Der Borussenfan - Borussia Mönchengladbach Archiv Dezember 1999 Teil 1
ARCHIV Dezember 1999 Teil I

Interwetten !

Auf dieser Seite:

15.12.99 Nullnummer auch in Mainz ! 14.12.99 In Mainz muss gepunktet werden ! 13.12.99 Bitterer Nachgeschmack ! 12.12.99 Krampf - Nullnummer gegen Fortuna 10.12.99 Nielsen Libero ? Anagnostou weg ! 09.12.99 Polster und Borussia - die Scheidung steht kurz bevor ! 08.12.99 Sonntag kommt Fortuna mit "Glatze" 07.12.99 Cupr beim Probetraining ! 06.12.99 Dringend benötigt: Neue Männer für Borussia 2000 ! 04.12.99 Gladbach in Ost-Frankfurt ! 03.12.99 Punktgewinn dank Korzynietz ! 02.12.99 Freitag geht's nach Offenbach - Korzynietz wohl von Anfang an !

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©[maba] 1999




Nullnummer auch in Mainz !

Kamps und Wache - beide hielten ihr Tor sauber

[maba] Eine Wiedergutmachung zum mehr als mageren 0-0 gegen Fortuna Köln vom Sonntag gab es am Mittwoch in Mainz nicht - Borussia kam auch diesmal über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Gerade in der ersten Halbzeit konnten sich die Gladbacher bei Uwe Kamps bedanken, der seinen Kasten wieder souverän sauber hielt. Sein Gegenüber Dimo Wache (Bild Kamps und Wache) avancierte dafür in der zweiten Halbzeit zum stärksten Mainzer.
Borussias Coach Meyer wartete bei seiner Aufstellung mit einer kleinen Überraschung auf - Michael Frontzeck wurde durch Markus Hausweiler ersetzt. Für Marcel Ketelaer spielte erwartungsgemäß Peter Nielsen. Borussia begann erwartet defensiv und überließ Mainz zunächst das Spiel. Aufgrund der massiven Staffelung der Gäste hatten die Mainzer kaum echte Torchancen. Was dann in Richtung Tor ging, wurde von Kamps entschärft. In der Vorwärtsbewegung taten sich die Borussen jedoch wieder einmal mehr als schwer. Gefährliche Konter gab es in der ersten Halbzeit keine - ein Kopfball von van Lent nach einer Ecke war die einzige Gelegenheit.
Vergab eine Riesenchance - Marcel Witeczek In Durchgang zwei setzte der Schneefall ein und Borussia fand sich auf dem glatten Geläuf besser zurecht. Das lag auch an Bernd Korzynietz, der zur Pause für den enttäuschenden Zeljko Sopic ins Spiel gebracht wurde und für einigen Schwung sorgte. Der "Joker von Offenbach" hatte auch die größte Chance des gesamten Spiels, als er alleine auf das Mainzer Tor zulief - doch er scheiterte an Dimo Wache. Borussia hatte in dieser Phase deutlich mehr vom Spiel und fuhr endlich einmal konstruktive Angriffe. Marcel Witeczek (Bild), der freistehend aus 12 Metern über das Tor schoss und Arie van Lent, dessen "Stolperball" von Wache von der Linie gekratzt wurde, bedeuteten sehr gute Möglichkeiten für Gladbach, in Führung zu gehen. Auch Max Eberl, der sich gegenüber dem Köln-Spiel deutlich verbessert präsentierte, hatte Pech mit einem Distanzschuss. Zu diesem Zeitpunkt wäre eine Führung der Borussen nicht unverdient gewesen. Gegen Ende des Spiels kam Mainz dann nochmals auf, ohne jedoch die gut gestaffelte Gladbacher Abwehr entscheidend überwinden zu können.
So bleibt Borussia also auch im sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage - leider gab es hierbei fünf Remis, so dass sich der Wert einer solchen Serie relativiert. Borussia tritt also weiter auf der Stelle und konnte sich nicht entscheidend von den Abstiegsrängen entfernen. Das dies noch ein beschwerlicher Weg wird, stand allerdings schon vor der Nullnummer in Mainz fest ...

15.12.1999






In Mainz muss gepunktet werden !

[maba] Borussia tritt am Mittwoch um 19 Uhr beim FSV Mainz 05 an. Die Mainzer, mit denen Borussia eine Fanfreundschaft verbindet, liegen mit 21 Punkten auf Rang 8 der Tabelle und gehen als Favorit in die Partie.
Pause wegen dummer Gelber Karte - Marcel Ketelaer Bei Borussia wird es in der Aufstellung keine großartigen Veränderungen geben. Allenfalls ist die Positionen des rechten Verteidigers (Eberl oder Korzynietz) vakant. Max Eberl dürfte nach seiner mehr als schlechten Leistung gegen Köln eine Pause verdient haben. Ersetzen muss Hans Meyer bekanntlich Marcel Ketelaer (Bild), der wegen der 5. Gelben Karte gesperrt ist. Für ihn rückt Chiquinho in den Kader, aber wohl nicht ins Team. Für Ketelaer wird vermutlich Witeczek auf die linke Seite rücken und Nielsen die Position von Witeczek einnehmen. Am Dienstag wollte sich Hans Meyer jedoch nicht auf eine endgültige Aufstellung festlegen.
Toni Polster, der übrigens auch am Sonntag verletzungsbedingt aus dem Kader gestrichen wurde, und Michael Klinkert sind beide angeschlagen und treten die Reise nach Mainz garnicht erst an.
Für Borussia besteht in Mainz die absolute Pflicht zu punkten, auch wenn das in der augenblicklichen Verfassung mehr als schwer werden wird. Vielleicht verteilen die Mainzer ja ein paar Gast- und verfrühte Weihnachtsgeschenke - bei der Fanfreundschaft sollte das doch drin sein ...

14.12.1999




Bitterer Nachgeschmack !

[maba] Die durchnässten Klamotten sind getrocknet, eine warme Mahlzeit und eine heiße Dusche haben den Auftritt der Borussia am Sonntag verdrängt - aber nicht vergessen lassen. Zu bitter ist der Nachgeschmack zu einem echten Trauerspiel. Mit einem Sieg hätte man endlich den Anschluss an das Mittelfeld gefunden. So aber steht die Frage unbeantwortet im Raum, gegen wen man eigentlich gewinnen will, wenn nicht gegen die schwachen Fortunen ?
Die Gründe für die Pleite sind bereits im Spielbericht erwähnt - es sind einfach die begrenzten Fähigkeiten der Spieler. Allerdings ist es nun auch nicht so, als ob sich in Borussias Kader nur dickbäuchige Thekenfußballer tummeln würden. Deshalb ist es umso unverständlicher, warum in solch einem Spiel nur ein mageres 0-0 herausgekommen ist. Natürlich wäre die Partie anders gelaufen, wenn Arie van Lent eine seiner zwei Chancen genutzt hätte oder einer der anderen Spieler vor dem Tor etwas überlegter agiert hätte. Aber genauso hätte auch Köln das Spiel gewinnen können, denn einige Konter waren zumindest im Ansatz gefährlich.
Seit Wochen ein Unsicherheitsfaktor - Max Eberl Je länger das Spiel dauerte, desto unsicherer wurden die Gladbacher. Ein Paradebeispiel war Max Eberl (Bild), der besonders in der zweiten Halbzeit völlig von der Rolle war. Nach einigen Stockfehlern war er so unsicher, dass man es ihm förmlich ansah, wie es ihm widerstrebte, ins Spiel einbezogen zu werden. Wenn er den Ball dann hatte, glichen seine Aktionen schon puren Verzweiflungstaten. Warum Hans Meyer ihn nicht ausgewechselt hat, ist völlig unverständlich.
Aber Eberl war nur ein Beispiel für die Hilflosigkeit in der Mannschaft. Auch die anderen Spieler hatten mit sich selbst zu kämpfen und keiner setzte entscheidende Impulse. Über die linke Seite lief nichts, da Frontzeck und später Hausweiler kaum gelungene Aktionen in der Offensive hatten und Ketelaer durch seinen flinken Gegenspieler um seine größte Stärke beraubt wurde - die Schnelligkeit. Über rechts kam ebenfalls nichts. Weder der schon erwähnte Eberl, noch der später eingewechselte Korzynietz brachten vernünftige Flanken zu Stande. Und auch die Hereingaben von Zeljko Sopic, der sich des Öfteren über rechts versuchte, waren ungefährlich und landeten meistens beim Gegner. Durch die Mitte ging naturgemäß bei solch einem defensiv eingestellten Mannschaft wie den Kölnern fast überhaupt nichts. Wenn mal eine Lücke da war, kamen die Anspiele aus der Tiefe zu unpräzise. Ein Demo allein reicht nicht ... Auch Igor Demo (Bild) hatte hier einige "Fehlversuche". Der Mittelfeldmann war sichtlich bemüht, das Spiel zu dirigieren und stopfte zugleich vor der Abwehr die Lücken, doch wirkte er manchmal schon etwas übermotiviert. Zudem klappt hier und da die Abstimmung zu seinen Mitspielern noch nicht ganz. Dennoch heben sich seine Technik und sein Einsatzwillen positiv ab. Ihm konnte man ansehen, dass er den Sieg erzwingen wollte. Es war irgendwie bezeichnend, dass Demo weit nach dem Schlusspfiff noch völlig konsterniert am Boden kauerte, während seine Mitspieler schon zum freundlichen "Small-Talk" mit den Fortunen übergegangen waren. Aber ein Demo reicht nicht - Borussia braucht dringend noch einen kreativen Mann im Mittelfeld, der auch mal unberechenbare Sachen machen kann. Denn Borussias Spiel ist selbst für minderbemittelte Gegner leicht zu durchschauen...

Doch im Moment hilft alles Wehklagen nichts - das "Gegurke" gegen Köln muss tatsächlich umgehend abgehakt werden. Schon am Mittwoch steht das Spiel in Mainz an und am kommenden Montag gibt es ein Wiedersehen mit Friedel Rausch und seinen Nürnbergern. Zwei ganz wichtige Spiele, in denen gepunktet werden muss. Andernfalls droht zum Jahrtausendwechsel ein Platz unter den letzten vier Teams - und damit die Option für die Millennium-Lizenz in der Regionalliga ...

13.12.1999

Surftipp: In der Rheinischen Post gibt es einen Artikel zum geplanten Stadionbau ...




Krampf - Nullnummer gegen Fortuna !

[maba] Eine vernünftige Erklärung gibt es eigentlich nicht dafür, warum man sich am dritten Adventssonntag bei Dauerregen und unangenehmen Wind auf dem Bökelberg einfindet, um ein Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Fortuna Köln zu verfolgen. So mancher der wackeren und durchnäßten Zuschauer wird eine Menge Hohn und Spott über sich ergehen lassen müssen, wenn sie sich unter diesen Bedingungen als Besucher einer solchen "Klasse-Partie" outen.
Denn das, was die beiden Mannschaften da über weite Strecken auf dem durchweichten Rasen boten, passte sich haargenau dem Wetter an - einfach grausam und schmuddelig. Selten hat man am Bökelberg eine so schwache Mannschaft wie die Kölner Südstädter gesehen, die eigentlich nur durch ihre eigenartigen Anhänger auffielen - als diese Anfang der zweiten Halbzeit eine Rauchbombe zündeten. Aber von dieser Seite ein Kompliment an die "Fans" der Fortuna, die sich anschließend auch noch mit der Polizei eine lockere Keilerei lieferten: Es ist schon mehr als anerkennenswert, dass sich gut dreißig Leute an einem Sonntag auf die schier unglaublich lange Reise von Köln nach Mönchengladbach gemacht haben um ihren Verein zu unterstützen. Fortuna Köln - ein Mythos gibt sich die Ehre ...
Libero ohne Akzente nach vorne - Buric Zurück zum Spiel - oder zu dem, was eigentlich ein Spiel hätte sein sollen. Borussia begann mit der gleichen Besetzung wie gegen Mannheim und Offenbach, also mit Buric (Bild) als Libero und Eberl als rechter Verteidiger. Gleich von Beginn an hatte Borussia das Heft in der Hand. Leider wurde diesmal die Anfangsphase nicht zu einem frühen Tor genutzt. Als die Akteure dies realisierten, machte sich die schon gewohnte Unsicherheit breit. Erst Mitte der ersten Halbzeit gab es einige gelungene Aktionen und auch Torchancen. Die größte hatte Arie van Lent, als er aus ca. 13 Metern nur die Latte traf. In dieser starken Phase versäumten es die Borussen, den mehr als verdienten Führungstreffer zu erzielen. Trotz einer guten Kopfballchance durch Konetzke, die Kamps mit einem tollen Reflex vereitelte, ging es mit einem für Köln sehr schmeichelhaften 0-0 in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit machte Borussia zunächst Dampf - um dann ganz rapide abzubauen. Waren schon in der ersten Halbzeit viele Aktionen nur auf das Prinzip Zufall und Hoffnung aufgebaut, so wurde es nun noch schlimmer. Zeitweise fühlte man sich an die zweite Halbzeit der Partie gegen Bochum erinnert - einfach fürchterlich.
Erst in der Nachspielzeit hatte Marcel Ketelaer eine richtig echte Torchance, aber er scheiterte aus halblinker Position an Keeper Bobel, der durch penetrantes Zeitspiel ab der ersten (!) Spielminute zum "Publikumsliebling" avancierte. Am Ende blieb es zwischen Borussia Elend und Fortuna Not beim torlosen Unentschieden.

Auf der Linie stark - Uwe Kamps Woran hat es gelegen, dass eine so schwache Mannschaft wie Köln nicht mit einer klaren Packung nach Hause geschickt wurde ? Die Antwort ist ganz einfach - weil Borussia Mönchengladbach einfach zu schlecht ist. Außer Uwe Kamps (Bild), der eine hervorragende Partie bot und auch bei den auf diesem Boden tückischen Flachschüssen 100% sicher hielt, hatten die anderen Akteure absolut unterstes Zweitliganiveau. Libero Buric stand zwar sicher, übertrieb es aber mit Dribblings vor dem eigenen Strafraum und konnte wieder nur sehr wenig Akzente nach vorne setzen. Michael Frontzeck fehlte augenscheinlich die Fitness und er hatte ebenfalls kaum gute Szenen. Max Eberl dürfte sich mit dieser Vorstellung endgültig aus dem Team verabschiedet haben. Stockfehler ohne Ende, Flanken ins Niemandsland - das war einfach nur schlecht. Sladan Asanin war von der guten Form der letzten Wochen weit entfernt - er fiel kaum postiv auf. Marcello Pletsch dagegen machte seine Aufgabe ordentlich. Aber bitte - warum musste ausgerechnet er über weite Strecken der ersten Halbzeit das Spiel aufbauen ? Seine diesbezüglichen Fähigkeiten sind doch nun mehr als bekannt ...
Saudumme 5. Gelbe Karte - Marcel Ketelaer Zeljko Sopic versuchte zwar, das Spiel etwas anzutreiben, aber er ließ in den meisten Situationen die letzte Konsequenz vermissen. Igor Demo war bemüht und eifrig, aber auch er konnte nicht an die guten Leistungen der letzten beiden Heimspiele anknüpfen. Marcel Witeczek hatte einen rabenschwarzen Tag - seine Ungefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor nimmt schon erschreckende Ausmaße an. Auch Marcel Ketelaer (Bild) konnte nicht überzeugen - auch wenn er im DSF als "sehr stark" bezeichnet wurde. Auch über seine Seite kamen viel zu wenig konstruktive Aktionen. Zudem holte er sich zu allem Überfluss die fünfte gelbe Karte - wegen völlig unnötigen Diskussionen mit der Schiedsrichter. Damit fehlt Ketelaer am Mittwoch in Mainz.
Arie van Lent ackerte wie gewohnt, versäumte es jedoch, aus seinen zwei Großchancen in der ersten Halbzeit das zu machen, wofür er eigentlich da ist. In der zweiten Halbzeit war von Gladbachs Mittelstürmer dann kaum noch was zu sehen.

Da Borussias Trainer Meyer dann auch bei seinen Wechselspielen keinen Glückstreffer landete, bleibt unter dem Strich nur eine riesige Enttäuschung. Markus Hausweiler musste den schwächelnden Frontzeck ersetzen, ohne jedoch irgendwelche Impulse setzen zu können. Auch die Einwechslung von Korzynietz für Pletsch brachte nicht den gewünschten Erfolg - der Joker der letzten Woche blieb blass. Und auch der letzte Wechsel - der bekannt torungefährliche Peter Nielsen für den wohl durch eine Grippe geschwächten Witeczek - verpuffte wirkungslos.

Dennoch hatte das Spiel auch etwas positives. Jeder Zuschauer weiß spätestens ab heute was es heißt, in der Zweiten Bundesliga im Keller zu stehen. Fortuna Köln bei Dauerregen und dazu eine Gladbacher Mannschaft, die sich kaum vom Wetter und dem Gegner abhebt - das ist die brutale Realität !. Es wird noch ein verdammt harter und langer Weg, um aus diesen Niederungen wieder ans Licht zu kommen. Und Licht bedeutet in diesem Falle nicht die Bundesliga, sondern "nur" der gesicherte Mittelfeldplatz in der Zweiten Liga. Alles andere ist Utopie ...

12.12.1999







Nielsen Libero ? Anagnostou weg !

Buric oder Nielsen ?

[maba] Vor dem Spiel gegen Fortuna Köln (Meyer: "Ich weiß nicht, wie die darauf kommen, mit der Mannschaft aufsteigen zu wollen. Ich habe die Kölner bisher nur sehr schwach gesehen.") hat Meyer die Qual der Wahl - alle verletzten und die zuletzt gesperrten Spieler sind wieder einsatzbereit. Auch Igor Demo wird dabei sein, nachdem er seine Oberschenkelprellung überstanden hat. Große Umstellungen wird es, wie bereits berichtet, nicht geben. Die Möglichkeit, dass Peter Nielsen Damir Buric (Bild) auf dem Liberoposten ablöst, ist jedoch etwas wahrscheinlicher geworden, nachdem Meyer den Dänen im Abschluss-Test vor dem Spiel im "A-Team" aufstellte. Peter Nielsen zumindest hat nach eigenen Aussagen keine Probleme damit, die Rolle des Abwehrchefs zu übernehmen, die er dann etwas offensiver als Buric interpretieren soll. Trainer Meyer wollte sich allerdings, auch mit Hinweis auf den Trainingsrückstand von Nielsen, nicht abschließend festlegen. Genauso bleibt die Frage offen, ob Bernd Korzynietz von Anfang an spielen wird ...
Klar ist dagegen, dass sich die Wege von Borussia und Chrissovalantis Anagnostou trennen. Der Verein und der gebürtige Düsseldorfer einigten sich auf eine sofortige Vertragsauflösung. Der Grieche (12 BL Spiele für Borussia) hat bereits "seine Sachen gepackt" und nahm auch nicht mehr am Training teil. Wo er in Zukunft sein Geld verdienen wird, steht nicht fest. Erst kürzlich fiel er bei einem Probetraining beim Regionalligisten Fortuna Düsseldorf durch ...
Beim Probetraining in Gladbach wusste dagegen (wie bereits berichtet) Martin Cupr zu gefallen. Hans Meyer nannte ihn einen "interessanten Spieler" und möchte ihn gerne verpflichten. Am Montag soll das Präsidium entscheiden, ob die geforderte Ablösesumme, welche nach inoffiziellen Angaben bei knapp unter einer Millionen liegen soll, gezahlt wird. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Präsidium grünes Licht geben wird und der Tscheche im neuen Jahr seinen Dienst am Bökelberg antreten wird.

Das Wiedersehen mit "Glatze" Wynhoff am Sonntag wird sich etwas anders gestalten, als zunächst erwartet. Wynhoff zog sich im Training nach einem Zusammenprall eine Knieverletzung zu und muss sich einer Kernspintomografie unterziehen. Sein Einsatz am Sonntag ist so gut wie ausgeschlossen. Eine Tatsache, die man trotz der bisher mäßigen Leistungen von Wynhoff positiv sehen muss - schließlich wäre er gerade gegen seinen Ex-Verein besonders motiviert gewesen. Und wozu so etwas führen kann, hat ein gewisser Herr Juskowiak letzte Saison eindrucksvoll bewiesen ...

10.12.1999




Polster und Borussia - die Scheidung steht kurz bevor !

[maba] Borussia und Toni Polster stehen offenbar kurz vor der Auflösung des noch bis 2003 laufenden Vertrages (bis Juni 2000 als Spieler, danach im Management). Die Rheinische Post berichtet, dass Polster mit einem Ausstieg und einem Wechsel in die USA liebäugelt.
Es wird auch spekuliert, dass Polster nie mehr für Borussia spielen wird, da aufgrund der Staffelung der Prämien beim 10. Pflichtspiel - Polster hat bisher 9 Einsätze - eine Zahlung von 200.000,00 DM als Jahresleistungsprämie fällig würde.
Bald nix mehr mit Gladbach am Hut - Toni Polster Diese Behauptung muss man so im Raum stehen lassen, da offiziell keine Zahlen bekannt sind. Denkbar ist es jedoch, insbesondere dann, wenn Borussia tatsächlich eine Vertragsauflösung im Winter anstrebt. Dabei wird jedoch auch das Geld die Hauptrolle spielen. Polsters Anschlussvertrag im Management soll mit 1 Millionen Mark dotiert sein - da wird sich der Österreicher seinen Ausstieg mit Sicherheit versüßen lassen ...
Übel nehmen darf man ihm das nicht, schließlich liegt es ganz allein am Verein, das man Polster mit solch einem Vertrag ausgestattet hat. Das es sich dabei um eine Fußfessel der aller ersten Güteklasse handelt, wurde schon zum Ende der vergangenen Saison deutlich. Mit Händen und Füßen wehrte sich Ex-Coach Bonhof gegen eine Weiterbeschäftigung von Polster. Da sich jedoch kein Verein fand, der für einen 35-jährigen noch derart viel Geld hinblätterte, musste Bonhof seinen Spezi zähneknirschend übernehmen. Nachdem die Verhandlungen über eine Vertragsauflösung gescheitert waren, verkündete Bonhof, "dass Polster in der Zweiten Liga der Labbadia der Borussia würde." Schon damals lugte noch ein beträchtlicher Teil der verschluckten Kröte aus Bonhofs Hals ...
Nun deutet sich also ein endgültiges Ende eines einzigen Mißverständnisses an. Das richtet sich gleichermaßen gegen Polster und Borussia - beide haben einfach nie zusammengepaßt. Das der Alpenbomber bei seiner Verpflichtung schon über den Zenit hinaus war, stellte eine bekannte Tatsache dar. Dennoch wurde mit seinem Einkauf die Hoffnung verbunden, dass er noch das ein oder andere Tor erzielen und zudem die jungen Stürmer Pettersson und Feldhoff führen würde. Eine trügerische Hoffnung, die jedoch hauptsächlich in der mangelnden Qualität der Mitspieler von Polster begründet war. Auch das sei an dieser Stelle nochmals klargestellt - Borussia hatte schon in der letzten Saison eine Mannschaft, die auch in der Zweiten Liga gegen den Abstieg gespielt hätte - und das lag nicht an Toni Polster. Polster war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Das er dabei versuchte, noch möglichst gut wegzukommen, mag man ihm auch nicht verübeln. Er hat halt den Charme und das Geschick, sich in der Öffentlichkeit positiv darzustellen. Das er damit vieles überspielt und die Stimmung zu seinen Gunsten beeinflusst hat - wer will es ihm ernsthaft verdenken ?
Für Borussia und Polster ist eine Trennung im Winter die einzig akzeptable Lösung, vorausgesetzt, man einigt sich auf eine vernünftige Abfindung. Sportlich wird er Borussia kaum noch helfen können und eine Beschäftigung im Management wäre eine Farce. Bleibt zu hoffen, dass sich die Trennung sauber vollzieht und das nicht weitere unnötige Schmutzwäsche gewaschen wird. Denn die nützt weder der Borussia noch Polster etwas ...

Toni Polster wird wohl gehen - und Martin Cupr wohl kommen. Der Tscheche wusste im Probetraining von Dienstag bis Donnerstag zu überzeugen. Allerdings ist eine Verpflichtung offiziell noch nicht klar - wie immer geht es noch um die Frage der Ablöse und des Gehaltes. Dennoch verlautete am Donnerstag aus inoffizieller Quelle, dass der Transfer noch vor dem Jahreswechsel perfekt gemacht werden soll...

09.12.1999




Sonntag kommt Fortuna mit "Glatze"

Wiedersehen mit Peter Wynhoff

[maba] Ein Wiedersehen der besonderen Art gibt es am Sonntag auf dem Bökelberg. "Glatze" Peter Wynhoff kehrt mit seinem neuen Verein Fortuna Köln an seine alte Wirkungsstätte zurück. 240 Bundesligaspiele hatte der gebürtige Berliner im Borussentrikot absolviert, bevor er von Rainer Bonhof vor der Saison ausgemustert wurde.
Aber auch bei Fortuna Köln bekommt der einstige "Dribbelkönig" keinen Fuß auf den Boden - erst acht mehr als durchwachsene Einsätze stehen zu Buche. Wynhoff, dessen Herz nach eigenen Angaben immer noch an der Borussia hängt, wird wohl auch am Sonntag zunächst nur auf der Bank sitzen. In seiner unmittelbaren Nähe wird erstmalig und wohl auch letztmalig als Trainer der Fortuna am Bökelberg Toni Schumacher Platz nehmen. Wie es aussieht, wird Schumacher schon am Sonntag, spätestens jedoch zur Winterpause entlassen werden.
Keine guten Vorzeichen also für den "ewigen Zweitligisten" aus der Kölner Südstadt. Für die Borussia ist dies allerdings kein Grund, sich überheblich zurückzulehnen - schließlich ist die eigene Lage alles andere als rosig.
Gegen die Fortuna ist ein "Dreier" absolute Pflicht - schon bei einem Unentschieden dürften erneut stürmische Zeiten am Bökelberg anbrechen. Der "Schluss-Spurt" des Jahres ist für Borussia eminent wichtig. Mit einem Sieg gegen Köln könnte man beruhigt nach Mainz fahren, wo am Mittwoch der in den letzten Wochen äußerst starke FSV wartet. Und schon am darauf folgenden Montag kommt es gegen den Club aus Nürnberg auf dem Bökelberg zum "Finale" der Hinrunde.
Ein gesicherter Mittelfeldplatz mit einer kleinen Perspektive nach oben ist durchaus drin - aber eben genauso das Überwintern in der Abstiegsregion. Deshalb ist gerade das Spiel gegen Köln auch für uns Fans mal wieder eine Verpflichtung, die Mannschaft zu unterstützen. Auch wenn ein Match gegen Fortuna Köln an einem Sonntag im Dezember sicher kein Leckerbissen ist und mancher seine Zeit sinnvoller nutzen könnte - gerade bei solchen Spielen muss man zeigen, dass man hinter der Borussia steht ...
Im Team dürfte es gegenüber den letzten Spielen abermals keine gravierenden Veränderungen geben. Denkbar ist auch diesmal, dass Korzynietz eine erneute Chance erhält. Mit Peter Nielsen, wenn er vollständig fit wird, hat Meyer eine weitere Alternative. Ob und wo er den Dänen einsetzen wird, bleibt abzuwarten ...

08.12.1999




Cupr beim Probetraining !

Martin Cupr

[maba] Wie bereits am 03.11.99 (siehe Archiv) berichtet, ist Borussia Mönchengladbach an einer Verpflichtung des 22-jährigen tschechischen U-21-Nationalspieler Martin Cupr (Bild) von Slovan Librec interessiert. Cupr, der seit seinem achtzehnten Lebensjahr in der ersten tschechischen Liga spielt, absolviert von heute bis Donnerstag ein Probetraining bei der Borussia. Sollte der Abwehrspieler überzeugen können, dürfte er der erste der für die Winterpause geforderten Neuzugänge sein und künftig auf der linken Seite die Nachfolge von Michael Frontzeck antreten.
Aber zunächst hat muss er das Probetraining hinter sich bringen ...

07.12.1999




Dringend benötigt: Neue Männer für Borussia 2000 !

[maba] Das Jahr geht langsam zu Ende und schon wieder sehnt man sich bei Borussia Mönchengladbach nach der Winterpause. Zu seligen Bundesligazeiten verband man damit oftmals die Hoffnung auf eine "Serie" in der Rückrunde - was dann auch ab und an eintrat. Im letzten Jahr hoffte man noch auf die Wende im Abstiegskampf - das Ende ist bekannt.
Immer noch viel Arbeit - Meyer Und auch dieses Jahr verbindet man ein wenig Hoffnung mit der Pause zum Jahreswechsel. Hans Meyer kann in Ruhe mit der Mannschaft trainieren und, was noch viel wichtiger ist, er kann die dringend benötigten Neuzugänge integrieren. Damit wären wir auch schon beim Thema - Verstärkungen in der Winterpause.
Das Hans Meyer die Qualität des derzeitigen Kaders nicht besonders hoch einstuft, ist bekannt. Das dennoch keine Panikkäufe getätigt wurden, spricht zum einem für die Besonnenheit der sportlichen Leitung, zum anderen für die immer noch angespannte finanzielle Lage. Die Millionen der Kinowelt/Sportwelt, wenn sie denn tatsächlich im vollen Umfang für Neuverpflichtungen zur Verfügung stehen und nicht noch zur Bedienung von Altlasten dienen, wollen gut angelegt sein. Dennoch ist allen klar, dass Verstärkungen in der Winterpause mehr als notwendig sind.
So werden vor allem im Abwehrbereich, aber auch im Mittelfeld, dringend neue Spieler benötigt. Allerdings ist das Angebot solcher Akteure ziemlich dünn gesät, denn die Ansprüche an ihre Qualitäten sind sehr hoch - auch wenn es nur um Zweitligafußball geht. Zum einen muss ein potentieller Neuzugang kurzfristig helfen können, zum anderen muss es ein Spieler mit Perspektive für die Zukunft und nicht zuletzt finanzierbar sein.
Der erste Neuzugang unter Meyer - Igor DemoWie schwer es ist, die richtigen Leute zu finden, zeigen die unzähligen Testspieler, die in den letzten Wochen und Monaten vorspielten und als nicht tauglich wieder nach Hause geschickt wurden. Natürlich legt Hans Meyer auch die Messlatte sehr hoch an - aber das zu recht. Denn mittelmäßige Mitläufer hat Borussia in den letzten Jahren genügend eingekauft. Wenn man bedenkt, dass selbst die vermeintlichen Spitzenleute wie Pettersson und Andersson heute in ihren Vereinen nur Statisten sind, dann ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass es Borussia Mönchengladbach schon seit sehr langer Zeit an Spielerpersönlichkeiten mangelt.
Hans Meyer hat nun die Aufgabe, die "neue Borussia" aufzubauen. Mit Igor Demo wurde ein erster Spieler verpflichtet, der bereits gezeigt hat, dass er dem Profil entspricht. Aber selbstredend müssen dem Slowaken noch einige Spieler folgen. Denn um tatsächlich im nächsten Jahr um den Aufstieg mitzuspielen, muss sich bei Borussia auch kurzfristig einiges tun - das hat die schwache Vorstellung in Offenbach nochmals deutlich gezeigt ...

06.12.1999




Der Erlebnisbericht: Gladbach in Ost-Frankfurt

von Gastautor Heiko Schomberg

Eigentlich bat [maba] mich, den Spielbericht über o.g. Spiel anzufertigen. Doch aufgrund der Begleitumstände komme ich nicht umhin, vorher ein paar Worte zu verlieren.

Es begann am 01. Dezember hier im Gästebuch: Ein Kickersfan übersandte "Viele Grüße aus Offenbach", wünschte, "ein schönes Spiel" und schloss mit ,"Und denkt nicht nur schlecht über Offenbacher Fans." "Kein Thema - entkräftet morgen meine Vorurteile", antwortete ich, der mit Ausführungen über die Bodenständigkeit der Stadiongänger am Bieberer Berg den Diskusssionstrang anstieß. Doch eine Minderheit der Offenbachfans macht es einem wirklich schwer, nicht schlecht über sie in toto zu denken. Wie schon bei den letzten beiden Zusammentreffen (im Rahmen des DFB-Pokals) kam es auch diesmal zu Krawallen in der Innenstadt.

Dabei begann der Freitag verheißungsvoll, BILD Hessen titelte am Morgen: "Offenbach: 20000 gegen Gladbach. Heute (...) weht ein Hauch von Bundesliga-Luft am Bieberer Berg (...)" So eingestimmt fuhr man beschwingt zum Spiel und schnupperte eben diese Bundesliga-Atmosphäre, die nicht zuletzt dank der 2.500 mitgereisten Borussiaanhänger zustande kam. Auch bei den Supportern war man sich durchaus bewußt, daß das Spiel in Offenbach kein einfaches würde, denn die Kickers gewannen ihre letzten beiden Heimspiele und mit Peter Neururer weht ein frischer Wind durch Offenbach. Auf Gladbacher Seite - mit zwei Punkten Abstand auf die Abstiegsränge - stieg auch das Selbstbewußtsein und die Sangesfreude; in der Westkurve (dem unüberdachten Gästeblock), brodelte es, und man wirkte dezidiert deeskalierend, indem in Sprechchören Offenbach kurzerhand zu einem Stadtteil Frankfurts erklärt wurde...

Hat keine Freunde unter der Schiedsrichtern - Arie van Lent

Fußball wurde auch gespielt, obwohl wenig berichtenswertes darunter war. Das Spiel begann mit 13-minütiger Verspätung ob des Zuschauerandrangs und die Kickers begannen stürmisch. Gladbach stand aber - für seine Verhältnisse - sicher in der Abwehr und so ergab sich kein zählbarer Erfolg für Offenbach. Nach der Gedenkminute für Dr. Winkler, der die Gastgeber innerhalb von drei Jahren aus der viertklassigen Oberliga Hessen in die Zweite Bundeliga führte und unlängst verstarb, ließen sich es einige Borussenfans leider nicht nehmen, das Silentium zu stören. Wenngleich eine Minderheit, so doch ein Wehmutstropfen innerhalb eines nachahmenswerten Auswärtsauftritts ("Ohne uns wär' doch hier nichts los") der Fohlenfans. Danach wurde wieder Fußball gespielt, leider auf einem erschreckend schwachen Zweitliganiveau. Gladbach agierte zwar engagierter, doch die Offenbacher waren im Mittelfeld überlegen, konnten diese Überlegenheit jedoch nicht in eine zwingende Chance ummünzen. Michael Frontzeck versuchte dem Flügelspiel auf der linken Seite Akzente zu geben, scheiterte jedoch mehrmals mit Flankenversuchen. Wieder einmal war auffällig, daß Arie van Lent (Bild) im Zweikampf seinen Gegenspieler nur zu scharf anschauen muß, damit der Schiedsrichter "Stürmerfoul" pfeifft. Über das Leistungsniveau der Unparteiischen in der Zweiten Liga wurde hier schon genug geschrieben, Herr Milic war bis auf die traditionellen Anti-van-Lent-Entscheidungen (die er zweimal nach dem Pausentee selbst durchbrach, indem er für(!) van Lent pfiff) unauffällig - und damit besser als viele anderen Referees, die Borussia diese Saison erdulden mußte. Doch da die erste Halbzeit noch weniger bot als die zweite, müssen an dieser Stelle zwei Dinge in Halbzeit Eins besonders betont werden. A) Marcelo Pletsch tut mittlerweile alles dafür, zum Kultspieler zu werden, großartig wie er darum kämpfte, einen zu weit von seiner Brust abtropfenden Ball vor dem Seitenaus zu retten, was mit Szenenapplaus auf Borussenseite bedacht wurde. B) Da man als Gladbachfan sehr genügsam geworden ist, war es der Stadionsprecher, der in der 42. Spielminute mit seiner Mitteilung, "der Kiosk im Gästeblock wird wieder geöffnet" für Jubel auf VfL-Seite sorgte. Auch die zweite Halbzeit begann verhalten, Borussia erarbeite sich jedoch eine gewisse Feldüberlegenheit und nach ca. 60 Minuten kam man besser ins Spiel, van Lent scheiterte leider mit einem Distanzschuss und einem Kopfball knapp. Die turbulente Schlussphase der Partie entschädigte ein wenig für das vorher dahinplätschernde Match. Rettung kurz vor Schluss - Bernd Korzynietz Als man sich kurz vor Schluss mit einem schmeichelhaften Punktgewinn durchaus anfreunden konnte, gingen die Gastgeber in Führung: Nach einem Freistoß von links, bei dem die gesamte Borussenabwehr - vor allem jedoch van Lent, der wieder einmal viel hinten aushalf - eigentümlich lethargisch wirkte, erzielte Manni Binz in der 87. Minute per Kopf die 1:0-Führung der Kickers. Direkt nach dem Wiederanpfiff und zehn Sekunden nach seiner Einwechslung sorgte "Joker" Bernd Korzynietz (Bild) dafür, daß die mitgereisten Borussenfreunde nicht wieder ihr schier unerschöpfliches Potential an Leidensfähigkeit unter Beweis stellen mußten. Er erzielte mit seiner ersten Ballberührung in der - laut Stadionsprecher - 88. Minute den Ausgleich zum 1:1.

Also: Mit dem uns auch einmal zustehenden Fortune wurde noch ein Punkt geholt, dies ist zuwenig, es war die verpatzte Kür auf dem Weg zum einstelligen Überwinterungsplatz. Die Drei-Punkte-Pflicht folgt nächste Woche gegen die Kölner Südstädter am heimischen Bökelberg. Hervorzuheben ist die Leistung von Uwe Kamps, der, neben den Prüfungen durch Rückgaben, vor allem bei drei Großchancen von Günther Maier seine Klasse bewies.

04.12.1999

Heiko Schomberg (Homepage)


[maba] bedankt sich bei Heiko für diesen Beitrag !






Punktgewinn dank Korzynietz !

Rette den Punkt - Bernd Korzynietz

[maba] Borussia erreichte am Freitag bei Kickers Offenbach ein 1-1 (0-0) und ist seit nunmehr vier Spielen ungeschlagen. Bernd Korzynietz (Bild), der erst einige Sekunden auf dem Platz war, erzielte den Ausgleich in der 86. Minute.
So weit die positiven Nachrichten des Tages. Was die Borussia ansonsten über 90 Minuten am Bieberer Berg bot, hatte allenfalls unteres Zweitliganiveau. Zwar stand das Team, das in der gleichen Aufstellung wie gegen Mannheim begann, hinten relativ massiert und sicher gegen insgesamt zwar optisch überlegene, aber doch zu harmlose Offenbacher, doch ging in der Vorwärtsbewegung so gut wie überhaupt nichts. Keine einzige Torchance konnte man in der ersten Halbzeit verbuchen. Offenbach dagegen hatte u.a. durch Weber einige gute Möglichkeiten - scheiterte aber an Kamps oder am eigenen Unvermögen.
Erst Mitte der zweiten Halbzeit kam Borussia etwas, aber wirklich auch nur etwas, besser ins Spiel und hatte durch van Lent zwei Chancen. Unter dem Strich war die Leistung dennoch sehr enttäuschend - zu viel blieb man beim Tabellenletzten schuldig.
Als fünf Minuten vor Schluss der Ex-Dortmunder Manfred Binz nach einem Freistoß einen Kopfball im Tor von Uwe Kamps versenkte - Gegenspieler van Lent sah hier sehr schlecht aus -, schien der durchaus verdiente Sieg der Offenbacher besiegelt. Das Borussia dann doch noch den angestrebten Punktgewinn verbuchen konnte, verdankte man dem "glücklichen Händchen" von Hans Meyer und dem frechen Bernd Korzynietz. Meyer wechselte Korzynietz nach dem Führungstor für Sopic ein und der konnte nach einer Kopfballverlängerung von van Lent aus kurzer Distanz den Ausgleich erzielen.
Unter dem Strich bleibt ein schmeichelhafter Punktgewinn - aber im Moment zählen eben nur die Punkte und keine Schönheitspreise. Nachdem van Lent mit seinem verschossenen Elfmeter kurz vor Schluss gegen Cottbus zwei Punkte verschenkte, holte Korzynietz nun in Offenbach kurz vor Schluss zumindest einen zurück.

03.12.1999






Freitag geht's nach Offenbach - Korzynietz wohl von Anfang an !

Aufsteiger Offenbach - zuletzt im Aufwärtstrend

[maba] Am Freitag um 19 Uhr steht das Spiel auf dem Bieberer Berg bei Aufsteiger Kickers Offenbach an. Der Tabellenletzte ist hat nach dem Trainerwechsel zu "Motivator" Peter Neururer wieder den Anschluss an die anderen Teams geschafft und konnte zuletzt auch spielerisch durchaus überzeugen. Nach dem Punktgewinn bei TeBe Berlin ist man in Offenbach optimistisch, gegen die Borussia einen Sieg einzufahren. Hoffnungsträger der Kickers ist Neuzugang Ion Vladoiu, der früher unter Neururer bereits beim 1. FC Köln aktiv war. Es ist davon auszugehen, dass der Rumäne von Anfang an spielen wird. Neururer gab sich in der Pressekonferenz vor dem Spiel in Bezug auf die Borussia sehr selbstsicher: "Wir kennen die Strukturen der Gladbacher, sie können uns nicht groß überraschen. Ich habe die Mannschaft am Sonntag gegen Mannheim beobachtet. Sie ist wieder etwas gefestigt, hat aber immer noch Probleme, auch im Sturm. Wir brauchen keinen überzogenen Respekt zu haben. Dennoch müssen wir uns auf die gefährlichen Konter einstellen, das Augenmerk gilt hier insbesondere Ketelaer".

Bernd Korzynietz - einer mit Zukunft Bei der Borussia ist man sich durchaus bewusst, dass das Spiel in Offenbach kein einfaches wird. Allerdings gibt es solche Spiele in der sehr ausgeglichenen Liga auch nicht, so dass jedem Akteur klar sein dürfte, dass man nur mit 100%igem Einsatz punkten kann. So sagt auch Hans Meyer gegenüber der Rheinischen Post: " Wir brauchen noch sehr lange, um in die Regionen zu gelangen, in denen wir uns eine Niederlage leisten können. Wir sind noch lange nicht auf einer Hurra-Strecke, aber auch nicht mehr im psychischen Keller." In der Anfangsaufstellung der Borussia wird es wohl gegenüber dem Spiel gegen Mannheim eine Änderung geben. Denkbar ist, dass Bernd Korzynietz nach Ablauf seiner Sperre auf der rechten Seite für Max Eberl beginnen wird. Weiterhin verzichten muss Meyer wohl auf Peter Nielsen. Wenn er wieder fit ist, dürfte Peter Nielsen erneut ein Kandidat für die Liberoposition sein. Zwar hatte der Däne gegen Cottbus auch seine Probleme, doch war seine Leistung höher einzuschätzen, als die von Damir Buric gegen Mannheim. Zudem ist Nielsens Position im Mittelfeld derzeit mit Igor Demo mehr als gut besetzt, so dass für Nielsen wohl zurzeit nur der Liberoposten bleibt - wenn er denn gesund ist.
Doch egal, wer letztendlich für Borussia aufläuft - es muss gepunktet werden. Auch wenn Offenbach keinesfalls zu unterschätzen ist, muss bei einem Mitkonkurrenten in der unteren Tabellenregion etwas geholt werden. Es gilt, die positive Tendenz der letzten Wochen fortzuführen ...

02.12.1999