Mit 3-4 cm recht kleinbleibende Garnelen, die problemlos in jedem Becken gehalten werden können. Fressen das, was die Fische übriglassen, sind gut als Saubermänner zu gebrauchen. Lassen auch den kleinsten Jungfisch in Ruhe, sind teilweise sehr gute Algenvertilger. Vermehren sich bei mir sehr gut. Ich halte sie in dichtbepflanzen Becken mit Ancistrusarten zusammen, da ist die Vermehrung sogar besser als in reinen Artbecken. Gefüttert wird alles, besonders gerne wird "Grünzeugs" genommen, z. B. Gurke, Paprika, Melone, Löwenzahn, Banane, Salat, Blumenkohl. Anstatt des Überbrühens mit heißem wasser, gebe ich Salat und Löwenzahn kurz in die Mikrowelle bis er zusammenfällt, Blumenkohl gibts nur gekocht, das andere roh. Wer sichs etwas einfacher machen will kann Pflanzentabletten, Spirulinatabletten oder, als besonderen Leckerbissen, Kaninchenfutter (ja richtig, diese Preßwürstchen !!, die sind auch bei meinen Marmorkrebsen und Ancistrusarten sehr beliebt) nehmen.
Meine Wasserwerte: GH 3, KH 1,5, 170 mikroSiemens, kein Nitrit/Nitrat. So kommt das Wasser bei mir aus der Leitung, ich bereite nichts auf. Allerdings machten die Garnelen bei Freunden auch keinerlei Probleme im harten Wasser. Die Wasserwerte scheinen egal zu sein, solange das Wasser sauber ist.
Ich pflege derzeit folgende Unterarten:
Bienengarnele:
wunderschön gezeichnete Garnele (rotbraun/weiß/transparent) bis ca 4 cm, sehr guter Algenvertilger! Vermehrung in allen Becken , auch mit Fischen gut, hat sich fast über meine ganze Anlage ausgebreitet.
Redcrystalgarnele:
dies ist die Albinoform der Bienengarnele. Brauchen zum Wohlfühlen wohl Temperaturen von 18 bis 22°C, ab 25° C sollen sie keine Eier mehr produzieren. Habe nach 2 Fehlversuche jetzt die ersten Weibchen mit Eiern.
Zebragarnelen:
Unter diesem Namen findet man etliche Garnelen im Handel, alle sind transparent mit rotbraunen Querstreifen, etwas kleiner bleibend bis max 3 cm, vermehrt sich zufriedenstellend auch nur in Becken mit Fischbesatz, im reinen Artenbecken kümmern sie etwas.
Tigergarnele
Wird recht groß (knapp 4 cm), schöne Zeichnung, roter Schwanzfächer.
Hummelgarnele:
rotbraune breite Querstreifen auf gelblich-transparentem Körper, bis 4 cm. Die Vermehrung ist nicht so gut wie bei den anderen beiden Arten, aber langsam kommt sie in Gang.
Rotrückengarnele:
rotbrauner Längsstreifen auf gelblich, manchmal grünlich transparentem Körper, bis 3 cm. Haltung und Vermehrung wie Hummelgarnele.
Rotschwanzgarnele:
Gelblich-transparenter Körper, bis 4 cm. Schöner roter Schwanzfächer.
Blauschwanzgarnele:
Sehr variabel in der Färbung. Von kräftig blauschwarz bis rot, heller Rückenstreifen mit mehreren Querstreifen. Alle meine Tiere haben einen kräftig dunkelblauen Schwanzfächer. Zucht ist mir nicht ganz klar. Ich habe 8 Tiere gekauft, jetzt auch schon ca 10 abgegeben und noch gut 10 Tiere im Becken, habe aber nie Larven oder Junge gesehen.
Die Eier sind sehr klein.
Minijaponica:
Sehr schlicht in der Färbung. Vermehrt sich aber gut und frißt ordentlich Algen.
Ceylongarnele, Caridinia ceylanica:
Sehr variabel in der Färbung. Oft grün, manchmal orange mit hellem Rückenstreifen, manchmal dunkelbraun bis fast schwarz.
Werden so genannt weil meist die Männchen sehr groß ausgebildete Arme und Scheren haben. Die Arten dieser Gattung kommen weltweit vor, hauptsächlich in Flüßen. Die Größe reicht von 1 cm bis 30 cm.
bis 8 cm groß, teilweise räuberisch lebende Garnele. Es fehlt schon hin und wieder mal ein Stückchen Flosse bei den Mitbewohnern. Zucht ist möglich, primitiver Fortpflanzungstyp. Ich habe ein paar hundert Larven, die ich zufällig entdeckt hatte abgesaugt und in einem extra Becken aufgezogen. Da die Larven stark nach dem Licht gehen und sich bei Seitenlicht durch das dauernde Anschwimmen an die Seitenscheibe sehr leicht verletzen und dann eingehen, hab ich das Becken ganztägig beleuchtet. Gefüttert mit Euglena, Pantoffeltierchen und Artemia, keine Filterung, täglicher Teilwasserwechsel. Trotzdem habe ich von anfags ca 1000 Larven nur 25 groß bekommen. Futter?
wunderschöne Garnele, fast schwarz mit weißgelben Längsstreifen. Kennzeichen ist die mit etlichen haarartigen Fortsätzen geschmückte Greifschere des Männchens. Wird bis 8 cm groß, geht dann leider an Fische (Artbecken!) Primitiver Fortpflanzungstyp, vermutlich brauchen die Larven Salz- bzw Brackwasser zur Entwicklung, ich habe im Süßwasser keine Larve aufziehen können.
Leicht zu vermehrende Art, entläßt fertig entwickelte Jungtiere. Aasfresser, bis 7 cm. Ausführlicher Haltungs- und Zuchtbericht siehe unter
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Macrobrachium spec., Borstenhandgarnele:
Diese Garnelem gehören zum spezialisierten Fortpflanzungstyp und scheinen nicht größer als ca 5 cm zu werden. Mittlerweile muß ich meine Aussage, sie seien Pflanzenfresser doch deutlich revidieren. Pflanzentabletten werden verschmäht, besonders gerne werden lebende Wasserflöhe, Artemia und Mückenlarven gejagt. Ich habe mehrmals "Testfische" mit eingesetzt, zb ein Paar kleine Guppies ca 4 cm, danach Platies mit ca 3 cm. Jedesmal waren die Fische nach ein paar Tagen restlos verschwunden. Mittlerweile habe ich sie abgegeben, da sie wohl deutlich härteres Wasser benötigen. Frank hält sie problemlos bei über 15 ° GH und züchtet sie da auch.
Macrobrachium spec, Minigarnele
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