PHILIPPINEN - Land und Leute: LAND TRANSPORT - Personennahverkehr
Philippines - LAND UND LEUTE
1999 / 2000



LAND-TRANSPORT / Personennahverkehr


by Alfred Nigel Bruckner


A B N C - NEWS & COMMENTARIES








E I S E N B A H N E N

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gibt es ueber Land praktisch kaum - ausser zweier Strecken in der Mitte und nach dem Sueden Luzons, und auch die sind nur noch teilweise in Betrieb.

Metro Manila hat ein kleines, voellig heruntergekommenes Streckennetz, auf dem Zuege auf Gleisen verkehren, die - aehnlich wie Strassen - als "Wohnzimmer" fuer die Anlieger benutzt werden.

In Negros gibt es noch ein paar "Linien" von den Zuckerrohrfeldern zu den "Central" genannten Zuckerfabriken, die aber nicht dem "oeffentlichen" Personen verkehr dienen, wenngleich die teilweise noch von Dampfloks gezogenen Waggeons Anliegern eine willkommene Mitfahrgelegenheit bieten.

In der Naehe von Victorias Milling Company fahren sogar - bedarfsweise im Personenverkehr - Wagen, die von Pferden gezogen werden.


L R T ---> Light Rail Transit


Die Stammlinie der LRT, einer Art S-Bahn, beginnt in PASAY CITY, Metro Manila - in etwa einem Kilometer Entfernung vom Internationalen Flughafen - und fuehrt bis in die Stadt MANILA.

Dass die Linie nicht bereits am Flughafen begonnen wurde, liegt einerseits daran, dass damals kaum Fluggaeste als potentielle Fahrgaeste gesehen wurden und andererseits hatte man - siehe beispielsweise die meisten europaeischen Flughaefen - frueher an eine vernuenftige, komplette Vernetzung des Luft- zum Landverkehr noch nicht gedacht.

Auch FRANKFURT hatte zunaechst nur einen S-Bahn-Anschluss, der erst danach zu einem Fernbahnhof erweitert worden ist und es hat fast drei Jahrzehnte gedauert, bis endlich der Bahnhof im heutigem Zustand errichtet wurde.

Aehnlich (beschraenkt) gingen die Flughafenplaner in MUENCHEN zu Werke. Dort ist gerade einmal eine zweite S-Bahnlinie dazugekommen. Ein "Fernbahn"-Anschluss ist, wie der Name so treffend aussagt, in weiter "Ferne".


Nichtsdestotrotz, das LRT-Streckennetz Metro Manilas wurde inzwischen entlang von Hauptverkehrsadern weitergebaut, indem man den Schienenweg auf Stelzen ueber den Mittelstreifen "autobahnaehnlich" (aber nur in Bezug auf Anzahl der Fahrstreifen) ausgebauter Hauptrouten legte. Eine sicher vernuenftige, weil raumsparende Loesung, die mehr Fahrgaesten das Umsteigen von der Strasse auf die Schiene erleichtern wird.


In METRO CEBU, das im Hinblick auf Flaeche und Bevoelkerungszahl etwa mit dem Grossraum MUENCHEN und Teile seiner unmittelbar angrenzenden Landkreise vergleichbar ist, redet man zwar auch seit laengerem von der Notwendigkeit, den Massenverkehr auf die Schiene bringen zu muessen, will man nicht eines Tages darin ersticken.

Aber es mangelt nicht nur - wie leidr auch in manchen anderen Dingen - am (noetigen) Weitblick, sondern es fehlen vor allem die finanziellen Mittel. Investoren sind - bei eim kostspieligen und "unprofitablen" Massentransportmittel - kaum in Sicht, allenfalls Grundstuecksspekulanten und "Bauloewen".

In alten Karten ist eine fruehere Eisenbahnlinie noch eingezeichnet, die jedoch laengst nicht mehr existiert und auf der frueheren Sreckenfuehrung auch gar nicht mehr eingerichet werden koennte.


Aber mit der ausserordentlichen Stadtentwicklung von LAPU LAPU CITY auf der Cebu vorgelagerten Insel Mactan - das ist Thema der Geschichte, in die Sie sich unten bei den Links einklicken koennen - ist es unumgaenglich erforderlich, diese Stadt in Planungen miteinzubeziehen, will man nicht nur eine "halbe Sache" haben.

Ueber Planungen fuer eine Eisenbahnlinie wird zwar hin und wieder laut nachgedacht, aber eben nur auf dem "Festland", das heisst der Hauptinsel Cebu - weil, bei Einbeziehung Mactans, seines Internationalen Flughafens und der Export-Zone mit vielen Tausend Arbeitsplaetzen - entweder (teure) Tunnelbauten oder zusaetzliche Bruecken erforderlich waeren.

Dass man bei Planungen und Bau der erst vor Milleniumswechsel errichteten zweiten Strassenbruecke nicht gleich die Fundamente fuer einen spaeteren Zubau einer Eisenbahntrasse beruecksichtigt hat, wird uns - mit Recht! - die nachfolgende Generation sicher als "Kurzsichtigkeit"
zum Vorwurf machen koennen.




P e r s o n e n v e r k e h r
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Grundsaetzlich vorweg: Fahrscheine gibt es - ausser in Bussen - praktisch nicht. Sie zahlen jeweils fuer die Strecke, auf der Sie ein Verkehrsmittel benutzen. Steigen Sie um, zahlen Sie erneut.

Das Konzept stammt noch aus der "guten, alten Zeit" .....


Der Eigentuemer eines Vehikels beantragt eine "Franchise" (Lizenz), die ihm in der Regel fuer einen Fuenf-Jahreszeitraum erteilt wird. Er wird damit quasi zum "Unternehmer". Das ist bei den grossen Busgesellschaften im Prinzip genau das gleiche wie beim Einzel-Unternehmer.

Fahrer und Conductor (Schaffner) fahren auf "eigene Rechnung" und fuehren an den Unternehmer, der ihnen ein Vehikel ueberlaesst, die sogenannte "Boundary" ab - einen Festbetrag, unterschiedlich hoch, je nach Line, Route, Zeit und Strecke.

Darin enthalten sind die "operationellen" Kosten, ausser Reifenpannen, sonstige Kleinreparaturen unterwegs, Treibstoff und "Gebuehren", die man den Fahrzeugbesatzungen unterwegs so abknoepft - legal oder illegal. Lediglich die grossen Bus-Gesellschaften haben angestelltes Personal, das auf Lohnbasis (mit Bonus) faehrt.

Das Prinzip ist fuer jede Art von Personentransport gleich: Bus - Jeepney - Tricycle - Trisikad - Taxi - Mietwagen mit Chauffeur.

Auch die nicht wenigen sich in der Szene tummelnde "Haie" - die "COLORUM", so nennt man all diejenigen, die Dienstleistungen "aller Art" ohne Lizenzen, Papiere, etc. anbieten - fahren nach der gleichen, einfachen Regel.

Sehen wir uns die einzelnen Verkehrsarten etwas naeher an und beginnen wird mit dem Tansportvehikel des "Oeffentlichen Personennahverkehrs", dem Sie nach Ihrer Ankuft vermutlich als erstem begegnen werden:



T A X I
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(Echte) "TAXI" mit "Meter" (Fahrpreisanzeiger) gibt es in den grossen Staedten.

Einige alte Dinger - ohne "Meter" - haben immer noch (auslaufende) "Franchise" und sind in einigen Gebieten, wie beispielsweise in Negros Occidentals Provinzhauptstadt BACOLOD noch auf Achse oder fahren wie "Bats" (Fledermaeuse) nur in der Dunkelheit.

In Touristengegenden gibt es zwar immer mehr "regulaere" TAXI, die jedoch meistens nicht nach "Meter" fahren (wollen).

Im Bereich meiner engeren Wahlheimat sind diesbezueglich zu erwaehnen:

Die Insel Mactan mit seinem Internationalen Flughafen, der "Touristenmeile" an der Ostkueste und die "Export-Zone" an der Westkueste.

Bohol mit seinen Tauchgebieten auf der Insel Panglao, etwa eine halbe bis dreiviertel Autostunde von
der Provinzhauptstadt TAGBILARAN entfernt.


" C O L O R U M "
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Neben "TAXI" gibt es auch "TAXI", die als solche zwar angeboten werden, aber "Franchise" als "Rent-a-Car" - (Mietwagen) mit oder ohne Fahrer - oder als "Garage" (eine Art Mietwagen mit Fahrer) haben. Diese Vehikel haben selbstverstaendlich keine "Meter" und tummeln sich gerne in solchen Gegenden, wo "leichtes" Geld zu verdienen scheint - vor den Hotels, Resorts, an Flughaefen und Faehren, aber auch bei Bus-Terminals.

Fuer nicht jedes Fahrzeug, das im "Oeffentlichen" Personenverkehr zum Einsatz kommt - das gilt fuer Tricycles, Trisikads, aber insbesondere fuer "Habal Habal" - ist auch eine "Franchise" erteilt worden ..... Dazu spaeter mehr.


" B U S "

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Das mit den "Gaensefuesschen" hat folgende Bewandtnis:

Unter "Bus" erwarten Sie sich das, was Sie sich als Fahrgast darunter vorstellen moegen, wenn Sie im Stadt- odr Nahverkehr Europas (oder sonstwo) ein nicht schienengebundenes Transportmittel zu benutzen gewohnt sind.

"Busse" gibt es auch bei uns und sind als solche irgendwann einmal von ihren Konstrukteuren so erdacht und in entsprechendem Design in Wershallen zusammengebaut und auf die Strasse gebracht worden.

Was bei uns an "echten" Bussen auf der Strasse unterwegs ist, ist entweder aufgemoebelter, importierter "Schrott" oder ausgediente Transportvehikel von anderswo. Dort ausser Dienst gestellt, sind sie hierzulande immer noch brauchbar und deshalb willkommen - auch weil Importe (neuerer Bauart) durch hohe Zoelle sehr erschwert sind.


Oder es handelt sich im "Surplus" - aus recycelten Fahrgestellen, Achsen, etc. mit nachgebauten oder importierten Ersatzteilen zusammengebastelten, dann durchaus wie "Busse" aussehende Transportgefaehrte.


Und nun kommt "unser" Bus - das Ergebnis von etwas Phantasie, aus der Notwendigkeit von Massentransport und Mangel an Ersatz- oder Bauteilen "kreiert":

Auf ein Fahrgestell, beispielsweise dem (neuen oder recycelten) eines LKW, setzt man die Fahrgastkabine. So gibt's dann einen "Bus", wenn auf einem Doppelachsenfahrgestell ein kastenaehnlicher Aufbau montiert ist, der - bei ensprechend enger Bestuhlung - Platz fuer weit ueber hundert Fahrgaeste bietet ..... nicht gerechnet die, die sich - ausserhalb von Staedten - aussen noch dranhaengen, oder "AirCon Pur" auf dem Dach geniessen.

"Doppeldecker" sind einerseits wegen niedrigerer Strom- oder Telefonleitungen ueber Strassen oder auch Baumkronen neben den Fahrbahnen, vor allem aber wegen ihrer "Strassenlage" mit hoeheren Schwerpunkt fuer die Kurvenfahrtechnik unserer Boys nicht sonderlich gut geeignet.


Apropos AirCon (Klimaanlage):

Diese Fahrzeuge konmmen mehr und mehr auf die Strasse. Das ist sicher gut zu einem Teil darauf zurueckzufuehren, dass wir hierzulande nicht auch heizen, sondern nur kuehlen muessen und "AirCon" deshalb nicht als "Luxus" - wie beispielsweise im Personennahverkehr europaeischer Staedte - verstanden werden.

In AirCon sind die Fenster waehrend der Fahrt zu und es wird nicht geraucht. Andernfalls ist die "Frischluftzufuhr"
dirch die offenen Fenster, die bei Regen (manchmal mit Holzbrettern) geschlossen werden. Zigarettenasche freischwebend.


J E E P N E Y
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In manchen Fremdenverkehrsbroschueren werden (immer noch) die bunten Jeepneys abgebildet, die es - in dieser Version - nur mehr sehr vereinzelt gibt.

Das Vehikel hatte in seiner Konzeption den Ursprung nach dem Zweiten Weltkrieg, als auf den Schlachtfeldern genuegend Truemmer herumlagen, aus denen man fahrbare Untersaetze zusammenbauen konnte:

Der Jeepney - und daher kommt sein Name - entstand, als man auf das verlaengerte Fahrgestell eines Armee-Jeeps eine Fahrgastzelle setzte. Fertig war ein Transportgefaehrt fuer Passagiere und Fracht.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, was Auf- oder Zu- und Ausbauten betrifft. Zulassungsbestimmungen gibt es zwar, aber eben auf dem Papier.

Dennoch, der Jeepney - hauptsaechlich im Kapazitaetsbereich zwischen einem und zwei Dutzend "Sitzplaetze" - ist in weiten Landesteilen immer noch das Rueckgrat im Personenverkehr bzw. das "Massenverkehrsmittel" schlechthin.


Auch der Jeepney "waechst" und es werden heute auch Chassis von LKW in der Vier- bis Fuenf-Tonnen-Klasse verwendet, womit sich das Kapazitaetlimit auf bis zu vier Dutzend Sitzplaetze erweitern laesst.



T R I C Y C L E --- " M U L T I C A B "


Das ist auch so ein Relikt aus einer Zeit, als ausreichende Transportkapazitaet auf vier Raedern nicht zur Verfuegung stand oder als Zubringer gedacht war, und als die Bevoelkerungszahl weit unter der heutigen von ueber siebzig Millionen lag:

Ein Motorrad wurde mit einem Seitenwagen ausgeruestet. Da in solchen Dingen Filipinos "clevere" Burschen sind, haben sie auch dieses Verkehrsmittel zur "Perfektion" weiterentwickelt - teilweise mit abenteuerlichen Konstruktionen, "Extensions" der Sitzflaeche auf dem Krad, Zu-, An- und Aufbauten beim Seitenwagen.

Heraus kamen dabei - oertlich unterschiedlich, je nach Designer-Geschick der Werkstaetten - Gefaehrte, die Platz fuer fuenf bis fuenfundzwanzig Passagiere bieten und ueber die sich Konstrukteure in den Werken wundern koennen, was ihre Fahrzeuge in der Praxis zu leisten imstande sind.

In einigen Staedten wirbeln diese Dinosaurier wie Ameisen durch die Strassen. Laerm und geruchsempfindlich darf man dort nicht sein.



Es wird sicher noch lange dauern, bis das Tricycle eines Tages durch das sogenannte


" M u l t i c a b "


abgeloest sein wird. Multicabs sind praktisch (vierraedrige) Mini-Jeepneys im Kapazitaetsbereich um ein Dutzend Sitze - sie kommen haeufiger auf die Strasse, oftmals als "Ersatz" nach Auslaufens eienr "Franchise" fuer ein Tricycle.


" H A B A L - H A B A L "


Das ist wohl ziemlich das "abenteuerlichste" Transportmittel - selbst in Stadtrandgebieten wie in Cebu City im Einsatz, vornehmlich aber auf dem Lande ..... als Zubringer zu Bus- oder Jeepney-Linien und dort, wo man nur noch zweiraedrig fahren kann, beispielsweise in den Bergregionen.

Motorraeder (solo) werden mit "Extensions" ausgeruestet: Verlaengerung der Sitzbank, Kindersitze auf Tank oder ueber Lenkstange, seitliche Sitzmoeglichkeiten ueber dem Hinterrad. Danach haben bis zu sechs Erwachsene und sogar noch ein paar Kleinkinder dazwischen Platz.

Dieses Verkehrsmittel gibt es (offiziell) nicht, aber dennoch aus dem Verkehrs-Alltag nicht wegzudenken!




T R I S I K A D
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Nicht nur, weil uns die Sonne etwas intensiver auf's Dach brennt, Filipinos sind nicht eben begeisterte Fussgaenger.

Also wurde auch dem Rechnugn getragen und ein Transportgefaehrt entwickelt - praktisch das Tricycle mit Muskelkraft:

Es ist ein Fahrrad mit Seitenwagen, wobei sich das Kapazitaetslimit aus der Kondition des Fahrers ergibt. In jedem Fall ist es ein aeusserst "umweltfreundliches", leises Verkehsmittel, das die Nebenstrecken in den Siedlungsgebieten bedient.


Der "Fortschritt" laesst sich nicht aufhalten: Das Fahrrad wird zunehmend durch Leicht-Kraftraeder oder Mopeds ersetzt und damit die Kapazitaet enorm erweitert.

Leider rasen mehr und mehr dieser knatternden und stinkenden Dinger durch zuvor ruhige Strassen und verdraengen viele Trisikad-Fahrer von ihren "Linien".



T E R M I N A L S
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Es gibt einige "oeffentliche" Terminals, die von Provinzen, Staedten und Gemeinden betrieben werden und in denen Transportunternehmer fuer die Benutzung entsprechende Gebuehren zu entrichten haben.

Einige Schlaumeier in der Verwaltung "oeffentlicher" Kassen haben dies natuerlich dahingehend erweitert, dass auch von Fahrgaesten ein "Terminal-Fee" erhoben wird.

Daneben haben einige groessere Unternehmen ihre eigenen Terminals.

Es ist also ratsam, sich zuvor zu erkundigen, wer wann wohin und von wo abfaehrt. Fahrplaene gibt es vereinzelt sogar - aber verlassen Sie sich lieber nicht zu sehr darauf und ..... mit der "Zeit" nehmen wir's nicht so genau!


An Ausgangs- oder Zielpunkten von Linien gibt es - nur als solche bezeichnet - "Terminals", die man daran erkennt, dass mehrere Fahrzeuge darauf warten, bis sie an der Reihe sind, Passagiere einsteigen zu lassen.

Abgefahren wird meist, wenn die "Kiste" voll ist. Unterwegsfahrgaeste wissen das und begeben sich lieber zur Abfahrtstelle, wollen sie sich nicht darauf verlassen, den Platz eines aussteigenden Passagiers besetzen zu koennen. Auf einigen Jeepney-Linien gibt es auch gekennzeichnete Haltestellen.


Entlang von Bus-, Jeepney- und auch Tricycle-Linien, aber auch an den "Terminals" der "Habal Habal", sind - fuer selbsternannte und -beauftragte "Dispatcher" - mitunter recht lukrative "Einnnahme"-Quellen, wenn sie fuer ihre "Dienstleistung" des Ausrufens der Linie oder des Zielortes oder dafuer, dass sie Fahrgaeste zum engeren Zusammeruecken auffordern, von den Fahrern oder Conductors ("freiwillig") dafuer einen Peso erhalten. Weitergefahren wird, wenn ein Fahrzeug voll ist. Unterwegsfahrgaeste - siehe oben.

Diese "Mautstellen" bedeuten fuer Fahrzeugbesatzungen auf manchen Linien mitunter erhebliche finanzielle Einbussen.




V O R S C H R I F T E N
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"Arbeitszeitvorschriften" (oder so etwas aehnliches in dieser Richtung) gibt es wohl, jedoch ..... manchmal wird gefahren, solange man die Augen offen halten kann.

Wie lange man fahren kann, richtet sich auch nach den Gegebenheiten auf der Linie ..... und der Kondition ...... Kontrolliert wird praktisch nicht, koennte auch gar nicht, da es keine anderen "Zeitnachweise" gibt.

Landet hin und wieder ein Transportvehikel neben der Strasse, im Graben oder unterhalb einer Kurve im Abgrund ..... Reporter der Mittelwellensender und der Lokalzeitungen haben Schlagzeilen.

Die Unfallstatistik liesse sich zwar dahingehend auswerten, aber wen interessiert dies wirklich ??

Diese "Teufelsdinger" von Fahrtenschreibern, die europaeischen Fahrern einerseits das Leben erleichtern, weil - soweit nicht getrickst wird - Lenkzeiten nachweisbar sind ..... die sie jedoch andererseits schnell in das Flensburger Verkehrs-Zentralregistrer bringen koennen, haben wir nicht.

Einen Tacho brauchen wir im Prinzip auch nicht, denn, wie schnell man fahren kann, ergibt sich aus der Verkehrslage und dem Strassenzustand und "Radar" hat nur die Flugsicherung. Diese interessierts sich jedoch nicht fuer die "Tiefflieger auf Flugflaeche Null".


Die Technischen Konditionen von Fahrzeugen werden zwar (auf dem Papier regelmaessig) "ueberprueft" .....


Wer eine Fahrerlaubnis hat, kann - Voraussetzung zum Lenken von Bussen, Jeepneys, etc. - eine "Professioal Driving License" beantragen und kriegt sich in der Regel auch.

Damit faehrt man, wie man es anderen abgeschaut hat ..... beispielsweise mit folgender Bergfahrtechnik - auch mit vollbesetzten Vehikeln:

Am Beginn der Gefaellestrecke wird ausgekuppelt und dann im Leerlauf talwaerts gerollt. Bei Bedarf wird eben gebremst. Unten angekommen, wird der Gang wieder eingelegt und weitergefahren.

In der Zeitung liest sich dann das Ergebnis solcher Fahrweise so:

"Wieder ein Bus aus der Kurve geflogen: xx Tote ...."


Das ist aber noch nicht alles:

Nicht nur in Metro Cebu fahren TAXI in 24-Stunden-Schichten. Wer morgens die "Boundary" noch nicht eingefahren hat, .....


Alfred Nigel Bruckner


Correspondent
Travel Writer - Photographer
Tourist Guide


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