workshop menschenrechtserziehung durch das medium theater mit abel solares  

projektbericht

     

ausgangslage

aids, polio, tuberkulose, lepra, malaria, armut und unterdrückung sind die übel, die die bevölkerung in burkina faso und in ouagadougou tagtäglich heimsuchen.
die organisation im alltagsleben der zivilgesellschaft konzentriert sich darauf, gegen die genannten bedrohungen anzukämpfen; sie beeinflusst das leben in vielen aspekten: sozialen, ökonomischen, kulturellen, edukativen, etc.
der theaterraum gambidi als organisatorische front umfasst den kulturell-edukativen aspekt. 
seit mehr als 8 jahren werden kulturelle aktivitäten realisiert, die das ziel verfolgen, durch sensibilisierung und aufklärung der bevölkerung den gesellschaftlichen bedrohungen entgegenzuwirken.
 

über das festival, ziele

das internationale theater- und marionettentheaterfestival, das seit 1989 im intervall von zwei jahren veranstaltet wird, versammelt mehr als 200 personen aus verschiedenen ländern afrikas und andere gäste aus europa mit dem ziel, eigene erfahrungen in der auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen problemen untereinander auszutauschen. 
neben dem künstlerischen ziel, das das festival verfolgt, werden seminare und workshops veranstaltet, in denen die teilnehmerInnen die möglichkeit der fortbildung erhalten, in der praktische instrumente zur verbesserung der lebenssituation angeboten werden.

     

workshop, teinehmerInnen, stundenplan, 

in diesem sozi-edukativen rahmen befindet sich der workshop, den ich während drei wochen für dreißig pädagogInnen und schauspielerInnen in ouagadougou leitete. die teilnehmerInnen kamen aus verschiedenen teilen des landes.
die arbeit erstreckte sich in zwei sessionen (vormittag, nachmittag, durchschnittlich acht stunden) über den ganzen tag, in denen ich meine erfahrungen zwanzigjähriger arbeit mit den techniken lateinamerikanischen volkstheaters in der volkserziehung weitergab.

     

inhalte

in anbetracht der tatsache, dass der analphabetismus unter der bevölkerung und auch unter einigen seminarteilnehmerInnen prädominiert, wurde von szenischen sprachen gebrauch gemacht, die zur theatralen improvisation keine großen lesekenntnisse voraussetzen. das erlernen und wahrnehmen szenischer sprachen wie körperspache, gestensprache, sowie der einsatz von objekten und masken bildeten die schwerpunkte des workshops.
während des vormittagsworkshops wurde ausgehend von den techniken der theateranthropologie gearbeitet; der einsatz des körpers als ausdrucksmittel, sich körperlich und stimmlich mitzuteilen, angereichert  mit humorelementen; 
am nachmittag wurden improvisationen erarbeitet, textuell von zeitungsnachrichten ausgehend, zeitungsnachrichten aus lokalzeitungen, zeugenaussagen über die brennendsten probleme der alltagsrealität, anschließend wurden die arbeitsergebnisse theoretisch-praktisch analysiert, szenisches material erarbeitet, das in einer theatrale sprache dargestellt werden sollte.

fazit

den höhe- und endpunkt des workshops bildete eine vorstellung vor publikum mit dem thema der gerechtigkeit, oder besser der ungerechtigkeit, die die gesellschaft regiert. die aufnahme durch das publikum und der teilnehmerInnen selbst kann als überaus nutzbringend bezeichnet werden.
ich kann versichern, dass die teilnehmerInnen während des gesamten arbeitsprozesses theoretische und praktische kenntnisse erworben haben, die es ihnen erlauben, bei der erarbeitung szenischer botschaften in ihrer arbeit als pädagogInnen und schauspielerInnen klarer und effektiver zu agieren um die gewünschten ziele zu erreichen.

abel solares
 

 


 
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