Quellen von Namensvorkommen
von See/von Se und de Lacu
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
"Das älteste Lehensbuch der Grafschaft Oettingen - 14. Jahrhundert bis 1477"
bearbeitet von Elisabeth Grünenwald,
erschienen im Verlag der schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Augsburg 1976
++++++++++++++++++++++++
»Seite 18
Randnummer 89 (288)
"Fritz von dem See1 ze Bolsingen das gericht, zwoa vogtay, ein hoff, ain lehen, zwo holtzmark."
a) o über dem Wort nachgetragen
1) Die Burg der Herren v. See ist bei Wemding oder Trendel (Bacherler 46, Seite 112, Buchner Seite 39)
abgegangen; W. Dehn (Seite 49, Nummer 3) weist auf dem Ziegelberg, an dessen nördl. Fuß der große
Lohweiher liegt (beides Markung Wemding) einen vermutlich mittelalterlichen Wall nach. Vielleicht
darf man hier den Stammsitz der Herren v. See sehen, denn die Verwandtschaft mit den
Herren v. Wemding (Siegelgleichheit) und der Besitz im nördlichen Ries (Trendel, Polsingen,
Schwörsheim, Dornstadt) lokalisieren die Familie eher in diesem Raum als in das Gebiet um
Mönchsdeggingen/Schaffhausen (vgl. Guth Seite 15 f) oder Kleinsorheim (vgl. Dertsch, Register).
++++++++++++++++++++++++
»Seite 19
Randnummer 93 (292)
"Item Otte von dem See und sein wirtin ein lehen und drey hofstet zu Wemdingen,
ze Rotelbach1 zwo hube, zwischen Rotelbach und Amberbach 2 1/2 hube."
1) Abgegangen auf Markung Amerbach, Flurname Röthelhof (Gemeindeplan). Nachdem der Röthelhof
im 30jährigen Krieg in Abgang gekommen war, wurden die Güter 1699 zerteilt (Fürstlich
Oettingen-Spielbergisches Archiv Oettingen (jetzt Harburg), Lehenarchiv Akten 45). 1359 XII 13
zu Rötelbach (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München. Abt. I: Allgemeines Staatsarchiv,
Brandenburg-Ansbach Urkunden 1384), 1424 Rotelhoff (Eintrag 176).
++++++++++++++++++++++++
»Seite 37
Randnummer 176
"Item Moritz wan Walkirchen hat zu lehen enpfangen in tragersweyß Annan
won Walkirchen seiner swester, Hansena vom See1 elichen hawßfraw, ditz
nachgeschriben güter. Mentag vor ascensionis domini anno XXIIII°[1424 V 29].
Item den Sandbrunn2. Item den Rotelhoff und was dartzu gehort."
a) davor gestrichen Cun[raten]
1) 1405 I 31 hatte Hans vom Sew seine Frau Anne von Walkirch ihrer Heimsteuer und Morgengabe
halber auf seinen Teil an dem Gut zu Santprunnen und auf die Hälfte des Rotelhoffs verwiesen, mit
der Verpflichtung, bei Erbschaft von Eigengütern die genannten Lehengüter wieder frei zu machen
(Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein (jetzt Harburg), Urkundensammlung I 703). -
2) Abgegangen auf Markung Wemding. Flurname Sandbrunn (Gemeindeplan), vgl. Bacherler 46, Seite 112.
Der Hof Sandbronnen war 1588 noch vorhanden (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv
Wallerstein (jetzt Harburg), Urkundensammlung I 2683).
++++++++++++++++++++++++
»Seite 55
Randnummer 288 (89)
"Fritze von dem See 2 hub ze Dornungstat, ze Bolsing das gericht, 2 vogtay,
1 hof, 1 lehen, zwo holtzmark und was er ze Otingen hat. Im und Ekeharten vom See
ainen hoff zu Otingen, ein hub ze Dornungstat."
++++++++++++++++++++++++
»Seite 56
Randnummer 292 (93)
"Otte von dem See und sein wirtin ain lehen und dry hofstet ze Wemding, ze Rottelbach
zwo hube, zwischen Rottelbach und Amelbach 2 1/2 hube."
++++++++++++++++++++++++
»Seite 89
Randnummer 477
"Item fraw Ottilia von Waldenhofen hat zu lehen zway tagwerck wismatz [zu Laub1] in dem
Mulbach, die des Sewers waren, der ist trager her Egkart von Walkirch. Acta sunt hec LXX°
quarto [1374]."
1) Siehe Eintrag 36
++++++++++++++++++++++++
»Seite 91
Randnummer 481
"Nota, Fridrich und Hans vom Sew, gebruder, hand enpfangen ze lehen zwey pfunt geltz
zu Teggingen und gand auß ainer hub und dy hat der Truhsesse mynen hern1 verswigen.
Et hoc factum est in Alrhein anno LX°nono feria sexta proxima post Valentini [1369 II 16]."
1) Ludwig VIII. und Ludwig X.
++++++++++++++++++++++++
»Seite 92
Randnummer 488 (507)
"Item Seitzen hof vom Sew1 zu Tremeln gelegen ist lehen."
1) Gestorben vor 1401 I 23 (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein (jetzt Harburg),
Urkundensammlung I 668)
++++++++++++++++++++++++
»Seite 95
Randnummer 501
"[Blatt 33]
Item mein alte fraw Adelheid1, grafin ze Otingen, hat verlihen und gegeben
Ekkart vom Sewe, irem diener, zu lehen und sinen libserben Joh[anns] des Kezzers
hoffrait mit den selden zu Otingen gelegen, als es her Hainrich von Mundlingen2 zu
libringe hat, und hat das getan mit willen und gunst des edeln grauf Ludwig [XI.] von
Otingen, ir suns3 suns, des jungern, und des [hat] mein junger herr brief gegeben. Hec
sunt facta anno domini M° CCC° LXXI° feria secunda post diem Bartholomei [1371 VIII 25].
Und ist, das er abgat an libserben, so ist diu hoffrait der herschaft ledig und lose. Itema
dartzu hat mein fraw mit meins obgnanten hern willen und briefen gegeben zu ainem
aygen Fritzlin Anhang, irem diener, und sinen libserben des Sewers4 hoffrait zu Otingen
und ist, das er an libserbe abgat, so ist diu hoffrait der herschaft ledig und lose. Facta
sunt hec anno domini M° CCC° LXXI° feria secunda post diem Bartholomei [1371 VIII 25].
a) am Rande c[apitulum]
1) Adelheid Gräfin von Werd, Witwe Friedrichs II.
2) Heinrich zu Mündling ist 1382-1389 als Pfarrer bei St. Jakob zu Öttingen bezeugt (Michel 1, Seite 140)
3) Ludwig X., gestorben 1370 V 1.
4) Wohl der oben genannte Ekhard von See.
++++++++++++++++++++++++
»Seite 96
Randnummer 507 (488)
"Es ist auch lehen Sytzen hoff vom See, der gelegen ist ze Trennel."
++++++++++++++++++++++++
»Seite 99
Randnummer 520
"Nota1, Fridrich und Hans vom Sewe, gebruder, hand zu lehen enpfangen Santbrunnen2,
besucht und unbesucht, an holtz, an ekkern, an wisen, an weygern3, wann mein junge
hern Ludwig [XI.] und Fridrich [III.] dawider geaygent hand zwen hoff4 in der Metschawe5
gelegen, die des Vrachers waren, und darumb haben mein herren brief von den Sewern.
Facta sunt hec in6 Wemdingen6 anno domini M° CCC LXXIII in die sancte Katherinea
[1373 XI 25]."
a) es folgt ein Schlußzeichen.
1) Belegt durch LR 1373 XI 25 o.AO (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein
(jetzt Harburg), Urkundensammlung I 480)
2) Laut LR das Gut zu Santprunnen, daz Vlins von Stainhen waz.
3) Im LR folgt an waid, an wazzer.
4) Im LR nur die hoeff.
5) Ausgedehntes Wiesen- und Ackergelände zwischen Rudelstetten, Wemding und Amerbach, Flurname
Metzenau u. ä. (Gemeindeplan). Der Metschawe recht (beschrieben 1413. Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches
Archiv Wallerstein (jetzt Harburg), Literalien 37, Blatt 213) wurde von dem Vogt zu Wemding jährlich bei dem
Kranichhof [abgegangen Markung Wemding, dort Flurname Kranichholz] gehalten (Bayerisches
Hauptstaatsarchiv München. Abt. I: Allgemeines Staatsarchiv: Pfalz-Neuburg, Kopialbücher Band 40, Blatt 150)
6) Fehlt im LR.
++++++++++++++++++++++++
»Seite 114
Randnummer 604
"Item her Walther von Seggendorf, dew Sewerin und ire kind hand ze lehen enpfangen
den hoff ze Stopphenhen, den hat her Walther in tragersweise von des Sewers kind
wegen, der zu Stopphenhen saß."
++++++++++++++++++++++++
»Seite 138
Randnummer 698
"Item1 es hat Wilhalm Steinhamer enpfangen2 den hoff zu Gundoltzhein mit seiner
zugehorung, der Seytzen vom Sew saligen gewesen ist. An suntag vor Pauli
conversionis anno domini M° CCCC primo [1401 I 23]. Des hat man brief"
1) Belegt durch LR 1401 I 23 (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein (jetzt Harburg),
Urkundensammlung I 688).
2) Laut LR von Ludwig [XI.] und Friedrich [III.].
++++++++++++++++++++++++
»Seite 144
Randnummer 723
"Item1 Vlrich vom See hat enpfangen von den egnanten hern2 20 morgen holtz
in dem Obernberg, 1 dagwerck wißmats genant dy Prungaßwiß, 2 1/2 dagwerck
gnant dy Korppwiß, 1/2 dagwerck heist dy Gemeinwiß, 1 1/2 dagwerck im Rore
und 7 morgen ackers in der Heide, alles umb Bolsingen glegen. In die Nicolay
Anno XXXmo [1430 XII 6].a"
a) die Foliierung springt von Blatt 54 auf Blatt 56. Auf Blatt 56 beginnt ein anderer Schreiber (Rudrer)
1) Belegt durch Regest für 1430 XII 12 (Fürstlich Oettingen-Spielbergisches Archiv Oettingen (jetzt
Harburg), Literalien Repertorien 1, Blatt 58, Nummer 172)
2) Laut Regest Ludwig [XI.] und Johann [I.].
++++++++++++++++++++++++
»Seite 203
Randnummer 891 [106]
"[Blatt 86]
Fritz vom Seea, yetzb zu Bolsingen. Uff mitwuchen nach dem suntag Reminiscere
in der vasten hon ich Fritz vom See zu rechtem manlehen von meinem gnädigen
herren graf Vlrichen von Ötingen als von [dem] eltesten graven zu Otingen empfangen
mit namen ein holtz genant das Byrckach bey Vrßhaim gelegen. Item den Rottelhoue
mit aller seiner zugehorunge. Item Santprunnen mit aller seiner zugehorunge. Item
siben tagwerck wismads in [den] Medern bey den Torsewlen1 gelegen. Item sechs
tagwerck in dem Weydach gelegen. Item 40 morgen holtz an dem obern Berg. Item
14 morgen ackers in der Hayd. Item ein tagwerck wismads hayßt die Prunngaßwiß.
Item 2 1/2 tagwerck wismatz genant die Korbwiß. Item ein halb tagwerck genant die
Gemainwiß und anderhalb tagwerck ym Ror, alles mit seiner zugehorunge [umb
Bolsingen glegen2] etc. Hat briefe gnomen und geben. Actum ut supra anno LImo
[1451 III 24]."
a) neben der Überschrift haben sein vettern [v. See] (Keller), siehe Eintrag 1029 z. J. 1463
b) auf Rasur
1) Flurname Torsäulenweiher (heute Wiesen) Markung Polsingen (Mitteilung E. Schöler-Weißenburg)
2) Siehe Eintrag 723
++++++++++++++++++++++++
»Seite 254
Randnummer 1029 [231]
"[Blatt 118]
Anno LXIII. Cristoff vom See hat von meinem gnedigen herrn grave Vlrichen zu
rechtem manlehen empfangen ein holtz genant das Birckach bei Vrßhaim gelegen.
Item den Rottelhoue mit aller seiner zugehörung. Item Santprunnen mit aller seiner
zugehörung. Item siben tagwerck wismatz in [den] Medern bei den Torsewlen
gelegen. Item sechs tagwerck in dem Weydach gelegen. Item 40 morgen holtz an
dem obern Berg. Item 14 morgen ackers in der Hayd. Item ein tagwerck wismatz
hayßt die Prunngassewise. Item 2 1/2 tagwerck wismatz gnant die Korbwise. Item
1/2 tagwerck genannt die Gemainwise und 1 1/2 tagwerck im Ror, alles mit seiner
zugehörung [umb Bolsingen gelegen1]. Beschehena [feria] 2a post Viti [1463 VI 20]."
a) davor gestrichen als beschähen [feria] 2a ante Alb[ani] [1463 VI 20]
1) Siehe Eintrag 723
++++++++++++++++++++++++
»Seite 274
Randnummer 1086
"[Blatt 131']
Vlrich grave zu Otingen
Disen hernachgeschriben mannen hat mein her geschriben, das sie uf aftermontag
nach Judica gein Otingen komen sollen anno etc LI [1451 IV 13]:
Unsern fruntlichen grus zuvora, lieber getrewer. Wir haben von unser graveschaft
lehen von unser notturft und gebrechen wegen, die uns und unsern mannen deßhalben
daran ligen, furgenomen, dichb und ander unser mann zu vordern uffc sontag Letared
zu latein genant [1457 III 27] ze nacht gein Otingen ze komen und an montage darnach
[1457 III 28] solich notturft und gebrechen mit recht furzenemen, als sich gespurt. Darumb
so manen wir dich als unsern lehenman, wes und wie hoch wir dich von lehen wegenf
ze manen haben, das du uff den egnanten tage gein Otingen komest, umb unser und
unser graveschaft lehen recht sprechest und nicht außbeleibest, damit uns nicht gepure,
ander unser manne des rechten darumb ze fragen. Des wollen wir uns gutlichen gein dir
versehen und fruntlichen umb dich verschulden. Geben under unserm insigel am dornstage
vor dem sontag Reminisceree anno etc LVIImo e [1457 III 10]. (Blatt 132] Item herg Sigmund
von Lentherßheim riter. Vlricheng Vetzer. Sixteng von Gundoltzhin. Wilhalmg von Jagßheim.
Gorigg Weiller. Gorigg von Scheppach. Vlrichgh von Wellenwart. Gorig von Elrichßhusen.
Wilhelmg von Scheppach. Hanns von Gundoltzheim. Fritzg vom See. Wilhelmg von Leonrod.
Hanns von Praitenstein. Conratg von Hoppingen der junger. Jorigg von Holtzingen.
Heinrichg vom Stein vom Diemenstein. Seeboltg Seerewter. Craftg und Hannsg von Altheim.
Burckhartg von Wolmerßhusen. Wilhalmg von Velberg. Her Fridrich von Wolmerßhusen riter.
Heinrich von Ottingen."
a) danach zuerst her Veyt von Rechemberg, gestrichen und her zu n[omen] verbessert, gestrichen
b) d aus eu[ch] verbessert
c) danach gestrichen aftermontag nach dem [sontag Judica] [1451 IV 13]
d) auf Rasur, zuerst J[udica] [1451], jetzt ist gemeint Letare 1457, denn im Jahre 1457 wurden bei einem
Ausschreiben die aktuellen Termine eingesetzt
e) auf Rasur, Rasurstelle nicht mehr leserlich
f) über der Zeile nachgetragen
g) über dem Namen ein Schrägstrich, wohl als Merkzeichen für das geschehene Ausschreiben an die
Lehengerichtsbeisitzer
h) zuerst Gorig, gestrichen, darüber Vlrich
*******************************************************************************************************************************************
Guth, J. B.
Bemerkungen über zwei bisher unbekannte Geschlechter des Rieses, der Herren von Vrowen und die Lacu.
In:
Combinierter Jahresbericht des Historischen Kreisvereins im Regierungsbezirk Schwaben-Neuburg 15/16 (1849/50)
*******************************************************************************************************************************************
"Die Urkunden der Fürstl. Oettingischen Archive in Wallerstein und Oettingen"
1197 - 1350
bearbeitet von Richard Dertsch,
erschienen im Verlag der schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Augsburg 1959
++++++++++++++++++++++++
»Seite 12
Randnummer 31
"1256 April 21
L[udwig], Probst, S[ifrid], Dekan, und das Domkapitel zu Augsburg bekunden: Ritter Friderich
d. Ä. von dem See (de Lacu) hat einen Hof in Reitgerswileir von Ritter Ulrich von Zebign [!]
erkauft. Diesen Hof hatte Ulrich auf den Marienaltar [des Domes] (super principale altare
Marie virginis) geschenkt und auf all sein Recht daran verzichtet. Mag. Wereherus Domkustos
überläßt nun den Hof dem genannten Friderich d. Ä. de Lacu und seiner Ehefrau Gerdrud zu
Erbe gegen 1/2 (?) Wachszins, fällig an Mariä Geburt.
Zeugen: L[udwig], Propst, S[igfrid], Dekan, Sifrid, Scholaster, Cuno, Pleban, Marquard von
Nidelign, Wernher Gutenperc, Ulrich Bereburren, Otto Baldern, Hermann der Dommaier
(Summus villicus), Marquard von Bergen, Albert von Fiscach.
..., undecimo Kal. Maii."
Lateinisches Originalpergament, Siegel an rot-dunkelgelben Seidenfäden fehlt.
LO: Wallerstein I, 5080
Druck: Württembergisches Urkundenbuch 5, 155 f.
++++++++++++++++++++++++
»Seite 14
Randnummer 34 a
"1261 Januar 5
Der Graf [Ludwig III.] von Otingen wiederholt die Genehmigung von 1259 [Nr. 33 a],
wonach seine Leute zum Deutschordenshaus daselbst, das von des A Familie begründet
ist, ziehen und ihre Güter diesem übergeben dürfen. Er behält sich das Recht vor, die
zu seiner Grafschaft gehörigen Güter auszulösen.
[Ohne Sachankündigung]
Sachzeugen: Chunrat von Rechenberg, Truchseß, Gerung von Erungen,
Fridrich vom See d. Ä., Raben der Schenk, Chunrat von Holtzing [!].
..., an dem obersten abent."
Originalpergament, ohne Spur einer Besiegelung
LO: Öttingen XIII 7, 264
Regest: Grupp 98
++++++++++++++++++++++++
»Seite 21
Randnummer 51
"1271 März 16
Fridrich [V.] von Truhendingen, Graf von Dilengen, bekundet zustimmend, daß sein
Getreuer Ulrich von Wurmach dem Zisterzienserinnenkloster Cimberen einen Hof in
Erningen bei Nordelingen verkauft hat. Er setzt das Kloster in dessen Besitz.
Siegel: Ausstellender
Zeugen: Cunrad von Mure "fidelis noster", Rudolf von Gundolsheim,
Friderich von dem See (tunc senior dictus de Lacu), Cunrad von Lentersheim.
..., feria secunda post Letare."
Lateinisches Originalpergament mit 1 Siegel [Siegelumschrift beschädigt)
Rückvermerk: Super curiam in Eringen [!]
LO: Wallerstein I, 34
Regest: Lang 3, 12 (nach Falkenstein C.D. nr. 58) (Jacob Paul Lang, Materialien zur Öttingischen
älteren und neueren Geschichte, Wallerstein 1771)
++++++++++++++++++++++++
»Seite 22
Randnummer 53
"1271 September 21 Öttingen
Abt (Chunrad) und Konvent von St. Marien (monasterii Sacte Marie) in Ahusen OSB,
Eystetensis Dyocesis, verkaufen ihre Besitzungen in Durrencimeren mit allen Zugehörden,
Äckern, Wiesen, Wäldern, Bebautem und Unbebautem, dem Zisterzienserinnenkloster
Cymeren um 80 (?) Heller.
Siegel 1: Abt
Siegel 2: Konvent
Zeugen: Heinrich, Commendator des Deutschhauses in Oetingen,
Friedrich d. J. von dem See (de Lacu) und sein Bruder Sifrid d. J.,
Volnand von Kregenheim, Friderich Stranze, Henrich Behemus von Oetingen
und dessen Sohn Chunrad.
..., in die Mathei apostoli in loco Oetingen."
Lateinisches Originalpergament mit 2 Siegel (Siegelumschrift 1, 2 beschädigt) an hellbrauner Seidenschnur
LO: Wallerstein I, 34 b
Druck: Lang 4, 339 f. (Jacob Paul Lang, Materialien zur Öttingischen älteren und neueren Geschichte, Wallerstein 1771)
++++++++++++++++++++++++
»Seite 26
Randnummer 63
"1273
Abt (Cunrad) und Konvent zu Ahusen verkaufen aus dringendem Bedürfnis ihre
Güter zu Bellesheim an Ulrich gen. von Trohtilvingen, Ammann (minister) des
Herrn Hermann von Haheltingin, um 15 (?) Heller.
Siegel 1: Abt
Siegel 2: Konvent
Zeugen: Ludewig von Amelbruht, Rudolf von Megingin, Gerung gen. Butze,
Cunrad von Memmingin, Heinrich von Witawe und der ganze Konvent von Ahusen;
Ritter Liutfrid von Bellesheim und seine Söhne Liutfrid und Berhtold;
Ritter Cunrad von Utzmemmingin; Friderich und Ulrich Gebrüder gen. von Trohtelvingin;
Ritter Ulrich gen. von Ruchsteten; Sefrid und Wernher Gebrüder gen. von Seglawe;
die Ritter Friderich und Sifrid gen. von dem See (de Lacu); Hermann, Bruder des
Herrn Liutfrid, und sein Bruder Ulrich; Cunrad cellerarius und Ulrich Frantzenhuser,
Heinrich von Mulbach.
1273"
Lateinisches Originalpergament mit 2 Siegel (Siegelumschrift 1, 2 beschädigt)
LO: Wallerstein I, 39
++++++++++++++++++++++++
»Seite 68
Randnummer 175
"1299 April 7 Wallerstein
Graf Ludewic [V.] von Otingen bekundet, daß mit seiner Hand der Ritter Sifrid von dem Se
und seine Wirtin "ver" Agnes dem Kloster Zimmern "Sanct Bernhards orden von Zitel"
(Äbtissin Agnes) eine Hube in Dorf und Feld zu Wechingen, die Hainrich Wthunt besessen,
und zwei Hofstätten, die Erkinger und eine Witwe Reglingerin besessen, vertauscht haben
gegen ein Gut zu Bolsingen, das Hainrich Herman besessen, und 3 dazugehörige Hofstätten,
die Ragebe und Ulrich und Hainrich Muntberat besessen. Eine vierte Hofstatt, die Cunrad
der Hirte besessen, verbleibt dem Kloster; ebenso sind ausgenommen zwei Teile des
"sumerigen" Zehnten und des Kleinzehnten zu Bolsingen, Roder und Rotelbach in Aisteter
Bistum, die der Pfarre nicht gehören.
Zeugen: Otto, Abt von Ahusen, Heinrich der Prior und Ulrich der Keller OSB in Eysteter
Bistum; Frau Agnes, Äbtissin von Zimmern, "ver" Agnes, Priorin, "ver" Hiltgart von Hürnheim,
die Frauen von Zimmern; ihr Kaplan Walter; Bruder Hainrich von Mündlingen und Bruder
Hainrich der Bumaister, "die horsam da getan hant"; die Ritter Fridrich von Maingen,
Eberhart von Memmingen und Dietrich von Merkingen.
..., ze Walrstain, am dritten tage nach Sant Ambrosen tak1."
Deutsches Originalpergament mit 1 Siegel (Siegelumschrift beschädigt), schöne Initiale.
LO: Wallerstein I, 98 a
Regest: Grupp 412
1) Zur Datierung: Der dritte Tag wäre der 6. April (vom 4. einschließlich ab gerechnet); doch dürfte
eher "feria tertia" gemeint sein.
++++++++++++++++++++++++
»Seite 73
Randnummer 189
"1301 Mai 30
Graf Ludwig [V.] von Otingen bestätigt zustimmend, daß in seiner Anwesenheit sein
Eigenmann Sifrid Stunde von Otingen dem Kloster Zimbern 2 Äcker - zusammen 2 J -
in den Feldern von Wechingen bei dem Quell (prope fontem dictum) Morsbrunnen, und
zwei Wiesen - zusammen 4 Tagwerk Wiesmahd (wismatz) - bei den Wiesen des
Rudolf Rumler, um 8 1/2 (?) Heller zu Eigen verkauft hat.
Zeugen: die Herren und Ritter Sifrid von dem See (de Lacu) und Dietrich von Merkingen,
Getreue des Grafen; Friderich Gruppe von Nordelingen, Diemar von Ruchsteten,
Eghard von Gundolshen.
D..., III° Kalendas Junii."
Lateinisches Originalpergament mit 1 Siegel (zerbröckelt)
LO: Wallerstein I, 103
Regest: Grupp 439
++++++++++++++++++++++++
»Seite 81/82
Randnummer 210
"1309 April 11 Obereichstätt
Bruder Philipp, Bischof zu Eysteten, verabredet unter Zustimmung seines Kapitels mit
den Grafen Ludewich [V.] von Oetingen d. A., seinem Sohn Ludewich [VI.] und den
übrigen Kindern die schiedsrichterliche Beilegung ihrer Streitigkeiten wegen der
Verlassenschaft des jüngst verstorbenen Grafen Gebhart [VII.] von Hirzeberch. Beide
Parteien stellen je drei Schiedsrichter: 1) der Bischof: Arnolt den Dompropst, Meister
Ulrich den Propst von Spalte, Chorherren zu E., und des Bischofs Kämmerer Sifrit von
Mörnshein, 2) die Grafen: die Ritter Cunrat den Speten von Turnegge, Otten von Phalhein
und Walther [III.] von Bopphingen. Diese sollen spätestens 14 Tage nach Pfingsten auf
Mahnung durch Bischof Heinrich von Calcedoni binnen 8 Tagen in Nordelingen sich
einfinden und dort die Forderungen ausrichten. Bei dieser Entscheidung soll außer
Bischof Heinrich auch der Eysteter Chorherr Marquart von Hageln sein; diese geben
bei Stimmengleichheit zusammen, wenn sie einig sind, die siebte entscheidende
Stimme. Fällt keine Entscheidung, ist auf Wunsch der Eysteter Abgeordneten die
Entscheidung nach Werde zu verlegen, erfolgt auch dort keine Entscheidung, auf Wunsch
der Oetingischen Abgeordneten wieder nach Nordelingen. Notfalls soll weiterhin zwischen
beiden Städten gewechselt werden. Beim Fehlen eines Schiedsrichters ist für die Zeit
seiner Abwesenheit Ersatz zu stellen. Geben die zwei, die zur siebten Stimme berechtigt
sind, diese nicht in spätestens 14 Tagen, sollen die Schiedsrichter heimfahren. Die zwei
sollen 14 Tage bleiben, dann die sechs zurückkehren, und so fort, bis zur Entscheidung.
Beide Parteien haben ihre Schiedsleute zu verköstigen.
Der Bischof setzt als Bürgen: Sifrit von Mornshein und Cunrat, bischöfl. Richter zu Eystet,
beide Ritter, den bischöfl. Truchsessen Hiltbrant von Mur und Ulrich von Mornshein.
Die Grafen setzten als Bürgen: Sifrit von dem Sew und Cunrat den Sorgen von Althein,
beide Ritter; Rembot von Wemdingen, Bürger zu Wellenhein, und Heinrich von Wemdingen,
Bürger zu Tholenstain.
Leistung 8 Tage nach Mahnung zu Werde.
Der Bischof wird sein Recht an der vorgeschriebenen Richtung nicht mit einer Handfeste
des +Grafen Gebhart von Hirzeberch oder seiner Witwe Frau Sopien kräftigen.
Siegel 1: Bischof
Siegel 2: Kapitel
Das ist geschehen ze Obernaisteten ..., an dem fritak vor der martherer tak Tiburcii et
Valeriani."
Originalpergament mit 2 Siegel
LO: Oettingen II B 84
Die Gegenurkunde ist abgedruckt Monumenta Boica 50, 48 ff.
Regest: -Grupp 490,
-Regesten der früheren Pappenheimer Marschälle vom 13. bis zum 16. Jh., von Haupt Graf zu
Pappenheim, Würzburg 1927, 698 d/e,
-Regesten der Bischöfe von Eichstätt 1421
++++++++++++++++++++++++
»Seite 109
Randnummer 289
"1319 August 9
Vor Sifrit von Tunschelkingen, Landrichter des Grafen Ludwig [VI.] von Otingen, klagen
die Edelleute, die zu Ziuplingen Besitz haben, gegen den Comtur von Otingen und
Hans den Fuchs und seine Kinder wegen Irrung an ihrem Besitz. Die Beklagten erklären,
die angestrittenen Rechte hergebracht zu haben. Auf die Kundschaft, beigebracht von
Herrn Otte von Tanhusen, Ammann zu Nordelingen, Ritter Walther [IV.] d. J. von Bopfingen
und Erkenger dem Fricke, sprechen sieben Ritter das Urteil: Sieben geschworene Bauern
im Dorfe Ziuplingen sollen alljährlich einen Schmalhirten (smalhirten) und einen Flurhai
(flurhey) wählen. Diesen beiden sollen die Beklagten die Hand bieten "an alle gab" [d. h.
umsonst]; doch sollen der Kleinhirt und der Flurhai je 1 Malter Haber den Beklagten reichen
und schwören, recht zu hüten und keinem mehr zu geben, als hier vorgeschrieben ist. Wenn
einer der sieben abgeht, wählen die anderen nach ihrem Gutdünken einen im Dorf dazu.
Die Beklagten dürfen keinen irren, so daß jeder seine Brache genießen kann (sin brach
genizen mak). Jeder darf seine Wiesen und sein "amat" genießen, wie er will; nur soll man
an Michelstag den Boden räumen. Die Beklagten dürfen, wenn sie oder ihre Ehalten zu
Zeugen sitzen und Vieh haben, eigene Scheidhirten halten, ohne Minderung des Rechts
des gemeinen Hirtena.
Zeugen: die Ritter Sifrit vom See, Chunrad von Schophloch, Eberhart von Eringen,
Ulrich [I.] von Bopfingen, Otte von Tanhusen, Walther [IV.] d. J. von Bopfingen,
Ulrich von Emershoven; Erkenger der Fricke, Engelhart der Fri, der Jacke.
Siegel: Graf Ludwig.
..., an Sant Laurencius abent."
I. Originalpergament mit 1 Siegel (beschädigt)
LO: Wallerstein I, 5130
II. Originalpergament, Siegel fehlt
LO: Wallerstein I, 157
Regest: Lang 5, 61 (Jacob Paul Lang, Materialien zur Öttingischen älteren und neueren Geschichte, Wallerstein 1771)
Einzeldruck in Abschriftensammlung Wallerstein
a) Wortlaut des Urteils:
Ez suln siben gebur sin in dem dorfe datz Ziuplingen, der ieglicher gesuoren hab, und di suln alle iar weln uf ir eyt
einn smalhirten und einn flurhey, halt uf wez gut der sitze und wenn di zwen erwelt werden, so sol in der Comtur und
Hans oder sin erben di hant biten an alle gab, an so vil daz der chleinhirte dem Comtur geben sol und Hans oder
sinen erben ein malter habern, und der flurhey als vil, und suln auch suern reht zu huten und niman niht me ze geben,
dann als hie vor geschriben stet. Wer aber, dez got niht en wolle, daz der siben einer oder me abgiengen, so suln
die andern uf ir eyt zu in nemen in dem dorfe, die sie dunken gut sin, biz si di zal der siben wider erfullen, halt uf
wez gut sie sitzen. Auch seit diu kuntschaft, dz di vorgnanten der Comtur und Hans und sin erben niman irren suln
an dem, daz iederman in sin brach genizen mak. Mer seit diu kuntschaft, daz iederman mak sin wisen und sin amat
genizen und gehepen als er wil, und daz enhat der Comtur noch Hans noch dehein sin erbe niht ze wern, an so vil, als
Sant Michelstag kumt, so sol man den boden rumen oder mit gemeinem rat lazen sten. Dise vorgeschribenn sachen
wrden alle behabt mit urteyl.
Noch wart me behabt mit urteyl, daz Hans oder sin erben, di diu vorgeschriben reht datz Ziuplingen haben, allediwil
und er oder si hus han datz Ziuplingen, und selbe do sitzet oder sitzen, gehaben mak oder mugen ein scheidhirten,
der sin oder ir vihe uztribe, und dehein vremdes do mit daz sin oder ir niht ensi. Wer aber, daz Hans oder sin erben,
di diu vorgeschriben reht han, do niht enseez oder enseezen, und doch bu und ehalten do het oder heten, di sin oder
ir brot do ezen, so mak er oder si dannoch scheidhirten han zu sinem oder zu irem vihe. Und aich der Comtur, ob er
mit huse do seez oder deheiner siner bruder, oder ob er oder deheiner siner bruder do niht enseez, und do bu und
ehalten do het, di sin brot do ezen, so mak er ouch scheidhirten han zu sinem vihe. Doch suln si beide die schaidhirten
han, an dez gemeinen hirten schaden an sinem lon und an anderr liut schaden angeverde, und anders niman sol
me scheidhirten han an ir beider urloup, beide dez Comturs, und Hans oder sin erben, di diu vorgeschriben reht han.
++++++++++++++++++++++++
»Seite 128/129
Randnummer 343
"1330 März 23
Friderich vom Sewe verkauft mit Zustimmung seiner Ehewirting "fra" Annen und mit
Urlaub seiner Herren der Grafen Ludwig [VIII.] und Fridrich [II.] d. J. von Oettingen dem
Kloster Cymbern (Äbtissin Juten) um 30 ? 7 ß weniger 4 h zu Eigen seine Neurodung
(niuwerutin) in der Lyndowe, welche die nachgenannten Leute von Swanrse bauen:
Heinrich under Bame, gibt 9 ß und 2 Hühner, Cunrat der Mayger 7 ß h und 12 Hühner,
der Widenman 5 ß h und 10 Hühner, der Cymmerar 3 ß und 6 Hühner, die Studerin
30 h und 5 Hühner, Lutzze der Herbst 4 ß h und 8 Hühner, Sytzin die Witiu 2 ß h und
2 Hühner, Dyeterich 8 ß 3 h und 2 1/2 Hühner, derselbe von einer Wiese 12 ß h. Wenn
auf Anfordern der Verkäufer nicht binnen 8 Tage Leistung tut, tun es die Bürgen
Ulrich von Steinhein und Ekkehart von Gundoltzhein. - Leistung zu Oetingen bei einem Wirt. -
Zeugen: Der Fuchse von Zuppelingen, "comentur" zu Oetingen, Friderich der Uracher;
Ulrich von Steynhein, Ekhart von Gundoltzhein; die vorgenannten Bürgen; Swiger, Bürger
zu Oetingen; des Klosters Brüder Heinrich der Schuchemeyster und Cunrat der Brobst.-
Siegel 1-2: die Grafen
Siegel 3: Aussteller
..., an dem nahsten Fritag vor unser frawen tak, als ir Got gekundet wart.
Originalpergament, Siegel fehlen
Rückvermerk: Super Newrutin in der Linden awe.
LO: Wallerstein I, 188
++++++++++++++++++++++++
»Seite 129/130
Randnummer 346
"1330 April 24
Äbtissin (Jeut) und Konvent zu Zimmern, denen der verstorbene Hainrich Schmeltzlin,
Bürger zu Nördlingen, zu einer Jahrzeit für sich und seine Vorfahren 300 ? h gegeben
hat, haben damit von Herrn Sifrit vom Sev einen Hof zu Hoppingen, den Fridrich des
Mairs Sohn von Vorhen baut, und eine Rodung (rutin) daselbst erkauft und verpflichten
sich von der Gült 5 ? h zur Jahrzeit zu verwenden, ferner 10 ? h zur Besserung der
Pfründe seiner Tochter Kaerinen und Suffien Bumannin und der Kinder seines Sohnes
Herman des Schmeltzlins (siner tohter Katerinen und Suffien Bumannin und Hermanz
dez Schmeltzlins sins suns kinter). Nach deren Tod fallen die 10 ? auf des Klosters
Tisch, "daz man ez etwar anleg, daz der gemaind allerliebst si". Tutich die Dienerin hat
dem Kloster an das Gut, von dem man den Nonnen im Sommer morgens Eier gibt,
100 ? h gegeben, die ihr der verstorbene Schmeltzlin zu einem Seelgerät gegeben.
Sie soll es zeitlebens genießen; nach ihrem Tod wird damit die Pfründe der genannten
Kinder gebessert; 4 ? Geld zu Laub, die ihr die von Althen gekauft hat, sollen ebenfalls
nach ihrem Tod den Kindern zufallen. Adelhait die Ruterin hat aus ihrem Eigenen 30 ? h
Geld zu Balghen von des Klosters Landsassen Buse (um Buse unsern lantsesen)
gekauft, die sie ebenfalls den genannten Kindern auf ihr Lebtag, danach dem Kloster
vermacht hat.
Siegel: Kloster
- Daz geschach..., an Sant Georien tag."
Originalpergament mit 1 Siegel (eingenäht)
LO: Wallerstein I, 187
++++++++++++++++++++++++
»Seite 131
Randnummer 350
"1330 September 29
Hainrich von Stetperch, seine Ehewirtin Elisabet und sein Bruder Chunrat von
Stetperch verkaufen dem Kloster Zybern [!] zu Eigen um 59 ? h zwei Gütlein
(gutlach) zu Holtzkirchen, die der Stadler und der Snider bauen - gilten je 4 Malter
Kern und Haber Nordelinger Maß, 1 ? h, 4 ß "ze wisat".
Bürgen: die Herren Frid(e)rich von dem Se und Eggehart von dem Se,
Wortwin von Snaiten
- Leistung zu Oetingen. -
Zeugen: die Bürgen
Siegel 1: sein Herr Graf Berhtold [IV.] von Greifspach gen. von Nyffen
Siegel 2: dessen Wirtin Frau Elsbet
Siegel 3: Aussteller
Siegel 4-6: Bürgen.
..., an Sant Michels tag."
Originalpergament mit 4 Siegeln (4, 5 fehlen - 1 lose, Siegelumschrift 2 beschädigt,
6 (Snaiten) Siegelumschrift beschädigt, lose)
LO: Wallerstein I, 192
++++++++++++++++++++++++
»Seite 133/134
Randnummer 358
"1331 April 23
Heinrich von Stetberch verkauft mit Zustimmung seiner Ehewirtin "fra" Elisabet
und mit Urlaub seines Herrn des Grafen Berchtold [IV.] von Niffen (Nyffen) und
dessen Wirtin Frau Elzebet dem Kloster Cymbern (Äbtissin Juten) zu Eigen um
88 ? h: 1) seinen eigenen Hof zu Wolverstat, den Johans der Mayger baut - gilt
je 6 Malter Korn und Haber Wolversteter Maß, 1 ? h, 1 V Öl, 2 Gänse, 8 Hühner,
12 Käse, 4 ß "ze wisat", 2) drei Hofstätten - gilten 16 ß h, 2 V Öl gleiches Maß,
6 ß "ze wisat", 3) "und daz vierde teil der kasehaller von dem viche ze Wachingen".-
Bürgen: die Herren Eggehart und Friderich vom Sewe und Herr Wortwin von Schenaiten.-
Leistung 8 Tage nach Mahnung bei einem Wirt zu Nordelingen.-
Zeugen=Bürgen.-
Siegel 1-2: Graf und Gräfin
Siegel 3: Aussteller
Siegel 4-6: die Bürgen Wortwin von Snayten [6], Friderich [4] und Eggehart von Sewe {5].
..., an Sant Georien abent."
Originalpergament, mit 6 Siegel (Siegelumschrift 2, 5 beschädigt)
LO: Wallerstein I, 198
++++++++++++++++++++++++
»Seite 134
Randnummer 360
"1331 Mai 13
Agnes, Witwe Herrn Sifrits vom Sewe, verkauft mit Zustimmung ihrer Kinder
Fridrich vom Sewe (nach Siegelumschrift: de Lacu) und Elsbet und mit Urlaub
ihrer Herren der Grafen Ludwig [VIII.] und Fridrich [II.] der jungen von Oetingen,
dem Kloster Zimbern (Äbtissin Jeuten) um 305 ? h zu Eigen: 1) ihren Maierhof
(meyerhof) zu Hoppingen, den des Natters Sohn baut - gilt 1 Malter Kern,
11 Malter Roggen, 11 Malter [Haber], 1 Malter Erbsen (arwisse), 2 V Öl, 30 ß h,
4 Gänse, 8 Hühner, 200 Eier, 2 ß h "ze wisat", 8 Hühner, 3) "min rutin allesampt
und ouch min holtz, daz bi denselben rutin gelegin ist".-
Mitbürgen: die Ritter Heinrich von Richenbach und Egkart von Merkingen; Ulrich
von Truchtlingen, Heinrich von Stetberch und Ekkart vom Sewe (nach
Siegelumschrift: de Lacu). - Leistung zu Nordelingen binnen acht Tagen nach
Mahnung.
Siegel 1: der Sohn der Verkäuferin (die kein S hat)
Siegel 2-3: die beiden Grafen
Siegel 4-8: die 5 Bürgen.
..., an Sant Servacien tag.
Originalpergament mit 7 Siegel (8 fehlt - Siegelumschrift 3, 4, 5, 7 beschädigt)
Rückvermerk: Super curia villicali in Hoppingen.
LO: Wallerstein I, 201
Druck: Lang 5, 38-43 (Jacob Paul Lang, Materialien zur Öttingischen älteren und neueren Geschichte, Wallerstein 1771)
++++++++++++++++++++++++
»Seite 137
Randnummer 368
"1332 Januar 20
Friderich vom Sewe verkauft dem Kloster Cymbern zu Eigen seine Neurodung
(min niuwerutin) in der Lindowe, die der alte Milcheram zu Heyde (gilt 30 h) und
der alte Cymmerar von Swanrse (gilt 18 h) bauen, zu einer "vollunge" des
Kaufgelds (30 ? h) für seine schon verkaufte Neurodung daselbst
[vgl. 1330 März 23, Nr. 343}.
Siegel: Verkäufer
..., an Sant Agnes abent."
Originalpergament, Siegel fehlt
Rückvermerk: Fridrici de Sew, super Newerting [!]
LO: Wallerstein I, 208
++++++++++++++++++++++++
»Seite 141
Randnummer 378
"1332 Dezember 18
Friderich vom Sewe verkauft mit Zustimmung seiner Ehewirtin Annen und mit
Urlaub seines Herrn, des Grafen Ludewig [VI.] von Oetingen d.A., dem Kloster
Cymbern (Äbtissin Juten) um 30 ? h zu Eigen seine Neurodung (niurutin) in der
Lyndowe bei Swanrse, die Heinze in dem Hofe baut - gitl 2 1/2 ? h und 30 Hühner.
Bürgen: der Ritter Heinrich von Richenbach, Ekhart vom Sewe.
- Leistung zu Oetingen
Siegel 1: der Graf
Siegel 2: Aussteller
Siegel 3-4: die Bürgen
..., an dem nahsten vrietak vor Sant Thomas tak dez zwelf boten."
Originalpergament, mit 2 Siegeln (2, 4 fehlen - Siegelumschrift 1 beschädigt)
Rückvermerk: Super Neurutin in der Lindenawe
LO: Wallerstein I, 210
++++++++++++++++++++++++
»Seite 144
Randnummer 387
"1333 Juli 13
Ritter Heinrich von Richenbach verkauft mit Zustimmung seines Sohnes
Heinrich dem Kloster Zymbern um 80 ? h zu Eigen: 1) seine eigen Hube
zu Maegershein, die Glaeslins Bruder baut - gilt 6 "mutte" Dinkel, 6 "mutte"
Haber, 2 V Öl "dez dorfmaezzes", 24 ß h oder ein Schwein, 20 Käse,
4 Hühner, 2 Gänse, 4 ß "ze wisat", 2) eine Hofstatt, gilt 1 ß h und
1 Fastnachthuhn.
Bürgen: Engelhart von Richenbach und Fridrich vom Sewe.
- Leistung zu Nordelingen.
Zeugen=Bürgen.
Siegel 1: Aussteller
Siegel 2-3: Bürgen1.
..., an Sant Margareten tag."
Originalpergament, mit 3 Siegel (Siegelumschrift 1 beschädigt)
LO: Wallerstein I, 212
1 Heinrich und Engelhart von Richenbach führen verschiedene
Wappen im Siegel
++++++++++++++++++++++++
»Seite 144
Randnummer 390
"1334 März 7
Fridrich von dem Sew verkauft dem Kloster Zimbern um 93 ? h seinen
Hof zu Stainpuhel, den der Pfutzmair baut, und eine Hofstatt, auf der der
Choch sitzt.
Siegel 1-2: seine Herren, die Grafen Ludwig [VIII.] und Fridrich [II.]
Siegel 3: Aussteller
..., des maentags vor Gregorii."
Originalpergament, mit 1 Siegel (1, 3 fehlen - Siegelumschrift 2 beschädigt)
LO: Wallerstein I, 216
++++++++++++++++++++++++
»Seite 152/153
Randnummer 415
"1336 September 221
Fridrich vom Se verkauft dem Kloster Zimmern (Äbtissin Juten) um 2 ? h
nach Landesrecht seine Hofstatt zu Wachingen, die Chuntz der Smit innehat,
gelegen nächst an St. Mauritzen Hofstatt, die der Widenmennin Tochter
innehat - gilt 3 ? h, 8 h "ze wisat", 1 Fastnachthuhn -
Zeugen: Bruder Burchart, Beichtiger (unser bichtiger), und Bruder Chunrad,
"brobst" des Klosters; Haintz Berwig von Holtzkirch.
Siegel: Aussteller
..., an dem naechsten suntag nach Sant Mathys tag dez zwelf boten."
Originalpergament, Siegel fehlt
Rückvermerk: Super curtile in Wechingen
LO: Wallerstein I, 229
1 Zur Datierung: Mathiastag fiel 1336 (Schaltjahr) auf den 25.2. und damit auf einen Sonntag,
kommt also kaum in Betracht, da der nächste Sonntag Oculi wäre, der wohl unter diesem Namen
verzeichnet wäre [nicht immer.V.]
++++++++++++++++++++++++
»Seite 169
Randnummer 459
"1340 August 29
Ludwig [VIII.] und Fridrich [II.] Grafen von Otingen und Landgrafen in Elsazzen
eignen dem ehrbaren Mann Eckharten von dem Se die Hube zu Zebingen, die
die Klosenerin von Baldingen lebenslänglich nützen soll. Dafür hat er den Grafen
seinen Maierhof (mayerhof) zu Dornungstad, bisher Eigen, zu Lehen aufgegeben
und empfangen.
Siegel 1-2: die Grafen
..., an Sant Johans tag, als er enthaubt wart."
Originalpergament, Siegel fehlen
LO: Wallerstein I, 252
++++++++++++++++++++++++
»Seite 209
Randnummer 579
"1350 Juli 13
Ludowich der Wiser, Bürger zu Nordlingen, verkauft dem Kloster Kirchen (Äbtissin
Elsbet vom See) um 36 ? h das Gut zu Pflunloch, Haus, Hofstatt, Äcker und Wiesen,
dessen Halbteil (dez getaeiliter) der Kes, Bürger zu Nordlingen, hat.
Bürgen: Hainrich der Zingel und Ulrich der Nawer, Bürger zu Nordlingen; bei Abgang
ist binnen acht Tagen ein Ersatzmann zu stellen.
Siegel 1: Verkäufer
Siegel 2-3: Bürgen.
Der geben ist an Sant Margareten tag..."
Originalpergament mit 3 Siegeln (1, 3 zerbröckelt, 1 lose, 2, 3 eingenäht)
Rückvermerk: Oblay
LO: Wallerstein I, 5171
