Standard-Ballista "Obistolz"

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Do-it-yourself Ballistabau

Hier sind sie, die langerwarteten PLÄNE: Alles was der ambitionierte Larp-Techniker braucht, um eine Standard-Ballista Marke "Obistolz" kurz und schmerzlos zusammenzuzimmern. Also, dieses Ding funktioniert und trifft. Alle Frickler sind herzlich eingeladen, Verbesserungen vorzunehmen und die Larp-Technik oder das Larp-Ambiente weiterzubringen (daß ihr mir aber ja eine Beschreibung und ien Foto schickt wenn es fertig ist!).

Wie jeder Besucher der Seiten sofort merkt, investieren wir jede Minute in Fakten, Fakten, Fakten und keine Minute in verspielte Verschönerungen: Content is King! Und deshalb kommen unsere Zeichnungen auch als mit dem Faxgerät gescannte Kugelschreiberskizzen und nicht als geleckte CAD-Files - oder wie mein geschätzter Kollege sagt: "Wenn's zu schön ist, ist's a klump" und funktioniert wahrscheinlich auch nicht richtig. Außerdem kann ich kein Frames und will es auch nicht lernen.

Pläne und Skizzen

Hier sind alle zur Konstruktion gehörenden Pläne und Skizzen als Full-Size PDF-Zeichnungen Wer sich ernsthaft mit der Konstruktion beschäftigen will, sollte sich das Dokument herunterladen. Die Bildchen im Text sind verkleinerte Ausschnitte davon und es sind auch nicht alle Skizzen dabei.

Wie? Du kannst PDF nicht lesen? (Das beste was ich dazu gehört habe war: "Schick mir das Dokument doch nicht immer in so einem proprietären Fileformat. Nimm doch .DOC!"). Hier ist der kostenlose Adobe PDF-Viewer !

Beschreibung

Alle Angaben in den Zeichnungen sind in Zentimetern. Um dir ein Bild von der Konstruktion zu machen, schau dir am besten zunächst die Skizze "Explosion" an. Alle (wirklich alle?) Teile in den Zeichnungen sind mit großen Buchstaben gekennzeichnet, damit man sie den bemaßten Einzelzeichnungen zuordnen kann.

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Die Teile B,C,D bilden den eigentlichen Korpus, der nach dem Zusammenschrauben mit Holzschrauben (das sind die kleinen umgekehrten 'T'-Häkchen in der Zeichnung) einen Balken bilden, der in der Mitte einen Schlitz hat. In diesen Schlitz kommt später der Auslöser I. Diesen Auslöser kann man auf verschiedenen Weisen am Balken lagern: in der Explosionszeichnung ist die Variante mit einem Loch durch den Auslöser, durch das dann die Bolzenschraube geführt wird, gezeigt. Das ist vielleicht nicht die beste Variante, weil der ohnehin nicht gerade überdicke Auslöser durch das dicke Loch geschwächt wird. Wir haben uns für eine Variante mit einer Schelle entschieden (siehe Zeichnung "Scharnierbefestigung des Auslösers").

Die Teile B bis D und I sollten aus einem Typ Latte gefertigt werden: gewöhnlich gibt es in großen Baumärkten "Vierergebinde" Latten günstiger als einzelne. Der Auslöser muß dann natürlich noch etwas schmaler geraspelt werden, damit er leicht durch die Aussparung rotiert.

Überhaupt: die Werkzeuge!

Ihr braucht:

  1. einen Akkuschrauber, besser zwei wenn ihr zu mehreren seid
  2. eine Bohrmaschine (oder mindestens ein Ersatzakku für den Schrauber)
  3. eine Raspel (Holzbearbeitung)
  4. eine Feile (Metallbearbeitung, optional, falls irgendetwas eine scharfe Kante hat)
  5. eine Säge (optional zusätzlich eine elektrische Stichsäge, aber die allein tut die es nicht)
  6. einen Satz Holzbohrer, alle normalen Größen
  7. einen EXTRA-großen Holzbohrer

Zurück zum Explosions-Plan:

Auf dem vorderen Teil des Korpus-Balkens wird das Gipsereimerchen (siehe Zeichnung "Becher") entlanggleiten. Damit es in der Spur bleibt, werden rechts und links die Bretter A angeschraubt. Zusammen mit dem balken formen die Bretter eine U-f?rmige Rinne (siehe auch die Zeichung "Assemblage" und "Schraubschema").

Gewöhnlich hat der Schütze keine Lust, den Auslöser über viele Minuten mit der Hand festzuhalten (Zur Erinnerung: Hier wird durch 'Loslassen' ausgelöst, nicht durch 'Abziehen'). Deshalb haben wir am Korpus ein kleines Brettchen H befestigt, auf dem ein einfacher Riegel festgeschraubt ist. Schiebt man den Riegel bei gespannter Ballista vor, behindert er den Auslöser I in seiner Rotation und verhindert so das Auslösen. Man kann dann den Auslöser I ganz entspannt loslassen - der Grund für das Brettchen H liegt in der Dimension des Riegels: er ließ sich nicht auf der schmalen Kante der Latte B befestigen. Ihr solltet überigens den Kauf eines Feder-Riegels erwägen: Diese Art macht so richtig schön agressiv-bedrohlich "KLACK" beim entsichern. Der Riegel ist in der Zeichnung nicht dargestellt.

Das Brett E dient der Befestigung der Bambusmatten aus den Stäben P und der Einzelstangen O: Die Wurfarme werden mit Paketschnur kreuzweise an E angeschnürt , anschließend wird das ganze mit Seil umwunden und so ambientetauglich verkleidet.

Die Teile F und G bilden das Gehäuse für die Kettenkurbel (S und R). Die Kurbel ist absolut zu empfehlen, weil die Wasserbomben schon ein wenig mehr Zugkraft brauchen als man mit der Hand leicht aufbringen kann. Außerdem verschönert es natürlich sehr! Wir haben F nicht mit einem Loch zum Durchstecken, sondern mit L-förmigen Ausfräsungen realisiert, um die Kurbel und die Kette auch abnehmen zu können ... wer's mag.

Das Stativ ist ja schon in der oberen Zeichnung seinem Prinzip nach dargestellt. Die genauen Maße könnt ihr der folgenden Zeichnung entnehmen. Vielleicht noch ein Wort zur Warnung: obwohl die Lagerung des Korpus in dem Aufbau aus einem Holzstab und zwei Eisenwinkeln (N und M) schon viel besser ist als eine Spitzenlagerung (wie ich es vorgeschlagen hatte), erwies sie sich trotzdem als ein Schwachpunkt der Konstruktion. Man kann das schon auf dem Bild auf der ersten Seite sehen: das Gewicht des Korpus hat die dicke Schraube einfach krummgebogen. Ich empfehle also dringend, da eine andere Lösung zu finden.

Das wars im Wesentlichen. Kommen wir nun zu ein paar Details.

Das muß bis nächste Woche warten.... ich arbeite dran! versprochen!

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