Ernährung für Läufer

Ernährung für Läufer

INHALTSVERZEICHNIS

Fitness.com - Rezept der Woche

Ernährung

Bewußt Essen

Was isst man vor dem Start?

Wundervitamine ACE

Körperfetttabelle

Kalorienverbrauch beim Laufen

Fakten zum Fettkonsum

Der Zaubertrank zum Erfolg Richtiges Trinken für Läufer

Was soll ich beim Marathon trinken ?

Mythos Banane

 

 

Ernährung

Bewußt Essen

Öfter
Dafür kleinere Mahlzeiten. Zwei bis drei Hauptmahlzeiten und zwei kleinere Imbisse zwischendurch. Ideal wäre es, alle zwei bis drei Stunden eine Kleinigkeit mit Genuß zu essen.

Abwechslungsreich
Nicht immer das selbe! Variieren Sie mit Geschmack und lassen Sie sich von Ihrem Gaumen leiten und genießen Sie Reis, Nudel, Vollkorn, und Kartoffelgerichte oder Hirse, Gemüse, Obst, mageres Fleisch oder Fisch!

Fett-,Salz- und Zuckerarm
Da gerade die fett-, salz- und zuckerreichen Nahrungsmittel “SUPER“ schmecken, haben Sie das Problem, daß gerade diese, wahre Kalorienbomben sind und oft auch schwer belastet sind mit diversen Geschmacksverstärkern, Umröthilfen, Bindemitteln, etc..
Versuchen Sie auch hier, Ihre Ernährung mehr auf einen gesunden Genuß hin abzustimmen. Stellen Sie sich nicht von heute auf morgen um, aber beginnen Sie bereits heute mit dem ersten richtigen Einkauf.

Einkaufstip
Mehr frisches Gemüse und Obst und weniger Süßes,- Fettarm und ballaststoffreich, schonend gekocht, wenig gesalzen, dafür mit frischen Kräutern gut gewürzt.
Und: Mit Genuß gekaut ist halb verdaut!
WO FINDEN SIE NUN DIE VERSTECKTEN FETTE, WIE SOLL ICH SIE MEIDEN?
Als versteckte Fette bezeichnet man alle Fette, die nicht sichtbar sind, wie z.B. in Fleisch und Käse. Versteckte Fette finden sich auch beispielsweise in Wurst, Saucen, Mayonaisen, Desserts, Knabbergebäck (egal ob süß oder salzig), in allem Frittierten (billiges Öl) in Gebäck, Schokolade, etc.). Nebenbei haben gerade Wurstwaren teilweise auch einen sehr hohen Kochsalzgehalt und sollten daher auch aus diesem Grund gemieden werden. Dazu kommen oft auch noch Stabilisatoren, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Industriesalz und Hilfsmittel. Nicht unbedingt natürlich und gesund!

Zucker und salzhaltige, Nahrungsmittel
Das sind Käse, Wurst, Knabbergebäck, Dessert, Ketchup, Senf, Mayonaisen, Limonaden, Saucen, Fertigdressings, Gebäck, weißes Gebäck, Kekse, usw.

Die neue Mode:Light-Produkte
Fast alle diese light-Produkte haben zwar einen geringen Fettgehalt, sind jedoch auch mit normalen Fetten gemischt! Diese Nahrungsmittel haben meist mit einer möglichst natürlichen Ernährung nur sehr wenig zu tun. Ich rate Ihnen daher zu Vorsicht bei diesen Produkten. Essen Sie so natürlich und gesund wie möglich und nicht unbedingt nur “Light“. In diesem Zusammenhang rate ich persönlich auch bei den Brot - Fettaufstrichen zu echter österreichischer Butter, allerdings nicht fingerdick, sondern sparsam!

 

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Was soll ich beim Marathon trinken ?
Bereits bei einem Flüssigkeitsverlust von ca. 2% des Körpergewichts ist eine deutliche Leistungsminderung festzustellen. Mit entsprechenden Sportgetränken soll dieser Flüssigkeitsverlust bereits während der Belastung wieder möglichst weitgehend wieder ausgeglichen werden.
Ein solches optimales „Re-Hydrationsgetränk“ soll aber mehrere Funktionen erfüllen:
Ersatz von Flüssigkeit, das könnte prinzipiell Wasser alleine auch

Zufuhr von kurzfristig verfügbarer Energie, die aber den Blutzuckerspiegel nicht zu sehr durcheinanderbringen soll. Deshalb enthält ein optimales Marathongetränk pro Liter 55 bis 80 Gramm Kohlenhydrate aus einer Kombination von „schnellen“ und „langsameren“ Zuckerarten. Der Fruktosegehalt sollte v.a. aus Verträglichkeitsgründen maximal ein Drittel betragen und der Großteil sollte aus Maltodextrin kommen. Normaler Haushaltszucker in geringen Mengen ist während der Belastung nicht nachteilig.
Ersatz der über den Schweiß verlorenen Mineralstoffe und Vitamine
Schnelle Resorption durch eine gewisse Natriummenge (300 – 800mg/l)
Isotonie oder leichte Hypotonie, d.h. das Getränk sollte pro Volumenseinheit maximal so viel gelöste Teilchen wie das Blut beinhalten
Guter Geschmack! Sonst trinkt man automatisch zuwenig.
Aus den angeführten Gründen scheidet Wasser als geeignetes Sportgetränk während der Belastung aus. In den letzten Jahren gab es vor allem bei Ultra-Langzeitausdauerbewerben (Comrades-Marathon, Ironman-Triathlon) immer wieder mitunter lebensbedrohliche Fälle einer Hyponatriämie („Wasservergiftung“), wo durch das Trinken reinen Wassers der Natriumwert im Blut gefährlich niedrig wird. Häufig wurde bei diesen Zuständen dem Opfer weiter Wasser eingeflößt, was den Zustand weiter verschlimmerte.
Vor allem beim Hitzemarathon wie Wien 99 ist derjenige im Vorteil, der größere Flüssigkeitsmengen aufnehmen kann. Diese Fähigkeit muß im Training erworben werden. Wer nur 300 ml pro Stunde statt 500 – 800ml (beim Radfahren bis 1000ml) aufnehmen kann, der schlägt sich unter seinem Wert.

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Grösse in cm Gewicht in kg

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Was isst man vor dem Start

Das Frühstück sollte ca. zwei bis drei Stunden vor dem Start gegessen werden. Es sollte überwiegend aus leicht verdaulichen Nahrungsmitteln bestehen. Empfehlenswerte Getränke und Speisen sind: Tee, ev. leichter Kaffee, verdünnte Fruchtsäfte, Müsli ohne Ballaststoffe, Haferflocken, Cornflakes mit Magermilch oder Magerjoghurt, Weißbrot mit Marmelade oder Honig, Topfenaufstrich. Wenn man einen sehr empfindlichen Magen hat, sind auch alle Arten von Babynahrung z. B. Grießbrei gut bekömmlich. Sportriegel oder Kohlenhydratkonzentrate können auch kurz vor einer Belastung gegessen werden.
 

Wundervitamine ACE
Den antioxidativen Vitaminen ß-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) , C und E wird eine Schutzfunktion vor Krebs, Arteriosklerose und anderen chronischen Erkrankungen zugesprochen. Im besonderen können diese speziellen Vitamine den Organismus vor Schäden durch freie Radikale schützen.
Eine protektive Wirkung wird einer täglichen Zufuhr von 2 - 4 mg ß-Carotin, 75 - 150 mg Vitamin C und 15 - 30 mg Vitamin E zugeschrieben. Eine optimale Zufuhr kann nur mit einer Nahrung erreicht werden, die reich an Obst, Gemüse - ein Teil davon als Rohkost - und Vitamin E-reichen Pflanzenölen (z.B. Weizenkeimöl) ist. Die im Handel erhältlichen Getränke mit den Vitaminen ACE können daher eine Bereicherung des Speiseplanes darstellen. Der optimale Schutz wird mit den Vitaminen ß-Carotin, C und E und den Mineralstoffen Selen und Zink erreicht.
 

Empfohlener maximaler Körperfettanteil

 

Männer

Frauen

Alter Exzellent Gut Mittel Schlecht Exzellent Gut Mittel Schlecht
20-24 10,8 14,9 19,0 23,3 18,9 22,1 25,0 29,6
25-29 12,8 16,5 20,3 24,3 18,9 22,0 25,4 29,8
30-34 14,5 18,0 21,5 25,2 19,7 22,7 26,4 30,5
35-39 16,1 19,3 22,6 26,1 21,0 24,0 27,4 31,5
40-44 17,5 20,5 23,6 26,9 22,6 25,6 29,3 32,8
45-49 18,6 21,5 24,5 27,6 24,3 27,3 30,9 34,1
50-54 19,5 22,3 25,2 28,3 25,8 28,9 32,3 35,5
55-59 20,0 22,9 25,9 28,9 27,0 30,2 33,5 36,7
60+ 20,3 23,4 26,4 29,5 27,6 30,9 34,2 37,7

 
Kalorienverbrauch beim Laufen
Verbrauch bei zehnminütigem Lauf
Gewicht 7:30 min/km 6:15 min/km 5:30 min/km 5:00 min/km 4:20 min/km 4:00 min/km 3:45 min/km 3:15 min/km
59,0 kg 78 98 108 122 137 148 156 176
63,5 kg 85 106 117 133 149 160 170 191
68,0 kg 90 113 124 141 158 170 180 203
72,5 kg 97 121 133 152 170 183 194 218
77,0 kg 102 128 141 160 179 192 204 230
81,5 kg 109 136 150 170 191 205 218 245
86,0 kg 115 143 157 178 200 216 230 257
90,5 kg 121 151 166 189 212 228 242 272

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Gewicht in kg Dauer in min
Übung

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Der Zaubertrank zum Erfolg(?)
 

Bei Audauerwettkämpfen, die mitunter mehrere Stunden dauern, ist ein Nachschub von außen nicht nur sinnvoll, sondern unter bestimmten Umständen für eine Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit sogar unbedingt notwendig. Nur wer genügend trinkt, kann eine Leistungseinbuße verhindern.

Der kommerziellen Anbieter von „Sportgetränken“ haben hier natürlich eine Marktchance erkannt und die angebotene Produktpalette ist kaum mehr zu überblicken. „Energy Drinks“ und „isotonische“ Wundermittel sollen den Treibstoff für Spitzenleistungen liefern. Was ist nun wirklich sinnvoll und wie sollte ein ideales Getränk für den Ausdauerwettkampf beschaffen sein? Gibt es den Zaubertrank für den Erfolg?

Flüssigkeits-, Energie- und Elektrolytersatz

Prinzipiell soll die Getränkezufuhr während eines Wettkampfes drei unterschiedliche Anforderungen erfüllen:

1. Ersatz der durch den Schweiß verlorenen Flüssigkeit
2. Zufuhr von Energie
3. Zufuhr von Mineralstoffen

Bei allen Ausdauerwettkämpfen ist der erste Punkt am wichtigsten. Der Verlust von Körperflüssigkeit über den Schweiß geht vor allem zu Lasten der Flüssigkeit in den Zellen, den Zellzwischenräumen und dem Blutplasma (= flüssiger Blutbestandteil). Ein größerer Flüssigkeitsverlust kann zu beträchtlichen gesundheitlichen Problemen bis hin zum Hitzekollaps führen. Aber auch bereits relativ kleine Schweißverluste reduzieren die Leistungsfähigkeit.

Es ist erwiesen, dass bereits bei einer Dehydration von 2% des Körpergewichts - bei den meisten Sportlern entspricht dies weit weniger als 2 Liter Schweißverlust - zwar keine gesundheitlichen Probleme auftreten, aber die Leistungsfähigkeit spürbar nachläßt. Zu wenig trinken ist einer der häufigsten Trainingsfehler überhaupt!

Ohne Schweiß kein Preis!

Schweißraten von über 2 Liter pro Stunde sind bei extremen Bedingungen nicht ungewöhnlich. Das bedeutet, dass bei einem 3 Stunden-Marathon bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit 6 Liter Flüssigkeit verloren gehen können. Wer abschätzen möchte, wieviel Flüssigkeit er beim Sport verliert, braucht sich nur vorher und hinterher genau zu wiegen. Ein guter Richtwert für den Flüssigkeitsbedarf ist 1 ml/Kcal. Energieverbrauch.

Schwitzen bedeutet zunächst hauptsächlich Wasserverlust. Aber schon der salzige Geschmack des Schweißes deutet darauf hin, dass mit der Flüssigkeit auch Elektrolyte (Mineralstoffe und Spurenelemente) verlorengehen: Vor allem Natrium, Chlorid, Kalium, Kalzium und Magnesium sowie die Spurenelemente Eisen und Zink.

Das Tempo machts - Auch bei der Flüssigkeitsaufnahme

Langfristig gesehen sollte die Bilanz der Elektrolyte natürlich ausgeglichen werden. Durch viele Studien ist allerdings belegt, dass die Zufuhr von Elektrolyten während des Wettkampfes zum Zwecke der Wiederauffüllung keinen Sinn macht. Die Beimengung von Elektrolyten (v.a. Natrium) geschieht in diesem Zusammenhang in erster Linie zur Beschleunigung der Flüssigkeitsresorption.

Die möglichst schnelle Wiederauffüllung der Flüssigkeitsspeicher (Rehydration) während der Belastung ist entscheidend. Es ist klar, dass bei massiven Flüssigkeitsverlusten soviel Flüssigkeit während dem Wettkampf nicht problemlos eingenommen werden kann. Deshalb ist zumindest bei der Wahl der Getränke darauf zu achten, dass das, was getrunken wird, auch schnellstmöglich vom Körper aufgenommen wird und noch vor Ende des Wettkampfes dorthin kommt, wo es benötigt wird. Die Flüsssigkeitsaufnahme findet im Dünndarm statt. Eingenommene Getränke sollten also nicht lange im Magen verweilen. Ein wesentlicher Indikator für die Güte eines Sportgetränkes ist deshalb die Magenentleerungsrate, d.h. wie schnell das Getränk vom Magen in den Darm weitergeleitet wird.

Ist Wasser ausreichend?

Wasser alleine verlässt zwar sehr schnell den Magen, verweilt aber dann lange im Dünndarm und verursacht beim Laufen ein unangenehmes Gefühl. Wasser wird vom Körper schlecht zurückgehalten (niedriger Retentionsgrad) und führt leicht zu einem Harndrang. Um einen Flüssigkeitsverlust von einem Liter auszugleichen, müssten ca. zwei Liter Wasser getrunken werden. Außerdem stimuliert Wasser durch seinen Geschmack nicht sonderlich das Trinken und führt zu weiteren Natriumverlusten. Durch die Beimengung einer bestimmten Menge von Kohlenhydraten und Natrium wird einerseits die Magenentleerung gegenüber Wasser nicht verzögert und andererseits die Resorption im Dünndarm beschleunigt. Gerade in den letzten Jahren wurden bei Langzeit-Ausdauerwettkämpfen immer wieder Fälle einer Hyponatriämie beobachtet (zu niedriger Natriumspiegel durch alleinige Wasserzufuhr), wobei es sogar zu lebensbedrohlichen Zuständen gekommen ist.

Im Hinblick auf die Flüssigkeits- und Energieversorgung ist ein Kohlenhydratgehalt von 60 - 80 Gramm/Liter und ein Natriumgehalt von 400 - 800 Milligramm/Liter optimal.

Liegt der Kohlenhydratgehalt darunter, ist die Energiezufuhr nicht ausreichend, liegt der Gehalt deutlich darüber, fließt Wasser in die Gegenrichtung vom Blut in den Darm. Dies wäre für Ausdauersportler absolut unerwünscht, da das Blut möglichst dünnflüssig gehalten werden muß. Außerdem würde ein zu hoher Kohlenhydratgehalt in Kombination mit den Mineralstoffen zu einer hypertonen Lösung führen (zu hohe Osmolarität).

Hypoton - Isoton - Hyperton

Die Osmolarität ist ein Maß für die Anzahl der gelösten Partikel in einer Flüssigkeitsmenge. „Isotonie“ bedeutet, dass zwei Flüssigkeiten dieselbe Osmolarität aufweisen. Alle entsprechenden Studien zeigen aber, dass die Isotonie eines Getränkes für die schnelle Absorbtion bei weitem nicht so entscheidend ist wie oftmals in der Werbung behauptet wird. Günstiger sind in jedem Fall isotone oder hypotone Getränke (das Getränk ist mehr mit Wasser verdünnt) als hypertone Getränke, die eine höhere Teilchendichte als das Blut besitzen.

Die Art der Kohlenhydrate ist für die Aufnahme gar nicht so wesentlich wie oft zu lesen ist. Der Einfachzucker Glucose wäre in dieser Hinsicht genauso effektiv wie normaler Haushaltszucker oder komplexe Kohlenhydrate. Da die Energie im Blut aber über längere Zeit zur Verfügung stehen soll und damit die Bauchspeicheldrüse nicht zu einer überhöhten Insulinausschüttung angeregt wird, sind komplexe Kohlenhydrate wie Maltodextrin vorzuziehen. Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker (Fruktose) sind auch geeignet, nur sollte der Fruktoseanteil an den Kohlenhydraten nicht mehr als ein Drittel betragen, da sonst eine erhöhte Durchfallneigung oder Sodbrennen die Folge sein kann.

Die mengenmäßige Zusammensetzung eines idealen Sportgetränks orientiert sich weiters an der Zusammensetzung des Schweißes und an der Absorbtionsrate der einzelnen Bestandteile. Natrium, Chlorid und Kalium werden praktisch zu 100% resorbiert, während von Kalzium und Magnesium mehr als zwei Drittel der zugeführten Menge nicht aufgenommen werden.

Zusammensetzung eines idealen Wettkampfgetränkes für Ausdauersportler

 

Kohlenhydrate

60 - 80 Gramm

 

Natrium

400 - 800 mg (-1100 mg, wenn kein Geschmacksproblem)

 

Chlorid

1000 mg

 

Kalium

bis 225 mg

 

Kalzium

bis 225 mg

 

Magnesium

bis 100 mg

 

Wie bei vielen Dingen des Lebens: die Dosis machts!

Die Zugabe von Natrium beschleunigt auf alle Fälle die Resorption. Ein Gehalt von deutlich über 1000 mg/Liter macht aber ein Getränk vom Geschmack her zu salzig, womit sich die Empfehlung von 400 - 800 mg/Liter ableitet. Die Beimengung anderer Mineralstoffe (v.a. Chlorid, Kalium Calcium, Magnesium) kann nicht schaden, solange beachtet wird, dass die Konzentration bei Beachtung der Absorbtionsrate die Konzentration der jeweiligen Substanz im Schweiß nicht übersteigt. Jedenfalls wäre ein Hinzumischen aller möglichen Dinge, die irgendwie helfen könnten, nicht sinnvoll, da irgendwann die ganze Flüssigkeit hyperton wird. Chlorid wird am einfachsten gemeinsam mit Natrium als Natriumchlorid (normales Speisesalz) zugeführt. Übrigens brauchen sie von der blutdrucksteigernden Wirkung von Natrium in diesem Zusammenhang keine Angst haben. Magnesium kann in zu hohen Dosen abführend wirken, da es nur zu ca. einem Drittel aufgenommen wird. Die Behauptung, dass eine hohe Magnesiumzufuhr Muskelkrämpfe verhindern hilft, ist durch nichts bewiesen. Die Hauptursachen von Muskelkrämpfen sind allgemeine Dehydration (Flüssigkeitsmangel), Natriummangel und zu intensives Training (immer schnell und kurz ...), wodurch sich die Blutversorgung der Muskualtur nicht entsprechend entwickeln kann. Ein zu hoher Kaliumgehalt kann die Wärmeregulation beeinträchtigen.

Ein weiterer beachtenswerter Punkt ist der Säuregrad des Getränks. Eine gewisse Säure verbessert zwar den Geschmack eines Getränks, gerade aber bei extremen körperlichen Belastungen wäre physiologisch ein möglichst niedriger Säuregrad wünschenswert. Es gilt also einen Kompromiß zwischen Geschmack und besserem Effekt auf den Körper zu finden. Aufgrund dieser Anforderung scheiden Mischungen mit eher sauren Obstsäften (z.B. Orangensaft) aus. Der pH-Wert eines Sportgetränks für den Wettkampf sollte unter 4 liegen.

Aufgrund der angegebenen Kriterien scheiden recht viele sogenannte Sportgetränke als ideale Durstlöscher aus. Das Hauptproblem liegt in der zu hohen Konzentration der Inhaltsstoffe, oder dass die Hauptkohlenhydratquelle billige Saccharose (normaler Haushaltszucker) ist. Beachten Sie das Etikett ihres Getränks: wenn bei den Inhaltsstoffen Saccharose nach Wasser an nächster Stelle steht, schenken Sie es ihrem Gegner. Für kommerzielle Anbieter ist der Markt für leistungssportgeeignete Getränke eigentlich zu klein. Deshalb werden viele Kompromißlösungen angeboten. Getränke, die die oben genannten Anforderungen zur Gänze erfüllen, würden vom „normalen“ Konsumenten aus Geschmacksgründen kaum angenommen werden. Unter Berücksichtigung der angeführten Kriterien sind z.B. Hydro Plus von Power Bar und Vitacan  long distance (nicht das „normale“ Vitacan) für Ausdauersportler optimal geeignet, die auch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis besitzen.

Sie können sich ihr Sportgetränk mit etwas Aufwand auch selbst mischen. Fruchtsäfte alleine enthalten ca. 120 Gramm natürlichen oder zugesetzten Zucker (bei Johannisbeersaft aus geschmacklichen Gründen notwendig) pro Liter. Deshalb müssen sie zur Herstellung eines Sportgetränks verdünnt werden. Mit einem Johannisbeersaft, den sie ca. 1:1,5 mit stillem Mineralwasser verdünnen, haben sie ein sehr gut geeignetes Wettkampfgetränk. Wenn der Natriumgehalt ihres Mineralwassers niedrig ist, können sie mit etwas Salz nachhelfen. (1 Messerspitze entspricht ungefähr 1000 mg (= 1 Gramm), besser wäre Abwiegen mit der Briefwaage). Mischungen mit Apfelsaft haben bei Untersuchungen eine relativ langsame Aufnahme gezeigt, was an bestimmten Fruchtsäuren liegen dürfte.

Eine wesentliche Voraussetzung ist, dass ihnen ihr Getränk unter Belastung auch schmeckt, sonst werden sie immer zu wenig davon trinken. Darüber hinaus wird ihnen jeder noch so gute Geschmack irgendwann reichen und sie werden deshalb Abwechslung suchen. Wie bei vielen anderen Dingen sollten sie auch beim Getränk im Wettkampf nicht experimentieren, sondern nur auch im Training mehrfach bewährte Getränke verwenden. Als Faustregel gilt: wenn ihnen ihr Getränk schon in Ruhe relativ süß vorkommt, wird es ihnen im Wettkampf viel zu süß und klebrig erscheinen.

Falls sie auf die bei Wettkämpfen angebotenen Getränke bei den Labestationen angewiesen sind, erkundigen sie sich vorher nach der Art der Getränke. Das von einem Sponsor zur Verfügung gestellte Getränk muß nicht immer optimal für sie sein.

Vom richtigen Zeitpunkt

Neben Art und Menge der Flüssigkeitszufuhr spielt im Wettkampf natürlich auch das Timing eine große Rolle. Vor einem Laufwettkampf (Marathon) können sie 3 - 5 Minuten vor dem Start noch 200 - 300 ml von den beschriebenen Getränken trinken. Bei Radrennen (auch Triathlons) kann die Menge auch doppelt so groß sein (im Training ausprobieren!). Zwischen 60 und 5 Minuten vor dem Start würde das Trinken mitunter zu einem Harndrang in der Anfangsphase des Wettkampfes führen.

Ideal wäre während des Wettkampfes das schluckweise Zuführen von Flüssigkeit das ganze Rennen hindurch. Da das organisatorisch nicht machbar ist, sollte zumindest alle 15 - 25 Minuten ein kleiner Becher (150 - 250 ml) getrunken werden. Bei Hitze (und hoher Luftfeuchtigkeit) ist die Zufuhr natürlich noch wichtiger, in diesem Fall können die Getränke auch mehr mit Wasser verdünnt werden. Bei großer Kälte, wenn sie kaum schwitzen, steht die Energiezufuhr (Kohlenhydrate, eher süßer) im Vordergrund.

Bei Radrennen und (Langdistanz-) Triathlons unter Hitzebedingungen ist die regelmäßige Flüssigkeitszufuhr entscheidend. Im Kampf mit den Konkurrenten vergisst man leicht auf das vorbeugende Trinken. Sie können aber z.B. den Timer ihrer Stoppuhr alle 10’ piepsen lassen um nicht auf das Trinken zu vergessen. Wenn sie im Wettkampf erst dann mit dem Trinken beginnen, wann das Durstgefühl eintritt, dann ist es zu spät.

Der Sportler trinkt im Wettkampf nicht gegen den Durst, sondern zur bestmöglichen Erhaltung der Leistungsfähigkeit!

Mag. Wilhelm Lilge

w.lilge@magnet.at

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Fakten zum Fettkonsum

Beim Fett kommt der richtigen Sorte Fettsäuren eine weitaus höhere Bedeutung als der absoluten Menge zu. Dazu die nachstehenden Hinweise.

  • Verwenden Sie zum Zubereiten von Speisen bevorzugt Oliven- oder Sonnenblumenöl statt Butter und Margarine.

  • Essen Sie wöchentlich etwa 300 Gramm Fisch.

  • Essen Sie öfter Walnüsse oder Mandeln

  • Mischen Sie gemahlenen Leinsamen oder Leinsamenöl an die Speisen

  • Meiden Sie verarbeitete Lebensmittel wie Chips oder Cracker aus gehärtetem Fett

  • Ziehen Sie Vollkornprodukte allen Erzeugnissen aus raffiniertem Mehl vor

  • Gönnen Sie sich täglich vier bis fünf Portionen Obst oder Gemüse

Mythos Banane

Glaubt man den meisten Läufern, dann strotzt die Banane vor Energie. Bananen enthalten jedoch nicht nur Stärke sondern auch Ballaststoffe, die im Darm nicht abgebaut werden können. Darüber hinaus ist nicht die gesamte in der Banane enthaltene Stärke gut verdaulich. Das Ausmaß der Verdaulichkeit ist stark abhängig vom Reifeprozess. Unreife Bananen gelangen zu 75 % unverdaut in den Dickdarm und führen dort zu Gasbildung. Ausgereifte Bananen (gelb mit schwarzen Flecken) werden fast vollständig verdaut und ins Blut aufgenommen. Also: Je reifer die Banane, desto besser. Auch der Magnesium- und Kaliumgehalt der Bananen wird überschätzt. Zur Deckung des Tagesbedarfs an Magnesium müssten rund zwei Meter Bananen gegessen werden.

 

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