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|  | |  | |  | |  | | Über Kenji; Rassestandard etc. |  |  |
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Joa ~ hier dann ein paar allgemeine Daten zu dem Kleinen... Name (vollständig): Kenji Sora van Oscarli Bedeutung: Kenji = starker zweiter Sohn (stimmt sogar ;), er ist der zweitgeborene), Sora = Himmel - - - - - Rufname: Kenji - - - - - Spitznamen: Kröte, Stinker, Kenji-chan, Kleiner, Mein Herr, Hundetier, ... - - - - - Geburtsdatum: 10.09.2004
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Charakter: Nun ja - da sich eben selbiger noch weiterentwickelt, kann ich hier nur erzählen, wie er sich bis jetzt entwickelt... März 2006 Mittlerweile ist der Youngster 18 Monate alt und hat sich zu einem optimalen Partner entwickelt. Seine Arbeitsfreude kommt immer mehr zum Vorschein, ohne dass er dabei seine ruhige Art verliert. Selten wird er so überdreht, dass er sich nicht mehr konzentrieren kann. Noch immer hat er eine recht geringe Frustrationsschwelle und braucht eine frühzeitige Bestätigung, aber trotzdem ist er sehr gut zu führen und zu händeln. Nach wie vor kann er überall hin mitkommen ohne negativ aufzufallen. Momentan ist er offensichtlich in einer zweiten Rüpelphase angekommen. Jeder ältere Rüde wird versucht zu dominieren, jeder jüngere Rüde äußerst schnell in seine Schranken gewiesen (manchmal auch wenn gar nichts passiert ist *seufz*). Erhält er jedoch eine ganz klare Ansage, respektiert er diese sofort und danach ist's dann auch gut. Auch jetzt noch gibt es Hunde, bei denen er überhaupt nicht erst versucht, ihn zu dominieren, aber sie sind seltener geworden. Dafür muss er im Moment jeden Hund begrüßen, und würde dazu auch zu einem 100 m entfernten Hund hinlaufen, wenn ich ihn denn ließe ;) Mir gegenüber gab es auch einige Situationen, in denen er doch testen wollte, wer nun seinen Dickschädel durchsetzen kann. Da ich bisher immer schön meinen Dickkopf durchgesetzt habe, reicht es mittlerweile in den meisten Situationen, ihn kurzzeitig in schärferem Tonfall daran zu erinnern, was gerade von ihm (nicht) erwartet wird. Auch jetzt noch ist Kenji absolut tierarztbegeistert und flippt dort völlig aus weil er nicht sofort in den Behandlungsraum darf... das ist ja auch soooo gemein!! Am 17. wird er auf HD und ED geröntgt werden, ich hoffe sehr, dass die Ergebnisse gut werden, dann steht auch der weiteren sportlichen Karriere nichts mehr im Wege. Körperlich ist er leider immer noch sehr schmal und wiegt knapp 23 kg bei 63 cm Schulterhöhe. Da ich jetzt vermehrt mit ihm Rad fahre (ich möchte mit ihm die Ausdauerprüfung irgendwann im Frühjahr machen) hoffe ich, dass er dadurch etwas mehr Substanz bekommen wird. Dafür ist aber sein Fell mittlerweile doch deutlich länger (und dunkler) geworden. Er hat sich wirklich zu einem hübschen jungen Rüden entwickelt, dem man trotz allem sein junges Alter noch sehr deutlich ansieht und anmerkt. Zum 10. September 2005 Jetzt ist der "kleine" Hund tatsächlich schon ein Jahr alt geworden. In diesem einen Jahr hat sich vieles verändert, er ist nicht nur körperlich, sondern auch geistig erwachsener geworden. Vieles hat er gelernt, genauso viel wird er noch lernen müssen. Aber er hat sich zuz einem rundum angenehmen Hausgenossen entwickelt, der überall mit hinkommen kann, jede Aufmerksamkeit auch von Fremden schwanzwedelnd annimmt und prinzipiell am glücklichsten ist, wenn er "mittendrin statt nur dabei" sein kann. Mit Hunden immer unproblematisch kann er so gut wie überall frei laufen, nicht zuletzt auch deshalb, weil er auch weiter mit mir mitkommt, wenn er einem interessanten Hund mal nicht "Hallo" sagen darf. (Fast) Überall wird er mit offenen Armen aufgenommen und bekommt Lob für sein unkompliziertes und ruhiges Verhalten, so darf er sogar mit mir zum Praktikum kommen, wo er ruhig im Büro liegt und wartet, bis sich wieder jemand um ihn kümmert. Das das so ist, liegt nicht nur an unserer gemeinsamen Arbeit, sondern auch an der Hilfe vieler lieber Freunde, Verwandter und Bekannter, denen ich so auch noch einmal ganz herzlich danken möchte für ihre tatkräftige Unterstützung bei allen kleineren und größeren Problemchen, die so im Laufe des ersten Hundelebensjahres auftreten können. DANKE! Aber dies alles erst möglich gemacht haben Kenji's Züchter mit ihrer engagierten Prägungsarbeit der kleinen Welpen, die so optimal vorbereitet zu ihren neuen Besitzern kamen und es mir so einfach gemacht haben, Kenji auch an für ihn neue Situationen ohne Panik gewöhnen zu können. Für diese großartige Arbeit auch an euch, Wil und Els, noch mal ein sehr großes DANKE!! Nicht zuletzt aber auch an meinen "Kleinen" ein riesiges DANKE dass er all meine Erziehungsversuche immer so ruhig hingenommen hat ;) und es mir meist sehr leicht gemacht hat, ihn dazu zu kriegen, das zu tun, was ich von ihm gerne hätte. Dank ihm kann ich mir momentan überhaupt nicht vorstellen, jemals wieder einen anderen Hund als einen Herder zu haben! August 05 Bald wird der "Kleine" schon ein Jahr alt... es ist wirklich kaum zu fassen, wie schnell so ein Hundebaby groß wird und sich maßgeblich verändert. Nach wie vor pubertiert Kenji vor sich hin, so dass jeder andere Hund u.U. mit seinem Dominanzgeteste genervt wird. Hündinnen werden zwar eher selten dominiert, meistens aber trotzdem genervt da der werte Herr ob solch holder Weiblichkeit die ganze Zeit hinterherrennt und mit der Nase an intimen Bereichen herumschnüffelt, ohne sich auch durch stärkere Abwehrmaßnahmen ernsthaft beeinflussen zu lassen. Allerdings wird es ihm im Moment auch wirklich schwer gemacht, Hündinnen zu ignorieren...schließlich laufen zwei hier herum, die läufig sind. Und mittlerweile merkt man doch ganz deutlich, dass es da im Hirn des Fast-Jährlings "klick" macht und er dann geistig ziemlich aussetzt... netterweise ist er aber sehr schnell wieder ansprechbar, sobald die Hündin aus seinem Blickfeld verschwunden ist. Lediglich die Pinkelstellen müssen berochen und "beschmeckt" werden - und dazu reichen 5 Sekunden einfach nicht aus. Dass ich es auch immer so eilig haben muss... *g* Ansonsten ist Kenji nach wie vor sehr verträglich allen Hunden gegenüber wobei es doch immer mehr Rüden gibt, die ihn anmachen. Bisher unterwirft er sich immer und läuft lieber weg als es auf eine Keilerei ankommen zu lassen. Hoffentlich bleibt das so... Auch der Umgang mit Menschen ist nachwievor locker und fröhlich, nichts von rassetypischem "Misstrauen gegen Fremde" zu spüren. Zwar ist er von sich aus etwas weniger an Menschen interessiert, aber sobald ihn jemand anspricht freut er sich quasi ein Loch in den Bauch und dreht sich auch schon mal mitten in der Stadt auf den Rücken, um sich den Bauch von anderen kraulen zu lassen. Jagdtechnisch ist er im Moment sehr gut zu kontrollieren, selbst von Kaninchen konnte ich ihn erfolgreich zurückrufen. Allerdings läuft auch nach wie vor noch das Feldleinen-Training, da mir alles einfach noch nicht gesichert genug erscheint... dennoch sind das Erfolge, die mir super wichtig sind und auf die ich auch wirklich stolz bin - es gibt massenweise Hunde, die sich eben nicht abrufen lassen, und das anti-jagen war für mich mit einer der wichtigsten Punkte in der gesamten Hundeerziehung. Und wie man sieht, kann man mit Feldleinen-Training auch ohne härtere Trainingsmethoden sehr gute Erfolge verzeichnen - es dauert nur etwas länger. Gewichts- und Größentechnisch hat sich schon sehr lange nichts mehr geändert, obwohl er mir momentan echt die Haare vom Kopf frisst und trotzdem weder an Größe noch an Gewicht zulegt. Dafür macht er aber einen riesigen Schub in Sachen Ausdauer und Aufmerksamkeit - langsam wird's halt doch körperlich erwachsen ;) Insgesamt gestaltet sich das Leben also mit ihm ausgesprochen angenehm und einfach - genau so, wie man es haben möchte! Mai 05 Mittlerweile ist aus dem kleinen Welpen ein Halbstarker geworden, der an allen Ecken und Enden austestet, ob die Grenzen von gestern auch noch die Grenzen von heute und morgen sind und sein werden. Das fing eigentlich schon mit etwa 7 Monaten an in Bezug auf andere Hunde. Da musste jeder Rüde probehalber dominiert werden, und hund kam sich einfach wahnsinnig stark vor, wenn er es dank der Großzügigkeit seines Gegenübers schaffte, entweder aufzureiten oder aber den anderen umzuwerfen und sich dann über ihm aufzubauen. Zunächst wurden nur Rüden so "behandelt", mit Hündinnen wurde weiterhin unverfänglich gespielt. Mittlerweile aber werden auch Hündinnen getestet, wenn auch auf eine weniger harsche Art und Weise. Trotz seiner ganzen Dominanzversuche gegenüber anderen Hunden erkennt er auch sofort, wenn sein Gegenüber auf keinen Fall von ihm irgendwie bedrängt werden möchte und begrüßt dann solche (meist imponierenden Rüden) unterwürfig und beschwichtigend (was aber meistens nicht allzulange anhält ;)). Wenn ein Hund ihm klarmachen möchte, dass die Grenzen lange erreicht sind, so muss dies schon recht heftig geschehen - nur Knurren beeindruckt Kenji leider nicht allzustark. Nach dem ersten Schnapper oder ernsthaftem Anrempler des Anderen wird aber gleich klein beigegeben und sich auch danach entsprechend vorsichtiger und höflicher verhalten. Können kann er es also :). Auch wenn er im Moment wie gesagt für die meisten älteren Hunde etwas anstrengend ist, hat er dennoch noch nie eine Wunde o.ä. abbekommen, da es nach den deutlichen Ermahnungen auch reichte. So kommt er sogar mit an sich "rüdenunverträglichen" anderen Rüden ohne Probleme klar. Mit Hündinnen natürlich sowieso. Hoffentlich bleibt er ein weiterhin so unkomplizierter Hund, was Mithunde angeht! Seit dem 16.04. kann er auch das Bein heben, um sich auf Zehenspitzen streckend an Bäumen hochzurecken. Ob dabei dann auch der Stamm getroffen wird oder alles 10 cm daneben auf den Boden rieselt, scheint ihn nicht wirklich zu interessieren. Vielleicht hat er aber auch den Sinn des Markierens noch nicht voll und ganz erfasst - wer weiß! Soll es aber schnell gehen, dann wird immer noch im Vierfüßerstand gepinkelt - sicher ist sicher ;) wobei es auch nie Gleichgewichtsprobleme beim Dreibein-Stand gab. Seit etwa einer Woche testet Kenji auch vermehrt mir gegenüber, was sich draußen besonders darin äußert, dass er in Situationen, wo er früher locker abzurufen gewesen wäre, jetzt erst einmal weiterschnüffelt und so tut, als existiere ich gar nicht. Daher ist nach wie vor die 10 m Schleppleine Kenji's ständige Begleiterin ;) Eine mehr oder weniger lustige Episode des innerhäuslichen Lebens (und bislang stärkste Provokation mir gegenüber) findet sich unter "Kenji...LIVE", wie er sich bei der Ausbildung entwickelt unter "Ausbildung" (wo auch sonst ;p) Dezember 04/Januar 05 Bisher zeigt sich Kenji äußerst aufmerksam, sobald etwas anders ist als gewohnt fällt es ihm sofort auf. Je nachdem wie er die Lage einschätzt beobachtet er das ganze kurz und akzeptiert es dann als ok, oder aber er meldet kurz und wartet auf meine Reaktion. Erfolgt eben keine solche, tastet er sich von alleine näher an das unheimliche "Objekt" heran. Sobald er erkannt hat, dass es ungefährlich ist, würdigt er es keinen weiteren Blickes mehr. Je weiter er sich entwickelt, umso mehr achtet er auch auf Gewohntes und Ungewohntes. So fängt er auch draußen mittlerweile an zu melden, wenn etwas eigenartig aussieht. So hat er neulich Vögel entdeckt - eine Krähe saß auf dem Weg und bewegte sich kein Stück, er bellte und stellte eine Bürste auf (als ob er noch nie eine Krähe gesehen hätte - hier gibt es Massen davon!!). Auf Abrufen reagierte er aber sofort und so konnten wir dann zusammen den Weg weitergehen. Die Krähe hatte sich natürlich längst verflüchtigt ;) Menschen gegenüber immer freundlich, lässt er sich auch gerne von Fremden anfassen und streicheln. Vor ein paar Wochen wollte er noch unbedingt zu jedem Fremden hin (was sich in der Stadt als relativ hinderlich erweist), doch mittlerweile scheint er verstanden zu haben, dass es von dieser Spezies unendlich viele gibt und es eigentlich gar nicht nötig ist, jeden persönlich zu begrüßen. Andere Hunde findet er absolut spannend, er spielt für sein Leben gern, egal mit was für einem Hund. Zunächst unterwürfig nähert er sich den großen (und kleinen) adulten Hunden, nach dem ersten Beschnuppern allerdings zeigt er sofort, was in ihm steckt!! Dann wird gesprungen, gehopst, ins Ohr gekniffen und auf jede nur erdenkliche Art zum Spielen aufgefordert. Sollte das dem anderen Hund zuviel sein, muss er das schon recht deutlich machen - ansonsten gibt Kenji nicht so schnell auf... einmal einen "Rüffel" bekommen geht er jedoch auch sofort sanfter mit seinem Gegenüber um. Pferde haben wir auch schon besucht, allerdings standen die hauptsächlich im Stall oder auf der Weide. Er findet sie sehr interessant, besonders wenn sie sich bewegen - aber das trifft auf alles zu. Schafe scheint er als zu große, wollige Hunde anzusehen - auf jeden Fall sind sie ihm nicht geheuer. Wir konnten allerdings auch noch nie näher an welche heran, um einfach mal festzustellen, dass diese Tiere nichts tun. Meerschweinchen sind toll - sie quieken so lustig!! Er würde so gerne mit ihnen spielen...aber noch ist er einfach viel zu wild und ungezügelt! Zwerghamster sind auch super - aber am besten schaut man ihnen nur zu. Fernsehen für Hunde sozusagen! Er interessiert sich also für alles und für jeden und ist ausgesprochen begeisterungsfähig. Ihm sind auch Leckerli nicht übermäßig wichtig - er frisst zwar supergerne, aber Spielen ist ihm deutlich wichtiger!! Klettern liebt er auch - vielleicht deshalb, weil ich so gut wie jedes Mal in einen Freudentaumel ausbreche, sobald er wieder einen Baumstamm erobert hat ;) Im Haus ist er - so ich denn genug mit ihm gearbeitet habe bzw. genug mit ihm draußen war - sehr ruhig und schläft viel. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit man aufstehen muss - er ist dabei, und zwar schwanzwedelnd!! Insgesamt ein wirklich lebhafter, dennoch im Haus wunderbar ruhiger Hund, mit dem das Beschäftigen und Arbeiten riesigen Spaß macht. Laute Worte sind nicht notwendig, aber wenn man doch mal SCH*** schreit, weil irgendetwas kaputt gegangen ist, dann kommt er höchstens angetrappelt und schaut, was denn jetzt schon wieder los ist - könnte ja interessant sein! - - - - - Zahnwechsel: vollständig gewechselt seit dem 04.02.05, letzter noch fehlender bleibender Zahn am 09.02.05 durchgebrochen (Tabelle folgt) ~under construction~ - - - - - Größe und Gewicht: Datum Größe (cm) Gewicht (kg) 06.11.04 ~ 33 5,3 12.11.04 5,4 17.11.04 ~ 36 19.11.04 6,5 25.11.04 7,1 27.11.04 ~ 38 04.12.04 ~ 40 8,0 10.12.04 ~ 41 8,3 13.12.04 9,1 17.12.04 ~ 43,5 25.12.04 10,6 28.12.04 ~ 45,5 10.01.05 ~ 47 13.01.05 12,0 22.01.05 ~ 50,5 26.01.05 13,0 30.01.05 ~51 03.02.05 (vollgefressen) 14,3 06.02.05 ~53,5 10.02.05 (nüchtern) 14,2 14.02.05 ~54 18.02.05 14,7 26.02.05 ~55 01.03.05 15,5 09.03.05 ~55,5 15.03.05 16,5 20.03.05 ~56,5 27.03.05 ~57,0 28.03.05 17,3 08.04.05 ~58,0 28.04.05 ~59,5 19,5 21.04.05 20,3 28.05.05 ~60,5 03.06.05 ~61,5 02.09.05 21,3 03.09.05 ~62,0 31.10.05 22,5 07.01.06 ~62,5 ~23,0
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FCI-Standard Nr. 223 Holländischer Schäferhund (Hollandse Herdershond) Allgemeines Erscheinungsbild: mittelgroßer, mittelschwerer, gut bemuskelter Hund von kräftigem, gut proportioniertem Körperbau; Ausdruck intelligent, Temperament lebendig. Verhalten und Charakter: anhänglich, gehorsam, folgsam, wachsam, arbeitsfreudig, sehr treu und zuverlässig, anspruchslos, von grosser Ausdauer, stets aufmerksam, aktiv und mit den Eigenschaften eines echten Schäferhundes ausgestattet. Grösse / Massverhältnis: der Körper ist im Verhältnis von ungefähr 10 zu 9 länger als die Höhe am Widerrist. Für Rüden wird eine Widerristhöhe von 57-62 cm, für Hündinnen eine Größe von 55-60 cm angegeben. Varietäten: auf Grund der Haarbeschaffenheit unterscheidet man a) Kurzhaar b) Langhaar c) Rauhaar Gangwerk: fliessend, geschmeidig, natürlich. Der Bewegungsablauf darf nicht steif und gezwungen sein, aber auch nicht schwebend und zu weit ausgreifend. Kopf: Grösse in guter Proportion zum Körper; Form eher länglich, nicht massig. Ohne Falten und trocken. Der Fang ist etwas länger als der flache Schädel. Der Nasenrücken ist gerade und parallel mit dem Schädel. Stop wenig ausgeprägt. Lefzen gut anliegend. Bei der Rauhaar-Varietät scheint der Kopf eine mehr viereckige Form zu haben, was nur eine optische Täuschung ist. Ohren: eher klein als gross. Im Erregungszustand straff aufgerichtet und nach vorn gerichtet. Hoch angesetzt. Form nicht löffelförmig. Augen: dunkel gefärbt, mittelgross, mandelförmig (nicht rund), etwas schräg plaziert. Nase: immer schwarz. Gebiss: kräftig und regelmässig entwickelt. Bei geschlossenem Fang greifen die Schneidezähne des Oberkiefers schliessend über die Schneidezähne des Unterkiefers (Scherengebiss). Hals: verlangt wird ein nicht zu kurzer, trockener Hals, ohne Wamme, der allmählich in die obere Linie des Rumpfes übergeht. Körper: kräftig, Rippen leicht gewölbt. Brust tief, aber nicht schmal. Die untere Linie des Brustkorbes geht allmählich in die Bauchlinie über. Rücken kurz, gerade und kräftig. Lenden kräftig, weder lang noch schmal. Die Kruppe darf nicht kurz oder abfallend sein. Vorderläufe: kräftig, gut bemuskelt, von solidem Knochenbau. Senkrecht, in Form einer Geraden, aber mit ausreichender Federung im Vorderfusswurzelgelenk. Schulterblätter am Brustkorb gut anliegend und schräg. Oberarm von guter Länge. Hinterläufe: ebenfalls kräftig, gut bemuskelt und von solidem Knochenbau. Kniegelenk mässig gewinkelt, wodurch ein übertrieben schräger Verlauf des Oberschenkelknochens vermieden wird. Auch am Sprunggelenk ist eine mässige Winkelung erwünscht, so dass sich der Mittelfuss senkrecht unter dem Sitzbeinhöcker befindet. Keine Afterkrallen. Pfoten: Zehen eng aneinanderliegend und gewölbt, wodurch eine lange Pfote vermieden wird. Nägel schwarz. Ballen elastisch und von dunkler Farbe. Rute: in Ruhe gerade oder hängend und leicht gebogen, reicht sie bis zum Sprunggelenk. In der Bewegung wird sie elegant getragen, jedoch nie seitlich oder als Ringelrute. Besonderheiten bei den drei Haarvarietäten: Kurzhaar: gewünscht wird am ganzen Körper ein recht hartes nicht zu kurzes Haar mit reichlich Unterwolle. Kragen, Hosen und befederte Rute müssen deutlich sichtbar sein. Farbe: mehr oder weniger deutlich auf braunem Untergrund (goldgestromt) oder auf grauer Grundfarbe (silbergestromt) gestromt. Die Stromung erstreckt sich über den ganzen Körper, auch an Kragen, Hosen und befederter Rute. Viel schwarzes Deckhaar ist unerwünscht. Schwarze Maske bevorzugt. Langhaar: am ganzen Körper langes, schlichtes, anliegendes sich grob anfühlendes Haar ohne Locken oder Wellen mit reichlich Unterwolle. Kopf, Ohren, Pfoten und Hinterläufe unterhalb des Sprunggelenkes haben ein kurzes und dichtes Haar. Die Hinterseite der Vorderläufe zeigt stark entwickeltes, nach unten zu an Länge abnehmendes Haar, die sog. Federn. Rute rundum reichlich behaart. Keine Fransen an den Ohren. Farbe: wie für Kurzhaar. Rauhaar: am gesamten Körper wird dichtes, hartes, buschiges Haar gewünscht mit, am Kopf ausgenommen, dichter Unterwolle. Das Haarkleid muss dicht geschlossen sein. Ober- und Unterlippe reichlich behaart (sog. Schnauz- und Kinnbart), nicht weich, gut abstehend. Struppige, gut vorstehende Augenbrauen. Auf dem Schädel und an den Wangen ist das Haar weniger stark entwickelt. Rute rundum stark behaart. Stark entwickelte Hosen sind erwünscht. Farbe: blaugrau und Pfeffer-Salz, silber- und goldgestromt. Die Stromung kommt beim Rauhaar - im Gegensatz zu den anderen Varietäten - im Deckhaar weniger deutlich zum Ausdruck. Fehler: zu viel Weiss an Brust oder Pfoten, weisser Streifen oder Fleck irgendwo anders am Körper. Nasenschwamm anders als schwarz. Schlaff herabhängendes oder löffelförmiges Ohr. Fehlerhafte Farbe oder Zeichnung, zu viel schwarzes Deckhaar. Vor- oder Rückbiss. Ohren oder Rute kupiert. Ringelrute. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden. Rassebeschreibung (zum Charakter:) anhänglich, gehorsam, folgsam, wachsam, arbeitsfreudig, sehr treu und zuverlässig, anspruchslos, von grosser Ausdauer, stets aufmerksam, aktiv und mit den Eigenschaften eines richtigen Schäferhundes ausgestattet. Jeder Holländische Schäferhund trägt diese Charaktermerkmale im Grunde in sich, man muss sie nur anregen und fördern.
Die Erziehung eines Holländischen Schäferhundes fordert eine folgerichtige, verständnisvolle und konsequente Herrin oder Herrn. Mit Rücksichtslosigkeit und Gewalt in der Erziehung erreicht man nichts. Der Hund sollte, da er von Natur aus ein Rudeltier ist, leicht gehorchen und sich zu einem klugen und aufmerksamen Freund entwickeln. Der Holländische Schäferhund ist sehr empfindsam auf unnötige Rügen und Tadel sowie auf Stimmungen , d.h. auf die körperliche und seelische Verfassung seiner Herrin oder seines Herrn aber auch auf die von anderen Familienmitgliedern im Hause.
Mit etwas Liebe, Verständnis, Geduld und Grundkenntnissen des Verhaltens erreicht man aber sehr viel. Ganz ideal ist es wenn die Herrin oder der Herr sich manchmal mit dem Holländischen Schäferhund beschäftigt und ihm spielend lernt, was erlaubt ist und was nicht; also eine möglichst positiv gerichtete Erziehung, wen möglich in Zusammenhang mit einem Erziehungskurs. Im Ursprungsland half der Holländische Schäferhund dem Schafhirten bei der Arbeit. In unserer Zeit braucht man ihn beim Hundesport wie zum Beispiel als: Sanitäts-, Schutz-, Begleit-, Lawinen-, Katastrophen- und Suchhund. Auch als Blindenhund und bei Geschicklichkeits Hundesportarten wie zum Beispiel Fly - Ball und Agility wird der Holländische Schäferhund eingesetzt. Zur Zeit wird der Holländische Schäferhund auch wieder in seinem alten Beruf als Hüter der Schafe verwendet.
Neben seiner Zuneigung zu allen Familiemitgliedern (Rudel) wird der Holländische Schäferhund irgendeinem aus der Familie besonders anhängen, der dann sein Chef ist. Er ist ein sehr aktiver Hund und braucht Lebensraum. Damit ist nicht die Wohnungsart gemeint, denn auch ein Hund in einer Blockwohnung mit dem man jeden Tag bedeutende Spaziergänge macht wird sich sehr wohlfühlen und sich gut zur Geltung bringen. Leute die unter diesen Umständen nicht bereit sind die grosse Leistung und die viele Zeit und Liebe dem Hund zu geben, sollten nicht diese Rasse kaufen, es würde nur eine grosse Enttäuschung werden. Zu bedenken ist auch, dass aus dem kleinen süssen Hund, den man gut halten kann, einmal ein erwachsener und kräftiger Hund wird, der für die nächsten 12 bis 14 Jahre bei einem bleiben möchte. Kann man dem Hunde alles geben, was er von uns Menschen erwartet und erhofft, so hat man in ihm einen anhänglichen, intelligenten und treuen Kameraden mit dem man viele schöne Jahre verbringen wird.
Unser ausserordentlich gewöhnlicher " Holländer ": ausserordentlich: wegen seinen Charaktereigenschaften ; gewöhnlich: weil in einem äusserlich einfachen sehr gesunden Hund alles steckt, bei dem man in der Zucht nicht manipuliert hat um ihn zu verschönern. Der Holländische Schäferhund war zu keinem Zeitpunkt ein Modehund und es gab nie eine ganz grosse Anzahl von ihm, deshalb ist der "Holländer" jahraus, jahrein gesund geblieben.
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