ein Projekt von Dieter Wieczorek
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Installation, Performances, Befragungen, Rundfunksendungen, Internetpräsentation, Internetdialog
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PROJEKTBESCHREIBUNG:
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1. BEFRAGUNG
Im Rahmen des Projektes "FUTURE NOW WAR MEDIAS" soll eine lokale und internationale Befragung durchgeführt werden. Die gestellte Frage ist:
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"Wie kann man durch konkrete und realisierbare Ideen, Massnahmen und Konzepte (auch eventuell durch Gesetzesvorlagen) das gesellschaftliche Leben auf einzelnen Ebenen und in einzelnen Aspekten verbessern bzw. auf die lokal und global anfallenden Probleme reagieren?"
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Ein Ziel dieses Projektes ist es, die gegebenen Antworten in mehreren Medien zu veröffentlichen und sich mit deren unterschiedlichen Transformationsformen und Informationskapazitäten zu konfrontieren.
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Jeder Befragte hat die freie Wahl des Themengebietes, auf das er mit seiner Antwort eingehen will. Die Antwort kann mit einer Digitalkamera aufgezeichnet oder schriftlich an einem dafür bestimmten Befragungsraum notiert werden.
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Alle Antworten werden in Schriftform an den Wänden des Befragungsraumes aufgehängt. Die mit der Kamera aufgezeichneten Antworten werden in die für die Installation (s.u.) vorbereiteten Videobänder integriert.
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Eine E-mail Adresse wird eingerichtet, um auch Antworten aus der Distanz integrieren zu können.
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Idealiter könnten lokale Radio- oder TV-Sender Sendezeit für die Präsentation einiger Vorschläge, aber auch für Kritiken (auch etwa in Livesendung) zur Verfügung stellen. Das Projekt ist aber nicht anhängig von dieser Möglichkeit. Ebenso wäre an die Veröffentlichung der Frage sowie einiger Antworten in Tageszeitungen (etwa in Form von Anzeigen) zu denken.
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Selbstredend können von einem Befragten auch mehrere Vorschläge eingebracht werden.
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Hier eine Liste von möglichen Themen:
* Gestaltung des öffentlichen Raums
* Organisation des Zusamenlebens
* Neue Formen der Zusammenkünfte (Organisationen, Institutionen...)
* Energiegewinnung und -einsparung
* Freizeit- und Kulturgestaltung
* Konsumverhalten
* Eigentumsregelungen
* Arbeitslosigkeit
* Einsamkeit, Anonymität
* Politische Aktions- und Organisationsformen
* Schule, Erziehung, Ausbildung
* Praktische Umsetzung wissenschaftlicher und technischer Erkenntnisse
* Wohnen
* Umweltschutz
* Klimakatastrophe
* Krankenpflege, Altenpflege
* Emigration - Imigration
* Polykulturalität
* Hunger
* Folter
* Obdachlosigkeit
etc.
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2. INSTALLATION
Alle mit der Kamera schon vor dem Ausstellungsbeginn aufgezeichneten Antworten werden in einer Installation mit mehreren laufenden Monitoren zu sehen sein, die von unterschiedlichen Videobändern gespeist werden. Die einzelnen Stellungnahmen sind jeweils von Ankündigungstexten öffentlicher Nachrichtensendung unterbrochen. Auch soll in der Installation ein EKG-Ton zu hören sein, der eine Atmosphäre der latenten Bedrohung und das Bewusstsein körperlicher Fragilität schafft. Der ambivalente, aggressive Charakter der Installation wird noch unterstützt durch hinzugefügte Utensilien, wie beispielsweise aufgestellte Militärbetten. Die individuelle Stimmen und Stellungnahmen gehen in dieser Situation massenmedialer Überflutung fast, aber nicht ganz unter. Die Videobänder werden während der Projektzeit mit den weiterhin aufgezeichneten, neuen Antworten ständig aktualisiert.
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3. TEXTWÄNDE
Gleichzeitig sollen alle Stellungnahmen ausgedruckt und in Form von Zetteln an die Wände des Befragungsraumes geheftet werden.
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4. BEFRAGUNGSRAUM
Ein Befragungsraum soll eingerichtet werden, der dazu dient, Besuchern die Frage nach möglichen, konkreten und realisierbaren Massnahmen während der Projektzeit zu stellen. Die Antworten werden unter Einverständnis der Befragten mit der Kamera aufgezeichnet und in die laufende Installation integriert. Auch werden sie an der Textwand und im Internet veröffentlicht.
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5. INTERNETPRÄSENTATION
Alle eingegangenen Antworten werden ins Netz gestellt und dort ständig aktualisiert (s.u.). Eine E-mail Adresse wird eingerichtet, um jedermann die Möglichkeit zu geben, weitere Vorschläge einzubringen oder auf die vorliegenden zu reagieren. Sollte das Verlangen nach einem Diskussionsforum Gestalt annehmen, soll dies auf der Homepage von "FUTUR NOW WAR MEDIAS" geschaffen werden.
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6. SITUATIONSKREATIONEN
Einige der Vorschläge sollen während der Projektzeit in Form von SITUATIONSKREATIONEN bzw. Performances im öffentlichen Raum deklariert werden. In diesen SITUATIONSSTIFTUNGEN soll jeweils einer der bereits eingegangenen Stellungnahmen rezitiert werden.
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7. LOKALE RADIO- UND TV-SENDUNGEN
Idealiter sollte in lokalen Radio- oder TV-Sendungen über mehrere Tage hinweg einige der Antworten ausgestrahlt und das Projekt im Kontext der Fragen über Kunst und Gegenwartsgesellschaft diskutiert werden. Während der Sendung sollten Zuhörer auch direkt intervenieren und ihre Vorschläge und Kritikpunkte einbringen können.
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8. AUSSTAHLUNG IM ÖFFENTLICHEN RAUM
Unabhängig von der Installation in eine geschlossenen Raum sollen Monitore und Lautsprecher im öffentlichen Raum aufgestellt werden, auf denen die Gesamtheit der in die Installation eingegangenen Wortbeiträge zu hören und zu sehen sind.
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