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Das Handlesen


Das Handlesen ist so alt wie die Menschheit selbst. Älteste indische Quellen bezeugen, dass es bereits vor ca. 3000 Jahren im alten Indien praktiziert wurde. Zusammen mit der Physiognomie wurde die Handlesekunst von keinem geringeren als dem Meeresgott Samudra und Prahlada begründet. Daher nannten die Inder (Hindus) diese Wissenschaft: Samudrika Shastra. Diese Wissenschaft beinhaltete die Physiognomie, welche die Linien und Zeichen des ganzen Körpers in Betracht zogen. Daraus entwickelte sich dann die Wissenschaft Hastrika oder Hast Samudrika- das Studium von den Handlinien.

Physiognomie und Handliniendeutung werden zum Beispiel in den folgenden alten indischen Schrifen dargestellt:

1. Visnudharmottara Purana

2. Agni Purana

3. Garuda Purana

4. Brhat Samhita

5. Ananga Ranga

6. Bhavisyottara Purana (Hier gibt es ein ganzes Kapitel über die Handliniendeutung)

Ähnliche Überlieferungen gibt es auch aus der Frühzeit der sumerischen Kultur. Hier hieß der Überlieferer dieser Wissenschaften Oannes. Dieser Mythos stammt um die Zeit um 4000 v. Chr. Auf Keilschrifttafeln ist zu lesen:

"Oannes verkehrte den Tag über mit den Menschen, ohne Speise zu sich zu nehmen, und überlieferte ihnen die Kenntnis von Schriftzeichen. Er lehrte sie, wie man Städte baut und das Land vermisst. Mit Sonnenuntergang ist dieses Lebewesen wieder in das Wasser hinab getaucht und hat die Nächte in der See verbracht."

"(......) Im ersten Jahr erschien (.....) ein vernunftbegabtes (!) Tier mit Namen Oannes, dessen ganzer Körper (...) der eines Fisches war, unter dem Fischkopf hatte er noch einen anderen Kopf, er besaß menschenähnliche Beine, die sich unter dem Fischschwanz befanden. Seine Stimme und Sprache waren artikuliert und menschlich (....). Dieses Wesen weilte am Tage unter den Menschen, nahm aber keinerlei Nahrung zu sich. Er gab den Menschen Einsicht in die Schreibkünste und Wissenschaften, außerdem in alle Arten von Kunst. Er lehrte sie, Städte zu bauen, Tempel zu errichten und erkärte ihnen die Regeln der Geometrie. Er zeigte ihnen, wie man sät, wie man die Früchte erntet (...) und machte sie so zu Menschen.(....) Wenn die Sonne unterging, zog sich das Wesen Oannes ins Meer zurück und verbrachte die Nacht in der Tiefe, denn er war amphibisch. Nach diesem (Wesen) erschienen noch andere Tiere, die wie Oannes waren."

--Berossus (Ancient Fragments (Isaac Preston Cory) )

Von Oannes erhielten so die Babylonier ihre ganze Kultur, Schrift und Astrologie. Oannes war ein Wesen halb Mensch, halb Fisch, der sich aus dem Meere erhob.

Des Weiteren gibt es ein Kompendium in babylonisch-assyrischer Sprache. Alamdimmu, "Körpergestalt", handelt von den Merkmalen des menschlichen Körpers, welche in früherer Zeit systematisch untersucht worden sind und deren Bedeutung Bezug nimmt auf zukünftige Ereignisse oder den Charakter. Die größte Anzahl der Texte des Omenwerkes stammt aus dem 7. Jh. v. Chr., aus der Bibliothek des assyrischen Herrschers Assurbanipal in Ninive.

Auch in den biblischen Schriften verstecken sich Hinweise auf diese Wissenschaft.

„Aller Menschen Hand hält er verschlossen, daß die Leute lernen, was er tun kann" (Hiob 37,7).

 „Langes Leben ist in ihrer rechten Hand, in der Linken ist Reichtum und Ehre" (Spruch 3,16)

„Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet: deine Mauren sind immerdar vor mir!“ (Jesaias,49. Kapitel, Vers 16)

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

   


 

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