ARCANUM
Igne Natura Renovatur Integra.
Achtung! Die folgenden Texte werden möglicherweise Deine religiösen Gefühle verletzen.
Luzifer ist der Lichtbringer - und Licht blendet und sticht in den Augen, wenn man zu lange in der Finsternis war.
Luzifer möchte, dass dein -HERZ- wieder fühlt und dein -KOPF -wieder denkt.
 Nur wenn du beides - DEIN GANZES ICH - akzeptierst und benützt, kannst du an seine Grenze gelangen, wo das All(es) beginnt.

 
   
 ARCANUM
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Im ewigen Raum schwebt ein heller Geist und schaut mit großem Auge in die Fernen des Weltenalls in tiefstem Staunen: Über sich selbst, Gott & die Welt. »Wer bin ich?« – – »Was ist mein sein? – – Ich sehe nichts um mich als meine Klarheit. Mein eigen Ich erkenne ich, doch was bin ich? Mein Kleid ist Licht. Mein Fühlen, Denken reicht nicht weiter, als mein Auge schaut! – – Wo bin ich? Was hat mich geboren? – – Ich bin – – und war doch nicht, bevor ich lebte. – Was ist mein Sein? – – Ich fühle, daß ich bin und heißes Streben regt sich in mir, zu wissen – warum ich bin, weshalb ich ward? –




Von den Lehren:
Niemannd kann euch etwas eröffnen, das nicht schon im Dämmern eures Wissens schlummert. Der Lehrer, wenn er wirklich weise ist, fordert euch nicht auf ins Haus seiner Weisheit einzutreten, sondern führt euch an die Schwelle eures eigenen Geistes.




Ich bin,Ohne Anfang ,ohne ende.Älter als Nacht und Tag.
Jünger als das neugeborene Kind,Leuchtender als Licht,Dunkler als Finsternis,Jenseits aller Dinge und Geschöpfe,Doch fest in der Mitte eines jeden.Von mir gehen alle leuchtenden welten aus ,Zu mir kehren sie alle zurück.Doch können weder Mensch noch Engel Mir nahekommen.
Denn Ich bin nur mir selbst bekannt.Mein innerstes Sein ist immer das selbe ;Absolut Eins , voll, ganz und vollkommen ;Immer es selbst ;
Ewig , unbegrenzt und unentlich,Formlos , unteilbar, unveränderlich.





Die eigentliche Frage ist das DA-Sein (VORHANDEN-Sein);des STEINS,
ebenso wie MEIN'S.





Laß wachsen und begieße den Baum der Erkenntnis,aber iß nur aus den Früchten des Lebensbaumes.


Panentheismus ist keine Religion im engeren Sinne, sondern eine religiöse Weltanschauung, da er keine Religionsstifter, Religionsgemeinschaften, heiligen Schriften, Institutionen, Rituale oder Dogmen kennt.










Der kabbalistische Urknall

Über der obersten Sephira befinden sich die drei Schleier "negativer" Existenz. Negative Existenz zu definieren ist unmöglich, denn sobald sie definiert wird, geht sie in Beschaffenheit über. Die drei Schleier heißen Ain, Ain Soph und Ain Soph Aur. Ain läßt sich als Nichts übersetzten; Ain Soph ist das rotierende Nichts und Ain Soph Aur ist entweder das selbstleuchtende oder beleuchtete Nichts. Eine andere Lesart transponiert das Ain als negativ existierendes Prinzip, Ain Soph als grenzenlose Expansion und Ain Soph Aur als grenzenloses Licht. Ain Soph Aur ist das einzig negativ existente Prinzip, von dem der Mensch sich wenigstens eine unklare und schwache Vorstellung machen kann. An diesem Punkt beginnt Ain Soph Aur in Kether überzugehen und Existenz zu werden.


Interessant ist der Zusammenhang zwischen den jüngeren Erkenntnissen auf dem Gebiet der Kosmologie und dem in der Kabbala definierten "Urknall". Die Entdeckung, daß es eine Ruheenergie des Vakuums gibt und daß das Vakuum den Raum mit zunehmender Kraft und Beschleunigung sozusagen "hinauszieht" entspricht sehr schön der Entstehung der positiven Existenz aus der negativen Existenz. Beide sind unendlich. Die negative Existenz - das Ain Soph (Aur) ist unendliches Nichts; die positive Existenz ist unendliche Schöpfung, die sich bis in die feinsten Glieder immer wieder ergießt und neu bildet.


"In der Wesenschauung nun wird gefunden, daß das Ein von dem All wesentlich verschieden ist, weil der Gedanke: All, nach dem jetzigen Sprachgebrauch, schon den Gedanken der Vielheit in sich hat, und zwar der vereinten Vielheit, einer Vereinganzheitlichten, Singularität. Da aber in der Wesenschauung auch dies gefunden wird daß,das Wesen, als das Eine, auch an sich, oder in sich, unter sich und durch sich Alles sei, auch der Inbegriff alles Endlichen ist, so würde dieser Einsicht gemäß dem Ausspruch getan werden müssen, daß das Eine in sich und durch sich auch das All sei ,und weil in der Wesenschauung erkannt wird, daß Gott auch Alles in, unter und durch sich ist, so könnte wohl die Wissenschaft Panentheismus genant werden. Wenn man aber den unbestimmten Ausdruck: Pantheismus, so erklärt, daß jede Lehre Pantheismus sei, die da behaupte, daß die Welt und der Mensch, auch der menschliche Geist, auf irgend eine Weise in Gott seien, so darf sich der Philosoph zu diesem Pantheismus bekennen. Aber das versteht man gewöhnlich nicht unter dem Namen: Pantheismus, wenn man das Wort im Sinne des Vorwurfs gebraucht, sondern man versteht dann darunter, wie vorhin gesagt, die Lehre, welche das Endliche oder die Welt als den Inbegriff des Endlichen für Gott selbst hält, vergöttert, mit Gott verwechselt ; und mit dieser Lehre hat die Wissenschaft der Wesenschauung durchaus nichts gemeinsam."