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Lamington National Park
Ein guter Ort zur Vogelbeobachtung, besonders von Pennant- und Königssittichen ist der Lamington National Park, knapp 150km südlich von Brisbane. Der etwa 20.000 ha große subtropische Hochlandregenwald mit Riesen-Würgefeigen und eingestreuten Südbuchenwäldern sowie einer Unzahl von epiphytischen Moosen, Farnen und Orchideen beherbergt neben anderem Getier wie Rotnackenfilander, Kurzkopfgleitbeutler und Fuchskusu auch etwa 190 Vogelarten, darunter auch der für diese Region endemische und seltene Schwarzleierschwanz, der Seidenlaubenvogel, Gelbhauben- und Gelbohrkakadus und das seltene Thermometer-Buschhuhn.
Trotz der traumhaften Landschaft und der vielen interessanten exotischen Bewohner, kann der Aufenthalt in dieser Region manchmal recht unangenehm und nervig werden: Heerscharen von Zecken und Millionen Blutegel können einem die Wanderungen durch den Nationalpark besonders nach Regenfällen vermiesen.
In den letzten Jahren und ganz besonders in 2002 regnete es nach der Auskunft der Parkranger (wohl auch auf Grund der weltweiten Klimaveränderungen) viel zu selten. Der eigentlich satt grüne Urwald sah bei meinem letzten Besuch sehr traurig aus. Alles war recht trocken, die Blätter oft braun, die Flüsse führten kaum Wasser und vor allem war es viel zu leise für einen Regenwald! Wenn die nächsten Jahre ähnlich trocken werden, ist damit zu rechnen, dass in dieser Regenwaldregion viele tausend Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind.
Die hier zu sehenden Crimson Rosellas bzw. Pennantsittiche (Platycercus elegans) sind eine von knapp 10 Unterarten der Plattschweifsittiche und leben in den feuchten Wald- und Küstenregionen Südostaustraliens. Im Gegensatz zu Kakadus sind Sittiche hervorragende und schnelle Flieger. Spätestens wenn man einmal freilebende Sittiche und Papageien in ihrem Lebensraum beobachten konnte, wird man mit großer Wahrscheinlichkeit kaum noch Verständnis für die selbsternannten Vogelliebhaber, die diese Tiere in Käfigen und Volieren halten, aufbringen können.
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