich voellig unvernuenftigerweise eine wunderschoene Goldkette, die ihr riesige Freude bereitete. Kurze Zeit darauf fand sie eine neue Arbeit, bei der sie wesentlich mehr verdiente. Sie hatte mit ihrer vertrauensvollen Grossausgabe ein Ventil geoeffnet, durch das das Geld nachfliessen konnte. Ein anderer Mann hatte sich in den dreissiger Jahren mit seinem allerletzten Geld einen suendhaft teuren Massanzug schneidern lassen. Kurze Zeit spaeter hatte er einen Termin mit einen Verleger, der eine neue Zeitung gruenden wollte und zuwenig Geld hatte. Da unser Mann im Massanzug reich und vertrauensvoll wirkte, beauftragte er ihn ohne weiteres Nachfrage damit, die Anzeigen fuer seine Zeitung zu akquirieren. Der Massanzug half ihm, ohne grosse Schwierigkeiten zu allen moeglichen Anzeigen zu kommen, die Zeitung kam in Schwung und Jahrzehnte spaeter war der Mann im Massanzug schwerreicher Besitzer einer der groessten Anzeigenfirmen in der Schweiz und die Zeitung das renomierteste Wochenblatt. Haette er im billigen Hemd vorgesprochen, voll der Angst um seine Existenz, er waere vermutlich heute noch arm.

9. Sei dir stets bewusst, das du die volle Verantwortung fuer deine wirtschaft liche Situation traegst. Du bist in nicht und niemals das Opfer irgendwelcher Umstaende, Vorgesetzter oder wirtschaftlicher Bedingungen. Entweder bist du gluecklich und zufrieden mit dem, was du hast - dann beklage dich aber auch nicht alle naselang. Oder du bist unzufrieden. Hast du zuviel, dann gib weg. Hast du zuwenig, dann gib auch weg: Liebe naemlich, Talente, freudige Gaben deiner Selbst. Entwirf in deinen Kopf die Situation in der du leben moechtest und gehe voll positiver Einstellung, Mut und Zuversicht daran, sie zu verwirklichen. Wenn du ein Haus mit Garten brauchst um gluecklich zu sein (und so dem Leben Gutes zu tun), dann sieh dich nach einem um, und sorge dich nicht. Du wirst das noetige Geld haben, die Miete zu bezahlen! Es sind allein deine Begrenzungen und Aengste, die dich daran hindern, dir das zuzugestehen, was du zum Leben brauchst - und das kann weniger, darf aber auch mehr sein als dein Nachbar braucht.

10.Wir rufen dich hier nicht auf, grenzen- und verantwortungslos Schulden zu machen. Allerdings kommt es darauf an, wofuer du Schulden machst. Nimmst du einen Kredit auf, um irgendein Gewerbe damit zu finanzieren, das dem Leben dient, dann ist das wunderbar und wird dir auch nur Gutes bringen. In diesem Falle sind die Schulden der Gradmesser fuer das, was du auf dem Wirtschaftsmarkt wert bist. Du brauchst dich ihrer kein bisschen zu schaemen. Jemanden, der nichts taugt, gibt niemand Kredit. Wenn du allerdings in die Geldfalle gegangen bist, indem du Gier nach Dingen entwickelt hast, die du dir nicht leisten kannst, dann ist Schuldenmachen hingegen falsch. Versuche dann mit besonderer Kraft, dem Leben mehr Liebe zu geben und ihm zu dienen. Es kann der Ausweg aus einer Kleinkreditspirale sein. Das du dir nicht vorstellen kannst, wie das wirken soll, spielt keine Rolle. Verbaue dir einfach nicht gedanklich die Moeglichkeit, dass eine liebende Haltung des Gebens der Schluessel sein kann, deine Finanzprobleme zu loesen. Sie sind dadurch entstanden, dass du mehr haben wolltest, als dir durch dein (liebendes) Geben zu stand. Also gib mehr Liebe, und deine Finanzen koennen wieder in eine Balance finden.

11. Waehrung ist Bewusstsein. Das zeigt die Oekonmie eines Landes. Schlechte Konjunktur spiegelt immer das nationale Bewusstsein wider, mit des es auch gerade nicht gut stehen wird. Ein Land, das stark von Angst geleitet wird, muss in einem depressiven Zustand erstarren, und diesem Zustand wird sich seine Oekonomie ausgleichen. Dasselbe gilt fuer Firmen, Familien und - dich!

12. Hadere nicht mit Gott, weil es sehr reiche und arme Menschen gibt. Wenn man den gesamten Reichtum der Erde gerecht unter allen Menschen verteilen wuerde, dann waeren in zwei Jahren wiederrum die Reichen reich und die Armen arm. Ganz einfach, weil das Bewusstsein der entscheidene Faktor fuer den Grad deines Wohlstandes ist. Merke: Es ist ein viel groessere Sicherheitsfaktor, sich reich zu fuehlen, als zu denken, man sei arm. Die Art, wie du dich siehst, praezipitiert ebenfalls deine Zukunft. Wenn du eine Million auf dem Konto hast, und dich vor Bankrott fuerchtest, dann wirst du mit einiger Wahrscheinlichkeit erleben duerfen, wie recht du doch wiedereinmal hattest!

13. Begehe nicht den Fehler, zu horten und Vorraete fuer den Sankt Nimmerleinstag anzulegen. Was weisst du schon, wie die Welt in fuenf, geschweige denn in fuenfzig Jahren aussieht? Lebe im Jetzt und gib dem Leben jetzt, worauf es ein Recht hat - und Gott - oder das Leben wird dir jederzeit geben, was du benoetigst.

14. Sei dir bewusst, das Geld keine Macht hat. Es kann nicht heilen, nicht deinen Hunger stillen, kein Feuer loeschen und dich nicht gluecklich machen. Geld will gar keine Macht haben. Es will dein Diener und Helfer sein. Behandele es so, in Respekt und Achtung. Mache nicht den Fehler, dich an den Diener zu versklaven. Es ist nicht dazu geschaffen, und du negierst damit deine Goettlichkeit. Ein Blinder macht schliesslich auch nicht den Blindenhund zu seinem Herrn. Und wenn er es taete, wuerde er frueher oder spaeter in die Klapsmuehle gesteckt. Nun weisst du, wie es um die steht, die sich zum Sklaven des Mammons machen.

15. Schliesse jedes Gefuehl von Mangel aus deinem Bewusstsein aus. Du wirst immer Geld haben. Es wird immer nachfliessen, so lange du es (aus)gibst. Und wenn du es ausgibst, dann tue es mit Freuden. Wisse, dass du nur so, der Natur des Geldes gerecht wirst. Wuerdest du dein Kind davon abhalten wollen, was es zu seiner Verwirklichung braucht? Genauso schuldest du Geld, dass es seine Natur leben kann - und diese ist, von einem zum anderen zu fliessen.

16. Und wenn du in eine Situation kommst, wo du weniger Geld zur Verfuegung hast - z. B. weil du arbeitslos geworden bist - dann nutze die Zeit, nachzudenken, wie du dem Leben mehr geben kannst. Bau auf eines deiner Talente und gib es den Menschen. Und vielleicht wird sich zeigen, dass der zuerst mit Schrecken erwartete Zustand der Arbeitslosigkeit zum Naehrboden fuer ein in jeder Hinsicht besseres Leben fuer dich wurde - mit mehr Freude, mehr Liebe, und daher auch mehr Geld. Denn das Geheimnis der Prosperitaet liegt darin, dass man die goettliche Liebe des Selbst fliessen laesst und staendig mehr ausdehnt.

17. Angenommen du hast jemanden Geld geliehen und niemals zurueckbekommen: Hardere nicht mit ihm, und zerre ihn schon gar nicht vor Gericht. Verlasse dich auf Gesetz der Versorgung: Was immer du in Liebe weggibst, wird, ja muss in vergroesserter Form zu dir zurueckkehren. (Wenn du jetzt naemlich zu geben beginnst, bloss um mehr zu erhalten, dann ist nicht reine goettliche Liebe dein Beweggrund, und dann wird das Gesetz auch nicht funktionieren.) Vertraue, also einfach darauf, dass du ueber irgendwelche Kanaele ein Mehrfaches an dem Geld zurueckerhalten wirst, das du vertrauensvoll weggegeben hast. Sei es, dass du umziehst und weniger Miete bezahlst, einen hoeheren Lohn erhaelst als ueblich, oder das du dein Auto zu einem besseren Preis verkaufen kannst als normal. Was also hindert dich daran, gluecklich wie die Lilien im Felde zu sein und dich nicht um Geld zu sorgen?

Copyright: ZeitenSchrift 11/96

Zu deinem Wohl und zum Wohle aller!!!

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