Liebe Kakteenfreundin, lieber Kakteenfreund!
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Mit dieser
Seite möchte ich Ihnen eine kurze Anleitung zur Pflege von
Kakteen geben. Zu den vorhandenen Links
kommen immer mal welche dazu. Und neue Bilder. Die Bilder zeigen fast
ausschließlich Pflanzen aus meiner Sammlung. Ausgenommen davon sind Blattkakteen (Epiphyllum). Ebenso Wolfsmilch (Euphorbiaceae), die oft für Kakteen gehalten werden, aber keine sind. |
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Kakteen leben in ihrer natürlichen Heimat unter sehr extremen
Bedingungen, die wir in Blumentöpfen und unserem Klima
nicht schaffen können. Wenn wir jedoch die Ansprüche der
Pflanzen kennen und berücksichtigen, können wir auch in
unseren Breiten Kakteen pflegen, die ein gesundes und natürliches
Wachstum zeigen und uns Jahr für Jahr mit einer reichen und
prächtigen Blütenpracht erfreuen. Dazu folgende
Grundregeln:
Wie alle Pflanzen brauchen auch Kakteen Wasser. Für das
Gießen gilt:
* sofern man im Winter einen kühlen Platz
zur Unterbringung hat: von Anfang November bis Anfang März
möglichst nicht gießen! Der Kaktus braucht diese
Ruhezeit. Wenn kein kühler Platz zur Verfügung steht,
sollte trotzdem eher selten, etwa alle 3-4 Wochen gegossen werden.
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* in der Wachstumsphase Mai bis Ende August: reichlich gießen.
Etwa 1 x wöchentlich, bei trübem und kühlem Wetter
seltener, bei Hitze auch mal öfter. Täglich ein paar
Tropfen Wasser befeuchten stets nur einen Teil der Wurzeln,
deshalb besser den Topf komplett durchfeuchten und erst wieder
gießen, wenn die Erde trocken ist. Wichtig: kein
überschüssiges Wasser im Untertopf stehen lassen!
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* die Töpfe sollten unten Löcher haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann und ein Gießen
„von unten“ möglich ist. Wenn die Erde oben feucht geworden ist, ist sicher, daß der komplette Wurzelballen das Wasser aufgenommen hat. Besonders nach der Ruhezeit nimmt die trockene Erde das Wasser nur langsam an, es dauert oft mehrere Stunden, bis der Untersatz „ausgetrunken“ ist. Und bitte nie vergessen: überschüssiges Wasser grundsätzlich aus dem Untersatz wegschütten!
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Blattpflanzen brauchen zum Wachstum vorwiegend Nitrate, also
normalen Pflanzendünger. Für Kakteen sind zuviel
Nitrate jedoch schädlich. Normalen Dünger einfach
stärker zu verdünnen, kann unseren Kaktus regelrecht
vergiften! Er braucht andere Mineralien, eben einen
Kakteendünger!
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3. Licht / Temperatur
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Kakteen brauchen viel Licht. Es gibt einige Arten, die die pralle
Sonne nicht vertragen, das kann bis zu Verbrennungen führen
(nach der Winterruhe ist bei allen Arten Vorsicht geboten), manche
reagieren auf zu viel Sonne mit Braunfärbung, die aber nach
kurzer „Sonnenabstinenz“ wieder vergeht.
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Aber in erster Linie braucht der Kaktus in
dieser Zeit Ruhe. Sprich: Temperaturen von 6 °C bis 12 °C .
Unbedingt frostfrei. Und wenig, besser gar kein kein Wasser! Wenn
eine kühle Unterbringung möglich ist, geht es auch völlig
ohne Licht. Dann aber keinesfalls Gießen! Ich halte meine
Kakteen von November bis März im Keller. Es funktioniert.
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4. Standort
Wie eben gesagt: viel Licht! Einer Unterbringung im Freien ist im
Sommer nichts entgegenzusetzen. Im Gegenteil: Eigentlich jede
Literaturquelle und auch meine Erfahrung bestätigen, daß
ungefiltertes UV-Licht (kein Fenster, also Balkon
oder Garten) den Pflanzen und ihrem Blühverhalten sehr gut
bekommt. In jedem Falle ist ein finsterer Standort - wie z.B. schon
ein Meter hinter dem Fenster - für einen Kaktus ungünstig.
Ein häufiges Drehen der Pflanze, die stets in Richtung des
Lichts wächst, kann dem Blühverhalten schaden. Besser ist
es, stets dieselbe Lichtrichtung beizubehalten - eine Markierung am
Topf oder ein Schild in der Erde machen uns das leicht. Mit meist
leicht „schiefen“ Kakteen kann man sicher leben, wenn sie
uns dafür mit ihren prächtigen Blüten belohnen.
5. Topf /Erde
Mein Vorzug gilt dem Plastiktopf. Der Tontopf verdunstet stets
Wasser, ist also immer kalt, was die Kakteen wohl weniger mögen.
Zur Form der Töpfe: Eine eher flache Pflanze in einem hohen Topf
wirkt deplaciert. Leider gibt es im Handel kaum flache Plastiktöpfe.
Eine Schere und ein Stück Sandpapier beim Plastiktopf bringen
uns für flache Kakteen das optimale Pflanzgefäß.
Die
Erde sollte in jedem Falle Kakteenerde sein. Normale Blumenerde ist
zu „reichhaltig“.
Umtopfen sollte man erst bei
Platzmangel der Pflanze. Gegen die oft unangenehm stechenden Dornen
hilft ein dicker Handschuh oder eben einfach mutiges Ertragen von
Schmerz. Die beste Jahreszeit zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr
(vor der Blüte) oder der Spätsommer. Vor dem Umtopfen
sollte die Pflanze einige Tage nicht gegossen werden. Auch danach:
einige Tage nicht Gießen, da eventuelle Verletzungen an den
Wurzeln dann zu Fäulnis führen könnten.
6. Vermehrung
Kakteen können auf zwei Arten vermehrt werden: vegetativ
(Ableger, Pflanzenteile) oder generativ (Samen). Eine Nachzucht aus
Ablegern oder Pflanzenteilen ist
zwar manchmal recht langwierig, aber unkompliziert.
Die Nachzucht
aus Samen ist wesentlich schwieriger. Aber reizvoll. Da Platzbedarf
und Kosten niedrig sind, empfehle ich jedem Kakteenfreund, eine
Nachzucht aus Samen zu versuchen.
Wenn ein Kaktus blüht,
will er befruchtet werden. Manche Arten befruchten sich selbst,
andere brauchen Hilfe. Normalerweise sind das Insekten, und wenn die
Pflanze draußen steht, sind die auch da. Im Wohnraum müssen
wir nachhelfen. Ein kleiner Pinsel, mit dem wir alle Blüten
"bestäuben", ist eine sichere Methode. Es besteht die
Gefahr, daß wir Arten kreuzen, die in der Natur nie miteinander
Samen bilden könnten. Da jedoch viele hier gepflegten Kakteen
Hybriden (also "Mischlinge") sind, sollte das weniger ein
Problem sein. Lediglich Besitzer seltener Arten werden darauf achten,
die Blüten vor Fremdbestäubung zu schützen, um die Art
als solche zu erhalten.
Wenn die Blüte befruchtet ist,
bilden sich Früchte oder Samenkapseln. Diese enthalten die
Samen, die im Folgejahr zur Nachzucht verwendet werden können.
Informationen zur Aussaat finden Sie hier.
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Ich besitze seit über 12 Jahren auch Kakteen (alles opuntia), die im Winter draußen bleiben können (und sollen). Winterharte Kakteen sind im Handel nur schwer erhältlich und somit irgendwie etwas Besonderes. Ein paar Infos zu Pflege und Nachzucht dieser faszinierenden Pflanzen finden Sie hier.
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8. Schädlinge
Der beste Schutz vor Schädlingen ist eine gesunde Pflanze.
Aber auch ein gesunder Kaktus kann befallen werden. Wenn ein Kaktus
offensichtlich „in sich zusammenfällt“ (was selten
vorkommt), ist der sicherste Weg die sofortige Entsorgung inklusive
Topf, um Ansteckungen anderer Pflanzen zu vermeiden.
Häufige
Plagegeister bei Kakteen sind saugende Schädlinge, meist Läuse
oder Milben. Sowohl am Kaktus selbst als auch an den Wurzeln treiben
sie ihr Unwesen. Eine regelmäßige genaue Betrachtung der
Pflanzen und ein Blick in den Untersatz läßt uns die
Peiniger erkennen. Das beste Mittel gegen diese Schädlinge ist
systemisches Gift. Dieses wird dem Gießwasser nach Vorschrift
beigefügt, von der Pflanze aufgenommen (ohne ihr zu schaden) und
macht dem saugenden Schädling beim Fressen den Garaus. Ich habe
gute Erfahrungen mit dem Wirkstoff Dimethoat gemacht, welcher z.B. im
Produkt BI 58 enthalten ist (hilft übrigens auch hervorragend
gegen Blattläuse auf Balkon-, Garten- und Zimmerpflanzen). Sie
erhalten dieses Produkt im Fachhandel.
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Liebe Kakteenfreundin, lieber Kakteenfreund! Nicht jeder mag Kakteen. Aber es gibt Ausnahmen wie Sie und mich. Menschen, die diese außergewöhnlichen Pflanzen gern pflegen und sich an ihrer Schönheit und der Einzigartigkeit ihrer Blüten erfreuen.
Ich kann hier nicht auf alle Einzelheiten der Kakteenpflege
eingehen. Es mag zu manchen meiner Aussagen andere Meinungen geben,
ich verbürge mich jedoch persönlich für diesen
Leitfaden. Er ist, wie schon eingangs erwähnt, von Fachliteratur
und anderen Kakteenfreunden beeinflußt, basiert jedoch in
erster Linie auf meiner eigenen langjährigen Erfahrung.
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Ich wünsche Ihnen viel Freude mit Ihren Kakteen und hoffe, Ihnen mit dieser Seite ein wenig geholfen zu haben. Jörg Hofmann
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Alle Themen dieser Seite im Überblick:
· Umweltbedingungen der Kakteen in ihrer natürlichen Heimat
· Wasser: Was ist beim Gießen zu beachten ?
· Licht: Welche Lichtverhältnisse sind optimal ?
· Düngung: Wie, wann und womit düngen ?
· Temperatur: Günstige Temperaturen, besonders wichtig im Winter!
· Vermehrung aus Samen: Tipps zur Nachzucht aus Samen
· Vermehrung aus Pflanzenteilen oder Ablegern
·
Winterharte Kakteen: Tipps zur Pflege
winterharter Kakteen
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Hier
finden sie einige eindrucksvolle Bilder, die mir die Hobbyfotografin
Dr. Gabriele Labes zur Verfügung gestellt hat.
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Gelegentlich habe ich Kontakt zu anderen
Kakteenfreunden. Daher möchte ich jetzt (23.06.2001) endlich
eine Liste auf meiner Seite einfügen, die auf andere
Kakteenseiten verweist (05.12.07 überarbeitet). Ich bitte alle
Kakteenfreunde mit eigener Homepage, die hier verlinkt werden
möchten, mit mir Kontakt aufzunehmen.
Meine bisherigen Links
zum Thema Kakteenpflege:
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Lutz hat eine informative und sehr schön animierte Kakteenseite! |
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Mit denen habe ich schon länger Kontakt, viele Links, bei Fragen sehr hilfreich. |
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Klasse Animation, macht richtig Spass. |
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Euphorbien sind keine Kakteen! Sehen aber ähnlich aus... Klasse Seite. |
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Diese Seite ist seit 1999 online. Bis 2003 hatte ich etwa 20.000 Besucher. Dann ging der Zähler kaputt. Jahrelang gab es gar keinen. Ich versuche jetzt trotz meiner Unkenntnis in Computersachen, einen neuen einzubauen. Ein Zähler ist nicht notwendig. Nur für mein Ego.
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Besucher Nummer
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Dezember 2007
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Ich freue mich über jeden Eintrag!
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Letztes update: 29.11.2009
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Herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben, diese Seite zu erstellen: Dr. Gabriele Labes (Bonn) und Stefan Hartmann (†) (Frankfurt/Oder) haben den ursprünglichen Text meiner Homepage (1998) in Hinsicht auf Verständlichkeit oft kommentiert und damit die vorliegende Fassung wesentlich beeinflusst. Lutz Richter (Neuhardenberg) und Christian Wichmann (Bad Freienwalde) waren mir eine große Hilfe, die vorliegende Seite ins Internet zu stellen. Die Fotos zeigen ausschließlich Pflanzen aus meiner Sammlung. Einige habe ich selbst gemacht, die meisten jedoch verdanke ich Dr. Gabriele Labes (Bonn) und Lutz Richter (Neuhardenberg).
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Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich habe auf meiner Page Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Ich möchte ausdrücklich betonen, daß ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe. Deshalb distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf meiner Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meiner Homepage ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Banner führen.