MIA ist übel! Deutschland ist zum Kotzen.
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www.mia-ist-uebel.tk ist kein Selbstverwirklichungsprojekt von Leuten, die den ganzen Tag vor dem Computer hocken wollen. D.h. wenn ihr Informationen habt oder brauchbare Links zum Thema findet schickt sie uns bitte.
Ein paar Leute haben das auch schon gemacht. Dankeschön! Ihr seid cool!

02.03.05 - Proteste gegen Mia in Bremen!

Nach der Verhinderung der Mia-Konzerte in Berlin und Essen und der protestbedingten Absage der Band in Wiesbaden (s. unten) gab es nun wieder Proteste - diesmal in Bremen.
"Wider die neue deutsche Volksmusik" und "Deutschland hört sich scheisse an" stand auf den Transparenten der Protestierenden, die sich vor dem Auftrittsort der Band eingefunden hatten. Ausserdem wurden die am Einlass wartenden KonzertbesucherInnen mit Flugblättern und Redebeiträgen über die Kritik an Mia informiert. Dabei wurde Mias deutschtümelnde Kampagne im Zusammenhang betrachtet, so dass auch Heppners Lied "Wir sind wir", Martin Walsers Antisemitismus und der Kinofilm "Der Untergang" zur Sprache kamen.
Über die mitgeführte Lautsprecheranlage wurde auch Musik gespielt, die eine Alternative zur neuen deutschen Volksmusik bieten sollte. Mia Fans, die sich als aufklärungsresistent und renitent erwiesen wurden spasseshalber mit Schneebällen beworfen, so dass es auch noch was zu lachen gab.

13.01.05 - Aktion zu Mia-Auftritt in Braunschweig!

Eine überraschende Unterstützung bei ihrer deutschtümelnden Kampagne erhielten Mia kürzlich in Braunschweig. Kein geringerer als Heino gab sich die Ehre ;-)


Einen Indymedia-Bericht dazu gibt es hier:
http://de.indymedia.org/2005/01/104411.shtml

20.11.04 - Nazis spielen Mia auf Demo!

Auf einem Aufmarsch Rechtsextremer aus dem Spektrum der gewalttätigen "Freien Kameradschaften" in Berlin-Lichtenberg spielten diese sowohl "Was es ist" von Mia, als auch eine von Mia erdachte Version der DDR-Nationalhymne ab. Ihre Beliebtheit in der rechtsextremen Szene erarbeitete sich die Elektro-"Punk"-Band in der Vergangenheit mit einer deutschtümelnden, geschichtsrevisionistischen Kampagne, für die sie schon im NPD-Organ "Deutsche Stimme" sehr lobend erwähnt wurden (copy & paste-Link: http://www.deutsche-stimme.com/Ausgaben2004/Sites/01-04-Mode.html).
Ob Band und Label rechtlich gegen das öffentliche Abspielen der Lieder auf dem gegen die linke Silvio-Meier-Demo gerichteten Aufmarsch der Neo-Nazis vorgehen werden, ist bislang unklar, hat doch die Band bisher nicht durch intensive Abgrenzungsbemühungen nach rechts geglänzt.
Daran ändern, dass das Liebeslied an die deutsche Nation "Was es ist" genau dort angelangt ist, wo es hingehört, nämlich in die Lautsprecherboxen auf einem Nazi-Aufmarsch, würden solche Distanzierungsbemühungen allerdings auch nichts mehr.


Indymedia-Berichte dazu gibt es hier:
http://de.indymedia.org/2004/11/99816.shtml
und hier:
http://de.indymedia.org/2004/11/99721.shtml


15.09.04 - tagesschau.de veröffentlicht kritischen Artikel zu Nationalpop

Auf der Homepage der Tagesschau ist seit dem 15.9.04 ein Artikel zu finden, der sich kritisch mit dem Deutschlandhype der Bands Mia, Böhse Onkelz, Ramstein sowie Peter Heppner und Paul van Dyk auseinandersetzt. In dem Text mit dem Titel "Die Rechten finden das toll" geht es um die einhellig positiven Reaktionen Rechtsextremer gegenüber der gegenwärtigen Entwicklung, um die aktuelle Stellungnahme von Blumfeld (s.unten) und einiges weitere mehr - insgesamt lohnt es sich also sehr, ihn zu lesen.
Zu finden ist er hier:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3612468_TYP6_THE_NAVSPM11172_REF2_BAB,00.html


Stellungnahme von Blumfeld zum Thema "Deutschland. Nation. Heimat und Popmusik"!

Nach Tocotronic haben nun auch Blumfeld "aus gegebenen Anlass", wie sie schreiben, ein Statement gegen Deutschtümelei und Geschichtsrevisionismus abgegeben. Mia, Peter Heppner und Paul van Dyk ("Wir sind Wir") und noch einige andere dürfen sich angesprochen fühlen. Den Link zur Stellungnahme findet ihr hier: http://skyeyeliner.endorphin.ch/hallo.html.


27.8.04: Mia-Aufritt in Wiesbaden abgesagt!

"Am 27.8. soll die nationalistische Deutschpopband Mia in Wiesbaden bei Folklore im Garten auftreten. Dies gilt es zu verhindern. Gebt den Neo-Nationalisten keine Chance!" so hieß es im Aufruf mehrerer lokaler linker Gruppen, die sich Mias Deutschtümelei nicht bieten lassen wollten (Der vollständige Aufruf: http://www.de.indymedia.org/2004/08/88985.shtml).
Tatsächlich sagten die Elektro-"Punks" ihren Auftritt sehr kurzfristig ab, die fadenscheinige Begründung hierfür waren die angeblichen Rückenschmerzen eines Bandmitglieds. Somit konnten Mia Schwierigkeiten wie in Berlin und Essen vorerst aus dem Weg gehen.
Die Veranstalter des Festivals, denen die Kritik an Mia bei der Einladung noch unbekannt war, hatten sich bereits im Vorfeld von der Band distanziert und sahen nur knapp von einer Ausladung ab. (Dazu ein Artikel aus dem Wiesbadener Kurier: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=1582599)


31.05.04: Mia-Auftritt auch in Essen verhindert!

Am 31.05.04 entschied sich die deutschtümelnde Band Mia, wenige Minuten vor ihrem geplanten Auftritt auf einem Open-Air-Festival in Essen-Werden, doch lieber nicht auf die Bühne zu gehen.
Der Grund waren die zu erwartenden Proteste aus dem Publikum, das die Nachricht vom Nichtauftritt der Electro-"Punks" dann auch mit freudigem Applaus begrüsste. Einen Bericht gibt es hier dazu: http://www.de.indymedia.org/2004/06/84615.shtml.

Zuvor war unter anderem auf Indymedia gegen den Auftritt von Mia mobilisiert worden. Dort hieß es: "Die viel diskutierte Band Mia, die stumpfen Nationalismus in flippigen Popglitzer gehüllt unters Volk bringen, tritt nun am 31.05. bei einem kostenlosen Festival in Essen-Werden auf. Nun hat man auch ausserhalb von Berlin die Chance, Mia zu zeigen, was man von ihrer Einstellung zur Vergangenheitsbewältigung hält." (Der vollständige Aufruf: http://www.de.indymedia.org/2004/05/83468.shtml)


Nazi-Übergriff bei Mia-Konzert (30.04.04)

Nachdem sich Mia mit ihrer deutschtümelnden Kampagne bei Neonazis sehr beliebt gemacht hatten und bereits in der Januarausgabe des NPD-Organs "Deutsche Stimme" entsprechend gefeiert wurden (den Nazi-Text gibt es hier (copy&paste): http://www.deutsche-stimme.com/Ausgaben2004/Sites/01-04-Mode.html), gehören Neonazis jetzt offensichtlich zum Publikum bei Konzerten der Band. In Bielefeld kam es nun zu einem rassistisch motivierten Übergriff, der von Besuchern eines Mia-Konzerts ausging:
"Am 30. April griffen drei Skinheads eine dunkelhäutige 13jährige Deutsche bei einem Konzert der Rockgruppe Mia im Jugendzentrum Kamp in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) an. Sie schlugen sie auf den Kopf und belästigten auch ihre gleichaltrige Freundin. Die Täter konnten das Konzert unbehelligt verlassen."
(Quelle: Jungle World Nr.21, 12. Mai 2004; Link: http://www.jungle-world.com/seiten/2004/20/3161.php)

Ausführlicher Artikel einer Bielefelder Webzeitung zu dem Nazi-Übergriff: http://www.webwecker-bielefeld.de/servlet/is/19606/



Hier ist ein kurzer Text, der einen Überblick über die Problematik MIAs gibt.





15.01.04: MIA-Auftritt abgebrochen!

Der Auftritt von MIA bei den Studiprotesten in Berlin war schon nach einem Lied zu Ende nachdem es aus dem Publikum zu massiven Unmutsäußerungen in Form von Eier- und Speisewürfen sowie Transparenten und Sprechchören ("Nie wieder Deutschland") gekommen war. Dabei hatten die VeranstalterInnen den MIA-Auftritt extra vorgezogen, um die Mobilisierung zu unterlaufen. Die Ginsengbonbons, die nach MIA spielten, begannen ihren Auftritt mit einer deutlichen Kritik an MIAs Nationalismus und dem auf die mit Eiern bedeckte Bühne bezogenen Statement: "Wer Scheiße sät, wird Scheiße ernten."
Berichte gibt es unter:

http://de.indymedia.org/2004/01/71960.shtml und

http://de.indymedia.org/2004/01/71965.shtml.

Einen Artikel der JungleWorld gibt es unter:

http://www.jungle-world.com/seiten/2004/04/2443.php


Ein paar kurze Worte noch zu den VeranstalterInnen von "Bildung rockt", dem Studierenden-Konzert, bei dem Mia mit Eiern und Speiseresten eingedeckt wurden. Die VeranstalterInnen behaupten in einer Stellungnahme, dass sie niemals vorgehabt hätten, Mia auszuladen. Ferner sei es falsch, dass sie nur wegen einer befürchteten Vertragsstrafe von einer Ausladung abgesehen hätten.
In Statements, die die VeranstalterInnen vor dem Konzert am Telefon oder auch direkt in Diskussionen unter den Studierenden machten, haben sie aber genau dies mehrfach angeführt. Und sie haben damit Sympathie und Mitgefühl bei vielen KritikerInnen des Aufritts gewonnen.
Ob sie damals gelogen haben oder heute lügen, lässt sich natürlich nicht definitiv klären. Fest steht aber, dass sie mitnichten die armen Unschuldsengel sind, als die sie sich präsentiert haben und als die viele sie gesehen haben.


Kontakt: mia_ist_uebel(at)freenet.de