Karte des Riesgebietes

Quellen von Namensvorkommen 

von See/von Se und de Lacu

                                                                            ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

 

"Das älteste Lehensbuch der Grafschaft Oettingen - 14. Jahrhundert bis 1477" 

bearbeitet von Elisabeth Grünenwald, 

erschienen im Verlag der schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Augsburg 1976

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 18

Randnummer 89 (288)

 

"Fritz von dem See1 ze Bolsingen das gericht, zwoa vogtay, ein hoff, ain lehen, zwo holtzmark."

 

a) o über dem Wort nachgetragen

1) Die Burg der Herren v. See ist bei Wemding oder Trendel (Bacherler 46, Seite 112, Buchner Seite 39)

    abgegangen; W. Dehn (Seite 49, Nummer 3) weist auf dem Ziegelberg, an dessen nördl. Fuß der große

    Lohweiher liegt (beides Markung Wemding) einen vermutlich mittelalterlichen Wall nach. Vielleicht 

    darf man hier den Stammsitz der Herren v. See sehen, denn die Verwandtschaft mit den 

    Herren v. Wemding (Siegelgleichheit) und der Besitz im nördlichen Ries (Trendel, Polsingen, 

    Schwörsheim, Dornstadt) lokalisieren die Familie eher in diesem Raum als in das Gebiet um

    Mönchsdeggingen/Schaffhausen (vgl. Guth Seite 15 f) oder Kleinsorheim (vgl. Dertsch, Register).

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 19

Randnummer 93 (292)

 

"Item Otte von dem See und sein wirtin ein lehen und drey hofstet zu Wemdingen, 

ze Rotelbach1 zwo hube, zwischen Rotelbach und Amberbach 2 1/2 hube."

 

1) Abgegangen auf Markung Amerbach, Flurname Röthelhof (Gemeindeplan). Nachdem der Röthelhof 

    im 30jährigen Krieg in Abgang gekommen war, wurden die Güter 1699 zerteilt (Fürstlich 

    Oettingen-Spielbergisches Archiv Oettingen (jetzt Harburg), Lehenarchiv Akten 45). 1359 XII 13 

    zu Rötelbach (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München. Abt. I: Allgemeines Staatsarchiv,

    Brandenburg-Ansbach Urkunden 1384), 1424 Rotelhoff (Eintrag 176).

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 37

Randnummer 176

 

"Item Moritz wan Walkirchen hat zu lehen enpfangen in tragersweyß Annan 

won Walkirchen seiner swester, Hansena vom See1 elichen hawßfraw, ditz 

nachgeschriben güter. Mentag vor ascensionis domini anno XXIIII°[1424 V 29]. 

Item den Sandbrunn2. Item den Rotelhoff und was dartzu gehort."

 

a) davor gestrichen Cun[raten]

1) 1405 I 31 hatte Hans vom Sew seine Frau Anne von Walkirch ihrer Heimsteuer und Morgengabe

     halber auf seinen Teil an dem Gut zu Santprunnen und auf die Hälfte des Rotelhoffs verwiesen, mit

     der Verpflichtung, bei Erbschaft von Eigengütern die genannten Lehengüter wieder frei zu machen

    (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein (jetzt Harburg), Urkundensammlung I 703). -

2) Abgegangen auf Markung Wemding. Flurname Sandbrunn (Gemeindeplan), vgl. Bacherler 46, Seite 112.

    Der Hof Sandbronnen war 1588 noch vorhanden (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv 

    Wallerstein (jetzt Harburg), Urkundensammlung I 2683).

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 55

Randnummer 288 (89)

 

"Fritze von dem See 2 hub ze Dornungstat, ze Bolsing das gericht, 2 vogtay, 

1 hof, 1 lehen, zwo holtzmark und was er ze Otingen hat. Im und Ekeharten vom See

ainen hoff zu Otingen, ein hub ze Dornungstat."

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 56

Randnummer 292 (93)

 

"Otte von dem See und sein wirtin ain lehen und dry hofstet ze Wemding, ze Rottelbach

zwo hube, zwischen Rottelbach und Amelbach 2 1/2 hube."

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 89

Randnummer 477

 

"Item fraw Ottilia von Waldenhofen hat zu lehen zway tagwerck wismatz [zu Laub1] in dem

Mulbach, die des Sewers waren, der ist trager her Egkart von Walkirch. Acta sunt hec LXX°

quarto [1374]."

 

1) Siehe Eintrag 36

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 91

Randnummer 481

 

"Nota, Fridrich und Hans vom Sew, gebruder, hand enpfangen ze lehen zwey pfunt geltz 

zu Teggingen und gand auß ainer hub und dy hat der Truhsesse mynen hern1 verswigen.

Et hoc factum est in Alrhein anno LX°nono feria sexta proxima post Valentini [1369 II 16]."

 

1) Ludwig VIII. und Ludwig X.

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 92

Randnummer 488 (507)

 

"Item Seitzen hof vom Sew1 zu Tremeln gelegen ist lehen."

 

1) Gestorben vor 1401 I 23 (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein (jetzt Harburg), 

     Urkundensammlung I 668)

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 95

Randnummer 501

 

"[Blatt 33]

Item mein alte fraw Adelheid1, grafin ze Otingen, hat verlihen und gegeben 

Ekkart vom Sewe, irem diener, zu lehen und sinen libserben Joh[anns] des Kezzers 

hoffrait mit den selden zu Otingen gelegen, als es her Hainrich von Mundlingen2 zu 

libringe hat, und hat das getan mit willen und gunst des edeln grauf Ludwig [XI.] von

Otingen, ir suns3 suns, des jungern, und des [hat] mein junger herr brief gegeben. Hec

sunt facta anno domini M° CCC° LXXI° feria secunda post diem Bartholomei [1371 VIII 25]. 

Und ist, das er abgat an libserben, so ist diu hoffrait der herschaft ledig und lose. Itema 

dartzu hat mein fraw mit meins obgnanten hern willen und briefen gegeben zu ainem

aygen Fritzlin Anhang, irem diener, und sinen libserben des Sewers4 hoffrait zu Otingen

und ist, das er an libserbe abgat, so ist diu hoffrait der herschaft ledig und lose. Facta

sunt hec anno domini M° CCC° LXXI° feria secunda post diem Bartholomei [1371 VIII 25].

 

a) am Rande c[apitulum]

1) Adelheid Gräfin von Werd, Witwe Friedrichs II.

2) Heinrich zu Mündling ist 1382-1389 als Pfarrer bei St. Jakob zu Öttingen bezeugt (Michel 1, Seite 140)

3) Ludwig X., gestorben 1370 V 1.

4) Wohl der oben genannte Ekhard von See.

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 96

Randnummer 507 (488)

 

"Es ist auch lehen Sytzen hoff vom See, der gelegen ist ze Trennel."

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 99

Randnummer 520

 

"Nota1, Fridrich und Hans vom Sewe, gebruder, hand zu lehen enpfangen Santbrunnen2,

besucht und unbesucht, an holtz, an ekkern, an wisen, an weygern3, wann mein junge

hern Ludwig [XI.] und Fridrich [III.] dawider geaygent hand zwen hoff4 in der Metschawe5 

gelegen, die des Vrachers waren, und darumb haben mein herren brief von den Sewern.

Facta sunt hec in6 Wemdingen6 anno domini M° CCC LXXIII in die sancte Katherinea

[1373 XI 25]."

 

a) es folgt ein Schlußzeichen.

1) Belegt durch LR 1373 XI 25 o.AO (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein 

    (jetzt Harburg), Urkundensammlung I 480)

2) Laut LR das Gut zu Santprunnen, daz Vlins von Stainhen waz.

3) Im LR folgt an waid, an wazzer.

4) Im LR nur die hoeff.

5) Ausgedehntes Wiesen- und Ackergelände zwischen Rudelstetten, Wemding und Amerbach, Flurname

    Metzenau u. ä. (Gemeindeplan). Der Metschawe recht (beschrieben 1413. Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches

    Archiv Wallerstein (jetzt Harburg), Literalien 37, Blatt 213) wurde von dem Vogt zu Wemding jährlich bei dem

    Kranichhof [abgegangen Markung Wemding, dort Flurname Kranichholz] gehalten (Bayerisches

    Hauptstaatsarchiv München. Abt. I: Allgemeines Staatsarchiv: Pfalz-Neuburg, Kopialbücher Band 40, Blatt 150)

6) Fehlt im LR.

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 114

Randnummer 604

 

"Item her Walther von Seggendorf, dew Sewerin und ire kind hand ze lehen enpfangen

den hoff ze Stopphenhen, den hat her Walther in tragersweise von des Sewers kind 

wegen, der zu Stopphenhen saß."

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 138

Randnummer 698

 

"Item1 es hat Wilhalm Steinhamer enpfangen2 den hoff zu Gundoltzhein mit seiner 

zugehorung, der Seytzen vom Sew saligen gewesen ist. An suntag vor Pauli 

conversionis anno domini M° CCCC primo [1401 I 23]. Des hat man brief"

 

1) Belegt durch LR 1401 I 23 (Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein (jetzt Harburg),

    Urkundensammlung I 688).

2) Laut LR von Ludwig [XI.] und Friedrich [III.].

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 144

Randnummer 723

 

"Item1 Vlrich vom See hat enpfangen von den egnanten hern2 20 morgen holtz

in dem Obernberg, 1 dagwerck wißmats genant dy Prungaßwiß, 2 1/2 dagwerck

gnant dy Korppwiß, 1/2 dagwerck heist dy Gemeinwiß, 1 1/2 dagwerck im Rore

und 7 morgen ackers in der Heide, alles umb Bolsingen glegen. In die Nicolay 

Anno XXXmo [1430 XII 6].a"

 

a) die Foliierung springt von Blatt 54 auf Blatt 56. Auf Blatt 56 beginnt ein anderer Schreiber (Rudrer)

1) Belegt durch Regest für 1430 XII 12 (Fürstlich Oettingen-Spielbergisches Archiv Oettingen (jetzt 

     Harburg), Literalien Repertorien 1, Blatt 58, Nummer 172)

2) Laut Regest Ludwig [XI.] und Johann [I.].

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 203

Randnummer 891 [106]

 

"[Blatt 86]

 

Fritz vom Seea, yetzb zu Bolsingen. Uff mitwuchen nach dem suntag Reminiscere 

in der vasten hon ich Fritz vom See zu rechtem manlehen von meinem gnädigen 

herren graf Vlrichen von Ötingen als von [dem] eltesten graven zu Otingen empfangen 

mit namen ein holtz genant das Byrckach bey Vrßhaim gelegen. Item den Rottelhoue 

mit aller seiner zugehorunge. Item Santprunnen mit aller seiner zugehorunge. Item 

siben tagwerck wismads in [den] Medern bey den Torsewlen1 gelegen. Item sechs 

tagwerck in dem Weydach gelegen. Item 40 morgen holtz an dem obern Berg. Item 

14 morgen ackers in der Hayd. Item ein tagwerck wismads hayßt die Prunngaßwiß. 

Item 2 1/2 tagwerck wismatz genant die Korbwiß. Item ein halb tagwerck genant die 

Gemainwiß und anderhalb tagwerck ym Ror, alles mit seiner zugehorunge [umb 

Bolsingen glegen2] etc. Hat briefe gnomen und geben. Actum ut supra anno LImo 

[1451 III 24]."

 

a) neben der Überschrift haben sein vettern [v. See] (Keller), siehe Eintrag 1029 z. J. 1463

b) auf Rasur

1) Flurname Torsäulenweiher (heute Wiesen) Markung Polsingen (Mitteilung E. Schöler-Weißenburg)

2) Siehe Eintrag 723

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 254

Randnummer 1029 [231]

 

"[Blatt 118]

 

Anno LXIII. Cristoff vom See hat von meinem gnedigen herrn grave Vlrichen zu 

rechtem manlehen empfangen ein holtz genant das Birckach bei Vrßhaim gelegen. 

Item den Rottelhoue mit aller seiner zugehörung. Item Santprunnen mit aller seiner 

zugehörung. Item siben tagwerck wismatz in [den] Medern bei den Torsewlen 

gelegen. Item sechs tagwerck in dem Weydach gelegen. Item 40 morgen holtz an 

dem obern Berg. Item 14 morgen ackers in der Hayd. Item ein tagwerck wismatz 

hayßt die Prunngassewise. Item 2 1/2 tagwerck wismatz gnant die Korbwise. Item 

1/2 tagwerck genannt die Gemainwise und 1 1/2 tagwerck im Ror, alles mit seiner 

zugehörung [umb Bolsingen gelegen1]. Beschehena [feria] 2a post Viti [1463 VI 20]."

 

a) davor gestrichen als beschähen [feria] 2a ante Alb[ani] [1463 VI 20]

1) Siehe Eintrag 723

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 274

Randnummer 1086

 

"[Blatt 131']

 

                                                            Vlrich grave zu Otingen

 

Disen hernachgeschriben mannen hat mein her geschriben, das sie uf aftermontag 

nach Judica gein Otingen komen sollen anno etc LI [1451 IV 13]:

Unsern fruntlichen grus zuvora, lieber getrewer. Wir haben von unser graveschaft 

lehen von unser notturft und gebrechen wegen, die uns und unsern mannen deßhalben

daran ligen, furgenomen, dichb und ander unser mann zu vordern uffc sontag Letared 

zu latein genant [1457 III 27] ze nacht gein Otingen ze komen und an montage darnach 

[1457 III 28] solich notturft und gebrechen mit recht furzenemen, als sich gespurt. Darumb 

so manen wir dich als unsern lehenman, wes und wie hoch wir dich von lehen wegen

ze manen haben, das du uff den egnanten tage gein Otingen komest, umb unser und 

unser graveschaft lehen recht sprechest und nicht außbeleibest, damit uns nicht gepure, 

ander unser manne des rechten darumb ze fragen. Des wollen wir uns gutlichen gein dir 

versehen und fruntlichen umb dich verschulden. Geben under unserm insigel am dornstage 

vor dem sontag Reminisceree anno etc LVIImo e [1457 III 10]. (Blatt 132] Item herg Sigmund 

von Lentherßheim riter. Vlricheng Vetzer. Sixteng von Gundoltzhin. Wilhalmg von Jagßheim. 

Gorigg Weiller. Gorigg von Scheppach. Vlrichgh von Wellenwart. Gorig von Elrichßhusen. 

Wilhelmg von Scheppach. Hanns von Gundoltzheim. Fritzg vom See. Wilhelmg von Leonrod. 

Hanns von Praitenstein. Conratg von Hoppingen der junger. Jorigg von Holtzingen. 

Heinrichg vom Stein vom Diemenstein. Seeboltg Seerewter. Craftg und Hannsg von Altheim. 

Burckhartg von Wolmerßhusen. Wilhalmg von Velberg. Her Fridrich von Wolmerßhusen riter. 

Heinrich von Ottingen."

 

a) danach zuerst her Veyt von Rechemberg, gestrichen und her zu n[omen] verbessert, gestrichen

b) d aus eu[ch] verbessert

c) danach gestrichen aftermontag nach dem [sontag Judica] [1451 IV 13]

d) auf Rasur, zuerst J[udica] [1451], jetzt ist gemeint Letare 1457, denn im Jahre 1457 wurden bei einem 

    Ausschreiben die aktuellen Termine eingesetzt

e) auf Rasur, Rasurstelle nicht mehr leserlich

f)  über der Zeile nachgetragen

g) über dem Namen ein Schrägstrich, wohl als Merkzeichen für das geschehene Ausschreiben an die 

     Lehengerichtsbeisitzer

h) zuerst Gorig, gestrichen, darüber Vlrich

 

*******************************************************************************************************************************************

 

Guth, J. B.

Bemerkungen über zwei bisher unbekannte Geschlechter des Rieses, der Herren von Vrowen und die Lacu.

In:

Combinierter Jahresbericht des Historischen Kreisvereins im Regierungsbezirk Schwaben-Neuburg 15/16 (1849/50)

 

*******************************************************************************************************************************************

 

 

 

"Die Urkunden der Fürstl. Oettingischen Archive in Wallerstein und Oettingen"

1197 - 1350 

bearbeitet von Richard Dertsch, 

erschienen im Verlag der schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Augsburg 1959

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 12

Randnummer 31

 

"1256 April 21

 

L[udwig], Probst, S[ifrid], Dekan, und das Domkapitel zu Augsburg bekunden: Ritter Friderich 

d. Ä. von dem See (de Lacu) hat einen Hof in Reitgerswileir von Ritter Ulrich von Zebign [!] 

erkauft. Diesen Hof hatte Ulrich auf den Marienaltar [des Domes] (super principale altare 

Marie virginis) geschenkt und auf all sein Recht daran verzichtet. Mag. Wereherus Domkustos 

überläßt nun den Hof dem genannten Friderich d. Ä. de Lacu und seiner Ehefrau Gerdrud zu 

Erbe gegen 1/2 (?) Wachszins, fällig an Mariä Geburt.

Zeugen: L[udwig], Propst, S[igfrid], Dekan, Sifrid, Scholaster, Cuno, Pleban, Marquard von 

Nidelign, Wernher Gutenperc, Ulrich Bereburren, Otto Baldern, Hermann der Dommaier 

(Summus villicus), Marquard von Bergen, Albert von Fiscach.

..., undecimo Kal. Maii."

 

Lateinisches Originalpergament, Siegel an rot-dunkelgelben Seidenfäden fehlt.

LO: Wallerstein I, 5080

Druck: Württembergisches Urkundenbuch 5, 155 f.

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 14

Randnummer 34 a

 

"1261 Januar 5

 

Der Graf [Ludwig III.] von Otingen wiederholt die Genehmigung von 1259 [Nr. 33 a], 

wonach seine Leute zum Deutschordenshaus daselbst, das von des A Familie begründet 

ist, ziehen und ihre Güter diesem übergeben dürfen. Er behält sich das Recht vor, die 

zu seiner Grafschaft gehörigen Güter auszulösen.

[Ohne Sachankündigung]

Sachzeugen: Chunrat von Rechenberg, Truchseß, Gerung von Erungen, 

Fridrich vom See d. Ä., Raben der Schenk, Chunrat von Holtzing [!].

..., an dem obersten abent."

 

Originalpergament, ohne Spur einer Besiegelung

LO: Öttingen XIII 7, 264

Regest: Grupp 98

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 21

Randnummer 51

 

"1271 März 16

 

Fridrich [V.] von Truhendingen, Graf von Dilengen, bekundet zustimmend, daß sein 

Getreuer Ulrich von Wurmach dem Zisterzienserinnenkloster Cimberen einen Hof in 

Erningen bei Nordelingen verkauft hat. Er setzt das Kloster in dessen Besitz.

Siegel: Ausstellender

Zeugen: Cunrad von Mure "fidelis noster", Rudolf von Gundolsheim, 

Friderich von dem See (tunc senior dictus de Lacu), Cunrad von Lentersheim.

..., feria secunda post Letare."

 

Lateinisches Originalpergament mit 1 Siegel [Siegelumschrift beschädigt)

Rückvermerk: Super curiam in Eringen [!]

LO: Wallerstein I, 34

Regest: Lang 3, 12 (nach Falkenstein C.D. nr. 58) (Jacob Paul Lang, Materialien zur Öttingischen

älteren und neueren Geschichte, Wallerstein 1771)

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 22

Randnummer 53

 

"1271 September 21 Öttingen

 

Abt (Chunrad) und Konvent von St. Marien (monasterii Sacte Marie) in Ahusen OSB, 

Eystetensis Dyocesis, verkaufen ihre Besitzungen in Durrencimeren mit allen Zugehörden, 

Äckern, Wiesen, Wäldern, Bebautem und Unbebautem, dem Zisterzienserinnenkloster 

Cymeren um 80 (?) Heller.

Siegel 1: Abt

Siegel 2: Konvent

Zeugen: Heinrich, Commendator des Deutschhauses in Oetingen, 

Friedrich d. J. von dem See (de Lacu) und sein Bruder Sifrid d. J.

Volnand von Kregenheim, Friderich Stranze, Henrich Behemus von Oetingen 

und dessen Sohn Chunrad.

..., in die Mathei apostoli in loco Oetingen."

 

Lateinisches Originalpergament mit 2 Siegel (Siegelumschrift 1, 2 beschädigt) an hellbrauner Seidenschnur

LO: Wallerstein I, 34 b

Druck: Lang 4, 339 f. (Jacob Paul Lang, Materialien zur Öttingischen älteren und neueren Geschichte, Wallerstein 1771)

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 26

Randnummer 63

 

"1273

 

Abt (Cunrad) und Konvent zu Ahusen verkaufen aus dringendem Bedürfnis ihre 

Güter zu Bellesheim an Ulrich gen. von Trohtilvingen, Ammann (minister) des 

Herrn Hermann von Haheltingin, um 15 (?) Heller.

Siegel 1: Abt

Siegel 2: Konvent

Zeugen: Ludewig von Amelbruht, Rudolf von Megingin, Gerung gen. Butze, 

Cunrad von Memmingin, Heinrich von Witawe und der ganze Konvent von Ahusen; 

Ritter Liutfrid von Bellesheim und seine Söhne Liutfrid und Berhtold; 

Ritter Cunrad von Utzmemmingin; Friderich und Ulrich Gebrüder gen. von Trohtelvingin; 

Ritter Ulrich gen. von Ruchsteten; Sefrid und Wernher Gebrüder gen. von Seglawe; 

die Ritter Friderich und Sifrid gen. von dem See (de Lacu); Hermann, Bruder des 

Herrn Liutfrid, und sein Bruder Ulrich; Cunrad cellerarius und Ulrich Frantzenhuser, 

Heinrich von Mulbach.

1273"

 

Lateinisches Originalpergament mit 2 Siegel (Siegelumschrift 1, 2 beschädigt)

LO: Wallerstein I, 39

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 68

Randnummer 175

 

"1299 April 7 Wallerstein

 

Graf Ludewic [V.] von Otingen bekundet, daß mit seiner Hand der Ritter Sifrid von dem Se 

und seine Wirtin "ver" Agnes dem Kloster Zimmern "Sanct Bernhards orden von Zitel" 

(Äbtissin Agnes) eine Hube in Dorf und Feld zu Wechingen, die Hainrich Wthunt besessen, 

und zwei Hofstätten, die Erkinger und eine Witwe Reglingerin besessen, vertauscht haben 

gegen ein Gut zu Bolsingen, das Hainrich Herman besessen, und 3 dazugehörige Hofstätten, 

die Ragebe und Ulrich und Hainrich Muntberat besessen. Eine vierte Hofstatt, die Cunrad 

der Hirte besessen, verbleibt dem Kloster; ebenso sind ausgenommen zwei Teile des 

"sumerigen" Zehnten und des Kleinzehnten zu Bolsingen, Roder und Rotelbach in Aisteter 

Bistum, die der Pfarre nicht gehören.

Zeugen: Otto, Abt von Ahusen, Heinrich der Prior und Ulrich der Keller OSB in Eysteter 

Bistum; Frau Agnes, Äbtissin von Zimmern, "ver" Agnes, Priorin, "ver" Hiltgart von Hürnheim, 

die Frauen von Zimmern; ihr Kaplan Walter; Bruder Hainrich von Mündlingen und Bruder 

Hainrich der Bumaister, "die horsam da getan hant"; die Ritter Fridrich von Maingen, 

Eberhart von Memmingen und Dietrich von Merkingen.

..., ze Walrstain, am dritten tage nach Sant Ambrosen tak1."

 

Deutsches Originalpergament mit 1 Siegel (Siegelumschrift beschädigt), schöne Initiale.

LO: Wallerstein I, 98 a

Regest: Grupp 412

 

1) Zur Datierung: Der dritte Tag wäre der 6. April (vom 4. einschließlich ab gerechnet); doch dürfte 

    eher "feria tertia" gemeint sein.

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 73

Randnummer 189

 

"1301 Mai 30

 

Graf Ludwig [V.] von Otingen bestätigt zustimmend, daß in seiner Anwesenheit sein 

Eigenmann Sifrid Stunde von Otingen dem Kloster Zimbern 2 Äcker - zusammen 2 J - 

in den Feldern von Wechingen bei dem Quell (prope fontem dictum) Morsbrunnen, und 

zwei Wiesen - zusammen 4 Tagwerk Wiesmahd (wismatz) - bei den Wiesen des 

Rudolf Rumler, um 8 1/2 (?) Heller zu Eigen verkauft hat.

Zeugen: die Herren und Ritter Sifrid von dem See (de Lacu) und Dietrich von Merkingen, 

Getreue des Grafen; Friderich Gruppe von Nordelingen, Diemar von Ruchsteten, 

Eghard von Gundolshen.

D..., III° Kalendas Junii."

 

Lateinisches Originalpergament mit 1 Siegel (zerbröckelt)

LO: Wallerstein I, 103

Regest: Grupp 439

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 81/82

Randnummer 210

 

"1309 April 11 Obereichstätt

 

Bruder Philipp, Bischof zu Eysteten, verabredet unter Zustimmung seines Kapitels mit 

den Grafen Ludewich [V.] von Oetingen d. A., seinem Sohn Ludewich [VI.] und den 

übrigen Kindern die schiedsrichterliche Beilegung ihrer Streitigkeiten wegen der 

Verlassenschaft des jüngst verstorbenen Grafen Gebhart [VII.] von Hirzeberch. Beide 

Parteien stellen je drei Schiedsrichter: 1) der Bischof: Arnolt den Dompropst, Meister 

Ulrich den Propst von Spalte, Chorherren zu E., und des Bischofs Kämmerer Sifrit von 

Mörnshein, 2) die Grafen: die Ritter Cunrat den Speten von Turnegge, Otten von Phalhein 

und Walther [III.] von Bopphingen. Diese sollen spätestens 14 Tage nach Pfingsten auf 

Mahnung durch Bischof Heinrich von Calcedoni binnen 8 Tagen in Nordelingen sich 

einfinden und dort die Forderungen ausrichten. Bei dieser Entscheidung soll außer 

Bischof Heinrich auch der Eysteter Chorherr Marquart von Hageln sein; diese geben 

bei Stimmengleichheit zusammen, wenn sie einig sind, die siebte entscheidende 

Stimme. Fällt keine Entscheidung, ist auf Wunsch der Eysteter Abgeordneten die 

Entscheidung nach Werde zu verlegen, erfolgt auch dort keine Entscheidung, auf Wunsch

der Oetingischen Abgeordneten wieder nach Nordelingen. Notfalls soll weiterhin zwischen

beiden Städten gewechselt werden. Beim Fehlen eines Schiedsrichters ist für die Zeit 

seiner Abwesenheit Ersatz zu stellen. Geben die zwei, die zur siebten Stimme berechtigt 

sind, diese nicht in spätestens 14 Tagen, sollen die Schiedsrichter heimfahren. Die zwei 

sollen 14 Tage bleiben, dann die sechs zurückkehren, und so fort, bis zur Entscheidung. 

Beide Parteien haben ihre Schiedsleute zu verköstigen.

Der Bischof setzt als Bürgen: Sifrit von Mornshein und Cunrat, bischöfl. Richter zu Eystet, 

beide Ritter, den bischöfl. Truchsessen Hiltbrant von Mur und Ulrich von Mornshein.

Die Grafen setzten als Bürgen: Sifrit von dem Sew und Cunrat den Sorgen von Althein, 

beide Ritter; Rembot von Wemdingen, Bürger zu Wellenhein, und Heinrich von Wemdingen, 

Bürger zu Tholenstain.

Leistung 8 Tage nach Mahnung zu Werde.

Der Bischof wird sein Recht an der vorgeschriebenen Richtung nicht mit einer Handfeste 

des +Grafen Gebhart von Hirzeberch oder seiner Witwe Frau Sopien kräftigen.

Siegel 1: Bischof

Siegel 2: Kapitel

Das ist geschehen ze Obernaisteten ..., an dem fritak vor der martherer tak Tiburcii et 

Valeriani."

 

Originalpergament mit 2 Siegel

LO: Oettingen II B 84

Die Gegenurkunde ist abgedruckt Monumenta Boica 50, 48 ff.

Regest: -Grupp 490, 

               -Regesten der früheren Pappenheimer Marschälle vom 13. bis zum 16. Jh., von Haupt Graf zu 

                      Pappenheim, Würzburg 1927, 698 d/e,

               -Regesten der Bischöfe von Eichstätt 1421

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 109

Randnummer 289

 

"1319 August 9

 

Vor Sifrit von Tunschelkingen, Landrichter des Grafen Ludwig [VI.] von Otingen, klagen 

die Edelleute, die zu Ziuplingen Besitz haben, gegen den Comtur von Otingen und 

Hans den Fuchs und seine Kinder wegen Irrung an ihrem Besitz. Die Beklagten erklären, 

die angestrittenen Rechte hergebracht zu haben. Auf die Kundschaft, beigebracht von 

Herrn Otte von Tanhusen, Ammann zu Nordelingen, Ritter Walther [IV.] d. J. von Bopfingen 

und Erkenger dem Fricke, sprechen sieben Ritter das Urteil: Sieben geschworene Bauern 

im Dorfe Ziuplingen sollen alljährlich einen Schmalhirten (smalhirten) und einen Flurhai 

(flurhey) wählen. Diesen beiden sollen die Beklagten die Hand bieten "an alle gab" [d. h. 

umsonst]; doch sollen der Kleinhirt und der Flurhai je 1 Malter Haber den Beklagten reichen 

und schwören, recht zu hüten und keinem mehr zu geben, als hier vorgeschrieben ist. Wenn 

einer der sieben abgeht, wählen die anderen nach ihrem Gutdünken einen im Dorf dazu. 

Die Beklagten dürfen keinen irren, so daß jeder seine Brache genießen kann (sin brach 

genizen mak). Jeder darf seine Wiesen und sein "amat" genießen, wie er will; nur soll man 

an Michelstag den Boden räumen. Die Beklagten dürfen, wenn sie oder ihre Ehalten zu 

Zeugen sitzen und Vieh haben, eigene Scheidhirten halten, ohne Minderung des Rechts 

des gemeinen Hirtena.

Zeugen: die Ritter Sifrit vom See, Chunrad von Schophloch, Eberhart von Eringen, 

Ulrich [I.] von Bopfingen, Otte von Tanhusen, Walther [IV.] d. J. von Bopfingen, 

Ulrich von Emershoven; Erkenger der Fricke, Engelhart der Fri, der Jacke.

Siegel: Graf Ludwig.

..., an Sant Laurencius abent."

 

I. Originalpergament mit 1 Siegel (beschädigt)

LO: Wallerstein I, 5130

II. Originalpergament, Siegel fehlt

LO: Wallerstein I, 157

Regest: Lang 5, 61 (Jacob Paul Lang, Materialien zur Öttingischen älteren und neueren Geschichte, Wallerstein 1771)

Einzeldruck in Abschriftensammlung Wallerstein

 

a) Wortlaut des Urteils:

Ez suln siben gebur sin in dem dorfe datz Ziuplingen, der ieglicher gesuoren hab, und di suln alle iar weln uf ir eyt 

einn smalhirten und einn flurhey, halt uf wez gut der sitze und wenn di zwen erwelt werden, so sol in der Comtur und 

Hans oder sin erben di hant biten an alle gab, an so vil daz der chleinhirte dem Comtur geben sol und Hans oder 

sinen erben ein malter habern, und der flurhey als vil, und suln auch suern reht zu huten und niman niht me ze geben, 

dann als hie vor geschriben stet. Wer aber, dez got niht en wolle, daz der siben einer oder me abgiengen, so suln 

die andern uf ir eyt zu in nemen in dem dorfe, die sie dunken gut sin, biz si di zal der siben wider erfullen, halt uf 

wez gut sie sitzen. Auch seit diu kuntschaft, dz di vorgnanten der Comtur und Hans und sin erben niman irren suln 

an dem, daz iederman in sin brach genizen mak. Mer seit diu kuntschaft, daz iederman mak sin wisen und sin amat 

genizen und gehepen als er wil, und daz enhat der Comtur noch Hans noch dehein sin erbe niht ze wern, an so vil, als 

Sant Michelstag kumt, so sol man den boden rumen oder mit gemeinem rat lazen sten. Dise vorgeschribenn sachen 

wrden alle behabt mit urteyl.

Noch wart me behabt mit urteyl, daz Hans oder sin erben, di diu vorgeschriben reht datz Ziuplingen haben, allediwil 

und er oder si hus han datz Ziuplingen,  und selbe do sitzet oder sitzen, gehaben mak oder mugen ein scheidhirten, 

der sin oder ir vihe uztribe, und dehein vremdes do mit daz sin oder ir niht ensi. Wer aber, daz Hans oder sin erben, 

di diu vorgeschriben reht han, do niht enseez oder enseezen, und doch bu und ehalten do het oder heten, di sin oder 

ir brot do ezen, so mak er oder si dannoch scheidhirten han zu sinem oder zu irem vihe. Und aich der Comtur, ob er 

mit huse do seez oder deheiner siner bruder, oder ob er oder deheiner siner bruder do niht enseez, und do bu und 

ehalten do het, di sin brot do ezen, so mak er ouch scheidhirten han zu sinem vihe. Doch suln si beide die schaidhirten 

han, an dez gemeinen hirten schaden an sinem lon und an anderr liut schaden angeverde, und anders niman sol 

me scheidhirten han an ir beider urloup, beide dez Comturs, und Hans oder sin erben, di diu vorgeschriben reht han.

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 128/129

Randnummer 343

 

"1330 März 23

 

Friderich vom Sewe verkauft mit Zustimmung seiner Ehewirting "fra" Annen und mit 

Urlaub seiner Herren der Grafen Ludwig [VIII.] und Fridrich [II.] d. J. von Oettingen dem 

Kloster Cymbern (Äbtissin Juten) um 30 ? 7 ß weniger 4 h zu Eigen seine Neurodung

(niuwerutin) in der Lyndowe, welche die nachgenannten Leute von Swanrse bauen: 

Heinrich under Bame, gibt 9 ß und 2 Hühner, Cunrat der Mayger 7 ß h und 12 Hühner, 

der Widenman 5 ß h und 10 Hühner, der Cymmerar 3 ß und 6 Hühner, die Studerin 

30 h und 5 Hühner, Lutzze der Herbst 4 ß h und 8 Hühner, Sytzin die Witiu 2 ß h und 

2 Hühner, Dyeterich 8 ß 3 h und 2 1/2 Hühner, derselbe von einer Wiese 12 ß h. Wenn 

auf Anfordern der Verkäufer nicht binnen 8 Tage Leistung tut, tun es die Bürgen 

Ulrich von Steinhein und Ekkehart von Gundoltzhein. - Leistung zu Oetingen bei einem Wirt. -

Zeugen: Der Fuchse von Zuppelingen, "comentur" zu Oetingen, Friderich der Uracher; 

Ulrich von Steynhein, Ekhart von Gundoltzhein; die vorgenannten Bürgen; Swiger, Bürger 

zu Oetingen; des Klosters Brüder Heinrich der Schuchemeyster und Cunrat der Brobst.-

Siegel 1-2: die Grafen

Siegel 3: Aussteller

..., an dem nahsten Fritag vor unser frawen tak, als ir Got gekundet wart.

 

Originalpergament, Siegel fehlen

Rückvermerk: Super Newrutin in der Linden awe.

LO: Wallerstein I, 188

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 129/130

Randnummer 346

 

"1330 April 24

 

Äbtissin (Jeut) und Konvent zu Zimmern, denen der verstorbene Hainrich Schmeltzlin, 

Bürger zu Nördlingen, zu einer Jahrzeit für sich und seine Vorfahren 300 ? h gegeben 

hat, haben damit von Herrn Sifrit vom Sev einen Hof zu Hoppingen, den Fridrich des 

Mairs Sohn von Vorhen baut, und eine Rodung (rutin) daselbst erkauft und verpflichten 

sich von der Gült 5 ? h zur Jahrzeit zu verwenden, ferner 10 ? h zur Besserung der 

Pfründe seiner Tochter Kaerinen und Suffien Bumannin und der Kinder seines Sohnes 

Herman des Schmeltzlins (siner tohter Katerinen und Suffien Bumannin und Hermanz 

dez Schmeltzlins sins suns kinter). Nach deren Tod fallen die 10 ? auf des Klosters 

Tisch, "daz man ez etwar anleg, daz der gemaind allerliebst si". Tutich die Dienerin hat 

dem Kloster an das Gut, von dem man den Nonnen im Sommer morgens Eier gibt, 

100 ? h gegeben, die ihr der verstorbene Schmeltzlin zu einem Seelgerät gegeben. 

Sie soll es zeitlebens genießen; nach ihrem Tod wird damit die Pfründe der genannten 

Kinder gebessert; 4 ? Geld zu Laub, die ihr die von Althen gekauft hat, sollen ebenfalls 

nach ihrem Tod den Kindern zufallen. Adelhait die Ruterin hat aus ihrem Eigenen 30 ? h 

Geld zu Balghen von des Klosters Landsassen Buse (um Buse unsern lantsesen) 

gekauft, die sie ebenfalls den genannten Kindern auf ihr Lebtag, danach dem Kloster 

vermacht hat.

Siegel: Kloster

- Daz geschach..., an Sant Georien tag."

 

Originalpergament mit 1 Siegel (eingenäht)

LO: Wallerstein I, 187

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 131

Randnummer 350

 

"1330 September 29

 

Hainrich von Stetperch, seine Ehewirtin Elisabet und sein Bruder Chunrat von 

Stetperch verkaufen dem Kloster Zybern [!] zu Eigen um 59 ? h zwei Gütlein 

(gutlach) zu Holtzkirchen, die der Stadler und der Snider bauen - gilten je 4 Malter 

Kern und Haber Nordelinger Maß, 1 ? h, 4 ß "ze wisat".

Bürgen: die Herren Frid(e)rich von dem Se und Eggehart von dem Se

Wortwin von Snaiten

- Leistung zu Oetingen. -

Zeugen: die Bürgen

Siegel 1: sein Herr Graf Berhtold [IV.] von Greifspach gen. von Nyffen

Siegel 2: dessen Wirtin Frau Elsbet

Siegel 3: Aussteller

Siegel 4-6: Bürgen.

..., an Sant Michels tag."

 

Originalpergament mit 4 Siegeln (4, 5 fehlen - 1 lose, Siegelumschrift 2 beschädigt, 

6 (Snaiten) Siegelumschrift beschädigt, lose)

LO: Wallerstein I, 192

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 133/134

Randnummer 358

 

"1331 April 23

 

Heinrich von Stetberch verkauft mit Zustimmung seiner Ehewirtin "fra" Elisabet 

und mit Urlaub seines Herrn des Grafen Berchtold [IV.] von Niffen (Nyffen) und 

dessen Wirtin Frau Elzebet dem Kloster Cymbern (Äbtissin Juten) zu Eigen um 

88 ? h: 1) seinen eigenen Hof zu Wolverstat, den Johans der Mayger baut - gilt 

je 6 Malter Korn und Haber Wolversteter Maß, 1 ? h, 1 V Öl, 2 Gänse, 8 Hühner, 

12 Käse, 4 ß "ze wisat", 2) drei Hofstätten - gilten 16 ß h, 2 V Öl gleiches Maß, 

6 ß "ze wisat", 3) "und daz vierde teil der kasehaller von dem viche ze Wachingen".-

Bürgen: die Herren Eggehart und Friderich vom Sewe und Herr Wortwin von Schenaiten.-

Leistung 8 Tage nach Mahnung bei einem Wirt zu Nordelingen.-

Zeugen=Bürgen.-

Siegel 1-2: Graf und Gräfin

Siegel 3: Aussteller

Siegel 4-6: die Bürgen Wortwin von Snayten [6], Friderich [4] und Eggehart von Sewe {5].

..., an Sant Georien abent."

 

Originalpergament, mit 6 Siegel (Siegelumschrift 2, 5 beschädigt)

LO: Wallerstein I, 198

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 134

Randnummer 360

 

"1331 Mai 13

 

Agnes, Witwe Herrn Sifrits vom Sewe, verkauft mit Zustimmung ihrer Kinder 

Fridrich vom Sewe (nach Siegelumschrift: de Lacu) und Elsbet und mit Urlaub 

ihrer Herren der Grafen Ludwig [VIII.] und Fridrich [II.] der jungen von Oetingen, 

dem Kloster Zimbern (Äbtissin Jeuten) um 305 ? h zu Eigen: 1) ihren Maierhof 

(meyerhof) zu Hoppingen, den des Natters Sohn baut - gilt 1 Malter Kern, 

11 Malter Roggen, 11 Malter [Haber], 1 Malter Erbsen (arwisse), 2 V Öl, 30 ß h,

4 Gänse, 8 Hühner, 200 Eier, 2 ß h "ze wisat", 8 Hühner, 3) "min rutin allesampt 

und ouch min holtz, daz bi denselben rutin gelegin ist".-

Mitbürgen: die Ritter Heinrich von Richenbach und Egkart von Merkingen; Ulrich 

von Truchtlingen, Heinrich von Stetberch und Ekkart vom Sewe (nach 

Siegelumschrift: de Lacu). - Leistung zu Nordelingen binnen acht Tagen nach 

Mahnung.

Siegel 1: der Sohn der Verkäuferin (die kein S hat)

Siegel 2-3: die beiden Grafen

Siegel 4-8: die 5 Bürgen.

..., an Sant Servacien tag.

 

Originalpergament mit 7 Siegel (8 fehlt - Siegelumschrift 3, 4, 5, 7 beschädigt)

Rückvermerk: Super curia villicali in Hoppingen.

LO: Wallerstein I, 201

Druck: Lang 5, 38-43 (Jacob Paul Lang, Materialien zur Öttingischen älteren und neueren Geschichte, Wallerstein 1771)

 

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 137

Randnummer 368

 

"1332 Januar 20

 

Friderich vom Sewe verkauft dem Kloster Cymbern zu Eigen seine Neurodung

(min niuwerutin) in der Lindowe, die der alte Milcheram zu Heyde (gilt 30 h) und

der alte Cymmerar von Swanrse (gilt 18 h) bauen, zu einer "vollunge" des 

Kaufgelds (30 ? h) für seine schon verkaufte Neurodung daselbst 

[vgl. 1330 März 23, Nr. 343}.

Siegel: Verkäufer

..., an Sant Agnes abent."

 

Originalpergament, Siegel fehlt

Rückvermerk: Fridrici de Sew, super Newerting [!]

LO: Wallerstein I, 208

 

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 141

Randnummer 378

 

"1332 Dezember 18

 

Friderich vom Sewe verkauft mit Zustimmung seiner Ehewirtin Annen und mit 

Urlaub seines Herrn, des Grafen Ludewig [VI.] von Oetingen d.A., dem Kloster 

Cymbern (Äbtissin Juten) um 30 ? h zu Eigen seine Neurodung (niurutin) in der 

Lyndowe bei Swanrse, die Heinze in dem Hofe baut - gitl 2 1/2 ? h und 30 Hühner.

Bürgen: der Ritter Heinrich von Richenbach, Ekhart vom Sewe

- Leistung zu Oetingen

Siegel 1: der Graf

Siegel 2: Aussteller

Siegel 3-4: die Bürgen

..., an dem nahsten vrietak vor Sant Thomas tak dez zwelf boten."

 

Originalpergament, mit 2 Siegeln (2, 4 fehlen - Siegelumschrift 1 beschädigt)

Rückvermerk: Super Neurutin in der Lindenawe

LO: Wallerstein I, 210

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 144

Randnummer 387

 

"1333 Juli 13

 

Ritter Heinrich von Richenbach verkauft mit Zustimmung seines Sohnes 

Heinrich dem Kloster Zymbern um 80 ? h zu Eigen: 1) seine eigen Hube 

zu Maegershein, die Glaeslins Bruder baut - gilt 6 "mutte" Dinkel, 6 "mutte" 

Haber, 2 V Öl "dez dorfmaezzes", 24 ß h oder ein Schwein, 20 Käse, 

4 Hühner, 2 Gänse, 4 ß "ze wisat", 2) eine Hofstatt, gilt 1 ß h und 

1 Fastnachthuhn.

Bürgen: Engelhart von Richenbach und Fridrich vom Sewe.

- Leistung zu Nordelingen.

Zeugen=Bürgen.

Siegel 1: Aussteller

Siegel 2-3: Bürgen1.

..., an Sant Margareten tag."

 

Originalpergament, mit 3 Siegel (Siegelumschrift 1 beschädigt)

LO: Wallerstein I, 212

1 Heinrich und Engelhart von Richenbach führen verschiedene 

Wappen im Siegel

 

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 144

Randnummer 390

 

"1334 März 7

 

Fridrich von dem Sew verkauft dem Kloster Zimbern um 93 ? h seinen 

Hof zu Stainpuhel, den der Pfutzmair baut, und eine Hofstatt, auf der der 

Choch sitzt.

Siegel 1-2: seine Herren, die Grafen Ludwig [VIII.] und Fridrich [II.]

Siegel 3: Aussteller

..., des maentags vor Gregorii."

 

Originalpergament, mit 1 Siegel (1, 3 fehlen - Siegelumschrift 2 beschädigt)

LO: Wallerstein I, 216

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 152/153

Randnummer 415

 

"1336 September 221

 

Fridrich vom Se verkauft dem Kloster Zimmern (Äbtissin Juten) um 2 ? h 

nach Landesrecht seine Hofstatt zu Wachingen, die Chuntz der Smit innehat, 

gelegen nächst an St. Mauritzen Hofstatt, die der Widenmennin Tochter 

innehat - gilt 3 ? h, 8 h "ze wisat", 1 Fastnachthuhn -

Zeugen: Bruder Burchart, Beichtiger (unser bichtiger), und Bruder Chunrad, 

"brobst" des Klosters; Haintz Berwig von Holtzkirch.

Siegel: Aussteller

..., an dem naechsten suntag nach Sant Mathys tag dez zwelf boten."

 

Originalpergament, Siegel fehlt

Rückvermerk: Super curtile in Wechingen

LO: Wallerstein I, 229

1 Zur Datierung: Mathiastag fiel 1336 (Schaltjahr) auf den 25.2. und damit auf einen Sonntag, 

kommt also kaum in Betracht, da der nächste Sonntag Oculi wäre, der wohl unter diesem Namen 

verzeichnet wäre [nicht immer.V.]

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 169

Randnummer 459

 

"1340 August 29

 

Ludwig [VIII.] und Fridrich [II.] Grafen von Otingen und Landgrafen in Elsazzen 

eignen dem ehrbaren Mann Eckharten von dem Se die Hube zu Zebingen, die 

die Klosenerin von Baldingen lebenslänglich nützen soll. Dafür hat er den Grafen 

seinen Maierhof (mayerhof) zu Dornungstad, bisher Eigen, zu Lehen aufgegeben 

und empfangen.

Siegel 1-2: die Grafen

..., an Sant Johans tag, als er enthaubt wart."

 

Originalpergament, Siegel fehlen

LO: Wallerstein I, 252

 

 

                                                                                               ++++++++++++++++++++++++

 

»Seite 209

Randnummer 579

 

"1350 Juli 13

 

Ludowich der Wiser, Bürger zu Nordlingen, verkauft dem Kloster Kirchen (Äbtissin 

Elsbet vom See) um 36 ? h das Gut zu Pflunloch, Haus, Hofstatt, Äcker und Wiesen, 

dessen Halbteil (dez getaeiliter) der Kes, Bürger zu Nordlingen, hat.

Bürgen: Hainrich der Zingel und Ulrich der Nawer, Bürger zu Nordlingen; bei Abgang 

ist binnen acht Tagen ein Ersatzmann zu stellen.

Siegel 1: Verkäufer

Siegel 2-3: Bürgen.

Der geben ist an Sant Margareten tag..."

 

Originalpergament mit 3 Siegeln (1, 3 zerbröckelt, 1 lose, 2, 3 eingenäht)

Rückvermerk: Oblay

LO: Wallerstein I, 5171

 

 

Grafikcounter

 

zurück zur Startseite