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BRH: am 02.02.2005 haben Kenji und ich das erste Mal am regulären Training teilgenommen. Dabei sollte Kenji zu hockenden Leuten hinlaufen, die vorher mit Käse "bestückt" worden waren. Ihm waren die ganzen Leute im Dunkeln (es war schon gegen 21.00 Uhr) offensichtlich unheimlich, so dass er mit aufgestellter Rute und Nackenhaaren bellend umhertrappelte. Daraufhin wurden alle Helfer gebeten, wieder aufzustehen. Stehende Menschen fand Kenji viel besser und ist auch viel offener, wenn sich die Helfer dann erst langsam hinhocken. Dennoch war zu beobachten, dass er eine leichte Rückwärts-Tendenz aufweist, sobald die Person hockte... Also erst mal Training an stehenden Menschen. Das klappte dann nachher auch wirklich prima, so dass er von sich aus suchte, wer denn jetzt wohl noch etwas Käse für ihn haben konnte...
Das ganze war dann nach etwa 10 Min. schon vorbei. Seitdem habe ich aber meistens Käse mit und frage alle möglichen Leute, ob sie sich wohl hinhocken und dem Kleinen etwas Käse geben würden... in den allermeisten Fällen klappt das auch. Tagsüber scheinen aber hockende Leute auch vom Prinzip her viel weniger bedrohlich zu sein als im Dunkeln...dennoch muss ein Rettungshund ja im Dunkeln auch und gerade arbeiten können, Ausreden wie "alle Hunde sind nachts anders als tagsüber" bringen also gar nichts. Ich bin gespannt, wie sich Kenji weiterhin entwickelt.
2. Training (16.02.2005): diesmal war Kenji von Anfang an entspannter und fröhlicher. Zum Üben mit ihm waren wir in einer betonierten Halle mit mehreren Ecken und Winkeln, und zwischen den dort stehenden Autos waren noch einige "Versteckmöglichkeiten" für Menschen. Dort verkrochen sich dann auch die verschiedensten Leute, sowohl teils stehend als auch teils sitzend. Kenji fand sie alle prima und trappelte von sich aus zu ihnen hin, ohne so deutliche Anzeichen von Unsicherheit zu zeigen wie beim ersten Training. Dennoch merkte man auch diesmal, dass er langsamer wurde, wenn er zu den Personen lief. Immerhin würde ich aber trotzdem sagen, dass er besser bei der ganzen Sache war und auch mehr Spaß dabei hatte - mal sehen, wie es sich bei den nächsten Trainings entwickelt! Natürlich werden wir auch unterwegs weiterüben - wer uns unterwegs begegnet, darf sich gerne als Trainingspartner zur Verfügung stellen ;p
12.02.2005:
Jetzt haben wir schon an eineigen Trainingseinheiten teilgenommen, und Kenji kriegt sich mittlerweile vor lauter Begeisterung kaum noch ein, wenn er merkt, dass er jetzt an der Reihe ist. So wurden bisher das lange "Voran" geübt, aber auch jetzt das erste Mal richtiges Suchen von Personen. Allerdings war er dabei doch wirklich sehr unsicher, da es das erste Mal war, dass er vorher nicht gesehen hat, wohin die Personen verschwinden. Ich hatte den Eindruck, dass er noch nicht wirklich kapiert hat, dass er mit der Nase suchen sollte - sobald er jemanden gesehen hatte, rannte er nämlich hin. Nur wirklich gesucht mit der Nase hat er nicht, d.h. Sinn und Zweck des gesamten Trainings bisher schien erstmal noch nicht erfüllt zu sein... aber egal, warten wir mal ab
13.05.2005
Jetzt sind alle Ängste der ersten Trainingseinheiten vollkommen vergessen, alle Leute sind toll und wie sie da sitzen ist auch völlig egal! Er hat sich wirklich gut entwickelt, auch wenn er sich noch recht schnell verunsichern lässt.
Vor zwei Tagen waren wir beim ersten "Trümmer"-Training dabei. Kenji hat alles ganz wunderbar gemacht - auf Kabelberge klettern, über scheppernde Gitter laufen, über nicht ganz stabile Böden laufen: alles kein Problem! Das stört ihn überhaupt nicht. Auch das Aufstellen an einem Container, in dem ein Helfer sitzt, funktioniert prima - er war allerdings ein bisschen übermotiviert und wäre am liebsten mit hineingeklettert. Zum Ende hin gab sich das aber alles zum Glück ;)
Leider werden wir das Training stark zurückschrauben müssen, da es doch eine recht starke finanzielle Belastung ist, die ich mir im Moment einfach nicht leisten kann. Vielleicht dürfen wir zwei Mal im Monat weiter mitmachen und dann voll einsteigen, wenn ich mir das Ganze auch leisten kann. Dazu muss ich aber erst mal mit der Ausbildungsleitung reden...wir werden es sehen!
Mittlerweile (September 05) habe ich die Rettungshundearbeit aus finanziellen Gründen leider erst einmal komplett aufgeben müssen. Sollte sich mir später wieder die Möglichkeit dazu bieten, würde ich sehr gerne Kenji oder den nächsten Hund im Rettungshundedienst arbeiten.


Noch gibt es hier ja nicht so viel zu erzählen, deshalb erst mal dazu, was für mich persönlich wichtig ist... natürlich wird mir das am meisten Spaß machen, was auch Kenji liebt - denn dann arbeitet es sich nunmal am leichtesten mit einem Hund!
 
Agility: steht ganz oben bei mir auf der Liste. Dieser Sparte des Hundesports habe ich es zu verdanken, dass ich auf die Belgischen und damit auf die Holländischen Schäfer gekommen bin, da ich einen vielseitigen, lebhaften und wendigen Hund haben wollte. Da Kenji liebend gerne Hindernisse überwindet - sei es klettern, balancieren oder durch Tunnel laufen - glaube ich, dass ihm dieser Sport genausoviel Freude bereiten wird wir mir.
Wenn alles so klappt wie es soll, werden wir sicherlich auch auf Turnieren starten - der HH bringt dazu die besten Voraussetzungen mit! Um Kenji schon mal an die Turnieratmosphäre zu gewöhnen, werden wir auch in diesem Jahr schon ein paar Turniere besuchen und einfach mal zusehen (und Freunde anfeuern, natürlich!!)
Rettungshundearbeit: nach dem Agility ebenfalls eine meiner Meinung nach äußerst interessante Aufgabe für einen Hund. Da ich jedoch noch nie einen Hund zum RH ausgebildet habe, weiß ich nicht, ob ich das wirklich will. Am 29. Januar haben Kenji und ich an einem Schnuppertraining teilgenommen.
=> "Berichte" unter "Termine"
Seitdem gehen wir (leider noch recht unregelmäßig) zum Training, und es macht sowohl mir als auch meinem kleinen Wuffi viel Spaß. So würde ich sagen, ist momentan die Rettungshundearbeit für mich wichtiger als Agility - das werde ich ja so oder so erst später anfangen können, wenn die Knochen stabiler geworden sind.
Mittlerweile (September 05) habe ich die Rettungshundearbeit aus finanziellen Gründen leider erst einmal komplett aufgeben müssen. Sollte sich mir später wieder die Möglichkeit dazu bieten, würde ich sehr gerne Kenji oder den nächsten Hund im Rettungshundedienst arbeiten.
DogDancing: da ich gerne tanze und auch den Hund gerne in soetwas mit einbeziehe, wird das sicherlich irgendwie nebenher laufen - so gut bin ich schließlich doch wieder nicht ;)
Obedience/Unterordnung: Die Begleithundeprüfung werden wir sicherlich ablegen - schließlich ist sie auch Voraussetzung für die Teilnahme an Agility-Turnieren und, wie ich mittlerweile gelernt habe, auch für die Prüfungen in der Rettungshundearbeit (zumindest beim BRH). Weiter kenne ich mich mit Obedience leider noch nicht aus... aber was nicht ist, kann ja noch werden!
Wirklich viel Ahnung habe ich jetzt (Oktober 05) immer noch nicht - aber auf jeden Fall möchte ich Kenji neben dem Agility im Obedience führen und irgdendwann auch einmal auf Wettkämpfen starten. Bis dahin ist es allerdings noch ein seeeehr weiter Weg mit viel, viel Arbeit. Ich lasse mir und Kenji Zeit, wenn es soweit ist, dann ist es soweit.
Schutzdienst: Wenn es gut gemacht wird, sicherlich eine ebenso anspruchsvolle Ausbildung wie alle anderen auch. Dennoch muss ich sagen, dass ich mir noch nicht sicher bin, ob ich das möchte. Ich würde es schon gerne mal ausprobieren, aber hier in der Nähe kenne ich keinen Verein, den ich ohne Auto erreichen kann, bei dem mir das Training auch nur ansatzweise gefällt...
Damit Kenji mich verteidigt, wenn ich angegriffen werden sollte, werde ich es sicherlich nicht brauchen - dazu sollte die Bindung doch später wirklich gut genug sein.
 
 
Mir ist natürlich klar, dass ich auf gar keinen Fall alle diese Dinge tun kann - ich lebe schließlich nicht nur für den Hund. Deshalb werde ich mir ein- oder zwei Schwerpunkte heraussuchen und in diesen gezielt arbeiten. Der Rest wird, wenn überhaupt, nebenbei und ohne wettkampfliche Ambitionen laufen. Aber da hat Kenji noch ein riesengroßes Mitspracherecht!! Ich werde also sehen, wie er sich entwickelt und was wir dann aussuchen!