Selbstbau: Live-Diesel für die DSSB

 

Live-Diesel für die DSSB

Triebwagen
Ein Triebwagen mit Verbrennungsmotor

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die Videos wurden auf dem Parkfest 2000 aufgenommen und mir freundlicherweise von Uwe Bahnrolli zur Verfügung gestellt

Auf der Suche nach einem Triebwagen für meine DSSB - Gartenbahn mußte ich feststellen, daß das Angebot in der Spurweite IIm nicht gerade überwältigend ist. Hinzukam, dass keines der angebotenen Modelle meinen Vorstellungen entsprach, was mir den Gedanken an einen Selbstbau erleichterte. Ein modernisierter 4 achsiger Triebwagen, ähnlich dem T14 der MEG (Mittelbadischen Eisenbahn) gebaut von Waggonbau Heinrich Fuchs Heidelberg, sollte es werden. Wobei es keine 100% perfekte Nachbildung werden sollte, der Spaß am Bauen sollte im Vordergrund stehen. Da es bei meiner Gartenbahn nach wie vor kein Strom am Gleis gibt, sollte es ein mit Akkus betriebener Triebwagen werden, denn Platz für Akkus ist in einem TW meist reichlich vorhanden. Doch nur so mit Akkus durch den Garten zu fahren, war mir als eingefleischtem Live-Steamer ein biss'l wenig. 

Im vergangenen Jahr brachte die Firma A & A Bretzler einen Live-Diesel Triebwagen als Neuheit auf die Spielwarenmesse in Nürnberg; ich war fasziniert von den Fahreigenschaften und der Technik. Sofort fiel die Entscheidung, mein Triebwagen erhält einen Live-Diesel - Antrieb. In den folgenden Wochen und Monate wurden Pläne geschmiedet und allmählich verfestigte sich das Bild von der notwendigen Technik. 

Etwas Motoren- und Kraftstoffkunde 

Im Bereich Modellmotoren völlig unkundig, habe ich mich bei einigen Händler der "anderen Fakultät" informiert. Bekannt ist, dass es verschiedene Prinzipien beim Verbrennungsmotor die jedoch nicht 1 : 1 auf's Modell übertragen werden können. Modellverbrennungsmotoren nach dem echten Dieselprinzip gibt es auf dem Markt fast nicht mehr, üblich sind 2- und 4 Takt-Otto-Motoren, mit einem oder mehreren Zylindern. Der 4-Taktmotor ist entgegen dem Vorbild im Auto nicht mit einer Ölwanne ausgestattet, die Schmierung erfolgt wie beim Zweitakter über den Kraftstoff und ist somit fast wartungsfrei. Eine elektrische Zündung ist bei den kleineren dieser Motoren nicht erforderlich. Gezündet wird mittels Glühkerze, welche zum Anlassen elektrisch beheizt wird. Nach dem Start und Abschalten des Stromes glüht der Heizwendel selbständig weiter und sorgt für die Zündung des Gemisches; daher der Name "Glühzünder".

Betrieben werden solche Motoren mit einer Mischung aus Methanol, Nitromethan und Rizinus- oder Synthetiköl zur Schmierung. Wobei zwischen 2- und 4-Takt-Sprit nicht unterschieden wird. Für die unterschiedlichen Verwendungszwecke (Flugzeug, Auto usw.) variiert der Nitromethangehalt zwischen 1 und 16%.

Der Verkäufer riet mir wegen der größeren Laufruhe zu einem 4,5 ccm Viertaktmotor (Graupner OS-Max FS26) und da in dem Triebwagen dem Motor keine Höchstleistung abverlangt wird, zu einem Kraftstoff mit einem Gehalt von 5% Nitromethan, mit einer Steigerung auf 8 - 12 % nach einer Einlaufzeit von einigen Betriebsstunden. 

Lesen Sie weiter in der Gartenbahn Heft 3/2000 auf 5 Seiten mit vielen Abbildungen den ausführlichen Baubericht:

  • Die ersten Probeläufe 
  • Der Aufbau der Motor- und Generatoreinheit 
  • Der Gehäuseaufbau 
  • Lackierung 
  • Die Elektrik und Fernsteuerung 
  • Fazit und Betrieb

Leider ist die Ausgabe 3/2000 der Zeitschrift Gartenbahn vergriffen, so daß ich als Bonbon den Download des Artikels als ZIP-File im WORD-Format anbiete:

Download (diesel.zip 38kB)

Detailaufnahme


 

Bericht incl. Planung und Zeichnung: Karlheinz Mattern
Fotos: Manfred R. Meliset, Gartenbahn Redaktion



in voller Fahrt

Der TW in voller Fahrt auf den Gleisen der DSSB


Diesel bei Udo

Der TW zu Gast auf den Gleisen bei ASKU

 

Parkfest

Der TW beim Aufrüsten auf dem Parkfest in Ludwigshafen 2000