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  |  I) Die Tätigkeit Wir suchen die Prostituierten auf den Straßen rund um den Hans-Albers-Platz, in den Kontakthöfen und der Herbertstraße auf. Ebenfalls besucht werden die Süderstraße und der „Autostrich“ am Fischmarkt. Unser Ziel ist es dabei nicht, die Frauen zu „bekehren“ oder „als gefallenen Mädchen“ retten zu wollen. Vielmehr möchten wir ihnen Selbstachtung geben und ihnen zeigen, dass wir für sie da sind. Neben den männlichen Freiern und gaffenden Touristenbesuchern sind wir an einem Abend oftmals der einzige und sehr willkommene alternative Kontakt. Es sind weniger die von uns als Unterstützung abgebotenen hilfreichen Sachen, die zählen, sondern uns kommt es darauf an, den Frauen auf der Straße das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind. Es scheint wenig und vielleicht etwas verrückt, nur eine Tasse Tee mit ihnen zu teilen. Doch wer einmal Tee austragen war, bei dem beginnt ein Nachdenken. Wir bemühen uns dabei sehr, vorbehaltlos auf die Frauen zu zugehen, ihnen zu zuhören und eine Freundschaft anzubieten. Dabei nehmen wir die ganz eigene Wahrheit und Geschichte jeder Frau sehr ernst. Und auch ein heißer Kakao hat zu später Stunde in einer kalten Winternacht auch schon kleine Wunder gewirkt... 
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II) Der Gründer Auf dem Bild im Zentrum unserer Homepage ist der Gründer unserer Gemeinde zu sehen, Otto Oberforster. Dieser hatte als Initiator der Teestube Sarah bereits 1974 unsere Gemeinde „auf die Beine gestellt“ und sich seitdem engagiert und sehr achtsam um die Frauen auf der Straße gekümmert. Seinem guten Beispiel und Engagement folgten später viele andere und begleiteten ihn zu den Frauen zum Teeaustragen. Die Wurzeln seines Engagements liegen in der katholischen Arbeiterbewegung. Sein Arbeitsweg zu der Werft Blohm und Voss führte zu Begegnung mit Frauen, die als Prostituierte arbeiten. Erst im Jahre 1985 war er gezwungen, sich aus gesundheitlichen Gründen von unserer Tätigkeit immer weiter zurückzuziehen. Im Jahr 2000 ist Otto Oberforster für immer von uns gegangen. Im Andenken an sein vorbildliches Engagement wollen und werden wir unsere Tätigkeit auch im neuen Jahrtausend erfolgreich fortsetzen und seine Ideen und Ideale weiter tragen. |
III) Die Glaubensgemeinde Wir sind u.a. eine Gemeinschaft von Christinnen und Christen aus verschiedenen Kirchen und somit offen gegenüber allen christlichen Kirchen. So finden sich bei uns Anhänger der evangelisch-lutherischen, römisch-katholischen Kirche ebenso wie solche der russisch-orthodoxen und protestantischen Kirchen. Aber neben dem christlichen Glauben sind wir offen für alle anderen Religionsgemeinschaften, deren Angehörige einen erheblichen Anteil unter unseren Mitarbeiterinnen haben. Aus unterschiedlichen Kirchen und Religionen kommend kann jedes Mitglied die Inhalte seines Glaubens und seiner Wurzeln auf seine eigene Weise formulieren. Hierbei formen folgende gemeinsame Inhalte unsere Gemeinschaft und auch unsere Arbeit: Wir glauben an die vollständige Befreiung aller Menschen und daran, dass Gott besonders bei den unterdrückten, schwachen und ausgebeuteten Menschen zu finden ist. Einmal im Monat wird ein im ökumenischer Abend- und gleichzeitig Abendmahlgottesdienst gefeiert. Der Ablauf dieses Gottesdienstes hat sich im ersten Jahr der Teestube Sara herausgebildet und besteht seit dem weitestgehend unverändert fort. Wichtigstes Merkmal ist dabei, dass die Gruppe selbst den Gottesdienst gestaltet und trägt, soweit keine befreundeten eingeladenen Priester und Pastoren diesen mitgestalten. Neben unserem Teeaustragen auf der Straße ist auch das Feiern von Gottesdiensten mitten auf dem "Kiez" Zeichen und Geschehen von Präsenz und Solidarität mit den Frauen. Dies wird auch im Ablauf und den Inhalt der Gottesdienste sichtbar. Die oft realitätsbezogenen Texte und Beiträge zum Predigtgespräch wechseln mit mediativen Gesängen und Gebeten aus dem verschiedenen kirchlichen Traditionen, wobei im Angesicht der Situation „unten auf der Straße“ sich auch allzu fromme Worte von selbst verbieten können. |
IV) Kontakte und Zusammenarbeit Die Teestube Sarah pflegt guten Kontakt zur katholischen und zur evangelischen Hochschulgemeinde. Auch besteht ein Erfahrungsaustausch mit der Heilsarmee und der Mitternachtsmission. Weiterhin besteht ein Kontakt mit ähnlichen Gruppen in sozial schwierigen Gebieten: Zu nennen sind insbesondere unsere Kontakte zu der Teestube „Frederik“ in Hannover und der Teestube „Jona“ in Frankfurt a.M.. Weiterhin verstehen wir unser Engagement als eine Netzwerkarbeit von drei Einrichtungen: Wir von der Teestube Sarah arbeiten mit der Zentralen Beratungsstelle für sexuell übertragbare Erkrankungen und der Einrichtung "Kaffeeklappe". |
V) Der Kontakt zu uns Adresse: Ökumenischer Dienst St.Pauli e.V. („Teestube Sarah“) Hans Albers Platz 17 20 359 Hamburg Telefon: xml:namespace prefix = o /> xml:namespace prefix = o /> 040 / 319 66 38 (Teestube, wird auch zum Büro weitergeleitet) 040 / 319 93 701 (Büro, täglich) Fax: 040 / 319 93 702 E-Mail: Kafeeklappe-Sarah@t-online.de Bitte beachten: Diese Adresse dient nur der privaten Kontaktaufnahme. Geschäftliche Angelegenheiten und insbesondere fristwahrende Mitteilungen haben über den Postwege an die angeführte Adresse des Vereins zu erfolgen. Spendenkonto: Ökum. Dienst St.Pauli e.V. Hamburger Sparkasse BLZ 200 505 50 Kontonummer: 1001 / 219 292 |
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