Baumhoroskop der Druiden

Baumhoroskop der Druiden

Der keltische Baumkalender der Druiden ist fast schon gänzlich in Vergessenheit und in den Schatten anderer Horoskope geraten, dabei ist er doch der uns am nächsten stehende, eine Mischung aus Natur-Horoskop und praktischer Psychologie, sieht er doch den Menschen als Teil eines übergeordneten Ganzen, als Lebewesen, das sich gemäß seiner natürlichen Anlagen sowie der jeweiligen Umweltbedingungen entwickelt. Es ist nicht gleichgültig, wann und wo ein Mensch geboren wird, die Verhältnisse, die Jahreszeit und der Ort spielen eine Rolle. Aber auch ein Baum ist ein einzigartiges Unikat, der wie der Mensch licht- und sonnenabhängig ist. So lassen sich in ihren Lebensläufen schon Parallelen feststellen. Wer im Einklang mit Natur und Umwelt lebt, um die eigenen Stärken und Schwächen weiß, kann dem Leben die Stirn bieten..!

Die Kelten erlebten ihre Blütezeit vor Christi Geburt, ihre Geschichte beginnt etwa 1000 v.Chr. mit dem Ende der mitteleuropäischen Eiszeit, da sie aber kaum schriftliche Zeugnisse hinterlassen haben, müssen wir unsere heutigen Kenntnisse über dieses Volk hauptsächlich aus Aufzeichnungen griechischer und römischer Zeitgenossen gewinnen.
Die Druiden waren Priester, Schamane und Medizinmann der Kelten in einer Person, Wissende und Heiler; der Begriff Wissen war zu dieser Zeit anders definiert, es umfaßte nicht nur die Gesamtheit der Kenntnisse der damaligen Zeit, sondern vielmehr auch das intuitive Erkennen von verstandesmäßig nicht faßbarer Zusammenhänge. So stellten die Druiden die geistige Elite der Kelten dar, zu der aber jeder Zugang hatte, es gab keine Auswahlkriterien, nur der ernsthafte Wunsch zu lernen zählte.

Die Kelten sahen die Zeit nicht als lineares Nacheinander, Zeit und Ewigkeit bildeteten in ihrem Weltbild vielmehr eine Einheit, so wie Tag und Nacht zusammen gehören und einen Kreis beschreiben. Sie teilten den Naturzyklus, den wir heute Jahr nennen, in 40 Perioden, die den Wachstumsphasen der 21 (bzw. 22) Bäume entsprach. Für sie war das Leben eine ständige zyklische Wiederkehr und sie glauben fest an die Wiedergeburt nach dem Tode, so waren sie ein äußerst mutiges Volk und kannten fast keine Angst.

Nahezu jeder Mensch hat Sehnsucht nach allgemein gültigen Werten, ein Kalender kann als Orientierunghilfe dienen, der keltische Jahreskalender der Baumzeichen richtet sich dabei nach unserem unmittelbaren Lebensraum - nach der Natur. Er orientiert sich am Wechsel von Tag und Nacht ebenso wie an den zyklischen Veränderungen der Pflanzen in den Jahreszeiten. Der Baum war für die Kelten ein Heiligtum, ohne ihn könnten wir nicht atmen, wir ernährten uns von seinen Früchten, wir bauten unsere ersten Hütten aus Holz und wärmten uns am Feuer, ohne Bäume undenkbar.

Das bekannte Zitat der Cree-Indianer schließt hier nahezu nahtlos an: Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluß vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist werdet ihr merken, daß man Geld nicht essen kann.



Zeittafel
2.-11.1.Die Tanne5.-14.7.
12.-24.1.Die Ulme15.-25.6.
25.1.-3.2.Die Zypresse26.7.-4.8.
4.-8.2.Die Pappel5.-13.8.
9.-18.2.Die Zeder14.-23.8.
19.-29.2.Die Kiefer24.8.-2.9.
1.-10.3.Der Weidenbaum3.-12.9.
11.-20.3.Die Linde13.-22.9.
21.3.Die Eiche 
 Der Olivenbaum23.9.
22.3.-31.3.Der Haselbaum24.9.-3.10.
1.-10.4.Die Eberesche4.-13.10.
11.-20.4.Der Ahorn14.-23.10.
21.-30.4.Der Nussbaum24.10.-11.11.
 Die Eibe3.-11.11.
1.-14.5.Die Pappel 
15.-24.5.Die Kastanie12.-21.11.
25.5.-3.6.Die Esche22.11.-1.12.
4.-13.6.Die Hagebuche2.-11.12.
14.-23.6.Der Feigenbaum12.-21.12.
24.6.Die Birke 
 Die Buche22.12.
25.6.-4.7.Der Apfelbaum23.12.-1.1.
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