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Peripherie Geräte
und
Schnittstellen
INHALT:
Peripherie Geräte:
Monitore
CRT-Monitore
Plasmabildschirme
Flüssigkristallbildschirme
Elektroluminiszenzbildschirme
LED-Bildschirme
Drucker
Laserdrucker
Tintenstrahldrucker
Thermodrucker
Nadeldrucker
Scanner
Handscanner
Trommelscanner
Flachbettscanner
Schnittstellen:
Parallele Schnittstellen
Serielle Schnittstellen
USB
IDE
SCSI
Peripherie Geräte
Monitore
Allgemeines
Der Monitor stellt die
wichtigste Schnittstelle zwischen dem Computer und dem
Nutzer dar. Die Grafikkarte und der Monitor bilden eine
Einheit, wobei die schlechtere der beiden Komponenten über
die Qualität des Gesamtsystems entscheidet.
Die wichtigsten Kriterien zur Einschätzung eines
Monitors sind Auflösung, Farbwiedergabe und Bildqualität.
CRT-Monitore (cathode-ray-tube)
Bildschirmaufbau

Herkömmliche Monitore arbeiten prinzipiell wie
Fernsehgeräte. Der Bildschirm besteht aus kleinen
Punkten (Pixel), die in einem rechteckigen Raster
angeordnet sind. Am häufigsten kommt hierbei das Prinzip
der Kathodenstrahlröhre zum Einsatz (cathode-ray tube,
CRT). Diese kann man sich als luftleerer Kolben wie folgt
vorstellen:
Beim Aufbau des Bildes
tastet der Elektronenstrahl zeilenweise jeden Punkt ab
und bringt einen entsprechenden Phosphorpartikel zum
Leuchten. Farbmonitore benötigen drei Elektronenstrahlen,
die gleichzeitig den Bildschirm abtasten und drei
Phosphorpartikel in den Grundfarben rot, grün und blau (RGB)
zum Leuchten bringen. Durch Kombination der drei Farben
und durch eine unterschiedliche Intensität lassen sich
sehr viele Farben erzeugen. Eine Loch- oder Schlitzmaske
(Trinitron) sorgt dafür, daß jeder Elektronenstrahl den
richtigen Leuchtschichtbereich trifft.
Das Bild wird vor der Darstellung in der Grafikkarte
zwischengespeichert. Je größer also der Speicher auf
der Grafikkarte ist, desto farbiger und schneller
geschieht der Bildaufbau.
Kennwerte
- Maximale Auflösung
- Anzahl
der Bildpunkte, die der Monitor maximal
darstellen kann (BREITE * HÖHE)
- Bildwiederholfrequenz
(Vertikalfrequenz)
- gibt an,
wie oft das Bild in einer Sekunde
aufgebaut wird
- je höher
die Bildwiederholfrequenz, desto ruhiger
erscheint das Bild
- sollte
mindestens 72 Hz betragen, aber 110 Hz
nicht übersteigen
- "interlaced"
bedeutet, daß abwechselnd die geraden
und ungeraden Zeilen angezeigt werden
- Zeilenfrequenz (Horizontalfrequenz)
- gibt an,
wieviel Zeilen der Elektronenstrahl pro
Sekunde schreiben kann
- ergibt
sich aus Vertikalauflösung *
Bildwiederholfrequenz
- obere
Grenze eines Monitors sollte mindestens
bei ca. 70 kHz liegen
- Pixelfrequenz
- gibt an,
wieviel Punkte der Elektronenstrahl in
der Sekunde ansteuern kann
- ergibt
sich aus Zeilenfrequenz * Horizontalauflösung
- Bandbreite
- ist die
Grenzfrequenz des Videoverstärkers des
Monitors
- ein Maß
für die Qualität des Bildes
- für ein
möglichst scharfes, kontrastreiches Bild
wird eine Bandbreite des 1.5- bis 2-fachen
der Pixelfrequenz benötigt
- Lochmaskenabstand
(DOT-Pitch)
- Abstand
zwischen zwei Öffnungen der Lochmaske
- je
geringer, desto exakter die Auflösung
- liegt bei
0.25 - 0.31 mm
Festfrequenzmonitore
arbeiten nur bei bestimmten Zeilenfrequenzen, wobei
Multifrequenzmonitore (Multiscanmonitore) bei allen
Frequenzen ihres angegebenen Bereiches arbeiten.
Einige Monitore sind mit Black Trinitron Bildröhren
ausgestattet. Diese besitzen ein schwarz getöntes Glas,
welches Fremdlicht absorbiert und dadurch den Kontrast
steigert. Durch eine spezielle Ablenktechnik arbeiten
diese flachen, rechteckigen Bildröhren sehr eckengenau.
Sie besitzen statt einer herkömmlichen Lochmaske eine
Schlitzmaske, bei der die Durchbrüche rechteckig sind
und nebeneinander angeordnet sind.
Alternative
Monitortechniken
Plasmabildschirme
Plasmabildschirme
bestehen aus zwei Glasplatten, zwischen denen sich ein
Mosaik aus 0,2 Millimeter kleinen, gasgefüllten Zellen
befindet. Ein elektrisches Leitungsgitter hält die
gesamte Fläche unter Spannung. Durch elektrische
Entladungen in den einzeln adressierbaren Zellen
emittiert das Gas ultraviolette Strahlen, die die
Phosphorbeschichtung der Zellen zum Leuchten anregen.
Flüssigkristallbildschirme
Der Flüssigkristallbildschirm
(engl. liquid crystal display, LCD) verwendet in Glasflächen
eingeschlossene organische Substanzen, sogenannte Flüssigkristalle,
deren molekulare Eigenschaften denen fester Kristalle ähneln.
Bei Anlegen einer Spannung richten sich die Flüssigkristalle
in Richtung des elektrischen Feldes aus und bekommen
dadurch andere optische Eigenschaften.
Elektrolumineszenzbildschirme
Elektrolumineszenzbildschirme
verwenden für die Anzeige ein Substrat, auf das mit
fotolithografischen Methoden ganzflächig eine Folge von
dünnsten Schichten mit Halbleiterschaltungen aufgebracht
wurde. Die Beschichtung besteht aus Substanzen, die bei
Anlegen einer ausreichenden elektrischen Spannung Licht
abgeben. Das Ansteuern der Bildpunkte geschieht durch
Transistorschaltungen.
LED-Bildschirme
Die Bildpunkte von LED-Bildschirme
bestehen aus 3 farbigen LED's (RGB) und einer weißen LED
zum Steuern der Helligkeit.
Drucker
Überblick:

Klassifizierung
- Kriterien zur
Druckerauswahl
- Anschaffungspreis
- Verbrauchsmaterial
und dessen Kosten
- Ausgabetyp,
-qualität und -geschwindigkeit
- Lautstärke,
Leistungsfähigkeit, Betriebsdauer
- Impact-Drucker
- mechanisch
anschlagende Drucker (Durchschläge)
- z.B.
Zeichendrucker (Typenrad-, Nadel-) und
Zeilendrucker (Banddrucker)
- Non-Impact-Drucker
- nicht
mechanisch anschlagende Drucker
- z.B.
Zeichendrucker (Tinte-, Thermo-) und
Seitendrucker (Laser-, Magnet-)
- Historische
Drucker
- Typenraddrucker
- Funktionsprinzip
der Schreibmaschine
- Type
wird durch Anschlaghammer gegen
Farbband und Papier gedrückt
- Banddrucker
- Typen
befinden sich auf rotierenden
Stahlbändern (so breit wie das
Papier)
- hohe
Geschwindigkeit, schlechte Qualität
- früher
als Schnelldrucker in DV-Anlagen
im Einsatz
- Magnetdrucker
- Schriftbild
wird mittels Magnetköpfen auf
eine magnetische Walze
aufgebracht
- diese
wird mit magnetischem
Trockentoner beschichtet
- Toner
wird unter hohem Druck auf Papier
aufgebracht
Kennwerte
- Auflösung
- Kennwert
für Drucker, die das Bild aus einzelnen
Punkten zusammensetzen
- wird in
dpi (dots per inch) angegeben
- Maß für
die max. mögliche Anzahl druckbarer
Punkte pro Zoll
- 100 dpi
entsprechen ca. 4 Punkten/mm
- Druckgeschwindigkeit
- wird in
Zeilen oder Seiten pro Minute bzw.
Zeichen pro Sekunde angegeben
- Kennwert
repräsentiert nur Verarbeitungszeit
innerhalb des Druckers beim Ausdrucken
von Kopien ein und derselben Seite
- Kompatibilität
- es
existiert kein einheitlicher Software-Standard
für alle Drucker
- Quasistandards,
z.B. HPCL (Hewlett Packard) oder
PostScript
- Speicher
- Puffer für
die Druckausgabe
- je mehr
Speicher ein Drucker besitzt, desto eher
kann der Computer die Druckausgabe
beenden
- Seitendrucker
müssen erst die komplette Seite
speichern, bevor sie sie ausdrucken können
- PostScript-Drucker
brauchen wesentlich mehr Speicher als
herkömmliche Drucker
Laserdrucker
- Allgemein:
- Seitendrucker
- Non-Impact-Drucker
- benötigt
Normalpapier und Toner
- Wesentliche
Teile des Laserdruckers:
- Bildtrommel
(lichtempfindliche Beschichtung)
- Entwicklereinheit
(Toner und Entwicklertrommel)
- Laser

- Prismenspiegel
- Der
Druckvorgang:
- die
Oberfläche der Bildtrommel besteht aus
einer lichtempfindlichen Schicht
- Bildtrommel
wird beim Drucken über einen Korona-Draht
negativ aufgeladen
- das
Videosignal steuert die Intensität des
Laserstrahls
- Laserstrahl
wird über den rotierenden Prismenspiegel
abgelenkt
- Laser
entlädt die Bildtrommel am Auftreffpunkt
(Druckbild entsteht)
- der Toner
ist ebenfalls negativ geladen

- die
Entwicklereinheit überträgt den Toner
auf die Bildtrommel
- Toner
haftet an den nicht geladenen Stellen der
Bildtrommel
- unter dem
Papier befindet sich die positiv geladene
Korona

- Toner
wird von der Bildtrommel auf das Blatt übertragen
Toner liegt jetzt locker auf dem Blatt
- Papier
wird zwischen Fixiertrommeln auf 150° C
erhitzt und zusammengepreßt
- Harz im
Toner schmilzt und verbindet sich fest
mit dem Papier

- der
Ausdruck ist fertig
- eine
helle Lampe entlädt die Bildtrommel
- Es existieren
auch "Laser"-Drucker mit LED- bzw. LCD-Zeile
statt Laser, dabei muß eine Zeile aus ca. 5000
LED bzw. LCD bestehen (600 dpi).
- RET:
- RET =
Resolution Enhancement Technology
- erreicht
bessere Druckergebnisse bei gleicher Auflösung
- glättet
z.B.Treppeneffekte bei schrägen Linien
Tintenstrahldrucker
- Allgemein:
- Matrixdrucker
- Non-Impact-Drucker
- spritzt
Tinte über Düsen auf das Papier
- ermöglicht
hohe Auflösungen (1440 dpi und mehr)
- Verschiedene
Druckverfahren:
- Bubble-Jet-Verfahren
- Piezo-Verfahren
- Phase-Change-Verfahren
- Bubble-Jet-Verfahren:
- Heizelement
vor der Düse
- (1)
Heizelement wird erhitzt, Blasenbildung
setzt ein
- (2) Blase
dehnt sich aus
- (3) durch
den Druck beginnt Tinte auszutreten
- (4) Blase
platzt, ein Tropfen verläßt die Düse

- (5)
Sogwirkung zieht Tinte nach
- Piezo-Verfahren:
- sehr hohe
Lebensdauer der Düsen
- Piezo-Elemente
(statt Heizelemente)
- Piezo-Elemente
bestehen aus Piezo-Kristallen
- verformen
sich bei Anlegen einer Spannung

- der
Tintenkanal wird zusammengepreßt
- Tropfen
tritt aus und trifft auf das Blatt
- Phase-Change-Verfahren:
- Solid-Ink-Drucker
(Festtintendrucker)
- feste
Farbstifte statt flüssige Tinte
- Abschmelzen
durch Heizelemente (flüssige Tinte
entsteht)
- Aufbringen
der Tinte durch die andere Verfahren (Bubble-Jet,
Piezo)
- sehr gute
Druckqualität auf Normalpapier (Tinte
wird schnell fest)
Thermodrucker
- Allgemein:
- Matrixdrucker
- Non-Impact-Drucker
- Druckkopf
besteht aus Heizplättchen
- sehr
klein und kompakt (für Notebook geeignet)
- Verschiedene
Typen:
- Thermoreaktionsdrucker
- Thermotransferdrucker
- Thermosublimationsdrucker
- Thermoreaktionsdrucker:
- Anordnung
der Heizplättchen wie bei Nadeldrucker
- benötigt
wärmeempfindliches Spezialpapier

- Papier
verfärbt sich an den erwärmten Stellen
- prinzipbedingt
nur als Schwarz-Weiß-Drucker
- Thermotransferdrucker:
- Zeile aus
Heizelementen
- benötigt
Thermotransferrolle (Farbfolien CMYK
immer wieder hintereinander)
- Abschmelzen
der Druckpunkte von der
Thermotransferrolle (je einmal für CMYK)

- Farben können
sich auf dem Blatt mischen
- hohe
Druckkosten
- Thermosublimationsdrucker:
- funktioniert
größtenteils wie Thermotransferdrucker
- benötigt
Spezialpapier und Thermotransferrollen
- Wachsbeschichtung
der Transferrolle wird gasförmig
- Farbe
diffundiert in das Papier
- ermöglicht
fotorealistische Ausdrucke
Nadeldrucker

Beim
Nadeldruck wird das Druckbild durch Aufschlag kleiner
Nadeln auf Farbband und Papier erzeugt. Die Nadeln sind
im Druckkopf in einer oder mehreren Reihen angeordnet.
Jede Nadel ist von einer Magnetspule umgeben. Wird dieser
Strom zugeführt, wird die Nadel nach vorn geschleudert
Für jedes Zeichen der im Drucker
integrierten Zeichensätze existiert eine entsprechende
Punktmatrix. Fettdruck wird durch leichte seitliche
Verschiebung erzeugt. Grafik und nicht im Drucker
gespeicherte Zeichensätze werden als Grafik gedruckt, d.h.,
jede Nadel wird einzeln angesteuert.
Scanner:
Überblick:

Kennwerte:
- Auflösung
- in dpi
angegeben (Punkte pro Zoll)
- Physische
(Optische) Auflösung = maximale Anzahl
der ermittelten Bildpunkte pro Zoll
- Interpolierte
= max physische Auflösung + Hochrechnung
per Software
- Farbtiefe
- in Bit
angegeben
- Anzahl
der erfaßten Intensitätsstufen
- 1 Bit =
Schwarz-Weiß (keine Graustufen)
- 8 Bit =
256 Intensitätsstufen
- 24 Bit =
16,7 Millionen Farben (8 Bit pro
Grundfarbe)
Handscanner
- 100 dpi bis 700
dpi
- 10cm - 13cm
Scannbreite
- Scanner wird
manuell über die vorlage gezogen
- preiswert
- relativ schlechte
Scanergebnisse
Trommelscanner
- Vorlagen größer
als A3
- sehr hohe Auflösunge
(3000 dpi und mehr)
- Vorlage wird über
eine Trommel eingezogen
- zeilenweise
Abtastung
Flachbettscanner
- Allgemeines:
- Vorlagengröße
bis A3
- Gute
Qualität
- Hohe Auflösung
(2400 dpi)
- Aufbau und
Funktionsprinzip:
- Vorlage
wird mit einer starken fokusierten
Lichtzeile abgetestet
- Reflektiertes
Licht trifft auf eine Zeile aus CCD-Halbleiter-Sensoren
- CCD-Sensoren
wandeln Licht in elektrische Signale(Spannung)
um
- CCD-Sensoren
messen nur die Intensität des Lichtes
- CCD=charge
coupled devices
- Farbinformation
durch Spektralanalyse:
- Mehrfach-Scan:
unterschiedlichen Lichtfarben (Filter)
- Einfach-Scan:
Spektralzerlegung über Prisma (Scan
mit mehreren CCD-Zeilen)
- Spannung
wird von Analog-Digital-Konverter in
digitale Information umgewandelt

- Übermittlung
an den Rechner
Scannersoftware
- Einstellungen:
- Scanbereich
- Auflösung
- Farbtiefe
- Farbkorrektur
- Moire-Effekte
entfernen
- TWAIN:
- Softwareschnittstellen-Standard
- TWAIN =
Toolkit Without An Important Name
- TWAIN-Treiber
für den Scanner ( = TWAIN-Kompatibilität)
- Vorteil:
TWAIN unterstützende Software kann auf
den Scanner zugreifen (z.B. Adobe
Photoshop)
Texterkennungssoftware
(OCR-Software)
- OCR = Optical
Character Recognition
- wandelt
Pixelgrafiken in Text (ASCII-Code) um
- Zuordnung von
Zeichen und Mustern durch lernfähige Software
- Verschiedene
Fonts sind der Software bereits bekannt
- Besteht aus 3
zusammengefaßten Programmteilen:
- Scanprogramm

- Zeichenerkennungsprogramm
- Korrekturprogramm
- Arbeitsgänge:
- Unterscheidung
von Text und Grafik
- Erkennung
von Spalten, Absätzen und Zeilen (logischer
Zusammenhang)
- Erfassung
des Musters der Buchstaben
- Umwandlung
in den ASCII-Code
- Manuelle
Korrektur, bei nicht sicher erkannten
Zeichen
- Abspeichern
in einem Textformat
- Probleme:
- Verschiedene
Schriftstile, Schriftgrößen und
Schriftarten müssen erkannt werden
- Handschrift
ist schwer zu erkennen
Schnittstellen
Allgemein
Das
Problem der sogenannten Schnittstelle tritt insbesondere
beim Anschluß eines Druckers an einen bereits vorhanden
Computer auf. Schnittstellen (Nahtstellen) sind also
immer dann zu beachten, wenn zwei unterschiedliche Gerte
zusammenarbeiten sollen, z.B. Computer und Drucker. Damit
diese peripheren Gerte auch mit dem Computer
kommunizieren können, müssen sie in der Regel über ein
Kabel, dem sogenannten Schnittstellenkabel, mit diesem
verbunden werden. Da es zur Zeit für diese Verbindungen
keine einheitliche Norm gibt, kommen zwangsläufig die
unterschiedlichsten Methoden zur Anwendung. Daraus folgt
dann, daß diese sogenannte Schnittstelle zwischen
Computer und externem Gerät eine eminente Bedeutung hat;
denn ein Drucker oder Bildschirm mit einer falschen
Schnittstelle hat sich nicht an einen Computer anschließen.
Schnittstellen
parallel
<=> seriell
Grundsätzlich lassen
sich Schnittstellen in parallele und serielle
Schnittstellen unterteilen. Diese Unterteilung ergibt
sich aus der Form der Datenübertragung über die
Schnittstelle. Die Begriffe Schnittstelle und Datenübertragung
sind nicht voneinander zu trennen, denn nur dort, wo
etwas übertragen wird, entsteht prinzipiell eine
Schnittstelle. Insgesamt werden drei Möglichkeiten der
Datenübertragung unterschieden: Simplex, Halb-Duplex,
Voll-Duplex (Bild 1). Dabei kann eine Schnittstelle
sowohl die Möglichkeit des Sendens als auch des
Empfangens beinhalten.

Abb. 1
Datenübertragungsarten
Zeichen werden grundsätzlich
im 8-Bit Format dargestellt (kodiert), d.h. für die Übertragung
von Zeichen (Zeichenfolgen), was jede Datenübertragung
letztlich darstellt, ergibt sich die einfache Möglichkeit,
daß die notwendigen 9 Leitungen (8 Datenleitungen, 1
Masseleitung) einfach mit Hilfe einer entsprechenden
Steckverbindung zum peripheren Gerät weitergeleitet
werden. Es befinden sich also alle 8 Datenleitungen parallel
nebeneinander, so daß man von einer parallelen
Schnittstelle spricht (Bild 2).
Parallele Schnittstelle
Aus historischen Gründen
bezeichnet man diese Schnittstelle auch als Centronic-
Schnittstelle; die Firma Centronic hatte diese
Form zuerst definiert und firmenintern normiert. Aufgrund
dieser Entwicklung wird auch die entsprechende
Steckverbindung mit dem Namen Centronic versehen. Bild 3
zeigt den typischen Centronic-Stecker mit den
entsprechenden Anschlüssen. Es handelt sich um einen 36-poligen
Stecker bzw. Buchse.

Abbildung
2 Parallele Datenübertragung
Aufgrund der fehlenden
Normierung gibt es auch andere Steckverbindungen für die
parallele Schnittstelle, so verwendet IBM für seine PC's
eine 25-polige Canon- Steckverbindung, die sonst nur für
die serielle Datenübertragung genutzt wird.
Centronics-Schnittstelle
Strobe:
Datenübertragung beginnt
Acknlg: Quittungssignal des
Empfängers
Slct: Drucker ist OnLine
Gnd: Masseleitung
Data 1..8: Datenleitungen
Busy: Empfänger nicht bereit
Pe: Kein Papier (Paper End)
Vorteile:
o Die
Datenübertragung über eine parallele Schnittstelle
ist äußerst schnell (bis zu 1MByte/s - 1 Megabyte
pro Sekunde).
o
Der technische Aufwand ist minimal; das Datenübertragungsformat
entspricht der internen Darstellung von Zeichen, so
daß keine besondere Umwandlung nötig ist.
Nachteile:
o Das
entsprechende Verbindungskabel zwischen Computer und
peripherem Gerät muß in der Minimalversion
mindestens 12-polig sein (bei nur einer Masseleitung).
In der Regel ist das Kapel 25-polig (jede
Datenleitung hat eine eigene Masseleitung, zusätzlich
Steuerleitungen).
o Kabellängen
über 2m führen häufig zu Schwierigkeiten bei der
Datenübertragung. Aufgrund der hohen Übertragungsrate
beeinflussen sich die parallelen Datenleitungen
gegenseitig (Transformatoreffekt), so daß es zu
fehlerhaften Informationen kommen kann.
Serielle Schnittstelle
Eine typische serielle
Schnittstelle ist die Verbindung zwischen dem alten
Morsetelegraph und den beiden Telegraphenleitungen. Die
Übermittlung der in lange und kurze Töne kodierten
Zeichen erfolgte nicht spontan (parallel), sondern
nacheinander (seriell) durch Vorgabe von "kurz"
oder "lang". An der Empfangsstation steht das
Zeichen somit erst nach einer gewissen Umwandlungszeit
zur Verfügung; die seriell ankommende Information muß
erst wieder in das richtige Format gebracht werden (Bild
4). Obige Ausführungen zeigen bereits, daß die serielle
Schnittstelle bereits seit langem angewendet wird, denn für
die Verbindung (Kabel) braucht man in der Minimalversion
nur zwei Leitungen, eine Daten- und eine Masseleitung.
Diese Anordnung findet man aber auch in jeder
Telefonleitung. Die Anwendung der seriellen Schnittstelle
bringt also hier enorme Möglichkeiten mit sich, so daß
man den erhöhten technischen Aufwand der Umwandlung Parallel-Seriell-Parallel
in Kauf nimmt.

Abb. 4
Serielle Datenübertragung
Serielle
Schnittstellen werden häufig auch als V24- oder RS232C-Schnittstelle
bezeichnet. Bild 5 zeigt die am häufigsten verwendete
Steckerbelegung, die 25-polige Anordnung mit
entsprechenden Canon-Steckern (Buchsen).
Im Gegensatz zur
parallelen Schnittstelle läßt sich die serielle durch
eine weitere Datenleitung, der Empfangsleitung, sowohl
zum Senden als auch Empfangen verwenden, weshalb im Voll-Duplex-Betrieb
(Bild 1) fast ausschließlich serielle Schnittstellen
verwendet werden, insbesondere bei größeren
Entfernungen.
Serielle
Schnittstelle
Fgnd,
Gnd: Masse
RTS: Anforderungsleitung (Ready
To Send)
DTR: Empfänger betriebsbereit (Data
Terminal Ready)
TXD: Sendeleitung (Transmitted
Data)
RXD: Empfangsleitung (Recieved
Data)
CTS: Sendebereitschaft (Clear To Send)
TC,RC: Synchronisationstakt
Vorteile:
o
Entsprechende Verbindungskabel brauchen prinzipiell
nur aus wenigen Leitungen zu bestehen (Sende-,
Empfangs-, Masse- und Steuerleitung).
o Da
keine Beeinflussung durch andere Kabel möglich ist,
sind lange Übertragungsstrecken möglich.
o Einfache
Erweiterung zur Empfangsmöglichkeit.
o Für
bestimmte Anwendung kann auf das vorhandene
Telefonnetz zurückgegriffen werden (Akustikkoppler).
Nachteile:
o
Daten müssen erst aufbereitet werden, bevor sie übertragen
werden können. Danach muß wieder eine Rückübertragung
in das alte Format erfolgen.
o
Die Übertragungsrate liegt weit unter der von
parallelen Schnittstellen.
IEC-Bus
Diese Schnittstelle
wird ausschließlich in der Meßtechnik angewendet, wenn
z.B. ein automatischer Abgastest bei Kraftfahrzeugen oder
Lesen eines kodierten Preisetiketts mit Hilfe eines
Computers erfolgen soll. Ebenso wie bei der parallelen
Schnittstelle werden die Daten parallel übertragen.
Eingeführt wurde diese Schnittstelle von der
amerikanischen Firma Hewlett Packard.
Anwendungen
Wie eingangs erwähnt
wurde, tritt die Frage der Schnittstelle in erster Linie
bei dem Anschluß eines Druckers an einen Computer auf.
Der größte Teil der zur Zeit angebotenen Drucker verfügt
ber eine parallele Schnittstelle (Centronic). Die Gründe
hierfür sind schlichtweg bei den Kosten zu suchen; bei
der parallelen Schnittstelle entfällt die ansonsten auf
der Druckerseite nötige Umwandlung Seriell-Parallel. Außerdem
ist die parallel Übertragung schneller.
Beim direkten Betrieb
von Druckern an einen Computer müssen die
Verbindungskabel mindestens über eine spezielle
Steuerleitung verfügen, die die Empfangsbereitschaft des
Druckers mitteilt, also bezogen auf den Drucker eine
Sendeleitung ist.
Parallel:
Vor allen Dingen beim
Betrieb von Druckern und Plottern an einen Computer.
Seriell:
Drucker, Plotter,
Diskettenlaufwerk, Joystick, weiterer Computer (zum
Datenaustausch).
IEC-Bus:
Jegliche Art von Meßgerät,
Barcode-Leser, Bildschirme, Drucker, Plotter. Anschlußmöglichkeit
für bis zu 14 Peripheriegeräten.
Asynchrone
- Synchrone Übertragung
Obwohl die technische
Realisation des Übertragungsverfahrens primär nicht zu
dem Bereich der Schnittstelle gehören, sollen sie hier
kurz erwähnt werden. Ein Problem bei jeder Datenübertragung
(Kommunikation) besteht in der Mitteilung des Beginns und
des Endes der Übertragung. Sender und Empfänger müssen
also gleichgeschaltet, synchronisiert, werden. Diese
Gleichschaltung kann mit jedem einzelnen zu übertragenen
Zeichens auf neue erfolgen, z.B. beim Morsen durch Übertragen
eines Tones bestimmter Dauer, so daß der Empfänger weiß,
jetzt kommt ein Zeichen. Diese Methode bezeichnet man
auch als asynchrone Übertragung, denn zwischen zwei
Zeichen aus einem gesamten Block kann jeweils eine
beliebig lange Zeitspanne liegen. Man spricht daher auch
von einem Start- und einem Stopbit.
Serielle Datenübertragung erfolgt fast ausschließlich
asynchron; der technische Aufwand ist am geringsten.
Bei der synchronen
Datenübertragung wird nur der einmalige Beginn des
gesamten Sendevorgangs mitgeteilt. Danach werden die
einzelnen Daten (Zeichen) in einem fest vorgegebenen
Zeitverhältnis bermittelt, sie kommen in jeweils
gleichen Zeitabständen an, sozusagen synchron. Diese
Anwendung findet sich vielfach bei parallelen
Schnittstellen.
Grundsätzlich kann
jede Schnittstelle mit dem ansynchronen oder synchronen
Übertragungsverfahren arbeiten.
Anmerkungen
Einige
Herstellerfirmen von Computern haben ihre eigenen
Schnittstellen, z.B. Commodore beim C64 oder Siemens beim
PC-D. Eine Normung ist auf diesem Gebiet zumindest für
die nächsten Jahre nicht zu erwarten.
Die
benutzerfreundliche Anschlußtechnik für PC-Peripherie
Schon seit einigen Jahren diskutiert die PC-Branche über
eine neue Verkabelungstechnik zwischen PC und
Peripheriegeräten, die den Kunden das Leben leichter
machen soll: der Universal Serial Bus (USB). Die Idee ist
bestechend: Mit einem einheitlichen Steckertyp lassen
sich bis zu 126 Peripheriegeräte am PC anschließen und
betreiben. Dies gilt nicht nur für klassische PC-Peripherie
(Monitor, Tastatur, Maus, Drucker), sondern auch für z.
B. Telefone, externe Fax- und Datenadapter oder
Videokameras. Der heutige Kabelsalat mit
unterschiedlichen Steckern hat mit USB ein Ende.
Die Unternehmen, die für dieses Thema Pate gestanden
haben (Intel, Microsoft, DEC, IBM, NEC, Compaq und
Northern Telecom), hatten neben dem Komfort für den
Kunden natürlich auch ihr eigenes Geschäft mit Hardware,
Software und Endgeräten im Fokus, denn für USB sind
leistungsfähige PCs, geeignete USB-Controller und
entsprechende Treiber erforderlich. Erste PCs mit USB-Schnittstellen
sind bereits verfügbar. Ins Betriebssystem integrierte
USB-Treiber wird es mit Windows 98 geben.
Kundennutzen
Ein wesentlicher
Vorteil des USB liegt im echten Plug and Play, d. h. USB
erkennt die angeschlossenen Peripheriegeräte automatisch
und sorgt auch für eine automatische Konfiguration. Das
An- und Umstecken von Peripheriegeräten kann bei
laufendem PC auch während einer Anwendung erfolgen (Hot
Plugging). Es müssen in der Regel keine geräteindividuellen
Treiber installiert werden. Ein Neustart des PCs ist
ebenfalls nicht erforderlich. Da lediglich der USB-Controller
einen Interrupt im PC verwendet, entfällt die lästige
Sucherei nach freien Interrupts, die ja bei herkömmlichen
Einsteckkarten oft zu Problemen führt.
Für viele Schreibtische bietet USB einen weiteren
Vorteil: Die Peripheriegeräte müssen nicht zwangsläufig
an der PC-Rückseite angeschlossen werden. Von dort läuft
lediglich ein USB-Kabel zu einem USB fähigen
Peripheriegerät (z. B. einer USB-Tastatur), welches dann
seinerseits den Anschluß weiterer Geräte erlaubt (z. B.
einer Maus) = sog. Free Plugging. Insofern können
bestimmte Geräte mit USB-Anschluß gleichzeitig als
Multiplikator für weitere Geräte dienen. Diese
Verteiler innerhalb des USB werden als Hubs bezeichnet.
· Bus-Topologie
Der USB ist, obwohl der Name dies suggeriert, kein Bus im
klassischen Sinne. Die Topologie des USB wird am besten
durch den Begriff Verteilter Stern beschrieben d. h. die
einzelnen Peripheriegeräte (die sogenannten Devíces)
werden sternförmig an verteilten Verbindungspunkten (den
sogenannten Hubs) angeschlossen. Identifiziert werden
diese Peripheriegeräte jedoch wie an einem Bus üblich,
über linear verteilte Adressen, die unabhängig von der
Existenz dieser Verbindungspunkte sind. Die Länge des
Kabels zwischen einem Hub und einem Peripheriegerät darf
maximal 5m betragen. Der PC, an dem die Hubs bzw. die USB-Geräte
angeschlossen sind, ist verantwortlich für die
Kommunikation zwischen den einzelnen Geräten. So können
USB-Geräte untereinander nur über den PC (den
sogenannten Host) als Initiator der Kommunikation Daten
austauschen. Der eigenständige Datentransfer zwischen
USB-Geräten ohne geeignete Host-Software ist nicht möglich.
· Pipe-Kommunikation
Die Treiber-Software im PC stellt zur Kommunikation mit
den USB-Geräten die sogenannten Pipes zur Verfügung.
Dies sind logische Übertragungskanäle, in denen die
Daten vom Device zum Host und umgekehrt transportiert
werden. So muß der Programmierer eines Host-Treibers
nicht die Register eines Peripherie-Controllers direkt
programmieren, sondern er hat die Möglichkeit, das
externe USB-Gerät über einfache Pipe-Funktionen
anzusteuern.
· Datentransferarten
Wie die herkömmlichen PC-Karten und Peripheriegeräte
erfordern auch USB-Geräte unterschiedliche Steuerungs-
und Datenübertragungsmöglichkeiten. So gibt es Geräte,
die eine definierte Bandbreite des USB erfordern, damit
kein Abriß des Datenstroms erfolgt (z. B. ISDN-Geräte,
USB-Kameras). Andere erfordern sofortige Reaktionen
innerhalb kürzester Zeit (z. B. Maus). Diese
Anforderungen werden durch die Bereitstellung
verschiedener Datentransferarten erfüllt: isochron, bulk,
interrupt und control.
- Der
isochrone Transfer wird
verwendet, wenn konstante Übertragungsraten
erforderlich sind (z. B. Lautsprecher, USB-Kamera,
ISDN-Modem).
- Der
Bulktransfer wird zur Übertragung
großer Datenblöcke ohne garantiere
Reaktionszeit eingesetzt (z. B. Drucker, Scanner.)
Der Interrupttransfer wird immer dann verwendet,
wenn das USB-Gerät wie ein typisches, interrupt-gesteuertes
Gerät funktioniert (z. B. Maus, Joystick).
- Der
Control-Transfer wird von jedem
USB-Gerät genutzt. Er dient zur Übertragung von
Steuerungsinformationen, vor allem während der
nach dem Einschalten des PCs erforderlichen Geräteinitialisierung
(z.B. Adreßvergabe, Gerätekonfiguration).
Hierzu stellt jedes USB-Gerät eine Default-Controlpipe
zur Verfügung, über die der USB-Treiber auf dem
Host mit dem Gerät kommuniziert. Interrupt, Bulk-
und Controltransfer sind gesichert, d. h. es
werden geeignete Error-Recovery-Mechanismen
eingesetzt, um Übertragungsfehler zu vermeiden.
- Der
isochrone Transfer ist nicht
gesichert, die Host- und Gerätesoftware müssen
eigenständige Error-Recovery-Maßnahmen vorsehen,
um Übertragungsfehler zu verhindern. Darüber
hinaus sind Control- und Bulktransfer
bidirektional, d. h. über eine Pipe können
Daten vom und zum Device hin übertragen werden.
Der Interrupttransfer ist nur vom Device zum Host
möglich. Der isochrone Transfer ist ebenfalls
unidirektional, allerdings in beliebiger Richtung.
Bandbreite
Der USB hat eine Bandbreite von 12 Mbit/s, d. h. er ist
mit der Bandbreite des SCSI-1 (10 Mbit/s) vergleichbar.
Er ist somit für langsame Peripheriegeräte wie Maus,
Tastatur bis hin zu langsamen SCSI-Geräten (z. B.
Scannern) oder komprimiertem Video einsetzbar. Weiterhin
unterscheidet man zwischen Low-Speed und High-Speed USB-Controllern.
High-Speed USB-Controller unterstützen die volle
Bandbreite des USB (d.h. 12 Mbit/s). Low-Speed USB-Controller
unterstützen lediglich 1,5 Mbit/s, sind aber kostengünstiger
und daher z. B. für Tastaturen und Mäuse geeignet.
Vorteile:
- Dank "Plug
and Play" wir die Hardware automatisch
erkannt und eingerichtet.
- Geräte-Erweiterung
bzw. -Entfernung auch bei laufenden Betrieb
("Hot Plug")
- Übertragungsrate
bis 12 MB/s
- Ein Anschluß für
alle Geräte Integration von Telefon
- Größere
Erweiterungsmöglichkeit (bis 127 Geräte, 5
Meter Kabel,...)
- Hardware-Resourcen
sparend: USB Controller benötigt nur einen IRQ
Datenübertragungsraten:

Schnittstelle
|
Übertragungsrate
|
seriell
|
115 KB/s
|
USB(low-speed)
|
1,5 Mb/s
|
parallel
|
8 MB/s
|
USB (high-speed)
|
12 Mb/s
|
Integrated Drive
Electronics, IDE
Eine
Standardschnittstelle für Festplattenlaufwerke. Die IDE
integriert den Controller auf dem Laufwerk selbst. Der
Controller wird an eine auf der Hauptplatine integrierte
oder eine externe Karte angeschlossen. Diese Karte bildet
dann den Bus zur CPU. Entwickelt von Western Digital
(E)IDE = (Enhanced)
Integrated Drive Electronics:
- es lassen sich bis zu vier
Festplatten(EIDE) oder 2 Festplatten(IDE) an einen
Rechner anschließen
- billiger als SCSI
- Datenübertragungsraten
zwischen 2,1 MB/s und 16,6 MB/s (Ultra DMA bis zu 33,3MB/s
= Direct-Memory-Access-Modus zwischen Festplatte und Host-Adapter
verdoppelt die Übertragungsgeschwindigkeiten)
Im Unterschied zum IDE-Laufwerk
verfügt ein SCSI-Laufwerk über einen eigenen Host-Busadapter
(HBA). Hier bildet der HBA die Schnittstelle zum Bus zur
CPU. Ein IDE-Bus besitzt einen 40-Pin-Anschluß, ein SCSI-Bus
einen 50-Pin-Anschluß.
- es lassen sich bis
zu sieben bzw. bis zu fünfzehn Platten (bei Wide-SCSI)
an einen Recher anschließen
- Datenübertragungsraten zwischen 5MB/s und 80 MB/s
- an einen SCSI-Controller lassen sich auch andere Geräte
(Scanner, Bandlaufwerke) anschließen
- besser geeignet für Multitasking-Systeme
Einleitung
SCSI - eine Abkürzung
für Small Computer System Interface - ist das
Standardinterface bei Apple Macintosh Computern, aber es
hatte lange Zeit in der IBM - Welt keine vorrangige
Stellung. Warum? Im Laufe der Jahre erwarb sich SCSI den
Ruf launisch und teuer zu sein.
Kompatibilität war ein sehr großes Problem der frühen
SCSI Komponenten, was zur Ausprägung der Phrase "plug
and pray" führte. Aber als wichtigster Grund,
SCSI war sehr viel teurer als Alternativen: Zum Beispiel
waren SCSI Festplatten teurer als IDE (integrated drive
electronics) Festplatten. Die Entwicklungen der letzten
Zeit ändern dies jedoch, die Kompatibilität ist gewährleistet
und Geräte sind jetzt leicht installierbar und auch
erschwinglich geworden.
Der derzeitige Rummel rund um SCSI hat mehrere Gründe:
Erstens ist SCSI zu einem Industriestandard geworden,
zweitens ist es sehr flexibel, da es sowohl Festplatten,
Bandlaufwerke, CD-ROM Laufwerke, Flopticals &
Opticals, Scanner, Drucker und mehr unterstützt.
Drittens erlaubt es SCSI, mehrere Geräte anzuschließen:
bis zu 7 pro Adapter und man kann mehrere Adapter
installieren. Letztendlich die hohe Performance: bis zu
10 Megabyte pro Sekunde Datendurchsatz mit Fast-SCSI Geräten.
Daraus folgt, daß die schnellsten Festplatten, Scanner,
CD-ROM´s und Bandlaufwerke fast ausnahmslos SCSI Geräte
sind.
Grundprinzipien

SCSI ist ein Bus-System,
d.h. es können mehrere Geräte an einen Bus (eine
Leitung zur Übertragung von Daten) gehängt (über einen
Stecker an diese Leitung angekoppelt) werden. Es ist völlig
autark zum Bussystem des Computers.
Die Ankopplung an das Computersystem erfolgt durch einen
sogenannten Host-Adapter. Er übernimmt die Verwaltung
der an ihm hängenden SCSI-Geräte und sorgt für den
Informationsaustausch zwischen Computer und SCSI-Geräten.
Wobei er gleichzeitig als gleichwertiges SCSI-Gerät
fungiert. Im SCSI-Bussystem ist also, durch den Host-Adapter,
der Computer selbst ein SCSI-Gerät geworden, das genauso
wie jedes andere SCSI-Gerät am Bus angesprochen werden
kann. Es ist so auch möglich mehrere Computer über
diese Host-Adapter zu koppeln, da es dem SCSI-Bus egal
ist, was für ein SCSI-Gerät am Bus ist. Denn jedes SCSI-Gerät
verfügt über eine standardisierte Schnittstelle, sowohl
von der Hardware als auch von der Software aus. Diese
Standart-Schnittstelle nennt sich eben SCSI-Interface und
kann mit den immer gleichen Kommandos über den SCSI-Bus
angesprochen werden. Diese Kommandos sind genormt als CCS
(Common Command Set).
Ein großer Vorteil dieses Systems ist das der Zugriff
auf den Host-Adapter bzw. auf ein SCSI-Gerät in völlig
identischer Weise erfolgt, so können völlig
verschiedene Geräte völlig identisch angesprochen
werden. Jedes SCSI-Gerät meldet sich beim Initialisieren
des SCSI-Buses bzw. bei einem Reset mit einer bestimmten
Anzahl logischer Blöcke, welche direkt angesprochen
werden können. Ebenso meldet jedes SCSI-Gerät dabei
seine Art und Kapazität automatisch. Sämtliche gerätespezifischen
Einstellungen entfallen also gänzlich.
Es können maximal 7 (den Computer selbst nicht mitgezählt)
solcher SCSI-Geräte am Bus hängen mit ID´s von 0 bis 7.
Jede ID bzw. SCSI-Gerät kann noch bis zu 8 sog. LUN´s (Logical
Unit Number) bzw. "Unter"-Geräte verwalten.
Jedes Gerät am SCSI-Bus kann auf ein anderes Gerät am
SCSI-Bus zugreifen. Jedoch muß dazu erst einmal die
Kontrolle über den Bus erlangt werden und dabei spielt
die ID eine Rolle, denn je höher die ID (die an jedem
SCSI-Gerät eingestellt werden muß), je höher ist die
Priorität beim Zugriff auf den Bus. Die höchste ID erhält
den Zugriff auf den Bus und wird INITIATOR. Ein SCSI-Gerät,
welches nun INITIATOR wurde ruft nun ein anderes SCSI-Gerät
über seine ID zur Interaktion auf, welches dadurch zum
TARGET wird. INITIATOR und TARGET kommunizieren nun
miteinander über den SCSI-Bus wobei der INITIATOR dem
TARGET befiehlt. Das ganze nennt sich Multimaster-Fähigkeit,
da jedes Gerät sowohl Master (INITIATOR) als auch Slave
(TARGET) werden kann.
Dabei durchläuft der SCSI-Bus festgelegte Phasen:
In der BUS FREE Phase wartet ist
der Bus frei und wartet auf Aktionen von den SCSI-Geräten.
In der ARBITRATION Phase
konkurrieren mehrere SCSI-ID´s um den Bus (wer wird
INITIATOR ?).
In der SELECTION Phase wählt der
INITIATOR sein TARGET aus.
In der MESSAGE OUT Phase gehen
messages (Mitteilungen) vom INITIATOR an den TARGET.
In der COMMAND Phase
gehen die eigentlichen SCSI-Kommandos vom INITIATOR zum
TARGET.
In der DATA IN
bzw. DATA OUT
Phase findet die Datenübertragung vom TARGET zum
INITIATOR bzw. vom INITIATOR zum TARGET statt.
In der STATUS
Phase werden Status-Informationen vom TARGET zurückgegeben
(z.B. ob Fehler aufgetreten sind etc.).
In der MESSAGE IN
Phase gehen messages (Mitteilungen) vom TARGET an den
INITIATOR.
Der SCSI-Bus tritt in die RESELECTION
Phase ein falls ein INITIATOR, nachdem er ein SCSI-Kommando
abgesetzt hat, einen disconnect ausgelöst
hat und nun ein reconnect stattfindet. Dies kann der Fall
sein, wenn der INITIATOR z.B. Zugriff auf einen Tape-Streamer
(der dann TARGET ist)
wünscht und die Zeit bis der Tape-Streamer die gewünschte
Stelle auf dem Band findet relativ lange ist. Denn dann
kann der INITIATOR einen
disconnect veranlassen und damit den Bus wieder freigeben,
bis zum reconnect, wenn der Tape-Streamer die gewünschte
Stelle bzw. Datei gefunden hat.

Abbildung: Das Zusammenspiel und die
Abfolge der verschiedenen Busphasen auf dem SCSI-Bus.
Zusammengefaßt gibt es folgende Vorteile von SCSI:
- sehr flexibel, da
es sowohl Festplatten, Bandlaufwerke, CD-ROM
Laufwerke, Flopticals & Opticals, Scanner,
Drucker und mehr unterstützt
- man kann mehrere
Geräte anschließen - bis zu 7 pro Adapter
- hohe
Datendurchsatzrate (10 MB/s und mehr)
- völlig
verschiedene Geräte können identisch
angesprochen werden
Wer einen Fehler
findet darf ihn behalten!
HIER DIE POWERPOINT PRÄSENTATION
ZUM ANSCHAUEN
Für Verbesserungsvorschläge bitte mailen!!!!!!!!:-) 
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