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Debra Milke ist seit 9 Jahren im Todestrakt:
Rettet sie vor der Todesspritze!
Als die im amerikanischen Bundesstaat Arizona wohnhafte Debra Milke, Tochter der mit einem Schweizer verheirateten Renate Janka, am 2.Dezember 1989 ihrem vierjährigen Söhnchen Christopher die Erlaubnis gibt, mit Jim Styers zusammen in ein Warenhaus den Samichlaus anschauen zu gehen, konnte sie sich nicht vorstellen, dass sie ihr Kind nie mehr lebend sehen und dass sie selber jahrelang mit einem Todesurteil wegen Anstiftung zur Ermordung von Christopher in Isolationshaft sitzen würde. Bei Styer, einem psychisch schwer angeschlagenen Vietnam-Veteranen, hatte Debbie Unterschlupf auf der Flucht vor ihrem Mann gefunden.
Styer holt sich seinen Kumpanen Roger Scott, einen notorischen Säufer, fährt mit Christopher und Scott in ein Wüstengebiet, und einer von beiden erschiesst das Kind. Debra Milke erfährt vom diesem Verbrechen erst, als sie von Detektiv Saldate einvernommen wird und von ihm gleichzeitig mit der Beschuldigung der Anstiftung zum Mord konfrontiert wird. Die Aussagen, die sie jetzt macht, werden nicht auf Band aufgenommen, es wird auch kein Protokoll von einer Drittperson geschrieben, es sind keine weitern Zeugen da, nur Saldate, der seine Notizen verliert und drei Tage später etwas aufschreibt, was seiner Auffassung nach ein Geständnis der völlig verstörten Mutter darstellt. Dass sie derart versteinert ist, dass sie nicht weinen kann, wird als weiteres Indiz für ihre Herzlosigkeit interpretiert. Letztlich sind es zwei Gründe, die das Gericht zu einem Todesurteil veranlassen: Das mehr als zweifelhafte Geständnis und die Beschuldigung des Säufers Scott, Styer sei zur Tat angestiftet worden. Styer selber verneint stets jede Schuld Debras.
Als Saldate das "Geständnis" Debras aufschrieb oder fabrizierte, stand er selber unter Erfolgsdruck, da er als Kandidat für einen höhern Posten zur Wahl stand . Die Aufklärung des scheusslichen Verbrechens brachte ihm die nötigen Stimmen. Das Gericht stand unter dem Druck der öffentlichen Meinung. Die Geschichte des Kindes, das zum Samichlaus möchte und den Tod findet, liess weitherum die Emotionen hochgehen. Es fehlte nur der abgrundschlechte Bösewicht. Die Mutter, die nicht einmal Tränen für ihr Kind vergiesst, war dazu hervorragend geeignet. Das Volk verlangte das Todesurteil, das Volk bekam das Todesurteil für Debra Milke.
Wird das Todesurteil vollzogen, so stirbt mit Debra mit höchster Wahrscheinlichkeit eine Unschuldige, was in der amerikanischen Rechtsgeschichte durchaus nichts Ungewöhnliches wäre. Kann keine Revision des Urteils erreicht werden, so wird Debra mittels Todesspritze umgebracht, unschuldig hin oder her, das Urteil ist rechtsgültig und kann grundsätzlich jederzeit vollzogen werden. Eine Revision aber kostet Geld, denn es müssen neue Beweise vorgelegt werden, und die Beschaffung der Beweise obliegt dem Verurteilten bzw. dessen Vertreter. Zusammen mit der erforderlichen Vertretung vor Gericht kann dies leicht mehrere hunderttausend Dollars kosten. Und wer im Todestrakt eines amerikanischen Gefängnisses lebt, hat kein Geld, sonst wäre er nicht dort, die Todesstrafe trifft keinen Reichen.
In der Schweiz beschäftigt sich mit dem Fall Debra Milke LIFESPARK,MOVEMENT AGAINST THE DEATH PENALTY, e-mail: bhaug@tinet.ch, wo auch weitere Auskünfte erhältlich sind. Die Internet-Seite http://www.debbiemilke.com berichtet ausführlich über diesen Fall.
Quellennachweis: www.todesstrafe-usa.de/
Briefe, die von den verantwortlichen Behörden eine Revision des Todesurteils verlangen, sind zu richten an die Gouverneurin von Arizona:
Governor of Arizona,
Jane Dee Hull,
1700 W. Washington,
Phoenix, Arizona 85034,
USA
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Debbie freut sich an Briefen, die sie ermutigen. Ihre Adresse
Debbie Milke #83533,
A.S.P.C 36D 265,
Perryville, Santa Maria,
P.O. Box 3400,
Goodyear, Arizona 85338,
USA