Lisbeth I und II

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Lisbeth I & II

(Aus einer e-mail Zuschrift von Klaus Kann vom 22.11.2002)

Die Bezeichnung Ballista ist im Mittellander in den verschiedenen Jahrhunderten und Ländern für alles mögliche benutzt worden und definiert leider kein spezielles Gerät. Von einer Speerschleuder über ein Riesen Katapult bis zu einer großen Armbrust war da alles drin.

Und um genau letzteres handelt es sich bei mir, einer großen Armbrust. Lisbeth die erste war/ist eine der beiden großen Arrowcaster Armbrüste die die Schatzkammer vor 5 Jahren nach Deutschland importierte und Larp Pfeile verschießt.

Bild: Die Lisbeth-Ballista

Wir haben dann das Dreibein verbessert so das die Beine sich beim hochheben nicht sofort zusammenfalten; die Haltefeder für den Bolzen entfernt um auch von hinten laden zu können; einen Zielstab auf verschiedene Entfernungen eingeschossen so das nun fast Punktgenaue Schüsse möglich sind; mittels eines Holzbolzens den Fußbügel in seiner Position arretiert um sie besser tragen und bei Kurbelausfall spannen zu können; eine Kurbel angebaut durch die die Sehne zurück geholt wird (leider hat die Kurbel schon nach wenigen Cons den Geist aufgegeben da wir die Belastungen auf das Material unterschätzt hatten). Ihre maximale Schussweite beim Idealwinkel von 45 Grad beträgt mit Arrowcaster Pfeilen 25 Meter. Ich erreiche mit ihr auf Schlachtencons bei 30 Schuss 26 Treffer.

Nun zu den Problemen, ich schieße nur dann wenn ich mir ziemlich sicher bin nicht den Kopf zu erwischen und auf gar keinen Fall einfach Balistich in die Menge. Dadurch muss ich mich mit Lisbeth in der zweiten oder dritten Schlachtreihe bewegen um ein sauberes Ziel zu bekommen. Hierbei behindert das Dreibein total: entweder ich nehme es mit, dann bin ich nicht so beweglich und stoße überall mit dem Dreibein an oder ich lasse es im hinteren Feld stehen, dann muss ich zu jedem nachspannen zurücklaufen und mich anschließend wieder vorarbeiten. Dies führte zu Überlegungen wie ich die Probleme umgehen könnte und schließlich zum Bau von Lisbeth 2.

Bei ihr handelt es sich auch nur um eine große Armbrust die Larp Pfeile verschießt, allerdings wird sie mittels eines Tragegestells direkt an den Benutzer geschnallt (hat gewisse Ähnlichkeiten mit den Automatik Kanonen aus Aliens 2 ;-)). Der Bogen misst ebenso wie bei Lisbeth 1 120cm und die Sehne ist auf 25 Pfund geeicht. Sie besitz eine fest montierte, einseitige Kurbel zum spannen und der Abzug ist aus Platzmangel nur als Schieber und nicht wie bei Nr1 als Walze realisiert. Mit ihr läst sich nicht so gut zielen da alle Schüsse durch das Gestell zwangsweise aus der Hüfte erfolgen, allerdings hat man mit ihr die volle Mobilität und ich habe inzwischen für das Gestell auch ein Schild erdacht durch das der Schütze sich beim Nachladen decken kann.

Bild: Treffer auf Wasserflasche in 21 Meter Entfernung

Andere Bauherren: Wir überlegten mal ein Stahlfeder Katapult zu bauen da es recht klein zu realisieren ist und ohne seitlich ausschlagende Arme auskommt. Eine Zeichnung hierzu könnte ich dir abscannen. Die Zarorier planen derzeit an einem Katapult das auch um die ausschlagenden Arme zu vermeiden, mit Gummizügen am Prellarm arbeiten soll und dessen Schussweite man dann durch verschieben des Drehpunktes des Schleuderarms erreicht. Auch hierzu könnte ich dir eine Zeichnung anfertigen.

Bild: Skizze eines Stahlfeder-Katapultes

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