ARCHIV Dezember 1999 Teil I
15.12.99 Nullnummer auch in Mainz !
14.12.99 In Mainz muss gepunktet werden !
13.12.99 Bitterer Nachgeschmack !
12.12.99 Krampf - Nullnummer gegen Fortuna
10.12.99 Nielsen Libero ? Anagnostou weg !
09.12.99 Polster und Borussia - die Scheidung steht kurz bevor !
08.12.99 Sonntag kommt Fortuna mit "Glatze"
07.12.99 Cupr beim Probetraining !
06.12.99 Dringend benötigt: Neue Männer für Borussia 2000 !
04.12.99 Gladbach in Ost-Frankfurt !
03.12.99 Punktgewinn dank Korzynietz !
02.12.99 Freitag geht's nach Offenbach - Korzynietz wohl von Anfang an !
Weitere Artikel im ARCHIV ©[maba] 1999 |
[maba]
Eine Wiedergutmachung zum mehr als mageren 0-0 gegen Fortuna Köln vom Sonntag gab es am Mittwoch in Mainz nicht - Borussia kam auch diesmal über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Gerade in der ersten Halbzeit konnten sich die Gladbacher bei Uwe Kamps bedanken, der seinen Kasten wieder souverän sauber hielt. Sein Gegenüber Dimo Wache (Bild Kamps und Wache) avancierte dafür in der zweiten Halbzeit zum stärksten Mainzer. |
| [maba]
Borussia tritt am Mittwoch um 19 Uhr beim FSV Mainz 05 an. Die Mainzer, mit denen Borussia eine Fanfreundschaft verbindet, liegen mit 21 Punkten auf Rang 8 der Tabelle und gehen als Favorit in die Partie. |
| [maba]
Die durchnässten Klamotten sind getrocknet, eine warme Mahlzeit und eine heiße Dusche haben den Auftritt der Borussia am Sonntag verdrängt - aber nicht vergessen lassen. Zu bitter ist der Nachgeschmack zu einem echten Trauerspiel. Mit einem Sieg hätte man endlich den Anschluss an das Mittelfeld gefunden. So aber steht die Frage unbeantwortet im Raum, gegen wen man eigentlich gewinnen will, wenn nicht gegen die schwachen Fortunen ? |
| [maba]
Eine vernünftige Erklärung gibt es eigentlich nicht dafür, warum man sich am dritten Adventssonntag bei Dauerregen und unangenehmen Wind auf dem Bökelberg einfindet, um ein Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Fortuna Köln zu verfolgen. So mancher der wackeren und durchnäßten Zuschauer wird eine Menge Hohn und Spott über sich ergehen lassen müssen, wenn sie sich unter diesen Bedingungen als Besucher einer solchen "Klasse-Partie" outen. |
[maba]
Vor dem Spiel gegen Fortuna Köln (Meyer: "Ich weiß nicht, wie die darauf kommen, mit der Mannschaft aufsteigen zu wollen. Ich habe die Kölner bisher nur sehr schwach gesehen.") hat Meyer die Qual der Wahl - alle verletzten und die zuletzt gesperrten Spieler sind wieder einsatzbereit. Auch Igor Demo wird dabei sein, nachdem er seine Oberschenkelprellung überstanden hat. Große Umstellungen wird es, wie bereits berichtet, nicht geben. Die Möglichkeit, dass Peter Nielsen Damir Buric (Bild) auf dem Liberoposten ablöst, ist jedoch etwas wahrscheinlicher geworden, nachdem Meyer den Dänen im Abschluss-Test vor dem Spiel im "A-Team" aufstellte. Peter Nielsen zumindest hat nach eigenen Aussagen keine Probleme damit, die Rolle des Abwehrchefs zu übernehmen, die er dann etwas offensiver als Buric interpretieren soll. Trainer Meyer wollte sich allerdings, auch mit Hinweis auf den Trainingsrückstand von Nielsen, nicht abschließend festlegen. Genauso bleibt die Frage offen, ob Bernd Korzynietz von Anfang an spielen wird ... |
| [maba] Borussia und Toni Polster stehen offenbar kurz vor der Auflösung des noch bis 2003 laufenden Vertrages (bis Juni 2000 als Spieler, danach im Management). Die Rheinische Post berichtet, dass Polster mit einem Ausstieg und einem Wechsel in die USA liebäugelt. |
[maba]
Ein Wiedersehen der besonderen Art gibt es am Sonntag auf dem Bökelberg. "Glatze" Peter Wynhoff kehrt mit seinem neuen Verein Fortuna Köln an seine alte Wirkungsstätte zurück. 240 Bundesligaspiele hatte der gebürtige Berliner im Borussentrikot absolviert, bevor er von Rainer Bonhof vor der Saison ausgemustert wurde. |
[maba]
Wie bereits am 03.11.99 (siehe Archiv) berichtet, ist Borussia Mönchengladbach an einer Verpflichtung des 22-jährigen tschechischen U-21-Nationalspieler Martin Cupr (Bild) von Slovan Librec interessiert. Cupr, der seit seinem achtzehnten Lebensjahr in der ersten tschechischen Liga spielt, absolviert von heute bis Donnerstag ein Probetraining bei der Borussia. Sollte der Abwehrspieler überzeugen können, dürfte er der erste der für die Winterpause geforderten Neuzugänge sein und künftig auf der linken Seite die Nachfolge von Michael Frontzeck antreten. |
| [maba]
Das Jahr geht langsam zu Ende und schon wieder sehnt man sich bei Borussia Mönchengladbach nach der Winterpause. Zu seligen Bundesligazeiten verband man damit oftmals die Hoffnung auf eine "Serie" in der Rückrunde - was dann auch ab und an eintrat. Im letzten Jahr hoffte man noch auf die Wende im Abstiegskampf - das Ende ist bekannt. |
| von Gastautor Heiko Schomberg Eigentlich bat [maba] mich, den Spielbericht über o.g. Spiel anzufertigen. Doch aufgrund der Begleitumstände komme ich nicht umhin, vorher ein paar Worte zu verlieren. Es begann am 01. Dezember hier im Gästebuch: Ein Kickersfan übersandte "Viele Grüße aus Offenbach", wünschte, "ein schönes Spiel" und schloss mit ,"Und denkt nicht nur schlecht über Offenbacher Fans." "Kein Thema - entkräftet morgen meine Vorurteile", antwortete ich, der mit Ausführungen über die Bodenständigkeit der Stadiongänger am Bieberer Berg den Diskusssionstrang anstieß. Doch eine Minderheit der Offenbachfans macht es einem wirklich schwer, nicht schlecht über sie in toto zu denken. Wie schon bei den letzten beiden Zusammentreffen (im Rahmen des DFB-Pokals) kam es auch diesmal zu Krawallen in der Innenstadt. Dabei begann der Freitag verheißungsvoll, BILD Hessen titelte am Morgen: "Offenbach: 20000 gegen Gladbach. Heute (...) weht ein Hauch von Bundesliga-Luft am Bieberer Berg (...)" So eingestimmt fuhr man beschwingt zum Spiel und schnupperte eben diese Bundesliga-Atmosphäre, die nicht zuletzt dank der 2.500 mitgereisten Borussiaanhänger zustande kam. Auch bei den Supportern war man sich durchaus bewußt, daß das Spiel in Offenbach kein einfaches würde, denn die Kickers gewannen ihre letzten beiden Heimspiele und mit Peter Neururer weht ein frischer Wind durch Offenbach. Auf Gladbacher Seite - mit zwei Punkten Abstand auf die Abstiegsränge - stieg auch das Selbstbewußtsein und die Sangesfreude; in der Westkurve (dem unüberdachten Gästeblock), brodelte es, und man wirkte dezidiert deeskalierend, indem in Sprechchören Offenbach kurzerhand zu einem Stadtteil Frankfurts erklärt wurde...
Fußball wurde auch gespielt, obwohl wenig berichtenswertes darunter war. Das Spiel begann mit 13-minütiger Verspätung ob des Zuschauerandrangs und die Kickers begannen stürmisch. Gladbach stand aber - für seine Verhältnisse - sicher in der Abwehr und so ergab sich kein zählbarer Erfolg für Offenbach. Nach der Gedenkminute für Dr. Winkler, der die Gastgeber innerhalb von drei Jahren aus der viertklassigen Oberliga Hessen in die Zweite Bundeliga führte und unlängst verstarb, ließen sich es einige Borussenfans leider nicht nehmen, das Silentium zu stören. Wenngleich eine Minderheit, so doch ein Wehmutstropfen innerhalb eines nachahmenswerten Auswärtsauftritts ("Ohne uns wär' doch hier nichts los") der Fohlenfans. Danach wurde wieder Fußball gespielt, leider auf einem erschreckend schwachen Zweitliganiveau. Gladbach agierte zwar engagierter, doch die Offenbacher waren im Mittelfeld überlegen, konnten diese Überlegenheit jedoch nicht in eine zwingende Chance ummünzen. Michael Frontzeck versuchte dem Flügelspiel auf der linken Seite Akzente zu geben, scheiterte jedoch mehrmals mit Flankenversuchen. Wieder einmal war auffällig, daß Arie van Lent (Bild) im Zweikampf seinen Gegenspieler nur zu scharf anschauen muß, damit der Schiedsrichter "Stürmerfoul" pfeifft. Über das Leistungsniveau der Unparteiischen in der Zweiten Liga wurde hier schon genug geschrieben, Herr Milic war bis auf die traditionellen Anti-van-Lent-Entscheidungen (die er zweimal nach dem Pausentee selbst durchbrach, indem er für(!) van Lent pfiff) unauffällig - und damit besser als viele anderen Referees, die Borussia diese Saison erdulden mußte. Doch da die erste Halbzeit noch weniger bot als die zweite, müssen an dieser Stelle zwei Dinge in Halbzeit Eins besonders betont werden. A) Marcelo Pletsch tut mittlerweile alles dafür, zum Kultspieler zu werden, großartig wie er darum kämpfte, einen zu weit von seiner Brust abtropfenden Ball vor dem Seitenaus zu retten, was mit Szenenapplaus auf Borussenseite bedacht wurde. B) Da man als Gladbachfan sehr genügsam geworden ist, war es der Stadionsprecher, der in der 42. Spielminute mit seiner Mitteilung, "der Kiosk im Gästeblock wird wieder geöffnet" für Jubel auf VfL-Seite sorgte. Auch die zweite Halbzeit begann verhalten, Borussia erarbeite sich jedoch eine gewisse Feldüberlegenheit und nach ca. 60 Minuten kam man besser ins Spiel, van Lent scheiterte leider mit einem Distanzschuss und einem Kopfball knapp. Die turbulente Schlussphase der Partie entschädigte ein wenig für das vorher dahinplätschernde Match.
Also: Mit dem uns auch einmal zustehenden Fortune wurde noch ein Punkt geholt, dies ist zuwenig, es war die verpatzte Kür auf dem Weg zum einstelligen Überwinterungsplatz. Die Drei-Punkte-Pflicht folgt nächste Woche gegen die Kölner Südstädter am heimischen Bökelberg. Hervorzuheben ist die Leistung von Uwe Kamps, der, neben den Prüfungen durch Rückgaben, vor allem bei drei Großchancen von Günther Maier seine Klasse bewies. 04.12.1999Heiko Schomberg (Homepage) [maba] bedankt sich bei Heiko für diesen Beitrag ! |
[maba]
Borussia erreichte am Freitag bei Kickers Offenbach ein 1-1 (0-0) und ist seit nunmehr vier Spielen ungeschlagen. Bernd Korzynietz (Bild), der erst einige Sekunden auf dem Platz war, erzielte den Ausgleich in der 86. Minute. |
[maba]
Am Freitag um 19 Uhr steht das Spiel auf dem Bieberer Berg bei Aufsteiger Kickers Offenbach an. Der Tabellenletzte ist hat nach dem Trainerwechsel zu "Motivator" Peter Neururer wieder den Anschluss an die anderen Teams geschafft und konnte zuletzt auch spielerisch durchaus überzeugen. Nach dem Punktgewinn bei TeBe Berlin ist man in Offenbach optimistisch, gegen die Borussia einen Sieg einzufahren. Hoffnungsträger der Kickers ist Neuzugang Ion Vladoiu, der früher unter Neururer bereits beim 1. FC Köln aktiv war. Es ist davon auszugehen, dass der Rumäne von Anfang an spielen wird. Neururer gab sich in der Pressekonferenz vor dem Spiel in Bezug auf die Borussia sehr selbstsicher: "Wir kennen die Strukturen der Gladbacher, sie können uns nicht groß überraschen. Ich habe die Mannschaft am Sonntag gegen Mannheim beobachtet. Sie ist wieder etwas gefestigt, hat aber immer noch Probleme, auch im Sturm. Wir brauchen keinen überzogenen Respekt zu haben. Dennoch müssen wir uns auf die gefährlichen Konter einstellen, das Augenmerk gilt hier insbesondere Ketelaer". |