Man sollte schon bei der Anschaffung jeden Tieres bedenken, dass dies einmal krank werden kann und dadurch auch ein Tierarztbesuch
mit den damit verbundenen Kosten auf einen zukommen kann.
Da ein Hamster schon von Natur aus, eine geringere Lebenserwartung hat (ca. 2 bis 3 Jahre) sollte man die Zeit mit dem Tier
genießen und sich über jeden Tag der Gemeinschaft freuen!
Vor der Anschaffung sollten alle im Haushalt lebenden Personen auf jeden Fall beim Arzt einen Allergietest machen lassen -
viele Menschen haben eine Tierhaarallergie.
Schwangeren muss von der Haltung junger Hamster abgeraten werden, da einige junge Goldhamster (Zwerghamster nicht) von der
LCM-Seuche (Hirnhautentzündung) befallen sind. Diese ist auf Menschen übertragbar und kann bei Schwangeren zu Frühgeburten
oder Missbildungen beim Kind führen. Bei einem älteren Hamster ab ca. 6 Monaten besteht jedoch keine Gefahr mehr.
Da Hamster während der Ruhephase (also vor allem am Tag) sehr empfindlich auf Störungen und Lärm reagieren, sollte man sie
daher auch tagsüber in Ruhe lassen - es ist schließlich allgemein bekannt, dass Hamster nachtaktiv sind. Störungen am Tag
verursachen Stress und setzen die Wiederstandskräfte gegenüber Infektionen ab - dadurch sind Hamster anfälliger für Krankheiten
und sterben meist auch früher. Zudem fördert dieser Stress auch die Aggressivität des Tieres.
Einem geschwächtem Hamster kann man versuchen ein wenig Honig in Milch zu erwärmen und dieses stärkende Gebräu dann körperwarm
und tropfenweise dem Hamster zu verabreichen (das geht am besten mit einer kleinen Spritze die man bei einem Tierarzt bekommt
oder aber mit Hilfe eines Taschentuches, dass man in einer Ecke eintränkt).
Durch das Geben von Heilkräutern kann man das Immunsystem der Hamster zusätzlich stärken und ihn an diese Kräuter gewöhnen,
da es teilweise möglich ist Krankheiten durch diese Kräuter zu lindern. Auch werden die in der Natur gerne von den Hamstern
gefressen. Jedoch sollte man auch immer einen Tierarzt zu Rate ziehen, ehe man selbst lange "herumdoktort".
Bei der Behandlung mit Antibiotika und auch anderen Medikamenten ist es wichtig, dass zusätzlich noch BirdBeneBac-Paste (beim
Tierarzt erhältlich) verabreicht wird. Dies sind Bakterien, die die Darmflora schützen, denn diese wird bei den kleinen Nagern
grundsätzlich durch Medikamentengabe angegriffen! Sollte der Tierarzt die Paste nicht kennen, scheint es mit seiner Erfahrung
auf dem Gebiet der Kleintierbehandlung nicht weit her zu sein.
Bei Fellproblemen bzw. Parasitenbefall kann ein wenig Hanffutteröl - als unterstützende Therapie - mit unter das Futter gemischt
werden - einen halben Teelöffel pro kg Tiergewicht. Aber auch vorbeugend bietet sich ab und zu die Gabe von Hanffutteröl an,
denn die Vitamine, Spurenelemente, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und auch der Gehalt an Gamma-Linoleinsäuren machen dieses
Öl sehr wertvoll. Es stärkt so die Vitalität und das Immunsystem.
Wenn man nicht sicher ist ob der Hamster tatsächlich krank ist, kann man auch in einer Tierarztpraxis anrufen dort das Verhalten
des Hamsters schildern und so schon mal vorab abklären ob ein Tierarztbesuch notwendig ist oder nicht.
Hamster klettern zwar gerne, jedoch können sie sich durch einen Sturz aus geringer Höhe schwer verletzen, da sie nicht so
elastisch wie zum Beispiel Mäuse sind.
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